Levoit Core 300S im Test: Was taugt der Amazon-Bestseller wirklich?
Der Levoit Core 300S hält sich wochenlang bereits in den Amazon-Bestseller-Charts. Er soll dabei Schadstoffe, Pollen und Staub aus der Luft filtern und euch per App über die Qualität eurer Luft informieren. Wir haben uns angeschaut was der Luftreiniger leistet.
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Levoit für 159,99€ (Ausverkauft)
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- Filter
Inhalt
Technische Daten des Levoit Core 300S
| Kategorie | Levoit Core 300S |
| Raumgröße (empfohlen) | Bis zu 50 m² |
| CADR (Clean Air Delivery Rate) | 240 m³/h (Herstellerangabe) |
| Filtersystem (Standard) | 3-in-1: Vorfilter, HEPA-Filter (0,1–0,3 µm), Aktivkohlefilter |
| Filter-Lebensdauer | Ca. 6 bis 8 Monate (Ersatzfilter: 31,99€) |
| Alternative Filtertypen | Schimmel-Filter, Haustier- und Abgas-Filter (separat erhältlich) |
| Lautstärke (nach Modus) | Nacht/Auto (niedrig): 35,5 dB | Niedrig: 42,9 dB | Medium: 52,4 dB | Hoch: 63,4 dB |
| Stromverbrauch (mit Wi-Fi) | Auto (niedrig): 4 W | Niedrig: 6 W | Medium: 10,2 W | Hoch: 22,9 W |
| Stromverbrauch (ohne Wi-Fi) | Auto: 3,5 W | Niedrig: 5,5 W | Medium: 9,8 W | Hoch: 22,5 W |
| Sensorik | Integrierter Sensor für PM 2.5 |
| Steuerung | VeSync-App (2,4 GHz Wi-Fi) oder Touchtasten am Gerät |
| Smart Home & Sprachsteuerung | Amazon Alexa, Google Assistant |
| Funktionen | Automatischer Modus, Nachtmodus, Timer, Zeitplan (via App), Anzeige der Filter-Lebensdauer |
| Preis (UVP) | 149,99€ |
„Wieso sollte ich überhaupt einen Luftreiniger kaufen?“ – Die Frage ist durchaus berechtigt, denn im Allgemeinen kann man sagen, dass die deutsche Luftqualität in der Regel gut ist und die in der EU geltenden Richtwerte eingehalten werden. Je nach Ort und Jahreszeit kann die Luftqualität aber schwanken. Klassische Verschlechterungen sind bei viel Straßenverkehr oder Heizen mit Holz in Wohnnähe bemerkbar. Diese sind für gewöhnlich nicht gefährlich, können aber stören. Zu den störenden Elementen in der Luft gehört dann z. B. auch Zigarettenrauch oder Küchengerüche, die in die Wohnung ziehen und durch einen Luftreiniger mit Aktivkohlefilter ebenfalls gefiltert werden können. Auch die Personengruppen der Pollen-Allergiker können von einem Luftreiniger profitieren, da die Pollen so aus der Luft herausgefiltert werden.
Vor- und Nachteile des Levoit Core 300S
- Effektives 3-stufiges Filtersystem (Vorfilter, HEPA, Aktivkohle)
- Gute Filterleistung für Räume bis zu 50 m² (CADR 240 m³/h)
- Sehr leise und stromsparend im Automatik- und Nachtmodus
- Umfangreiche App-Steuerung mit Luftqualitätsanzeige & Zeitplänen
- Unterstützung für Google Assistant & Amazon Alexa
- Sensorik im Automatikmodus könnte etwas sensibler arbeiten
- Ab der mittleren Leistungsstufe deutlich hörbar bis störend laut
Core 300S liefert das Rundum-Filter-Paket
Der mitgelieferte Standard-Filter vom Core 300S besteht aus einem Vorfilter, einem HEPA-Filter und einem Aktivkohlefilter. Beim Vorfilter werden größere Partikel wie Haare, Fell oder Staub gestoppt. Alles, was kleiner ist, schnappt sich dann der HEPA-Filter, der laut Levoit Partikel mit einer Größe von 0,1–0,3 µm herausfiltern kann. Durch den Aktivkohlefilter werden dann Gerüche und Gase gefiltert. Das ist die Standardkombination für einen Luftreiniger und sollte für eine gute Filtration sorgen. Filter sind Verbrauchsgegenstände, müssen also gewechselt werden.
