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Motorola Razr 70 Serie: Zwischen Chip-Stagnation und Kamera-Revolution

motorola razr 70 family

Gleich drei neue Foldables auf einen Schlag: Mit dem Motorola Razr 70, dem Plus- und einem Ultra-Modell wirft der chinesische Hersteller ordentlich Auswahl auf den Markt. Die Leaks im Vorfeld gaben Grund zur Sorge. Tritt Motorola hier dank teurerer Komponenten komplett auf der Stelle? Nicht ganz! Bei der Kamera bahnt sich eine kleine Revolution an.

Technische Daten der Motorola Razr 70 Serie

EigenschaftMotorola Razr 70Motorola Razr 70 PlusMotorola Razr 70 Ultra
DisplayInnen: 6,90″ AMOLED (1080 x 2640, bis 120 Hz, 3000 Nits Peak)[cite: 35, 307, 310, 311]

Außen: 3,63″ AMOLED (1056 x 1066, bis 90 Hz, 1700 Nits Peak)[cite: 34, 297, 339, 340]

Innen: 6,90″ AMOLED (1080 x 2620, bis 165 Hz, 3000 Nits Peak)[cite: 32, 225, 228, 229]

Außen: 4,0″ AMOLED (1272 x 1080, bis 165 Hz, 2400 Nits Peak)[cite: 18, 20, 218, 258, 259]

Innen: 6,96″ AMOLED (1224 x 2992, bis 165 Hz, 5000 Nits Peak)[cite: 23, 25, 385, 388, 389]

Außen: 4,0″ AMOLED (1272 x 1080, bis 165 Hz, 3000 Nits Peak)[cite: 18, 20, 377, 419, 420]

ProzessorMediaTek Dimensity 7450X[cite: 109, 290]Qualcomm Snapdragon 8s Gen 3[cite: 101, 214]Qualcomm Snapdragon 8 Elite[cite: 96, 370]
GrafikchipARM Mali-G615 MC2Adreno 735Adreno830[cite: 97, 370]
RAM8 / 12 GB LPDDR5X[cite: 291, 292]12 GB LPDDR5X[cite: 215]12 / 16 GB LPDDR5X[cite: 371, 372]
Interner Speicher128 / 256 / 512 GB[cite: 294, 295, 296]256 GB[cite: 217]256 / 512 GB / 1 TB[cite: 374, 375, 376]
Kamera50 MP Hauptkamera (ƒ/1.7)[cite: 61, 313, 315]
50 MP Ultraweitwinkel/Makro (ƒ/2.0)[cite: 61, 318, 321]
50 MP Hauptkamera (ƒ/1.8, OIS)[cite: 61, 231, 233, 234]
50 MP Ultraweitwinkel/Makro (ƒ/2.0)[cite: 61, 237, 240]
50 MP Hauptkamera (LOFIC, ƒ/1.8, OIS)[cite: 55, 391, 392, 394, 395]
50 MP Ultraweitwinkel/Makro (ƒ/2.0)[cite: 59, 398, 401]
Frontkamera32 MP (ƒ/2.4)[cite: 62, 323, 325]32 MP (ƒ/2.4)[cite: 62, 242, 244]50 MP (ƒ/2.0)[cite: 60, 403, 405]
Akku4800 mAh, 30W Laden, 15W Wireless[cite: 110, 111, 342, 344, 345]4500 mAh, 45W Laden, 15W Wireless, 5W Reverse[cite: 103, 104, 108, 261, 263, 264, 265]5000 mAh, 68W Laden, 30W Wireless, 5W Reverse[cite: 99, 422, 424, 425, 426]
Konnektivität5G, GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou[cite: 329, 330]5G, GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou[cite: 248, 249]5G, GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou[cite: 409, 410]
FeaturesIP48, Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos, Fingerabdrucksensor[cite: 301, 331, 332, 347]IP48, Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos, Fingerabdrucksensor[cite: 222, 250, 251, 267]IP48, Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos, Fingerabdrucksensor[cite: 381, 411, 412, 428]
BetriebssystemAndroid 16[cite: 289]Android 16[cite: 213]Android 16[cite: 369]
Maße / GewichtOffen: 171,30 x 73,99 x 7,25 mm[cite: 299]
Geschlossen: 88,08 x 73,99 x 15,85 mm[cite: 300]
188 g[cite: 301]
Offen: 171,42 x 73,99 x 7,09 mm[cite: 220]
Geschlossen: 88,09 x 73,99 x 15,32 mm[cite: 221]
189 g[cite: 222]
Offen: 171,48 x 73,99 x 7,19 mm[cite: 379]
Geschlossen: 88,12 x 73,99 x 15,69 mm[cite: 380]
199 g[cite: 381]
Vorstellungsdatum & Preis29.04.2026[cite: 13]
869 EUR[cite: 122]
29.04.2026[cite: 13]
1.149 EUR[cite: 121]
29.04.2026[cite: 13]
1.399 EUR[cite: 120]

Das Topmodell: Das Razr 70 Ultra kommt mit altem Chip

Das Motorola Razr 70 Ultra wird vom Hersteller als das leistungsstärkste Gerät der Reihe positioniert, doch bei der Wahl des Prozessors herrscht Stillstand. Wie bereits beim direkten Vorgänger kommt der Snapdragon 8 Elite aus dem Hause Qualcomm zum Einsatz. Ein echter Generationssprung bei der CPU-Leistung bleibt somit aus, was für eine neue Flaggschiff-Veröffentlichung im Jahr 2026 irgendwie nicht zu passen scheint. Grund hierfür dürften auch die immer teurer werdenden Komponenten für Smartphones sein.

