Leser-Test: Mova ViAX 250: Wie gut ist ein Mähroboter ohne RTK, LiDAR & Kabel?
Kabellose Mähroboter liegen im Trend. Während vor wenigen Jahren fast ausschließlich Modelle mit Begrenzungskabel erhältlich waren, setzen heute immer mehr Hersteller auf moderne Navigationssysteme. Meist kommen dabei RTK-Satellitennavigation, LiDAR-Sensoren oder eine Kombination aus mehreren Technologien zum Einsatz. Diese Lösungen arbeiten zwar präzise, erhöhen jedoch den Anschaffungspreis und erfordern häufig die Montage einer RTK-Antenne an einer geeigneten Stelle im Garten.
Der MOVA ViAX 250 verfolgt einen anderen Ansatz. Der Mähroboter verzichtet vollständig auf Begrenzungskabel, RTK, GPS und LiDAR. Stattdessen übernimmt ein Dual-Kamerasystem mit KI-Unterstützung die Orientierung. Nach einer einmaligen Kartierung erkennt der Roboter seinen Arbeitsbereich ausschließlich anhand visueller Orientierungspunkte und navigiert selbstständig durch den Garten.
Genau dieser Ansatz machte den ViAX 250 für unseren Test besonders interessant. Kann ein Mähroboter, der ausschließlich mit Kameras arbeitet, tatsächlich so präzise navigieren wie deutlich teurere Modelle mit Satellitennavigation? Oder stößt das System bereits im Alltag an seine Grenzen?
Im Test musste der MOVA ViAX 250 genau das unter Beweis stellen. Neben der Navigation haben wir unter anderem die Mähleistung, die Hinderniserkennung, die App, die Kartierung sowie das Verhalten auf mehreren getrennten Rasenflächen untersucht.
- MOVA ViAX 250
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Inhalt
Kurzfazit zum MOVA ViAX 250
- Keine Begrenzungskabel, keine RTK-Antenne und keine Satellitennavigation erforderlich.
- Überraschend präzise kamerabasierte Navigation.
- Systematisches Mähen in U-förmigen Bahnen.
- Sehr gutes Schnittbild auf der Fläche.
- Zuverlässige Hinderniserkennung im Praxistest.
- Einfache und schnelle Einrichtung.
- Übersichtliche und gut bedienbare App.
- Zwei Karten und mehrere Mähzonen möglich.
- Leiser Betrieb.
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Schwacher Kantenschnitt an festen Begrenzungen.
- Schnitthöhe nur manuell am Gerät einstellbar.
- Ausschließlich für den Betrieb bei ausreichendem Tageslicht geeignet.
- Für große oder sehr steile Grundstücke weniger geeignet.
- Kein Allradantrieb.
Technische Daten
| Merkmal | MOVA ViAX 250 |
|---|---|
| Empfohlene Rasenfläche | bis 250 m² |
| Navigation | UltraEyes 1.0 Dual-Kamera mit KI |
| Begrenzungskabel | Nein |
| RTK / GPS | Nein |
| LiDAR | Nein |
| Schnittbreite | 20 cm |
| Schnitthöhe | 20 bis 60 mm |
| Einstellung Schnitthöhe | manuell am Gerät |
| Mähsystem | 3 frei schwingende Klingen |
| Maximale Steigung | bis 40 % |
| Akku | 18 V, 2,5 Ah Lithium-Ionen |
| Mähzeit | ca. 50 Minuten |
| Ladezeit | ca. 45 Minuten |
| Schutzart | IPX6 |
| Gewicht | ca. 9,5 kg |
| Karten | bis zu zwei Karten |
| App | MOVAhome für Android und iOS |
Lieferumfang
Der Lieferumfang fällt übersichtlich aus und enthält alle Komponenten, die für den Betrieb erforderlich sind. Neben dem Mähroboter befinden sich die Ladestation, das Netzteil, Befestigungsschrauben für die Station sowie Ersatzklingen im Karton. Zusätzlich legt MOVA eine Kurzanleitung und ein ausführliches Handbuch bei.