Die Lebenszeit eines Filters hängt dabei von Einsatzdauer und Nutzungsintensität ab. Hersteller geben dabei immer eine Empfehlung ab, hier sind es 6 bis 8 Monate. Außerhalb von Angeboten kostet ein Ersatzfilter 31,99€ und liegt damit im üblichen Rahmen. Aufgrund der hohen Beliebtheit gibt es auch nachgemachte Filter von anderen Herstellern, die günstiger sind. Da der Filter aber eben der Hauptbestandteil des Luftreinigers ist, sollte man hier auf geprüfte Filter setzen. Neben dem Standard-Filter bietet Levoit weitere Arten an. Der Schimmel-Filter soll eine antibakterielle Beschichtung bieten. Beim Haustier- und Abgas-Filter gibt es wohl einen besseren Aktivkohlefilter. Getestet haben wir nur mit dem Standard-Filter, welcher für die meisten wohl ausreichen dürfte.
Da die einzelnen Filter in einem runden Element zusammen sind, müssen diese auch immer gleichzeitig durch einen gesamten neuen Filter gewechselt werden. Eine Alternative wäre eine Trennung der Elemente, z. B. durch einen wieder verwendbaren Vorfilter und separierte HEPA- und Aktivkohlefilter. Das erhöht natürlich die Komplexität, würde es aber erlauben beides einzeln zu tauschen.
Effektive Filterung der Luft
Levoit verspricht eine CADR (Clean Air Delivery Rate) von 240 m³/h, womit eine Fläche von bis zu 50 m² abgedeckt werden soll. Um zu schauen, wie effektiv der Core 300s ist, haben wir ihn in unserem Büro getestet. Die Außenluft ist hier von der Leverkusener Innenstadt & Industrie belastet und zum Testzeitpunkt hat auch die Pollensaison bereits begonnen. Zur Beobachtung der Luftqualität nutzen wir den Luftsensor des Ultrahuman Home. Direkt nach dem Lüften können wir direkt Ausschläge bei den drei relevanten Messwerten PM 1.0, PM 2.5 und PM10 sehen. PM 1.0, PM 2.5 und PM 10 geben den maximalen Partikeldurchmesser in Mikrometern an, nach dem Luftreiniger den Feinstaub filtern. Angefangen bei ultrafeinem Ruß und Industrieemissionen (PM 1.0) über Autoabgase und Kaminrauch (PM 2.5) bis hin zu gröberem Straßenstaub und Pollen (PM 10)
Danach schalten wir den Core 300S im automatischen Modus ein. Ganz richtig erkennt er durch seine Sensorik die Belastung und schaltet sich auf der ersten Stufe ein. Innerhalb von 20 Minuten filtert er in unserem 35 m² großen Raum bereits einen Großteil heraus. Danach entscheidet er sich in den niedrigsten Modus zu wechseln, weswegen die Messungen hier stagnieren. Hier hat man wohl die Grenze bei der Automatik gesetzt. Durch manuelles Einschalten des mittleren Modus sinken die Werte stetig innerhalb von 10 Minuten dann nochmals.
Stört nicht in der Nacht & kostengünstiger Betrieb?
Je nach Modus erzeugt der Core 300S eine gewisse Geräuschkulisse. Die niedrigste Leistungsstufe erreicht man nur im automatischen Modus und bei wenig bis keiner Luftverunreinigung oder beim Einschalten des Nachtmodus. Dann nimmt man ihn fast gar nicht wahr. Im niedrigen Modus ist er dann sichtlich hörbar, stört unserer Ansicht aber noch nicht. Ab der mittleren Stufe ist man dann aber bei der Lautstärke angekommen, wo er nervig wird. In der Regel sollte der Luftreiniger aber nur bei konstanter Belastung durch Rauch (Küche) oder kurzfristig auf dieser Stufe laufen.
