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Motorola edge 70 max: Klotzt mit mAh & nits, spart beim RAM!

Motorola moto edge 70 max

Motorola hat das neue Edge 70 Max offiziell vorgestellt. Auf dem Papier liest sich das Datenblatt wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Ein enormer Akku und ein starker Oberklasse-Prozessor treffen auf ein Display, das heller leuchtet als mancher Scheinwerfer, aber auch auf eine Kamera, die einen optischen Zoom vermissen lässt.

Kraftvoller Prozessor mit einem Haken

Im Inneren des Motorola Edge 70 Max werkelt die Snapdragon 8 Gen 5 Mobile Platform. Das ist zweifellos einer der stärksten Prozessoren, die aktuell für Smartphones verfügbar sind. Motorola verspricht eine um 36 % höhere CPU-Leistung gegenüber dem Vorgänger. Um die Abwärme im Zaum zu halten, kommt ein Kühlsystem mit Flüssigmetall zum Einsatz. Das dürfte vor allem für jene interessant sein, die ihr Smartphone beim Gaming oder rechenintensiven Aufgaben gerne fordern.

Motorola moto edge 70 max Smartphone Snapdragon 8 Gen 5

Der Haken an der Sache zeigt sich jedoch beim Multitasking: Motorola spendiert dem 799 Euro teuren Gerät in der Standardausführung lediglich 8 GB RAM. Im Jahr 2026, in dem rechenintensive On-Device-KI-Anwendungen eine zentrale Rolle spielen sollen, wirkt das etwas deplatziert. Wer einen Blick auf Konkurrenzmodelle wie das Google Pixel 10 wirft, stellt fest, dass in dieser Preisklasse 12 GB RAM längst zum guten Ton gehören. Ob die 8 GB auf Dauer ausreichen, um die beworbene KI-NPU mit 46 % Leistungszuwachs flüssig zu füttern, bleibt abzuwarten.

7.000 nits Helligkeit für das Display

Das Quad-HD-AMOLED-Display spielt mit einer 10-Bit-Farbtiefe und Pantone-Validierung rein technisch in der ersten Liga mit. Doch der eigentliche Aufreger im Datenblatt ist die Spitzenhelligkeit von bis zu 7.000 Nits. In der Praxis wird diese Helligkeit ohnehin nur punktuell bei HDR-Inhalten erreicht – und das auch nur für Sekundenbruchteile. Trotzdem: Wer im Sommer oft draußen arbeitet, wird zumindest keine Probleme haben, Bildschirminhalte zu entziffern. Zudem setzt man sogar auf eine WQHD+ Auflösung von 1440 x 3168p und eine Bildwiederholrate von 144 Hz.

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In Sachen Haltbarkeit lässt Motorola wenig anbrennen. Neben Gorilla Glass 7i auf der Front erfüllt das Edge 70 Max militärische Standards und bietet Schutzklassen nach IP68 sowie IP69. Letzteres schützt sogar vor Hochdruckwasser. Ein Sturz aus bis zu 1,8 Metern soll das Gerät ebenfalls überstehen. Das ist lobenswert, auch wenn die wenigsten Nutzer ihr neues Telefon absichtlich fallen lassen dürften.

Ein echter Sprung nach vorn

Während viele Hersteller bei der Akkukapazität eher vorsichtig agieren, geht Motorola hier in die Vollen. Der 7.100-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku ist eine deutliche Ansage. Dank dieser moderneren Technologie bleibt das Gehäuse trotz der enormen Kapazität verhältnismäßig schlank. Geladen wird kabelgebunden mit 90 Watt. Das ist zügig, wenn auch nicht die absolute Spitze im Markt. Kabellos sind dank Qi2-Standard 25 Watt drin – mitsamt magnetischem, kabellosem Laden, was im Alltag durchaus komfortabel ist und man so bisher nur von Apple und Google kennt.

Motorola moto edge 70 max Smartphone Akku

Etwas kurios ist allerdings das Launch-Angebot: Wer das Gerät direkt bei Motorola kauft, erhält ein 125-Watt-Netzteil kostenlos dazu. Das Smartphone selbst kann davon zwar nur maximal 90 Watt nutzen, aber man nimmt die zusätzliche Leistung für andere Geräte im Haushalt natürlich gerne mit.

In der Preisklasse ohne Tele-Kamera?

Auf der Rückseite verbaut Motorola eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit dem Sony LYTIA-710-Sensor und optischer Bildstabilisierung (OIS). Das verspricht solide Fotos, selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen. Doch ein genauerer Blick offenbart die typische Sparmaßnahme: Die Ultraweitwinkel- und Makrokamera muss mit mageren 8 Megapixeln auskommen. Bei einem Smartphone für 799 Euro ist das schlichtweg zu wenig Auflösung für detailreiche Landschaftsaufnahmen. Wer Wert auf ein ausgewogeneres Kamerasystem legt, sollte sich das Google Pixel 10 ansehen, das in einer ähnlichen Preisliga spielt und optisch flexibler aufgestellt ist. Die Frontkamera hingegen liest sich mit 32 Megapixeln und 4K-Videofunktion auf dem Papier recht ordentlich.

Motorola moto edge 70 max Smartphone Farbe

Ein faires Angebot – vor allem im Bundle

Das Motorola Edge 70 Max ist ab dem 15. Juli für 799 Euro (UVP) erhältlich. Wer mit den 8 GB RAM leben kann und ein ausdauerndes Smartphone sucht, bekommt hier eigentlich solides Gesamtpaket. Das Google Pixel 10 mit schwächerem Prozessor und kleinerem Akku hat aber auch eine Telekamera und mehr RAM zu einem günstigeren Preis. Konkurrenz gibt es also einige – mit 4 GB mehr RAM und einer Telekamera hätte sich der Hersteller hier besser positionieren können.

Attraktiv ist das Launch-Angebot bis zum 15. August, bei dem Motorola die Moto Buds Loop und das 125-W-Ladegerät beilegt sowie einen Trade-In-Bonus anbietet. Ohne diese Extras verliert das Gerät im direkten Vergleich zur starken Konkurrenz im 800-Euro-Segment allerdings etwas an Boden.

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Thorben

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