Moto Sound Flow: Ein Sonos-Killer mit Bose-Sound & UWB-Tricks?
Motorola wagt sich mit dem Moto Sound Flow in das Haifischbecken der tragbaren WLAN-Lautsprecher. Mit an Bord sind ein Bose-Branding und spannende UWB-Funktionen, die den Sound quasi an euch binden sollen. Bei einer UVP von knapp 199,99€ wildert man direkt im Revier des Sonos Roam 2. Doch kann man gegen den Platzhirsch ankommen?
Inhalt
Technische Daten des Motorola Moto Sound Flow
| Kategorie | Motorola Moto Sound Flow |
| Audio-Leistung | 30 Watt Gesamt (20 W Woofer + 10 W Tweeter), Sound by Bose |
| Lautsprechersystem | 1x Woofer, 1x Tweeter, 2x passive Radiatoren |
| Akku & Laufzeit | 6.000 mAh, bis zu 12 Std. Musik / 15 Std. Gespräch, Laden via Dock |
| Konnektivität | Wi-Fi 5 (802.11ac), Bluetooth 5.0, Ultra-Wideband (UWB) |
| Streaming-Protokolle | AirPlay, Google Cast, Spotify Connect |
| Smarte Funktionen | Room Shift, Quick Switch, Dynamisches Stereo (benötigt teils UWB/Android 9+) |
| Mikrofone | 4 Mikrofone (Freisprechfunktion) |
| Schutzklasse | IP67 (Staub- und wasserdicht) |
| Design & Material | Strukturierter Twill-Stoff, kapazitive Touch-Tasten |
| Gewicht | 580 g |
| Farben | PANTONE Warm Taupe, PANTONE Carbon |
| Preis (UVP) | 199,99 € |
Flexibel dank Akku und Ladestation
Das Konzept gefällt mir auf Anhieb: Der Moto Sound Flow kommt mit einer Ladestation (Dock), macht sich aber dank integriertem 6.000 mAh Akku auch unterwegs nützlich.
Mit 580 g ist er zwar kein Fliegengewicht, aber für die gebotene Leistung noch im Rahmen. Dank IP67-Zertifizierung überlebt er auch mal einen Sturz in den Pool oder den Einsatz am staubigen Strand. Motorola gibt die Laufzeit mit bis zu 12 Stunden Musikwiedergabe an, was für einen Tag im Park locker reichen sollte. Optisch setzt man auf einen strukturierten Stoffüberzug, der sich im Wohnzimmer sicherlich gut macht.
Vorbildliche Konnektivität: AirPlay, Cast & Spotify
Hier muss ich Motorola wirklich loben. Während andere Hersteller ihr eigenes Süppchen kochen, unterstützt der Sound Flow AirPlay, Google Cast und Spotify Connect. Das ist vorbildlich und macht den Lautsprecher extrem flexibel, egal ob ihr im Apple- oder Android-Lager unterwegs seid.
Auch Wi-Fi 5 ist an Bord, was für solche tragbaren Lautsprecher gar nicht mal so üblich ist, aber für die verlustfreie Wiedergabe zu Hause sorgt. Geht es raus, wechselt ihr einfach auf Bluetooth 5.0. Im Vergleich zum Sonos Roam 2, der stärker im eigenen Ökosystem gefangen ist, profitiert der Moto-Speaker hier ganz klar von seiner Offenheit.
Sound by Bose: Kann der Klang überzeugen?
Motorola hat sich für den Klang Hilfe geholt: Sound by Bose steht auf dem Datenblatt. Das kennen wir ja schon von Kooperationen mit Xiaomi oder Baseus – Bose scheint sich hier aktuell wohl stärker für Partner zu öffnen. Im Inneren arbeiten ein 20 Watt Woofer, ein 10 Watt Tweeter und zwei passive Radiatoren, was zusammen eine Leistung von 30 Watt ergibt.
Auf dem Papier klingt das ordentlich, allerdings muss er sich in der Praxis erst noch beweisen. Die reine Wattzahl sagt halt nicht immer alles über die Klangqualität aus, und gerade in dieser Preisklasse ist die Konkurrenz akustisch stark aufgestellt.
Spannende UWB-Tricks mit Einschränkungen
Das eigentliche Highlight ist der UWB-Chip (Ultra-Wideband). Features wie „Room Shift“ sollen den Sound automatisch auf den nächstgelegenen Lautsprecher übertragen, wenn ihr euch durch das Haus bewegt. Auch „Quick Switch“ klingt praktisch, um Musik vom Smartphone oder den Moto Buds per Geste zu übergeben.
Das ist schon cool, setzt aber natürlich voraus, dass ihr erstens ein UWB-fähiges Smartphone (Android 9+) besitzt und zweitens gleich mehrere Moto Sound Flow Lautsprecher im Haus verteilt habt. Für den vollen Funktionsumfang müsst ihr also tief in die Tasche greifen und euch auf das Moto-Ökosystem einlassen.
Starker Angriff auf Sonos mit Einschränkungen
Mit einer UVP von 199,99€ ist der Moto Sound Flow schon ein stattlicher Preis, der exakt auf Augenhöhe mit der UVP des Sonos Roam 2 liegt. Man muss aber auch bedenken, dass man hier einen vollwertigen Wi-Fi-Lautsprecher und einen tragbaren BT-Speaker in einem Gerät bekommt. Die Offenheit bei den Protokollen (AirPlay, Cast) gefällt mir ausgesprochen gut und ist für mich der größte Pluspunkt gegenüber der Konkurrenz. Die UWB-Funktionen sind ein nettes Gimmick, werden aber wohl für die wenigsten der alleinige Kaufgrund sein, da man hierfür direkt mehrere Geräte braucht. Am Ende wird es darauf ankommen, ob Bose hier klanglich abliefern kann, denn für 200€ sind die Erwartungen natürlich hoch. Man muss aber natürlich sagen, dass nur durch ein Gerät nicht direkt ein Konkurrent zu Sonos entsteht, da Sonos hier eine Vielzahl an verschiedenen Geräten und damit ein viel größeres Ökosystem besitzt. Als Alternative zu Era 100 oder Roam könnte der Moto Sound Flow aber durchaus taugen. In Deutschland ist er ab Mitte Februar verfügbar.
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