Folgender Lieferumfang gehört zum Testgerät:
- MOVA ViAX 250 Mähroboter
- Ladestation
- Netzteil
- Befestigungsschrauben für die Ladestation
- Innensechskantschlüssel
- Ersatzklingen inklusive Schrauben
- Kurzanleitung
- Bedienungsanleitung
Bereits beim Auspacken hinterlässt der ViAX 250 einen ordentlichen Eindruck. Das Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff, wirkt jedoch sauber verarbeitet. Klappernde Bauteile oder auffällige Spaltmaße konnte ich nicht feststellen. Mit einem Gewicht von rund 9,5 Kilogramm gehört der Roboter zu den leichteren Vertretern seiner Klasse. Das erleichtert den Transport zwischen zwei getrennten Rasenflächen.
Positiv fiel außerdem auf, dass sowohl der Roboter als auch die Ladestation nach IPX6 gegen Strahlwasser geschützt sind. Verschmutzungen auf der Unterseite lassen sich dadurch nach dem Mähen einfach mit einem Gartenschlauch entfernen.
Design und Verarbeitung
Optisch unterscheidet sich der MOVA ViAX 250 deutlich von vielen aktuellen Mährobotern. Statt eines futuristischen Designs setzt MOVA auf eine funktionale Gestaltung mit einem grauen Gehäuse und einer gut sichtbaren roten STOP-Taste auf der Oberseite. Der Roboter wirkt kompakt und verzichtet auf unnötige Designelemente.
Die Verarbeitung hinterließ im Test einen guten Eindruck. Sämtliche Gehäuseteile sind sauber verarbeitet und weisen gleichmäßige Spaltmaße auf. Nichts klappert oder wirkt instabil. Trotz des hohen Kunststoffanteils vermittelt das Gehäuse einen robusten Eindruck, der für den ganzjährigen Einsatz im Garten ausgelegt ist.
Unter der oberen Abdeckung befinden sich der Hauptschalter, die Bedientasten sowie das Drehrad zur Einstellung der Schnitthöhe. Diese lässt sich zwischen 20 und 60 Millimetern ausschließlich manuell einstellen. Eine elektrische Höhenverstellung über die App bietet der ViAX 250 nicht. Angesichts des günstigen Anschaffungspreises ist dieser Verzicht jedoch nachvollziehbar.
Das Herzstück des Roboters sitzt an der Front. Hier befinden sich die beiden HDR-Kameras des UltraEyes-1.0-Systems. Da der ViAX 250 weder über RTK, GPS noch LiDAR verfügt, übernehmen diese Kameras sämtliche Aufgaben der Navigation und Hinderniserkennung. Sie dienen gleichzeitig der Positionsbestimmung, Navigation und Hinderniserkennung.
Auf der Unterseite arbeitet ein mittig angeordneter Mähteller mit drei frei schwingenden Klingen. Diese Konstruktion ist bewährt, bringt jedoch einen konstruktionsbedingten Nachteil mit sich. Da der Mähteller nicht bis an den Gehäuserand reicht, bleibt an festen Begrenzungen ein schmaler Streifen stehen. Darauf gehe ich im Kapitel zur Mähleistung noch ausführlicher ein.
Einrichtung und Inbetriebnahme des MOVA ViAX 250
Die Einrichtung gehört zu den größten Stärken des MOVA ViAX 250. Während klassische Mähroboter zunächst das Verlegen eines Begrenzungskabels erfordern und RTK-Modelle zusätzlich eine Referenzantenne benötigen, beschränkt sich die Installation hier auf wenige Arbeitsschritte.
