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Motorola moto g77 & g67 vorgestellt: Erste Auswirkungen der Speicherkrise?

Es ist mal wieder soweit: Motorola erweitert die beliebte g-Serie mit dem Motorola moto g67 & g77. Wer bei der Taktfrequenz, mit der der Hersteller neue Modelle auf den Markt wirft, langsam den Überblick verliert, ist nicht allein. Aber: Die g-Reihe war schon immer der „Brot-und-Butter“-Bereich für alle, die solide Technik wollen, ohne dafür eine Niere verkaufen zu müssen.

Motorola moto g77 Smartphone

Technische Daten im Vergleich

moto g67moto g77
Display6,78″ AMOLED, 120 Hz, 5000 Nits Peak, Gorilla Glass 7i6,78″ AMOLED, 120 Hz, 5000 Nits Peak, Gorilla Glass 7i
ProzessorMediaTek Dimensity 6300 (2,4 GHz)MediaTek Dimensity 6400 (2,5 GHz)
RAM4 GB8 GB
Interner Speicher256 GB (erweiterbar via microSD)512 GB (erweiterbar via microSD)
Kamera (Rückseite)50 MP Sony LYTIA-600 (f/1.8)
8 MP Ultra-Weitwinkel (f/2.2)
108 MP Hauptkamera (f/1.7)
8 MP Ultra-Weitwinkel (f/2.2)
Frontkamera32 MP32 MP
Akku & Laden5.200 mAh, 30 W Laden5.200 mAh, 30 W Laden
Konnektivität5G, NFC, Bluetooth 5.4, Wi-Fi ac, eSIM-Support, USB-C 2.05G, NFC, Bluetooth 5.4, Wi-Fi ac, eSIM-Support, USB-C 2.0
SchutzartIP64 (Spritzwassergeschützt)IP64 (Spritzwassergeschützt)
BetriebssystemAndroid 16Android 16
Maße / Gewicht164,18 x 77,37 x 7,33 mm / 182 g164,18 x 77,37 x 7,33 mm / 182 g
FarbenArctic Seal, NileBlack Olive, Shaded Spruce
Preis (UVP)259,99€299,99€

Display: Hell, heller, Motorola?

Beide Geräte kommen mit einem identischen 6,78-Zoll-Display daher. Motorola nennt das Ganze „Extreme-AMOLED“. Lassen wir das „Extreme“ mal als Marketing-Adjektiv stehen, ist die Nachricht dahinter aber sehr positiv: Wir bekommen hochwertige OLED-Technik mit 10-Bit Farbtiefe in der Preisklasse unter 300 Euro.

Motorola moto g77 Robust

Die Auflösung ist scharf, und die Bildwiederholfrequenz liegt bei den heute obligatorischen 120 Hz. Ein echtes Ausrufezeichen setzt Motorola bei der Helligkeit: 5.000 Nits Spitzenhelligkeit stehen im Datenblatt. Zur Einordnung: Das ist extrem hell und dürfte nur kurzzeitig bei HDR-Inhalten oder direkter Sonneneinstrahlung auf kleinen Flächen erreicht werden. Im Alltag bedeutet das aber vor allem eines: Auch am Strand ist der Bildschirm gut ablesbar. Geschützt wird das Ganze durch Gorilla Glass 7i – gut, aber eine Schutzfolie schadet trotzdem nie.

Leistung: Speicher satt, aber Vorsicht beim RAM

Hier wird es spannend, denn hier trennt sich die Spreu vom Weizen – oder besser gesagt das g67 vom g77. Das moto g77 setzt auf einen MediaTek Dimensity 6400 (2,5 GHz) und 8 GB RAM. Das ist eine solide Kombination für den Alltag, Multitasking und Gelegenheitsspiele. Dazu gibt es üppige 512 GB Speicher. Das ist in dieser Preisklasse eine echte Ansage.

Motorola moto g77 Prozessor

Das moto g67 läuft mit dem etwas schwächeren Dimensity 6300 und startet mit 4 GB physischem RAM (erweiterbar durch virtuellen RAM). Hier muss ich ehrlich sein: 4 GB Arbeitsspeicher sind für ein modernes Android 16 grenzwertig. Wer viele Apps gleichzeitig offen hat, könnte hier und da mal eine Gedenksekunde erleben. Dafür sind 256 GB Speicher auch hier sehr großzügig bemessen.