| Modus | Lautstärke |
| Automatischer Modus niedrig | 35,5 dB |
| Nachtmodus | 35,5 dB |
| Niedriger Modus | 42,9 dB |
| Medium Modus | 52,4 dB |
| Hoher Modus | 63,4 dB |
Ein anderer Faktor ist auch der Energieverbrauch. Wie auch bei der Lautstärke ist der niedrigste Verbrauch nur im automatischen oder Nachtmodus möglich, da nur dort die niedrigste Leistungsstufe möglich ist. Das Zuschalten der Wi-Fi-Anbindung macht dabei nur einen geringen Anstieg aus. Wir haben auch direkt mal die Kosten im Monat dazu ausgerechnet, auf Basis des dt. Durchschnittspreis pro kWh vom Statistischen Bundesamt. An der Stelle der Aufruf an euch, wenn ihr gerade 39,92 ct oder mehr pro kWh bezahlt, vergleicht mal euren Stromtarif, da sollte bei vielen mittlerweile wieder ein besserer Preis drin sein.
| Modus | Leistung | Verbrauch / Monat (24/7) | Kosten / Monat (24/7) (Basis dt. Durchschnittspreis 39,92 ct/kWh) |
| Wi-Fi | |||
| Automatischer Modus niedrig (Wi-Fi) | 4 W | 2,88 kWh | 1,15 € |
| Niedriger Modus (Wi-Fi) | 6 W | 4,32 kWh | 1,72 € |
| Medium Modus (Wi-Fi) | 10,2 W | 7,34 kWh | 2,93 € |
| Hoher Modus (Wi-Fi) | 22,9 W | 16,49 kWh | 6,58 € |
| Kein Wi-Fi | |||
| Automatischer Modus (kein Wi-Fi) | 3,5 W | 2,52 kWh | 1,01 € |
| Niedriger Modus (kein Wi-Fi) | 5,5 W | 3,96 kWh | 1,58 € |
| Medium Modus (kein Wi-Fi) | 9,8 W | 7,06 kWh | 2,82 € |
| Hoher Modus (kein Wi-Fi) | 22,5 W | 16,20 kWh | 6,47 € |
Steuerung über VeSync-App oder Touchtasten
Levoit ist eine Marke von VeSync, weswegen man die VeSync-App nutzt. Habt ihr z.B. bereits einen Air Fryer mit App von Cosori, dürfte euch die Software bereits bekannt sein. Die Anbindung des Luftreinigers erfolgt über ein 2,4 GHz Wi-Fi. Anschließend könnt ihr den Reiniger darüber steuern und auch den aktuellen PM 2.5 Wert des internen Sensors sehen.
Ebenfalls gibt es die Möglichkeit einen Zeitplan oder einen Timer zum Ausschalten zu erstellen. Die App zeigt euch zudem in den Einstellungen die restliche Lebensdauer des Luftfilters an. Zudem könnt ihr über die App die Sprachassistenten von Amazon und Google anbinden.
Alternativ gibt es auch die klassische Steuerung über Touchtasten am Gerät. Hier könnt ihr im Gegensatz zur App auch noch die Beleuchtung der Tasten ausschalten, ohne dass ihr den Nachtmodus aktiviert. Dafür gibt es hier zwar den Termin, aber nicht die Zeitplanfunktion.
Leistungsfähiger Luftreiniger mit smarten Funktionen
Der Levoit Core 300s ist ein solider Luftreiniger für Bereiche bis zu 50 m², der tut, was er verspricht. Dabei hat er eine angenehme Lautstärke auf den niedrigen Stufen. Über die App hat man eine simple Ansicht der aktuellen Luftqualität und kann den Luftreiniger auch per Sprachassistenten steuern. Für den automatischen Modus könnte der Sensor noch etwas sensibler sein, sodass der Luftreiniger länger mehr Leistung gibt. Einige andere Hersteller haben dafür z. B. Einstellmöglichkeiten für. Die Filterpreise wirken fair und sind vergleichbar mit anderen Herstellern.