Zunächst wird die Ladestation an einer geeigneten Stelle aufgestellt und mit den beiliegenden Erdschrauben befestigt. Positiv fiel dabei das ausgesprochen lange Stromversorgungskabel auf. Es bietet ausreichend Spielraum bei der Wahl des Aufstellortes und erspart in vielen Gärten den Einsatz eines zusätzlichen Verlängerungskabels. Anschließend muss lediglich das Netzteil angeschlossen und der Mähroboter eingeschaltet werden.
Danach erfolgt die Einrichtung über die MOVAhome-App. Der Roboter wird per Bluetooth erkannt und anschließend mit dem heimischen WLAN verbunden. Während unseres Tests stand unmittelbar ein Firmware-Update bereit, das problemlos installiert werden konnte.
Der gesamte Einrichtungsprozess war innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Vorkenntnisse waren dafür nicht erforderlich. Lediglich eine stabile WLAN-Verbindung in der Nähe der Ladestation erleichtert die Ersteinrichtung deutlich. Ist das Signal zu schwach, kann der Vorgang etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Insgesamt gehört die Installation zu den unkompliziertesten, die ich bislang bei einem Mähroboter erlebt habe. Gerade Einsteiger profitieren davon, dass weder Kabel verlegt noch Satellitensignale eingerichtet oder kalibriert werden müssen.
Navigation und Kartierung in der Praxis
Bereits vor dem eigentlichen Test stand die Navigation im Mittelpunkt unseres Interesses. Der MOVA ViAX 250 verzichtet vollständig auf Begrenzungskabel, RTK, GPS, Satellitennavigation und LiDAR. Seine Orientierung erfolgt ausschließlich über zwei Kameras und eine KI-gestützte Bildauswertung. Ein solches Konzept findet man bislang nur äußerst selten, weshalb wir ihm zunächst mit einer gewissen Skepsis gegenüberstanden. Umso spannender war die Frage, wie zuverlässig diese Technik im Alltag tatsächlich funktioniert.
Die Kartierung beginnt damit, dass der Mähroboter einmal entlang der Rasenkanten fährt. Anschließend startet ein sogenannter Kartenlernmodus. Dabei bewegt sich der ViAX 250 selbstständig über die gesamte Fläche und prägt sich markante Orientierungspunkte sowie die Struktur des Gartens ein. Erst danach beginnt der eigentliche Mähbetrieb.
Unsere anfängliche Skepsis erwies sich bereits nach der ersten Kartierung als unbegründet. Der Roboter orientierte sich überraschend sicher im Garten. Während des gesamten Testzeitraums kam es zu keinem einzigen Navigationsfehler. Der ViAX 250 verlor nie seine Position, ließ keine Bereiche aus und musste auch nicht neu kartiert werden.
Besonders beeindruckt hat uns das Verhalten bei zwei voneinander getrennten Rasenflächen. Beide Bereiche werden durch einen gepflasterten Gartenweg verbunden. Solche Übergänge gelten bei kamerabasierten Systemen als anspruchsvoll, da sich der Untergrund vollständig verändert. Im Test verließ der Roboter die erste Rasenfläche jedes Mal exakt an der richtigen Stelle, überquerte den Pflasterweg selbstständig und setzte den Mähvorgang auf der zweiten Fläche ohne erkennbare Abweichung fort. Dieses Verhalten funktionierte während des gesamten Testzeitraums zuverlässig.
Ebenso überzeugend arbeitete die Bahnplanung. Der ViAX 250 fährt den Rasen nicht zufällig ab, sondern mäht systematisch in U-förmigen Bahnen. Dadurch entsteht ein gleichmäßiges Schnittbild und unnötige Doppelbefahrungen werden vermieden. Besonders praktisch ist, dass sich die Mährichtung in der App frei festlegen und jederzeit ändern lässt. So können beispielsweise bei jedem Mähvorgang unterschiedliche Fahrtrichtungen gewählt werden, was ein besonders gleichmäßiges Rasenbild fördert und dauerhafte Fahrspuren reduziert. Mehrere Mähzonen sowie Sperrbereiche lassen sich ebenfalls komfortabel in der App anlegen.
