Portabler Laser Projektor für Lichtmalerei und andere Effekte auf Kickstarter
Der laut Hersteller kleinste, portable Laser-Projektor der Welt wird gerade auf Kickstarter per Crowdfunding finanziert. Ist die Licht-Show in der Realität so beeindruckend wie auf den Bildern und ist das Ganze in Deutschland überhaupt erlaubt?
Kickstarter und Indiegogo sind keine Online-Marktplätze, sondern Crowdfunding-Plattformen. Dort können Privatpersonen neue Produkte finanziell unterstützen. Ein Anspruch auf das fertige Produkt besteht jedoch nicht, was die Beteiligung zu einem Risiko macht.
Bunte Bilder und Texte auf jeder Oberfläche
Bei dem Projekt mit dem Namen Laserabc A1 handelt es sich um einen kleinen, annähernd würfelförmigen Projektor, der einen Laserstrahl aussendet. Die Funktionsweise solcher Laser-Show-Projektoren: Der gebündelte Lichtstrahl „malt“ scheinbar ein Bild, indem er sich schneller als für das menschliche Auge wahrnehmbar bewegt und die vorgezeichneten Linien immer wieder abfährt. Hier sind das laut Beschreibung 20.000 pps, also einzelne „Punkte“, die pro Sekunde dargestellt werden können.
Das Besondere an diesem Modell ist die kompakte Größe. Er misst nur 105 x 105 mm und ist je nach Modell bis zu 87 mm hoch. Der Unterschied kommt vom zusätzlich verbauten Akku in der 5-Watt-Variante, die damit 1,036 kg schwer ist, während die kleinere 2-Watt-Version 648 g auf die Waage bringt.
Der Gedanke dabei: Der Projektor ist einfach eingepackt und schnell aufgestellt. Dank des Akkus sollen bis zu 4 Stunden Licht-Show möglich sein. Hier gibt es dann mehrere Möglichkeiten, ein Bild darzustellen. Per App kann man einen kurzen Text schreiben oder ein Bild malen. Es lassen sich auch Fotos aufnehmen und in Zeichnungen umwandeln.
Besonders beeindruckend sehen Lichteffekte über eine große Fläche aus, wenn man Linien im Gelände oder auf Objekten nachzeichnet. Theoretisch soll der Projektor Flächen von 100 x 100 Metern abdecken und eine Reichweite von 200 Metern haben.
Sicherheitshinweise und rechtliche Hürden
Das Problem: Es handelt sich um einen Klasse-4-Laser und der Projektor ist in Deutschland und vielen anderen Ländern nicht uneingeschränkt legal nutzbar. Das hat auch einen guten Grund, denn ein so starker Laser ist potentiell sehr gefährlich.
Wie bei einem Laser-Pointer oder bei stärkeren Laser-Engravern gilt auch hier, dass der Laser für die Augen extrem schädlich ist. Schon bei sehr kurzem Kontakt kann es zu bleibenden Schäden kommen. Zwar gibt es Sicherheitsfunktionen wie einen Not-Aus und einen Kipp-Schutz, der den Laser bei Bewegung sofort ausschaltet.
Einige der auf den Bildern der Kampagnenseite gezeigten Installationen sind daher selbst ungeachtet der rechtlichen Aspekte mehr als bedenklich. Den Projektor im Wohnzimmer aufzustellen, um den Weihnachtsbaum zu beleuchten, während Kinder im Raum sind, ist einfach fahrlässig.
Der rechtliche Aspekt kommt bei Außenanwendungen hinzu. Auch in Deutschland sind Projektoren wie dieser hier nicht grundsätzlich verboten und der Besitz ist absolut erlaubt. Beim Einsatz im Garten darf der Laser aber das Grundstück nicht verlassen, was schon schwierig wird. Den weit entfernten Waldrand hinter dem eigenen Grundstück anzuleuchten, ist verboten, und jeder öffentliche Einsatz braucht eine Genehmigung und die Abnahme durch einen Experten.
Coole Idee mit beschränkten Einsatzmöglichkeiten
Der Laserabc A1 Projektor ist aus vielen Gründen kritisch zu sehen. Die Anwendungsmöglichkeiten, mit denen geworben wird, sind zumindest in Deutschland nicht realistisch, da der Außeneinsatz grundsätzlich nicht erlaubt oder mit strengen Auflagen verbunden ist. Und so schön manche Projektionen in Innenräumen aussehen mögen, muss man Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit niemand versehentlich in den Laser schauen kann. Besonders mit Kindern im Haus wäre mir das zu riskant.
Dabei ist die Idee grundsätzlich ja nicht verkehrt, wenn man diese Art der Lichtinstallation mag. Ein portabler Projektor mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten ist da sehr praktisch. Der Preis beträgt während der Kampagne rund 200 Euro für die 2-W-Version, hinzu kommen noch 25 Euro Versandkosten. Die 5-W-Version beginnt bei 360€. Mit weit über 1000 Unterstützern ist die Kampagne immerhin erfolgreich gestartet. Versendet werden die ersten Projektoren ab März 2026.
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