Trotz Insolvenz: iRobot bringt den winzigen Roomba Mini für 399€
Mit dem Roomba Mini bringt iRobot einen extrem kompakten Saug- und Wischroboter inklusive Absaugstation auf den Markt, der speziell für sehr kleine Wohnungen und enge Möbelstücke gedacht ist. Auf dem Papier klingt das nach einem echten Problemlöser für verwinkelte Räume, doch beim Blick auf die verbaute Technik und den Preis kommt unweigerlich das Gefühl auf, dass wir dieses Gerät bereits unter anderem Namen kennen.
- iRobot Roomba Mini
- bei iRobot für 399€
Inhalt
Technische Daten des iRobot Roomba Mini
| Kategorie | iRobot Roomba Mini |
| Navigation | ClearView LiDAR (Laserturm), speichert bis zu 3 Karten |
| Saugkraft | Keine genauen Pascal-Werte bekannt (laut Hersteller 70x höher als Roomba 600-Serie) |
| Wischfunktion | Passiv via Einweg-Wischpads (blockiert Saugschacht, keine aktive Reibung/Druck) |
| Teppicherkennung | Ja (Carpet Detect) |
| Steuerung | Roomba Home App, Taste am Gerät (Offline-Start ohne Wi-Fi möglich) |
| Basisstation | AutoEmpty Dock (Absaugstation mit AllergenLock-Staubbeutel) |
| Wartungsintervall Station | Bis zu 90 Tage ohne manuelles Entleeren |
| Maße Roboter (L x B x H) | 24,5 x 24,5 x 9,2 cm |
| Maße & Gewicht Station | 21,2 x 17,8 x 28,5 cm / 2,03 kg |
| Farben | Mint, Schwarz, Pink, Weiß |
| Preis (UVP) | 399€ |
Insolvenz, Übernahme und die SwitchBot-Verwandtschaft
iRobot steckt aktuell eigentlich in einem Insolvenzverfahren, was das amerikanische Unternehmen aber offensichtlich nicht davon abhält, munter neue Produkte herauszubringen. Das hat schon seine Gründe, denn eine Übernahme durch den seit den neuen Modellen genutzten chinesischen Auftragsproduzenten Picea ist bereits angekündigt und befindet sich in der rechtlichen Abwicklung.
Picea ist sich seiner Sache wohl sehr sicher, immerhin plant man dort bereits, die Traditionsmarke iRobot zukünftig komplett zu nutzen und die eigene Marke 3i einzustellen. Schauen wir uns den neuen Roomba Mini mal genauer an, fällt zudem sofort die frappierende Ähnlichkeit zur K-Serie von SwitchBot auf. Mich würde es hier durchaus nicht wundern, wenn auch SwitchBot seit Jahren einfach auf Picea als Produzenten setzt, es kann aber auch Zufall sein.
LiDAR-Navigation und extrem kompakte Maße
Der größte Pluspunkt des Roboters ist sicherlich seine Größe. Der Sauger misst gerade einmal 24,5 x 24,5 x 9,2 cm und passt damit wunderbar in kleine Nischen, in denen normalgroße Standardmodelle gnadenlos stecken bleiben. Bei der Navigation verlässt man sich glücklicherweise auf das sogenannte ClearView LiDAR, also einen bewährten Laserturm auf der Oberseite.
Diese Technik sorgt erfahrungsgemäß für eine sehr zuverlässige Kartenerstellung und umfährt Hindernisse zielsicher. Der smarte Helfer kann sich bis zu drei Karten merken, was für mehrstöckige Haushalte praktisch ist. Gesteuert wird das Ganze wie gewohnt über die Roomba Home App, wobei man den Roboter für eine schnelle Reinigung auch ganz simpel per Knopfdruck ohne Wi-Fi starten kann.
Wischen nur als Gimmick und eine unklare Saugkraft
Beim Thema Reinigung muss man hier allerdings sehr kritisch hinsehen. iRobot spricht vollmundig von einer 70-mal höheren Saugkraft im Vergleich zur alten Roomba 600-Serie. Da man den echten Pascal-Wert aber komplett verschweigt, ist das eigentlich nur eine leere Marketinghülse, wodurch die echte Saugleistung vorerst ein Fragezeichen bleibt.
Noch ärgerlicher ist aber die Wischfunktion, welche man mit einem großen Sternchen versehen muss. Man hängt hier schlichtweg Einweg-Wischpads unter das Gerät, die dann praktischerweise auch direkt den Saugschacht blockieren. Zusätzliche Reibung oder gar Druck durch rotierende Motoren sucht man vergebens. Mehr als mal eben nebelfeucht den Staub abzuwischen, ist hier technisch halt gar nicht drin. Zwar integriert man eine automatische Teppicherkennung (Carpet Detect), damit Teppiche beim Wischen nicht nass werden, in der Praxis kann man Wischfunktion aber vermutlich komplett ignorieren.
AutoEmpty Dock sorgt für wochenlange Ruhe
Für mehr Komfort im Alltag sorgt die beiliegende AutoEmpty Dock Absaugstation, welche den gesammelten Schmutz aus dem Roboter automatisch in einen AllergenLock-Staubbeutel zieht. Laut Hersteller hat man so für bis zu 90 Tage Ruhe, bevor man manuell eingreifen muss. Auch die Station bleibt dem kompakten Konzept treu und nimmt mit 21,2 x 17,8 x 28,5 cm bei einem Gewicht von 2,03 kg erfreulich wenig Platz ein. Das wird Gerät rein optisch in den vier Farben Mint, Schwarz, Pink und Weiß angeboten wird, um sich der Einrichtung anzupassen.
Ein Nischengerät mit einem Preisproblem?
Von der reinen Bauart her ist der Roomba Mini durchaus ein spannendes Nischengerät für Wohnungen mit sehr wenig Manövrierraum und kleiner Größe. Er liefert eine ordentliche Laser-Navigation und eine praktische Absaugstation in einem Formfaktor, der kaum Platz wegnimmt. Ein massiver Dorn im Auge könnte die UVP von 399€ werden. Der SwitchBot K11+ kostet in der UVP zwar gleich viel, es gibt ihn auf dem Markt eigentlich schon seit Release für um die 200€ zu kaufen. iRobot ist dabei nicht unbedingt für große Angebote bekannt, was sich unter einem neuen Besitzer mit anderer Strategie aber ändern könnte. Ansonsten müsste er den SwitchBot K11+ schon massiv in der Leistung überbieten, was ich mir fast nicht vorstellen kann, ich lass mich aber gerne überraschen. Was haltet ihr von der Veröffentlichung neuer Modelle während des laufenden Insolvenzverfahren?
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