Bei aller Begeisterung sollte jedoch nicht vergessen werden, dass das System ausschließlich auf optischer Erkennung basiert. Bei Dunkelheit ist der ViAX 250 nicht einsatzfähig. Auch sehr dichter Nebel oder außergewöhnlich schlechte Sichtverhältnisse können die Navigation beeinflussen. Während unseres Tests bei normalen Tageslichtbedingungen arbeitete das System jedoch durchgehend zuverlässig und gehörte zu den größten Überraschungen des gesamten Testberichts.
Mähleistung in der Praxis
Auf unserer Testfläche überzeugte das Mähergebnis. Das Gras wurde gleichmäßig gekürzt und der Roboter hinterließ einen gepflegten Gesamteindruck. Auch nach mehreren Mähvorgängen konnte ich keine Bereiche feststellen, die regelmäßig ausgelassen wurden. Ebenso positiv fiel auf, dass der ViAX 250 nach einem Ladevorgang seine Arbeit exakt an der zuletzt bearbeiteten Stelle wieder aufnahm.
Der 20 Zentimeter breite Mähteller arbeitet mit drei frei schwingenden Klingen. Das Schnittbild entspricht dem, was man von deutlich teureren Mährobotern erwartet. Voraussetzung ist allerdings, dass der Rasen regelmäßig gemäht wird. Sehr hohes Gras sollte vor dem ersten Einsatz mit einem herkömmlichen Rasenmäher gekürzt werden.
Weniger überzeugend fällt der Kantenschnitt aus. Aufgrund des mittig angeordneten Mähtellers erreicht der Roboter feste Begrenzungen konstruktionsbedingt nicht vollständig. An Mauern, Zäunen oder Hochbeeten bleibt deshalb ein schmaler Grasstreifen stehen, der gelegentlich mit einem Rasentrimmer nachgearbeitet werden muss. Überfahrbare Rasenkanten meistert der ViAX 250 dagegen deutlich besser. Hier fährt er je nach Einstellung teilweise über den Rand hinaus und erzielt ein saubereres Ergebnis.
Insgesamt hinterließ die Mähleistung einen sehr guten Eindruck. Vor allem auf kleinen und übersichtlichen Rasenflächen liefert der ViAX 250 ein gleichmäßiges Schnittbild und arbeitet dabei überraschend effizient.
Hinderniserkennung und Sicherheit
Neben der Navigation gehört die Hinderniserkennung zu den wichtigsten Aufgaben eines modernen Mähroboters. Laut Hersteller kann der MOVA ViAX 250 mithilfe seiner KI mehr als 300 unterschiedliche Hindernistypen erkennen.
Während unseres Tests zeigte der Roboter insgesamt eine überzeugende Leistung. Größere Hindernisse wurden frühzeitig erkannt und zuverlässig umfahren. Auch Beete, Gartenmöbel und andere feststehende Objekte bereiteten ihm keine Schwierigkeiten.
Interessant war das Verhalten bei natürlich vorkommenden Hindernissen. Heruntergefallene Äpfel stellten im Test kein grundsätzliches Problem dar. Kleinere Früchte wurden vom Mähwerk zerkleinert und vermulcht. Größere Äpfel erkannte der ViAX 250 dagegen als Hindernis und umfuhr sie zuverlässig. Dieses Verhalten erwies sich im Alltag als sinnvoll, da kleinere Früchte den Mähbetrieb nicht unnötig unterbrechen, während größere Beschädigungen am Mähwerk vermeiden helfen.
Positiv fiel außerdem auf, dass der Roboter Hindernisse nicht nur meidet, sondern anschließend seinen ursprünglichen Mähpfad wieder aufnimmt. Dadurch entstehen keine dauerhaft ausgelassenen Bereiche rund um einzelne Gegenstände.
Für zusätzliche Sicherheit sorgt die gut erreichbare STOP-Taste auf der Oberseite. Sie stoppt den Mähvorgang unmittelbar und lässt sich auch in einer Gefahrensituation problemlos betätigen.
