Huawei Mate XT 2: Huawei macht sein verrücktes Trifold noch besser
Huawei legt beim wohl ungewöhnlichsten Falt-Smartphone noch einmal nach. Das Huawei Mate XT 2 ist offiziell und bringt nicht nur einen neuen Kirin-Chip mit, sondern verändert den Faltmechanismus grundlegend. Das Display faltet sich nun nach innen, dazu gibt es ein neues Privacy Display, vier Kameras und ein 10,2 Zoll großes OLED-Display. Günstig wird’s aber nicht.
Inhalt
Technische Daten des Huawei Mate XT 2
| Technik | Huawei Mate XT 2 |
|---|---|
| Display | 10,2 Zoll OLED, 3K, LTPO, 1–120 Hz; 6,5 Zoll Außendisplay, 2.442 x 1.140 Pixel, bis zu 6.500 Nits |
| Prozessor | Huawei Kirin 9050 Pro |
| Grafikchip | Ma Liang GPU |
| Kamera | 50 MP RYYB-Hauptkamera, f/1.49–f/4.0, OIS; 40 MP RYYB-Ultraweitwinkel; 50 MP RYYB-Periskop-Tele, 3,5-facher optischer Zoom; Red Maple Color Camera |
| Frontkamera | 8 MP innen und außen |
| Speicher | 256 GB, 512 GB, 1 TB, 2 TB |
| Arbeitsspeicher | 16 GB |
| Akku | 5.600 mAh, 66 W kabelgebunden, 50 W kabellos |
| Features | Lingdun Privacy Display, Fingerabdrucksensor, Gesichtserkennung, IP58/IP59, Multitasking für bis zu drei Apps |
| Konnektivität | 5G, WLAN, Bluetooth, NFC, Satellitenkommunikation |
| Betriebssystem | HarmonyOS 7 |
| Abmessungen / Gewicht | 12,3 mm gefaltet, 3,5 mm geöffnet; 299 g |
| Farben | Schwarz, Weiß, Violett |
| Lieferumfang | je nach Variante; Stand-Case, bei der Collector Edition zusätzlich Stylus-Set |
Huawei ändert den Faltmechanismus
Die ganze Tech-Welt wartet auf Apples erstes Falt-Smartphone. Huawei ist dagegen bereits bei der zweiten Generation seines Trifold-Modells angekommen. Beim ersten Mate XT lag ein Teil des Displays im zusammengeklappten Zustand außen. Beim Mate XT 2 faltet sich das große Display nun nach innen und ist dadurch besser geschützt.
Trotz der aufwendigeren Konstruktion bleibt das Smartphone erstaunlich dünn: 3,5 mm sind es im vollständig geöffneten Zustand, zusammengeklappt sind es 12,3 mm. Mit 299 Gramm ist es laut Huawei zudem das bislang leichteste Trifold-Smartphone. Das Gehäuse ist nach IP58 und IP59 gegen Staub und Wasser geschützt.
10,2 Zoll innen, 6,5 Zoll außen
Aufgeklappt erwartet den Nutzer ein 10,2 Zoll großes OLED-Display mit 3K-Auflösung. Dank LTPO-Technik kann die Bildwiederholrate zwischen 1 und 120 Hz angepasst werden. Das Außendisplay misst 6,5 Zoll und löst mit 2.442 x 1.140 Pixeln auf. Huawei gibt eine Spitzenhelligkeit von bis zu 6.500 Nits an.
Auch die Widerstandsfähigkeit soll verbessert worden sein. Das äußere Display setzt auf Basaltglas, das laut Huawei gegenüber der vorherigen Generation eine 30-fach höhere Fallfestigkeit und 16-fach höhere Kratzfestigkeit bietet. Das innere Falt-Display nutzt einen mehrschichtigen Aufbau, der die Stoßfestigkeit laut Huawei um 200 Prozent verbessert.
Das Privacy Display ist wirklich spannend
Eine der ungewöhnlichsten Neuerungen ist das Privacy Display. Huawei verbaut dafür eine Hardware-Lösung direkt im Display. Durch zweimaliges Tippen auf das Außendisplay oder über eine Smart-Control-Taste lässt sich der Betrachtungswinkel einschränken. So soll der Bildschirm für den Nutzer sichtbar bleiben, während neugierige Blicke von der Seite erschwert werden. Eine ähnliche Funktion hat auch das Samsung Galaxy S26 Ultra.
Zusätzlich lassen sich die äußeren Displayflächen so aufstellen, dass sie selbst als Sichtschutz dienen. Aber: Das Privacy Display ist nur bei einer speziellen 1-TB-Version enthalten.
Absolute Kamerapower
Bei der Kameraausstattung gibt es ebenfalls wenig Anlass für Kompromisse. Die 50-MP-Hauptkamera verwendet einen RYYB-Sensor mit variabler Blende von ƒ/1.49 bis ƒ/4.0 und optischer Bildstabilisierung. Dazu kommen eine 40-MP-Ultraweitwinkelkamera und eine 50-MP-Periskopkamera mit 3,5-fachem optischem Zoom.
Im Mate XT 2 feiert der Kirin 9050 Pro sein Debüt. Huawei spricht von bis zu 42 Prozent mehr Leistung gegenüber dem Mate XTs. Dazu kommen eine neue GPU und eine auf KI-Anwendungen ausgelegte NPU. Wie groß der Leistungszuwachs im Alltag tatsächlich ausfällt, müssen unabhängige Tests zeigen.
Der Akku fasst 5.600 mAh und kann mit bis zu 66 Watt per Kabel oder 50 Watt kabellos geladen werden. Beim Arbeitsspeicher setzt Huawei auf 16 GB. Der interne Speicher reicht je nach Variante von 256 GB bis 2 TB.
Huawei zeigt Apple wo der Hammer hängt
Zum Start ist das Mate XT 2 zunächst nur für China angekündigt. Huawei verlangt dort für die günstigste Variante mit 16 GB RAM und 256 GB Speicher 19.999 Yuan, umgerechnet rund 2.565 Euro. Die Variante mit 1 TB und Privacy Display liegt bei 24.999 Yuan, die Collector Edition mit 2 TB sogar bei 29.999 Yuan – umgerechnet rund 3.210 beziehungsweise 3.850 Euro. Das hat man nicht mal eben in der Portokasse.
Aber: Kommt das Trifold auch zu uns? Ganz ausschließen lässt sich ein internationaler Start nicht. Beim Vorgänger Mate XT machte Huawei es ähnlich: Das Smartphone kam zunächst ausschließlich in China auf den Markt, wurde einige Monate später aber auch in ausgewählten internationalen Märkten angeboten. Deutschland gehörte damals allerdings nicht dazu. Ob Huawei das Mate XT 2 diesmal nach Europa und vielleicht sogar nach Deutschland bringt, ist derzeit offen.
Fest steht schon jetzt: Huawei hat sein ungewöhnliches Konzept konsequent weiterentwickelt. Der neue Faltmechanismus soll das empfindliche Display besser schützen, gleichzeitig ist das Mate XT 2 dünner und leichter als der Vorgänger. Dazu kommen das hardwarebasierte Privacy Display, vier Kameras und ein deutlich leistungsfähigerer Chip. Und während Apple noch auf sein erstes faltbares iPhone warten lässt, ist Huawei bereits bei der zweiten Generation seines Trifold angekommen. Was meint ihr, ist Huaweis Trifold noch ein Technik-Experiment oder schon ein massentaugliches Smartphone?
Quellen:
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