Den Levoit Core 300S gibt es für eine UVP von 149,99€, bei Amazon war er aber bereits auch im Angebot für weniger erhältlich. Alternativen können wir aktuell nicht empfehlen, da wir noch nicht allzu viele Modelle getestet haben. Wenn ihr hier Wünsche und Erfahrungen habt, teilt die doch gerne mit uns in den Kommentaren.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Levoit Core 300S
Welche Filter nutzt der Levoit Core 300S und was filtern sie?
Der Levoit Core 300S verwendet standardmäßig ein kombiniertes 3-Stufen-Filtersystem. Ein Vorfilter fängt grobe Partikel wie Haare, Tierfell und groben Staub ab. Der integrierte HEPA-Filter filtert sehr feine Partikel mit einer Größe von 0,1 bis 0,3 µm (wie Pollen oder Feinstaub) heraus. Der Aktivkohlefilter neutralisiert anschließend Gase und Gerüche, beispielsweise Zigarettenrauch oder Küchengerüche. Neben dem Standard-Filter bietet der Hersteller auch spezialisierte Filter an, etwa mit antibakterieller Beschichtung gegen Schimmel oder für Haustierbesitzer.
Wie oft muss der Filter des Levoit Core 300S gewechselt werden und was kostet er?
Der Hersteller empfiehlt, den Filter alle 6 bis 8 Monate zu wechseln, abhängig davon, wie intensiv und lange das Gerät genutzt wird. Ein originaler Ersatzfilter kostet regulär etwa 31,99 €. Da alle Filterstufen fest in einem runden Modul verbaut sind, wird immer das gesamte Element auf einmal ausgetauscht.
Für welche Raumgröße ist der Levoit Core 300S geeignet?
Der Luftreiniger besitzt eine CADR (Clean Air Delivery Rate) von 240 m³/h. Mit dieser Leistung ist der Levoit Core 300S für die effektive Reinigung von Räumen mit einer Grundfläche von bis zu 50 m² ausgelegt.
Wie laut ist der Levoit Core 300S im Betrieb?
Die Lautstärke hängt stark von der gewählten Leistungsstufe ab. Im Automatik- und Nachtmodus ist das Gerät mit ca. 35,5 dB extrem leise und stört auch beim Schlafen kaum. Auf der niedrigen Stufe ist er mit knapp 43 dB hörbar, aber meist nicht störend. Erst auf der mittleren (ca. 52 dB) und der höchsten Stufe (ca. 63 dB) wird der Lüfter deutlich laut.
Wie hoch ist der Stromverbrauch des Levoit Core 300S?
Der Stromverbrauch des Luftreinigers ist erfreulich gering. Im niedrigen Automatikmodus (inklusive aktiviertem WLAN) benötigt er gerade einmal 4 Watt. Auf der höchsten Stufe steigt der Verbrauch auf knapp 23 Watt. Bei einem Dauerbetrieb (24/7) belaufen sich die monatlichen Stromkosten somit je nach genutzter Stufe auf etwa 1,15 € bis maximal 6,58 € (ausgehend von einem Strompreis von ca. 40 ct/kWh).
Wie lässt sich der Levoit Core 300S steuern und gibt es eine App?
Das Gerät kann klassisch über die Touch-Tasten auf der Oberseite bedient werden (hier lässt sich auch die Tastenbeleuchtung ausschalten). Für den vollen Funktionsumfang steht die „VeSync-App“ zur Verfügung, die über ein 2,4-GHz-WLAN verbunden wird. Über die App lassen sich Zeitpläne und Timer einstellen, die Luftqualität (PM 2.5) überwachen und die restliche Lebensdauer des Filters ablesen. Auch eine Steuerung per Sprache über Amazon Alexa und Google Assistant wird unterstützt.
Funktioniert der Automatikmodus des Levoit Core 300S zuverlässig?
Der verbaute Luftsensor erkennt Verunreinigungen in der Luft grundsätzlich gut und regelt die Leistung des Geräts entsprechend hoch. Allerdings neigt die Automatik dazu, relativ früh wieder in den absolut niedrigsten Modus zurückzuschalten, obwohl im Raum noch Restpartikel messbar sind. Für eine absolute Tiefenreinigung muss man den Luftreiniger daher gelegentlich manuell auf einer höheren Stufe laufen lassen.
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