Wie bei allen kamerabasierten Systemen arbeitet auch der ViAX 250 ausschließlich mit optischen Informationen. Der Einsatz ist deshalb auf ausreichende Lichtverhältnisse angewiesen. Nachtfahrten sind nicht vorgesehen, was gleichzeitig einen positiven Nebeneffekt für nachtaktive Tiere wie Igel mit sich bringt.
App und Bedienung des Mova ViAX 250
Die Steuerung erfolgt vollständig über die MOVAhome-App, die sowohl für Android als auch für iOS verfügbar ist. Bereits bei der Einrichtung hinterließ die Anwendung einen übersichtlichen Eindruck. Sämtliche Menüs sind logisch aufgebaut und auch ohne Vorkenntnisse leicht verständlich.
Nach der Kartierung stehen zahlreiche Funktionen zur Verfügung. Es lassen sich Zeitpläne erstellen, einzelne Mähzonen definieren oder Bereiche als Sperrzonen festlegen. Darüber hinaus speichert der ViAX 250 bis zu zwei vollständig getrennte Karten, was insbesondere für Grundstücke mit Vorder- und Hintergarten interessant ist.
Während des Betriebs zeigt die App den aktuellen Standort des Roboters auf der Karte an. Zusätzlich bietet die App verschiedene Kamera- und Fernsteuerungsfunktionen, auf die ich weiter unten noch eingehe.
Ebenfalls praktisch sind die verschiedenen Mähmodi. So lässt sich der gesamte Garten bearbeiten oder gezielt nur eine einzelne Zone mähen. Auch das Kantenmähen kann separat gestartet werden. Firmware-Updates werden komfortabel über die App installiert und erweitern den Funktionsumfang beziehungsweise beheben erkannte Fehler.
Im Alltag arbeitete die App während unseres Tests zuverlässig. Verbindungsabbrüche oder Abstürze traten nicht auf. Insgesamt ergänzt sie den positiven Gesamteindruck des ViAX 250 und bietet alle Funktionen, die man von einem modernen Mähroboter dieser Preisklasse erwarten darf.
Neben den klassischen Mähfunktionen bietet die MOVAhome-App noch einige zusätzliche Werkzeuge. Über den Fernsteuerungsmodus lässt sich der Roboter wie ein ferngesteuertes Fahrzeug manuell bewegen. Das ist beispielsweise hilfreich, um ihn nach Wartungsarbeiten zu positionieren oder gezielt aus der Ladestation zu fahren.
Die Patrouillenfunktion nutzt die Frontkameras für Kontrollfahrten durch den Garten. Während der Fahrt überträgt der Roboter ein Livebild auf das Smartphone und ermöglicht so einen Blick auf das Grundstück, ohne selbst nach draußen gehen zu müssen. Befindet sich der Roboter in der Ladestation, muss er aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen zunächst per Fernsteuerung aus der Station herausgefahren werden, bevor die Videoübertragung aktiviert werden kann.
Ergänzt werden diese Funktionen durch einen Aufladen-Button, mit dem der Roboter jederzeit manuell zur Ladestation zurückgeschickt werden kann, sowie einen Einstellungsbereich für Konfigurationen wie Mähpläne, Kartenverwaltung, Mährichtung, Sperrzonen und weitere Geräteeinstellungen.
Akku, Laufzeit und Lautstärke
Im MOVA ViAX 250 arbeitet ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 2,5 Ah. Bereits anhand dieser Größe wird deutlich, dass der Mähroboter für kleinere Gärten entwickelt wurde. Das bestätigt sich auch im Praxiseinsatz.
In unserem Test erreichte der ViAX 250 eine Mähzeit von rund 50 Minuten pro Akkuladung. Anschließend kehrte er selbstständig zur Ladestation zurück und benötigte etwa 45 Minuten, bis der Akku wieder vollständig geladen war. Danach setzte er den Mähvorgang exakt an der Stelle fort, an der er ihn zuvor unterbrochen hatte. Dieses Verhalten funktionierte während des gesamten Testzeitraums zuverlässig.
