Hands-On

Dieses Display braucht keine Batterie! NFC E-Ink-Anhänger im Hands-On

Ein Display, das niemals aufgeladen werden muss? Genau das verspricht ein kleines, passives 1,54 Zoll NFC E-Ink-Display. Strom und Daten zieht sich das kleine Panel ausschließlich drahtlos über das Smartphone. Wir haben uns das Gadget geschnappt und in der Praxis ausprobiert. Die Technik ist faszinierend, birgt aber bei den Farben und vor allem bei der App-Kompatibilität einige tückische Stolpersteine.

E Ink Display Logo 1

Kurzfazit zum NFC E-Ink-Display

Die passive NFC-Technik funktioniert im Alltag überraschend zuverlässig und macht das Gadget zum perfekten, wartungsfreien digitalen Schlüsselanhänger für QR-Codes oder Notfallkontakte. Die Verarbeitung mit dem Metallrahmen ist solide. Abzüge gibt es für die verfälschte Farbdarstellung bei komplexen Bildern und die Tatsache, dass die benötigte App laut Hersteller auf Geräten von Samsung und Google Pixel nicht funktionieren soll.

  • Komplett ohne Akku nutzbar (passive NFC-Speisung)
  • Robuster Metallrahmen
  • Zuverlässige Datenübertragung im Test
  • Gute Blickwinkel (>170°)
  • Nur vier feste Farben (verfälscht komplexe Bilder)
  • blasse Farben
  • Lange Bildaktualisierungszeit (über 15 Sekunden)
  • App laut Anleitung inkompatibel mit Samsung & Google

Technische Daten des E-Ink Displays

Feature1,54″ Passive NFC E-Paper
Bildschirmgröße1,54 Zoll (27 x 27 mm reine Anzeigefläche)
Auflösung200 x 200 Pixel
FarbenWeiß, Schwarz, Rot, Gelb
StromversorgungPassiv über NFC (kein Akku verbaut)
Aktualisierungszeitca. 15 Sekunden (exklusive Datenübertragung)
Blickwinkel>170°
GehäuseMetallrand mit Befestigungsloch für Lanyard
Gesamtmaße47,84 x 41,28 x 6,34 mm

Die Magie der passiven NFC-Technik

Der spannendste Aspekt dieses Gadgets ist ausnahmsweise mal das, was nicht da ist: der fehlende Akku. Das E-Ink-Display nutzt das sogenannte Energy Harvesting. Sobald ihr euer Smartphone mit aktiviertem NFC an das Modul haltet, induziert das elektromagnetische Feld des Handys genug Strom im Display, um den Chip aufzuwecken und die Bildübertragung zu starten. Ist das Bild einmal aufgebaut, benötigt E-Paper-Technik keinen Strom mehr, um den Inhalt dauerhaft anzuzeigen.

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Das macht das kleine Panel ideal für Dinge, die sich selten ändern, aber immer griffbereit sein müssen. Der Hersteller bewirbt es als Schlüsselanhänger für den QR-Code eurer digitalen Visitenkarte, als Gepäckanhänger oder als smartes Ornament für Handtaschen. Ein entsprechendes Loch für ein Trageband ist im abgerundeten Metallrahmen bereits integriert. Dem Gehäuse bescheinigen wir eine solide Materialwahl und Haptik.

E Ink Display Aufmacher

Farbspiele: Aus Orange wird Rot

Beim Display selbst handelt es sich um ein 1,54 Zoll großes Panel mit einer Auflösung von 200 x 200 Pixeln. Anders als herkömmliche Schwarz-Weiß-Modelle unterstützt diese Variante vier Farben: Weiß, Schwarz, Rot und Gelb. In unserem Kurztest lief die Datenübertragung reibungslos, allerdings müsst ihr etwas Geduld mitbringen. Zu der reinen Datenübertragungszeit kommen laut Spezifikationen noch einmal gut 15 Sekunden für den eigentlichen Bildaufbau (Refresh) des E-Papiers hinzu.

Zudem müsst ihr eure Erwartungen an die Auflösung und Farbwiedergabe anpassen. Da das Display physisch nur exakt diese vier Farbpigmente mischen kann, gehen Nuancen komplett verloren. Ein gutes Beispiel ist unser China-Gadgets-Logo: Das typische CG-Orange kann das Panel schlichtweg nicht darstellen. Die Software entscheidet sich stattdessen für den nächstgelegenen Farbton und wirft unser Logo in einem satten Rot aus. Für einfache Grafiken, Barcodes oder Logos reicht das völlig, für echte Fotos ist das Display aber ungeeignet.

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Vorsicht bei der Smartphone-Wahl: Laut Bedienungsanleitung wird zwingend die App des Herstellers benötigt, um Bilder via NFC an das Display zu senden. Wir haben das E-Ink-Display mit einem iPhone ausprobiert. Die Anleitung enthält jedoch den fatalen Hinweis, dass diese App offenbar nicht mit Smartphones von Samsung und Google kompatibel ist.  Wir konnten im Hands-On noch nicht prüfen, ob sich die Beschränkung mit Drittanbieter-Apps umgehen lässt. Deshalb raten wir Besitzern von Galaxy- oder Pixel-Geräten vorerst vom Kauf ab!

@chinagadgets

Einfacher war Foto austauschen noch nie 😌 #chinagadgets #gadets #schlüsselanhänger #fotoschlüsselanhänger #einkdisplays

♬ Originalton - Chinagadgets

Coole Hardware, Software-Fragezeichen

Das passive NFC E-Ink-Display ist ein herrliches Spielzeug für Technik-Enthusiasten. Die Tatsache, dass man ein digitales Bild komplett ohne verbauten Akku auf ein Display zaubern kann, fasziniert uns immer aufs Neue. Für rund 26 Euro bekommt man jedenfalls einen langlebigen digitalen Schlüsselanhänger.

Während die grobe Farbdarstellung bei E-Ink-Panels dieser Preisklasse technisch völlig normal und verschmerzbar ist, sorgt die Software-Politik für Kopfzerbrechen. Wenn ein Gadget, das zu 100 Prozent von einer Smartphone-App abhängig ist, die zwei größten Android-Hersteller (Samsung und Google) ausschließt, grenzt das an ein K.-o.-Kriterium für viele Nutzer. Wer ein Xiaomi, Honor oder iPhone nutzt, kann bedenkenlos zuschlagen.

Was würdet ihr euch auf so einen batterielosen Schlüsselanhänger laden? Einen QR-Code, ein Foto oder den Notfallkontakt? Schreibt es uns in die Kommentare!

Quelle(n):

7de57eea6c3240ccac25402b2ba1a4aa Hier geht's zum Gadget

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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