Beide Geräte unterstützen übrigens eSIM – ein Feature, das in der Mittelklasse noch lange nicht Standard ist. Beide Geräte kommen direkt mit dem neusten Android 16, eine Aussage über die Updateversorgung steht aber noch aus. Laut EU-Richtlinie müssten aber natürlich mindestens 5 Jahre Updates geboten werden.

Die Kameras: Megapixel-Schlacht vs. guter Sensor

Das moto g77 protzt mit einer 108-MP-Hauptkamera. Motorola verspricht einen „3-fach verlustfreien Zoom“. Das ist kein echtes Tele-Objektiv (das wäre in der Preisklasse stark und bekommt man z.B. nur beim Nothing Phone 3a Pro), sondern ein sogenannter „In-Sensor-Zoom“. Dabei wird der mittlere Teil des hochauflösenden Sensors ausgeschnitten. Das Ergebnis ist meistens brauchbar, ersetzt aber keine echte optische Zoom-Linse.

Motorola moto g77 Kamera

Das moto g67 setzt auf einen 50-MP-Sony-LYTIA-600-Sensor. Ganz ehrlich? Das könnte der heimliche Gewinner sein. Die Sony-Sensoren sind bekannt für gute Dynamik. Manchmal sind weniger, aber dafür qualitativ bessere Pixel mehr wert als reine Megapixel-Zahlen. Beide haben eine 8-MP-Ultraweitwinkel-Kamera (leider Standardkost) und eine 32-MP-Selfie-Cam.

Akku & Laden: Ausdauernd, aber nicht rasant

Der Akku ist mit 5.200 mAh etwas größer als der übliche 5.000er-Standard. Das sollte – gerade in Kombination mit den effizienten MediaTek-Prozessoren – locker für einen sehr langen Tag, bei sparsamer Nutzung auch für zwei reichen. Schade ist aber, dass man noch kein Silizium-Karbon-Akku wie im eigenen moto G57 Power verbaut.

Geladen wird bei beiden mit 30 Watt. Das ist okay, reißt aber niemanden mehr vom Hocker. Gerade die POCO oder Redmi-Geräte laden hier schon deutlich schneller. Plant also etwas Zeit an der Steckdose ein. Leider liegt auch kein Ladegerät mit im Lieferumfang.

Robustheit: IP64 ist nicht wasserdicht!

Motorola wirbt mit Militärstandards (MIL-STD 810H) und einer IP64-Zertifizierung. Wichtiger Hinweis hierzu: Die „6“ steht für staubdicht (super!), die „4“ aber nur für Schutz gegen allseitiges Spritzwasser. Das bedeutet: Ein Regenschauer ist okay, aber wenn das Handy ins Klo oder den Pool fällt, ist Feierabend. Echte Wasserdichtigkeit (Untertauchen) fängt erst bei IP67/68 an.

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Das Motorola moto G67 in Pantone Nile.

Beide Geräte sind wie von Motorola bekannt in Pantone-Farben erhältlich. Das moto g67 in Pantone Arctic Seal (Mitternachtsblau) sowie Pantone Nile (Grün) und das moto g77 in Pantone Black Olive (Schwarz) und Pantone Shaded Spruce (Türkis).

RAM wird teurer

Das Motorola moto g77 startet für 299€, das moto g67 für 229€ laut Pressemitteilung, im Shop ist es aber für 259,99€ gelistet. Wer die 70 bzw 40€ Euro Aufpreis verkraften kann, sollte zum moto g77 greifen. Nicht wegen der 108 Megapixel, sondern wegen der 8 GB RAM und 512 GB Speicher. Das sorgt einfach für ein flüssigeres Erlebnis über die nächsten zwei bis drei Jahre. Das g67 ist ein Preiskracher wegen des tollen Displays und dem Sony-Sensor, aber der knappe Arbeitsspeicher ist der Flaschenhals. Da ist die Frage, ob das schon erste Auswirkungen des erhöhten Speicherpreises sind.

Quelle:

  • Motorola Produktseite
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Thorben

Mir haben es die China-Smartphones von Xiaomi, Huawei & Co angetan. Wenn ich kein Handy teste, pflege ich unseren Instagram-Kanal.

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Kommentare (1)

  • Profilbild von Daemonarch
    # 29.01.26 um 15:24

    Daemonarch

    Die Preise sind nach 2-3 Monaten eh Makulatur… Von daher – cool bleiben!

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