Motorola Edge 70 Pro: Das wahre Preis-Leistungs-Highlight der neuen Edge-Serie?
Motorola erweitert sein Smartphone-Portfolio und stellt dem dünnen Edge 70 das etwas wuchtigere, aber dafür deutlich besser ausgestattete Motorola Edge 70 Pro zur Seite. Mit an Bord: Ein starker Chip und ein richtig großer Akku. Aber ein Detail wurde gestrichen.
Inhalt
Technische Daten des Motorola Edge 70 Pro
| Display | 6,8 Zoll AMOLED, 1272 x 2772 Pixel, 144 Hz, 5200 Nits (Peak), Gorilla Glass 7i |
| Prozessor | Mediatek Dimensity 8500 Extreme (4 nm), Octa-Core (bis zu 3,4 GHz) |
| Grafikchip | Mali-G720 MC8 |
| Kamera | Hauptkamera: 50 MP, ƒ/1.8, OIS Ultraweitwinkel: 50 MP, ƒ/2.0, 122 Grad |
| Frontkamera | 50 MP, ƒ/1.9 |
| Speicher | 256 GB UFS 4.1 (nicht erweiterbar) |
| Arbeitsspeicher | 8 GB / 12 GB |
| Akku | 6500 mAh, Laden mit 90 W (kabelgebunden), 5 W Reverse Charging |
| Features | IP68/IP69 staub- und wasserdicht, MIL-STD-810H, In-Display-Fingerabdrucksensor, Stereo-Lautsprecher |
| Konnektivität | Dual-SIM (Nano + eSIM oder 2x Nano), 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, NFC, GPS, USB-C 2.0 |
| Betriebssystem | Android 16 (3 große Updates, 5 Jahre Sicherheits-Patches) |
| Abmessungen / Gewicht | 162,7 x 75,6 x 7,0/7,3 mm / 183 g oder 190 g |
| Farben | Pantone Lily White (Weiß), Pantone Titan (Dunkelblau), Pantone Tea (Grün) |
| Preis (UVP) | Ab ca. 350 Euro (Indien-Start) |
Helles Display und robustes Design
Das Edge 70 Pro setzt auf ein an den Rändern abgerundetes 6,8-Zoll-AMOLED-Display, das von Corning Gorilla Glass 7i geschützt wird. Die Bildwiederholrate von 144 Hz verspricht eine enorm flüssige Bedienung, was in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit ist. Auch die angegebene HDR-Spitzenhelligkeit von 5.200 Nits liest sich auf dem Papier sehr gut.

Das Gerät ist nach IP68 sowie IP69 zertifiziert und damit nicht nur gegen Untertauchen, sondern auch gegen Hochdruck-Wasserstrahlen geschützt. Die Rückseite besteht aus Kunstleder und wird in drei von Pantone validierten Farbvarianten angeboten: Weiß, Dunkelblau und Grün. Im Marketing-Sprech klingt das mit Pantone Lily White, Titan und Tea aber natürlich wieder viel besser.
Viel Leistung, massiver Akku und ein ärgerlicher Anschluss
Unter der Haube verrichtet der brandneue MediaTek Dimensity 8500 Extreme seinen Dienst. Der im 4-Nanometer-Verfahren gefertigte Octa-Core-Chip taktet mit bis zu 3,4 GHz und dürfte im Alltag sowie bei aufwendigeren Apps für auf jeden Fall ausreichen. Außerdem mit dabei: Schneller UFS 4.1 Speicher mit 256 GB und wahlweise 8 oder 12 GB Arbeitsspeicher.
Ein absolutes Highlight ist die Energieversorgung. Motorola verbaut einen massiven Akku mit 6.500 mAh Kapazität, der Laufzeiten von weit über zwei Tagen ermöglichen sollte. Aufgeladen wird zügig mit 90 Watt. Der USB-C-Anschluss wird aber wieder mit dem alten USB-C 2.0 Port ausgestattet, der nicht gerade für schnelle Datenübertragungen sorgt.
Drei 50-MP-Sensoren, aber kein Zoom
Beim Kamera-Setup wirbt Motorola mit gleich drei 50-Megapixel-Sensoren. Auf der Rückseite arbeitet eine optisch stabilisierte Hauptkamera. Zudem dabei: Eine Ultraweitwinkelkamera mit einem Sichtfeld von 122 Grad. In der Punch-Hole auf der Front sitzt eine weitere 50-MP-Linse für eure Selfies.

Motorola verbaut hier leider keine Telelinse. Das ist ein klares Downgrade zum Vorgänger, der noch eine 10 MP-Telelinse bis 3-fach-optischem Zoom verbaut hatte. Wer in dieser Preisregion nach Alternativen mit Telekamera sucht, sollte sich mal die 4a-Modelle von Nothing ansehen.
Einschätzung: Das heimliche Highlight der Edge-70-Serie?
Betrachtet man das Edge 70 Pro im direkten Vergleich mit seinen Geschwistermodellen (Edge 70 und Edge 70 Fusion) zeigt sich: Das Pro-Modell könnte der eigentliche Star des aktuellen Lineups sein.
Während das reguläre Edge 70 zwar mit seiner extrem dünnen Bauweise (unter 6 mm) beeindruckt, kam dafür dann aber auch mit einem weitaus kleineren Akku mit lediglich 4.800-mAh Kapazität auf den Markt. Das Edge 70 Pro opfert zwar die superflache Linie für etwa 7 Millimeter Gehäusedicke, liefert dafür aber mit 6.500 mAh deutlich mehr Akkulaufzeit und mit dem Dimensity 8500 Extreme einen extrem performanten Chip zu einem voraussichtlich fairen Preis.
Auch das interne Duell mit dem Edge 70 Fusion entscheidet das Pro für sich. Zwar lockt das Fusion mit einer gewaltigen 7.000-mAh-Akku-Option, doch das Pro bietet meiner Meinung nach insgesamt das rundere Hardware-Paket. Statt der abgespeckten 13-Megapixel-Ultraweitwinkel- und 32-Megapixel-Frontkamera des Fusion verbaut Motorola im Pro konsequent 50-Megapixel-Sensoren auf allen Positionen. Obendrein lädt das Pro mit 90 Watt spürbar schneller als das Fusion (68 Watt).
Sollte Motorola den indischen Kampfpreis von umgerechnet rund 350 Euro auch nur ansatzweise für den europäischen Markt adaptieren können (selbst 450 Euro wären noch fair), ist das Edge 70 Pro der absolute Preis-Leistungs-Tipp in Motorolas aktuellem Portfolio. Da lässt sich auch der altbackene USB-2.0-Anschluss verschmerzen.
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