Motorola konzentriert sich stattdessen auf andere Bereiche, wie etwa das 6,96 Zoll große Hauptdisplay, das eine HDR-Spitzenhelligkeit von 5.000 Nits erreichen soll. Das 4,0-Zoll-Außendisplay bleibt mit einer Bildwiederholrate von 165 Hz auf dem Niveau, das man von der Serie bereits kennt. Der Akku wächst um 300 mAh auf 5000 mAh, ohne die Gehäusedicke wesentlich zu erhöhen. Geladen wird weiterhin mit 68 Watt kabelgebunden oder 30 Watt drahtlos. Neben einer blauen Variante gibt es auch Motorola-typisch wieder ein Gerät mit Holzfurnier.

Update für die Kamera: Hallo LOFIC!

Neu dabei im Razr 70 Ultra: Ein 50-MP-LOFIC-Sensor. Die Abkürzung LOFIC steht für Lateral Overflow Integration Capacitor und beschreibt eine Methode zur Erweiterung des Dynamikumfangs auf Hardware-Ebene. In herkömmlichen Sensoren können Pixel bei sehr hellem Licht gesättigt werden, was zu Detailverlusten in den Lichtern führt. Der LOFIC-Sensor verfügt pro Pixel über einen zusätzlichen Kondensator, der überschüssige Ladung speichert, anstatt sie zu verwerfen. Dies soll laut Herstellerangaben einen bis zu sechsmal größeren Dynamikumfang ermöglichen. Ziel ist es, in kontrastreichen Situationen sowohl in den hellsten als auch in den dunkelsten Bildbereichen mehr Zeichnung zu erhalten.

motorola razr 70 plus kamera

Das klingt alles sehr spannend. Vielleicht werden diese neuen Sensoren bald zum Smartphone-Standard werden. Neben dem neuen Sensor spendiert uns Motorola jeweils 50 Megapixel für die Ultraweitwinkel- und die Frontkamera.

Die neue Mittelklasse: Razr 70 Plus und das Basismodell

Mit dem Motorola Razr 70 Plus führt der Hersteller eine neue Zwischenvariante ein, die das 4,0-Zoll-Außendisplay des Ultra-Modells mit einer etwas schwächeren internen Hardware kombiniert. Hier kommt die Snapdragon 8s Gen 3 zum Einsatz, die zwar solide Leistung bietet, aber definitiv schwächer als der Elite-Chip aus dem Ultra-Modell daherkommt. Der Akku fällt mit 4.500 mAh kleiner aus als beim Topmodell und die kabelgebundene Ladeleistung ist auf 45 Watt begrenzt.

Das Einstiegsmodell razr 70 nutzt hingegen den MediaTek Dimensity 7450X-Prozessor. Wer rechenintensive Aufgaben mit diesem Smartphone erledigen will, ist hier an der falschen Adresse. Die Snapdragon-Chips aus den anderen Modellen liefern weitaus mehr Power. Das Außendisplay wächst hier auf 3,63 Zoll, was eine bessere Bedienung von Apps im geschlossenen Zustand ermöglichen soll. Der Akku des Basismodells ist mit 4.800 mAh interessanterweise größer als der des 70 Plus, geladen wird jedoch nur mit 30 Watt. Bei der Kamera wurde im Vergleich zum Vorgänger auf ein duales 50-Megapixel-System umgestellt.

Stillstand unter dem Deckmantel der Speicherkrise?

Echte Innovation gibt es dieses Jahr nur im Ultra-Modell, dass immerhin versucht mit dem neuen LOFIC-Sensor neue Maßstäbe für Fotos zu setzen. Da aber kein neuerer Prozessor als der bereits bekannte Snapdragon 8 Elite verbaut wird, fehlt der Serie ein wesentliches Kaufargument für Käufer, die von einem Flaggschiff auch die aktuellste Hardware erwarten. Ein weiterer Wermutstropfen: Mit einer UVP von 1.399€ für das Ultra-Modell ist der Preis im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, ohne dass ein modernerer Chipsatz geboten wird. Die höheren Produktionskosten werden hier also an die Kunden weitergegeben.

Das Plus-Modell ist meiner Meinung nach überflüssig. Mit 1.149€ ist es immer noch kein Schnäppchen und verwässert die Produktlinie weiter. Das Razr 70 für 869€ bietet zwar einen größeren Akku und bessere Kamerasensoren, verteuert sich aber ebenfalls gegenüber dem Vorgänger. Was bleibt also? Die Hoffnung auf tolle Fotos im Ultra-Modell. Der Rest kann ohne Probleme zur weitaus günstigeren Vorgängergeneration greifen.

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Fred

Ganz schön smart: Alles was mit Uhren und Handys zu tun hat, fällt in mein Revier. Und Gadgets natürlich. Gadgets gehen immer!

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Kommentare (2)

  • Profilbild von Besserwisser
    0 # 29.04.26 um 20:35

    Besserwisser

    Nur mal so als "kleine" randnotiz zu dem ersten Satz im Artikel. Motorola Headquarter sitzt in Chicago Illinois und hat mit China garnichts am Hut!

    Bitte besser recherchieren bevor ihr sowas schreibt.

  • Profilbild von Möpperle
    0 # 29.04.26 um 19:20

    Möpperle

    RE-VO-LU-TIOOOOON!!! am Kameramarkt. Wird DAS der neue Flaggschiff Kamera Killer auf dem Smartphone Thron? 😲

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