8.400 mAh und 165 Hz: Das iQOO 16 will alles gleichzeitig
8.400 mAh Akku, 2K-Display mit 165 Hz und Qualcomms aktuell stärkster Smartphone-Chip: Das iQOO 16 liest sich fast wie ein Datenblatt, bei dem jemand einfach überall die größtmögliche Zahl eingetragen hat. Trotzdem ist das neue Flaggschiff von Vivo erstaunlich dünn geblieben. Und interessant ist vor allem, was iQOO im Vergleich zum iQOO 15 Ultra verändert hat.
Inhalt
Technische Daten des iQOO 16
| Display | 6,85 Zoll AMOLED, 3168 × 1440 Pixel, bis 165 Hz |
| Prozessor | Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6, 2 nm |
| Grafikchip | Adreno GPU + iQOO Q4 Gaming-Chip |
| Kamera | 50 MP Hauptkamera, 50 MP Periskop-Tele, 50 MP Ultraweitwinkel |
| Frontkamera | 32 MP, f/2.2 |
| Speicher | 256 GB / 512 GB / 1 TB, UFS 4.1 |
| Arbeitsspeicher | 12 GB / 16 GB LPDDR5X Ultra |
| Akku | 8.400 mAh, 100 W kabelgebunden, 40 W kabellos |
| Features | 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor, NFC, IR-Sender, IP68/IP69 |
| Konnektivität | 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, USB-C 3.2 Gen1, Dual-SIM |
| Betriebssystem | OriginOS 7 auf Basis von Android 17 |
| Abmessungen / Gewicht | 163,75 × 76,90 × 8,30–8,55 mm, 222,5–229,8 g |
| Farben | Track, Legend, Light Chasing |
| Preis | ab 5.999 Yuan, in China |
165 Hz treffen auf 2K – endlich?
Beim Display fährt iQOO ziemlich dick auf. Das 6,85 Zoll große AMOLED-Panel löst mit 3.168 × 1.440 Pixeln auf und schafft bis zu 165 Hz. Damit steigt die maximale Bildwiederholrate gegenüber dem iQOO 15 Ultra von 144 auf 165 Hz.
Im Alltag dürfte der Unterschied allerdings kaum ins Gewicht fallen. Spannender ist die Kombination aus hoher Auflösung und hoher Bildrate vor allem für Spieler. iQOO setzt dafür zusätzlich auf den hauseigenen Q4-Chip, der unter anderem Hochskalierung und Zwischenbildberechnung übernehmen soll. Das klingt zunächst nach typischem Gaming-Marketing – kann aber tatsächlich interessant sein, wenn dadurch anspruchsvolle Spiele flüssiger laufen, ohne dass der Snapdragon alles allein berechnen muss.
Neuer Snapdragon, riesiger Akku
Unter der Haube sitzt der neue Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 im 2-nm-Verfahren. Zwei Kerne takten mit bis zu 5,01 GHz, drei weitere mit 4,03 GHz und drei mit 3,74 GHz. Dazu kommen bis zu 16 GB RAM und schneller UFS-4.1-Speicher.
Der eigentliche Hammer ist für mich aber der Akku. Mit 8.400 mAh legt iQOO gegenüber dem 15 Ultra noch einmal 1.000 mAh drauf. Trotzdem bleibt das Gehäuse mit maximal 8,55 Millimetern erstaunlich schlank. Je nach Variante wiegt das Smartphone zwischen 222,5 und 229,8 Gramm.
Geladen wird mit 100 Watt per Kabel oder 40 Watt kabellos. Für Spieler gibt es außerdem einen Bypass-Lademodus, bei dem das Smartphone bei angeschlossenem Netzteil direkt mit Strom versorgt werden kann.
Die Kamera legt noch mal einen drauf
Auch bei den Kameras spart iQOO nicht. Auf der Rückseite sitzen drei 50-MP-Sensoren: eine Hauptkamera mit 1/1,3 Zoll großem Sensor und OIS, eine 50-MP-Periskopkamera mit 3-fachem optischem Zoom sowie eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera.
Das erinnert stark an das 15 Ultra. Dort kam ebenfalls ein 50-MP-Triple-System mit 3-fachem Periskop-Zoom zum Einsatz. Der große Unterschied liegt bei der Hauptkamera: Beim 16 wächst der Sensor auf 1/1,3 Zoll. Das könnte vor allem bei schwierigen Lichtbedingungen ein Vorteil sein – ob die tatsächliche Bildqualität ebenfalls auf Flaggschiff-Niveau liegt, muss allerdings ein Test zeigen.
Einschätzung: Das iQOO 16 braucht eigentlich kein Ultra
Genau hier wird das iQOO 16 interessant. Es ist kein reines Gaming-Handy, obwohl iQOO bei der Leistung keine Kompromisse eingeht. Stattdessen gibt es ein hochauflösendes 165-Hz-Display, den stärksten aktuellen Snapdragon-Chip, eine ausgewachsene Triple-Kamera und einen 8.400-mAh-Akku.
Der Vergleich mit dem iQOO 15 Ultra zeigt eine interessante Entwicklung. Das Vorgängermodell hatte einen integrierten Lüfter, Schultertasten und bis zu 24 GB RAM. Das iQOO 16 verzichtet auf den Lüfter und setzt stattdessen auf eine große 8.500-mm²-Vapor-Chamber und den zusätzlichen Q4-Chip.
Der Haken ist der Preis. Mit 5.999 Yuan startet das iQOO 16 in China deutlich teurer als sein Vorgänger. Und auch wenn rund 790 Euro nach Umrechnung erst einmal attraktiv klingen: Für Europa lässt sich daraus noch kein Verkaufspreis ableiten. Falls das Gerät überhaupt hierzulande erscheint. Vermutlich wird es für Interessenten auf einen Import hinauslaufen.
Das iQOO 16 versucht, die Gaming-Technik stärker in ein normales Flaggschiff zu integrieren. Dazu passen die IP68/IP69-Zertifizierung, das vergleichsweise schlanke Gehäuse und die weiterhin ernstzunehmende Kameraausstattung. Jetzt muss iQOO nur noch zeigen, dass die Kamera nicht nur auf dem Papier mithalten kann.
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