M-Vave FM1: Warum gerade alle diesen 83€-Synth wollen
„Habt ihr schon gesehen die Syntesizer Community explodiert gerade… M Wave FM 1 🤘🙂🎵“ – Nein, haben wir ehrlicherweise nicht gesehen. Aber unser Leser „Mr. X“ (Danke für den Hinweis an der Stelle) hat Recht. Der M-Vave FM1 (Ja, mit V, nicht mit W) ist tatsächlich aktuell im Hype, besonders in der Heimmusikproduzenten-Community. Aber warum ausgerechnet dieses Modell?
- M-Vave FM1
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Was ist ein Synthesizer?
Dass ich mich mit Synthesizern auskenne, wäre auf jeden Fall zu viel gesagt. Ich habe eigentlich schon seit einem guten Jahrzent immer eine Digital Audio Workstation auf meinem Laptop installiert, damit ich Musik produzieren oder bearbeiten kann, wenn mich die Muse mal küsst. Gut darin bin ich wahrlich nicht, aber mich fasziniert die Möglichkeit, so schnell und unkompliziert Musik zu produzieren. Und das liegt vor allem an so Software wie Ableton, Fruity Loops und den darin enthaltenen Drum Machines und Synthesizern.
Ein Synthesizer ist ein elektronisches Musikinstrument, das Töne nicht mechanisch (wie eine Gitarre oder ein Klavier), sondern auf rein elektronischem oder digitalem Weg synthetisiert – also künstlich erzeugt. Ausgehend von Grundschwingungen (wie Sinus-, Sägezahn- oder Rechteckwellen) formt der Synthesizer den Klang mithilfe von Oszillatoren, Filtern, Verstärkern und Hüllkurven (ADSR). Dadurch lassen sich sowohl akustische Instrumente wie Bässe nachbilden, aber auch völlig neuartige, futuristische Sounds kreieren.
Zu den beliebtesten Herstellern gehören z.B. Moog, Korg oder Roland. In den 80ern explodierte die Popularität von Synthesizern in der Popmusik dann endgültig. Aus den analogen Modellen mit echten, elektrischen Spannungen wurden dann „digitale“ Geräte wie der Yamaha DX7, die die Klangkurven mittels Signalprozessoren berechnen konnten. Später wurden daraus dann wiederum digitale Plugins für DAWs.
M-Vave FM1: Der Community sei Dank
Und 2026 landet man dann bei Geräten wie dem M-Vave FM1, der gerade einmal rund 70€ kostet. Der M-Vave FM1 packt den Sound der 80er-Jahre direkt in eure Hosentasche: Er setzt auf echte FM-Synthese und holt euch die legendären E-Pianos, Bässe und Synth-Sounds dieser Ära zurück. Dafür hat der kleine Kasten 128 Sounds an Bord, die ihr über ein schickes TFT-Farbdisplay und eine Silikon-Tastatur anspielt. Für den Feinschliff sorgen sechs Effekte, ein Arpeggiator und ein kleiner Sequenzer zum Beat bauen.
Das Geniale für unterwegs: Mit eingebautem Lautsprecher, MIDI-Unterstützung und einem Akku für bis zu 12 Stunden könnt ihr ihn überall benutzen – ganz ohne Kabelsalat oder PC. Er misst nämlich gerade mal 161,5 × 96,5 × 28,6 mm und wiegt rund 250 g.

Was ihn aber so besonders macht, ist, dass der Hersteller ihn zum Open-Source-Projekt macht. Auf Github findet ihr diverse Firmwares, die ihr installieren könnt, wenn euch das vorinstallierte Interface nicht gefällt. Die Community baut fleißig eigene Firmwares, die ihr auf Seiten wie firmwarehub.com auch im Browser ausprobieren könnt. Das würde ich euch empfehlen zu machen, wenn ihr bisher noch nicht nachvollziehen könnt, was man mit so einem Synth machen kann.
Ein No-Brainer für den Preis?
Vielleicht habt ihr damals auch den OP-1 von Teenage Engineering im Musikvideo „One“ von Swedish House Mafia gesehen und euch seit jeher gedacht: „Irgendwie will ich so ein Ding haben“. Mit dem M-Vave FM1 ist der Traum realisierbarer, denn der kostet rund 70€ und keine 1800€ wie der OP1. Ich habe eine Videos zu dem Gerät geschaut und manche Produzenten sind hellauf begeistert, manche verstehen den Hype nicht so recht. Spannend wird das Gerät vor allem durch die große Community, denn wir haben gelernt, dass das auch den Unterschied bei 3D-Druckern oder anderen Gadgets macht.
Das Gerät ist sogar so im Hype, dass manche AliExpress-Shops fast ausverkauft sind. Die Preise können also teilweise sogar höher ausfallen.
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