Hoymiles HiOne All-in-One Speicher: Übertrumpft man Anker & Zendure?
Hoymiles kennt man von unzähligen Wechselrichtern, welche Balkonkraftwerke hierzulande komplettieren. Mit dem MS-A2-Speicher hat man bereits auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt will der Hersteller aber raus aus der Nische und rauf aufs ganze Dach. Mit dem Hoymiles HiOne wurde nun ein All-in-One-System vorgestellt, das Wechselrichter, Speicher und Energiemanagement vereint. Damit wildert Hoymiles im Revier von Anker Solix und Zendure – zielt aber technisch noch eine Etage höher.

Inhalt
Technische Daten: Hoymiles HiOne im Überblick
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| System-Typ | All-in-One Hybrid (Wechselrichter + Batterie) |
| Leistungsklassen | 8 kW bis 20 kW (3-phasig) |
| PV-Eingang | 4 MPPTs (je 20A), bis zu 200% Überdimensionierung möglich |
| Kapazität | Modular: 8 kWh bis 64 kWh (max. 8 Module) |
| Batterie-Technik | LiFePO4 (314 Ah Zellen), >8000 Zyklen |
| Notstrom | 0 ms Umschaltzeit (echte USV für das ganze Haus) |
| Schutzklasse | IP66 (Außenmontage möglich) |
| Besonderheit | Mix aus alten & neuen Batterien möglich, integrierter Feuerlöscher |
| Smart Home | KI-basiertes Time-of-Use Management (für dynamische Tarife) |
Schluss mit Bastel-Lösungen: Ein System für alles
Während wir bei Zendure oder Anker oft Systeme sehen, die aus der „DIY-Ecke“ kommen und nachträglich wachsen, ist der HiOne von Anfang an als festinstalliertes Hauskraftwerk konzipiert. Das System integriert den Hybrid-Wechselrichter und die Batteriemodule in einem schlanken Turm. Die Batteriemodule sind kabellos stapelbar, was Kabelsalat verhindert.

Technisch lässt Hoymiles die Muskeln spielen: Mit vier MPPT-Trackern ist das System extrem flexibel, was komplexe Dächer mit Gauben oder verschiedenen Ausrichtungen angeht. Der Wirkungsgrad von 98,5 % ist dabei eine echte Ansage. Zudem denkt das System mit: Ein integriertes KI-Management (Time-of-Use) analysiert Nutzungsmuster und kann den Speicher gezielt dann laden, wenn Stromtarife günstig sind – perfekt für Nutzer von dynamischen Tarifen.

Hoymiles HiOne: Das „Mix & Match“-Problem gelöst
Ein technisches Highlight, das Hausbesitzer aufhorchen lassen sollte, ist das Batterie-Management. Normalerweise ist es bei Heimspeichern schwierig bis unmöglich, nach ein paar Jahren neue Batteriemodule nachzurüsten, da sich die Innenwiderstände von alten und neuen Zellen unterscheiden. Hoymiles verbaut in jedem Batteriemodul einen eigenen DC-DC-Wandler. Das Ergebnis: Das System gleicht den Ladestand automatisch aus. Ihr könnt also auch in fünf Jahren noch frische Akkus in den Turm schieben, ohne die Leistung der alten Module zu drosseln. Bis zu 64 kWh sind so im Maximalausbau möglich.

0 Millisekunden: Echter Notstrom
Viele Systeme werben mit Notstrom, brauchen aber eine „Gedenksekunde“ (meist 20ms) zum Umschalten. Der PC stürzt dann trotzdem ab. Hoymiles verspricht beim HiOne eine Umschaltzeit von 0 ms. Damit fungiert der Speicher als echte unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Selbst induktive Lasten wie Klimaanlagen oder Wärmepumpen sollen laut Hersteller einfach weiterlaufen, als wäre nichts passiert.

Vergleich: Hoymiles vs. Anker & Zendure
Wo steht der HiOne im Vergleich zu den Systemen von Anker (Solix X1) oder den neuen Zendure SolarFlow Pro Modellen?
Zendure kommt stark über die „Plug & Play“-Schiene für Nachrüster und Balkonkraftwerke, die zum Hausspeicher wachsen. Hoymiles positioniert den HiOne dagegen klar als Neu-Installation für das ganze Haus. Es ist kein „Add-on“, sondern das Herzstück. Im Vergleich zum Anker Solix X1 ähnelt sich der Ansatz stark (modulares Design, Notstrom, schicke Optik), wobei Hoymiles mit den 4 MPPTs bei komplexen Dachflächen punkten könnte.
Einschätzung: Der Preis wird entscheiden
Einen Preis nennt Hoymiles aktuell noch nicht. Da der Hersteller bei seinen Mikrowechselrichtern aber stets für ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt war, könnte der HiOne den Markt für Heimspeicher angesichts allgemein fallender Preise ordentlich unter Druck setzen. Die technischen Daten mit 0ms Umschaltung, der Akku-Mischbarkeit und den Sicherheitsfeatures (integrierter Brandschutz, Heizung für Winterbetrieb bis -30°C) lesen sich jedenfalls beeindruckend. Wir sind gespannt, wann die ersten Systeme in Deutschland installiert werden.
Quelle(n):
Hier geht's zum GadgetWenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Sortierung: Neueste | Älteste
Kommentare (3)