Motorola Moto Tag 2 offiziell: Vom AirTag-Killer zum „Super-Tracker“ mit Bluetooth 6 & 500 Tagen Akku
Es war eines der Gadget-Highlights 2024: Der Motorola Moto Tag. Endlich gab es einen „echten“ AirTag-Killer für Android, den wir auch im Test hatten. Jetzt bringt Motorola auf der CES 2026 den Nachfolger heraus, den Moto Tag 2. Und der hat es technisch faustdick hinter den Ohren: Er ist nicht nur robuster und hält länger durch, sondern bringt als einer der allerersten Tracker überhaupt Bluetooth 6 mit Channel Sounding mit. Damit wird die Ortung auch ohne UWB-Smartphone extrem präzise.

- Motorola Moto Tag 2:
- bei Motorola für 40€ (gelistet, noch nicht erhältlich)
Inhalt
Bluetooth 6: Das „Channel Sounding“ Upgrade
Das wohl spannendste Feature versteckt sich im Datenblatt: Der Moto Tag 2 setzt auf den brandneuen Bluetooth 6.0 Standard. Das absolute Highlight dabei ist das sogenannte „Channel Sounding“.
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Bisher war Bluetooth-Ortung eher ein Schätzspiel anhand der Signalstärke. Mit Channel Sounding wird die Entfernungsmessung aber drastisch präziser – selbst wenn der Tracker außer Sichtweite ist (z.B. im Rucksack im Nebenzimmer). Das ist ein riesiger Vorteil für die Millionen Android-Nutzer, deren Smartphone keinen UWB-Chip hat. Die Einbindung läuft natürlich weiterhin nahtlos über den Android „Find Hub“ (Googles „Mein Gerät finden“). Wer ein Top-Smartphone hat, kann natürlich zusätzlich weiterhin UWB (Ultra Wideband) für die zentimetergenaue Richtungsanzeige nutzen.

Kurz erklärt: Was ist Bluetooth „Channel Sounding“?
Stellt euch vor, das alte Bluetooth hat die Entfernung nur geschätzt, indem es „gehört“ hat, wie laut (stark) das Signal ist. War der Tracker im Rucksack, war das Signal „leise“, und das Handy dachte fälschlicherweise, er sei weit weg. Channel Sounding (neu in Bluetooth 6.0) ändert das. Statt die Stärke zu schätzen, misst es die echte Distanz durch den Vergleich von Funkwellen-Phasen auf verschiedenen Frequenzen. Das wirkt wie ein digitales Maßband. Das Ergebnis: Zentimetergenaue Ortung, auch ohne Sichtverbindung und ohne den teuren UWB-Chip.
500 Tage Power & IP68
Der wohl größte Kritikpunkt an Trackern ist der Batteriewechsel. Motorola verspricht beim Moto Tag 2 eine Laufzeit von bis zu 500 Tagen. Das ist ein massiver Sprung im Vergleich zum Vorgänger. Betrieben wird er weiterhin mit einer handelsüblichen, wechselbaren CR2032 Knopfzelle.
Zudem hat sich beim Gehäuse was getan: Der Tracker ist nun nach IP68 zertifiziert (Vorgänger: IP67). Das heißt, der Moto Tag 2 ist jetzt dauerhaft wasserdicht und überlebt auch längere Tauchgänge.
AirTag-Formfaktor mit 2 neuen Farben
Optisch bleibt er sich treu (31,9 x 31,9 x 8 mm, 8,5 g), was bedeutet: Das AirTag-Zubehör passt weiterhin! Der neue „Super-Tracker“ wird in den Farben Sandstone/Beige („Pantone Laurel Oak“) sowie Orange („Pantone Arabesque“) verfügbar sein.

Einschätzung: Der technologische Vorreiter
Mit 40 Euro ist der Moto Tag 2 nicht gerade spottgünstig (dafür gibt es den N Tag), aber die Technik rechtfertigt den Preis. Die Kombination aus UWB für Profis und Bluetooth 6 Channel Sounding für die breite Masse macht ihn zum aktuell fortschrittlichsten Tracker im Android-Ökosystem. Jetzt muss er in unserem zukünftigen Test nur noch überzeugen!
Ist euch die präzise Ortung 40€ wert oder reichen euch die günstigen 10€-Tracker?
Quellen:
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