Für Rasenflächen bis etwa 250 Quadratmetern ist die Akkukapazität ausreichend dimensioniert. Wer deutlich größere Flächen besitzt, muss allerdings mit mehreren Ladezyklen rechnen. Aufgrund der automatischen Fortsetzung spielt dies im Alltag jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
Positiv überrascht hat uns die geringe Geräuschentwicklung. Während des Mähens war überwiegend das Mähwerk zu hören, die Fahrgeräusche traten dagegen kaum in Erscheinung. Dadurch lässt sich der ViAX 250 auch dann betreiben, wenn man sich gleichzeitig im Garten aufhält, ohne dass er als störend empfunden wird.
Wartung und Pflege
Der Wartungsaufwand hält sich beim MOVA ViAX 250 in Grenzen. Wie bei jedem Mähroboter empfiehlt es sich, Grasreste regelmäßig von der Unterseite zu entfernen und den Zustand der Klingen zu kontrollieren.
Die drei frei schwingenden Klingen lassen sich bei Bedarf unkompliziert austauschen. Ersatzklingen gehören bereits zum Lieferumfang. Je nach Einsatzdauer und Beschaffenheit des Rasens empfiehlt sich ein regelmäßiger Wechsel, damit die Schnittqualität erhalten bleibt.
Fazit: MOVA ViAX 250
Der MOVA ViAX 250 hat uns im Test in mehreren Punkten positiv überrascht. Im Mittelpunkt steht dabei eindeutig die Navigation. Dass ein Mähroboter ohne Begrenzungskabel, RTK, Satellitennavigation oder LiDAR ausschließlich mithilfe zweier Kameras derart präzise arbeiten kann, hätten ich vor dem Test nicht erwartet. Während des gesamten Testzeitraums orientierte sich der Roboter sicher auf der Fläche und meisterte sogar den Wechsel zwischen zwei getrennten Rasenbereichen über einen gepflasterten Weg ohne jede Auffälligkeit.
Auch das Mähergebnis überzeugt. Auf der eigentlichen Rasenfläche arbeitet der ViAX 250 sauber, systematisch und hinterlässt ein gleichmäßiges Schnittbild. Die Hinderniserkennung funktionierte im Alltag zuverlässig und zeigte selbst bei heruntergefallenen Äpfeln ein nachvollziehbares Verhalten. Kleine Früchte wurden vermulcht, größere erkannte der Roboter als Hindernis und umfuhr sie.
Weniger überzeugend fällt der Kantenschnitt aus. Hier macht sich der mittig angeordnete Mähteller bemerkbar, sodass an festen Begrenzungen regelmäßig ein schmaler Grasstreifen stehen bleibt. Wer großen Wert auf einen perfekten Rasenrand legt, wird gelegentlich zum Rasentrimmer greifen müssen.
Insgesamt bietet der MOVA ViAX 250 jedoch ein außergewöhnlich stimmiges Gesamtpaket. Für Besitzer kleiner bis mittelgroßer Gärten, die einen unkomplizierten Mähroboter ohne Begrenzungskabel oder RTK-Antenne suchen, gehört er derzeit zu den interessantesten Modellen seiner Preisklasse. Sein größter Vorteil ist dabei nicht der günstige Preis, sondern die im Praxistest erstaunlich zuverlässige kamerabasierte Navigation.
Der MOVA ViAX 250 zeigt eindrucksvoll, dass ein moderner Mähroboter nicht zwingend RTK, GPS oder Begrenzungskabel benötigt. Im gesamten Test kam es zu keinem einzigen Navigationsfehler. Genau diese außergewöhnlich zuverlässige kamerabasierte Navigation macht ihn zu einem der derzeit interessantesten Mähroboter seiner Preisklasse.
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