Jackery SolarVault 3 vorgestellt: Neuer Speicher-Konkurrent für Zendure & Anker?
Pünktlich zum Start der Sonnensaison rüsten die Hersteller von Heimenergiesystemen ihre Portfolios auf. Die Grenze zwischen einfachem Balkonkraftwerk und komplexem Hauskraftwerk verschwimmt dabei immer mehr – das hat uns Zendure kürzlich erst mit dem SolarFlow 2400 Pro gezeigt. Nun zieht Jackery nach und bringt mit der SolarVault 3 Serie eine komplett neue Generation von All-in-One-Heimspeichern auf den Markt. Das System greift mit 4 MPPT-Trackern, AC-Kopplung und KI-Tarifsteuerung die Konkurrenz von Zendure und Anker (Solix) an. Wir schauen uns an, wie gut Jackery für diesen Kampf gerüstet ist.
Ab dem 09. März 2026 lässt sich über den Jackery-Shop ein 100-Euro-Gutschein für Bundle-Vorbestellungen ab dem 25. März sichern. Der reguläre Verkauf startet am 09. April. Stand: März 2026)
Inhalt
Technische Daten der SolarVault 3-Serie
| Feature | SolarVault 3 Pro | SolarVault 3 Pro Max | SolarVault 3 Pro Max AC |
|---|---|---|---|
| Konzept | All-in-One Balkonkraftwerk & Speicher | All-in-One (höherer Energiebedarf) | Reiner AC-Speicher (ohne PV-Eingang) |
| Basis-Kapazität | 2,52 kWh (LiFePO4) | 2,52 kWh (LiFePO4) | 2,52 kWh (LiFePO4) |
| Max. Erweiterung | bis 15,12 kWh | bis 15,12 kWh | bis 15,12 kWh |
| PV-Eingangsleistung | bis 4.000 W | bis 4.000 W | – (nur AC-Kopplung) |
| MPPT-Tracker | 4 unabhängige Tracker | 4 unabhängige Tracker | – |
| Ausgangsleistung | 1.200 W (auf 800 W drosselbar) | bis 2.500 W | bis 2.500 W |
| Bypass-Betrieb | bis 2.300 W | bis 3.680 W | bis 3.680 W |
| Notstrom-Umschaltung | < 20 Millisekunden | < 20 Millisekunden | < 20 Millisekunden |
Vier MPPTs und modulare Erweiterung
Jackery wählt bei der SolarVault 3 Serie einen konsequent modularen Ansatz, der stark an die aktuellen Systeme von Anker (Solix Solarbank 2) oder Zendure erinnert. Die Basiseinheit startet mit einer Kapazität von 2,52 kWh (LiFePO4). Wem das nicht reicht, der kann das System mit zusätzlichen Akkupacks auf bis zu massive 15,12 kWh erweitern. Zum Vergleich: Der neue Zendure 2400 Pro lässt sich auf 16,8 kWh stapeln, hier liegen beide Hersteller also auf Augenhöhe.

Ein weiteres Feature sind die vier unabhängigen MPPT-Tracker der Pro- und Pro-Max-Modelle. Diese können bis zu 4.000 Watt Solarleistung verarbeiten. Für Nutzer von Balkonkraftwerken bedeutet das maximale Flexibilität: Solarmodule lassen sich in völlig unterschiedliche Himmelsrichtungen ausrichten oder bei teilverschatteten Balkonen separat optimieren, ohne dass sich die schwächste Platte negativ auf den Gesamtertrag auswirkt. Um in Deutschland legal als Steckersolargerät betrieben werden zu dürfen, lässt sich die Netzausgangsleistung beim Pro-Modell softwareseitig auf 800 Watt drosseln.

AC-Kopplung: Nachrüstung für große Dachanlagen
Genau wie Zendure mit seiner AC+ Serie verstanden hat, dass der Nachrüst-Markt lohnenswert ist, zielt auch Jackery mit der SolarVault 3 Serie auf Besitzer von bestehenden PV-Dachanlagen ab. Über den sogenannten Off-Grid-Port oder eine direkte AC-Kopplung lässt sich das System in die vorhandene Hausinstallation einklinken.

Ein zusätzlicher Smart Meter (oder ein Infrarot-Lesekopf für den bestehenden Stromzähler) erfasst dabei den überschüssigen Solarstrom im Hausnetz und leitet ihn in die Jackery-Akkus, anstatt ihn ins öffentliche Netz einzuspeisen. Für genau dieses reine Nachrüst-Szenario (ohne direkte Panel-Anschlüsse) bietet Jackery das Modell „SolarVault 3 Pro Max AC“ an.

KI-Energiemanagement: Jackery nutzt Tibber & Co.
Während Zendure mit „ZenWave“ neuerdings einen komplett eigenen, dynamischen Stromtarif in Deutschland anbietet, geht Jackery einen offeneren Weg. Die Software der SolarVault 3 Serie integriert bereits etablierte Anbieter für dynamische Stromtarife wie Tibber, Rabot oder Nordpool.

Das KI-basierte Energiemanagement soll in Echtzeit den Solarertrag, den Hausverbrauch und die aktuellen Börsenstrompreise analysieren. Das System entscheidet dann selbstständig, ob der Akku günstig aus dem Stromnetz geladen wird (z. B. nachts bei starkem Wind) und wann der gespeicherte Strom ins Haus abgegeben wird (während teurer Hochpreisphasen am Abend). Die Einrichtung erfolgt per App, in der sich zudem smarte Steckdosen (Smart Plugs) einbinden lassen, um einzelne Verbraucher gezielt zu steuern.
Einschätzung: Der Markt wird „erwachsen“
Mit der SolarVault 3 Serie zeigt Jackery, dass die Zeit der einfachen, „dummen“ Akku-Puffer für den Balkon endgültig vorbei ist. Mit vier MPPT-Trackern, Erweiterungsmöglichkeiten auf über 15 kWh und einer Notstrom-Umschaltung liefert der Hersteller ein sicherlich potentes All-in-One-System ab, das sich nahtlos neben Größen wie dem Zendure SolarFlow 2400 Pro positioniert. Ob man am Markt eine Chance hat, wird aber nicht zuletzt der Preis entscheiden. Die Pro-Variante der SolarVault 3-Serie soll unter 1000€ kosten. Mehr ist in Sachen Preise noch nicht bekannt.
Während Zendure durch den SG-Ready-Standard (Wärmepumpen) und sein offenes Ökosystem (MQTT, Home Assistant) besonders technikaffine Hausbesitzer abholt, könnte Jackery mit der direkten Integration bekannter Tarif-Anbieter wie Tibber viele Nutzer ansprechen, die ein einfaches Plug-and-Play-System für dynamische Strompreise suchen. Es wird spannend sein zu sehen, wie Anker auf diesen massiven Vorstoß der Konkurrenz reagieren wird.
Wie seht ihr die Entwicklung? Seid ihr Team Zendure, Jackery, Anker oder baut ihr euch eure Speicher-Lösungen lieber komplett selbst mit Victron und Co.? Ab in die Kommentare!
Quelle(n):
- PR Konstant Pressemitteilung
- Eigene Recherche
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