Plantsio Ivy: Das Pflanzen-Tamagotchi für alle ohne grünen Daumen
Ihr schafft es wie ich, sogar Kakteen vertrocknen zu lassen? Oder seid ihr einfach Nerds, die finden, dass eine Pflanze ohne Display und WLAN im Jahr 2026 einfach nicht mehr zeitgemäß ist? Dann könnte der Plantsio Ivy (und sein Nachfolger Ivy 2) genau das Gadget sein, das euch noch fehlt. Das kleine Gerät verwandelt schnödes Grünzeug in ein interaktives Haustier mit eigenen Gesichtsausdrücken und – natürlich – App-Anbindung. Wir schauen uns an, ob der smarte Blumentopf mehr ist als nur teures Spielzeug.

- Plantsio Ivy (Gen 1):
- Plantsio Ivy 2 (Gen 2):
Inhalt
Plantsio Ivy: Wenn die Pflanze plötzlich Gefühle hat
Die Idee hinter Ivy ist so simpel wie genial. Man nehme einen kleinen Blumentopf, stopfe ihn voll mit Sensorik und verpasse ihm ein Display als „Gesicht“. Heraus kommt ein Tamagotchi mit echter Photosynthese. Der smarte Topf misst Bodenfeuchtigkeit, Lichtverhältnisse, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Geht es der Pflanze gut, lächelt euch das Display an. Braucht sie Wasser, schaut sie durstig oder traurig. Ist es zu dunkel, beschwert sie sich.

Über 70 verschiedene Emotionen (bei Gen 2 sogar über 100) soll der kleine Roboter darstellen können – je nach dem ob man die Pflanze streichelt, oder den smarten Blumentop an den Seiten (mit Touchsensorik) links und rechts anfasst. Das reicht von „glücklich“ über „schlafend“ bis hin zu spezifischen Warnungen.

Damit das funktioniert, müsst ihr in der App angeben, was ihr eingepflanzt habt. Die Datenbank passt die Parameter dann automatisch an. Als App fungiert hier übrigens Tuya bzw. die Smart Life App, mit welcher der smarte Blumentopf via 2,4 GHz-WLAN verbunden ist.

Ivy 1 vs. Ivy 2: Lohnt sich das Upgrade?
Auf den ersten Blick sehen sich beide Generationen sehr ähnlich, doch im Detail hat Hersteller Plantsio nachgelegt. Wir haben die Unterschiede für euch zusammengefasst:
| Feature | Plantsio Ivy (Gen 1) | Plantsio Ivy 2 (Gen 2) |
|---|---|---|
| Design | Glänzendes Gehäuse | Mattes Finish, hochwertiger |
| Chip | ESP32-WROVER | ESP32-S3 (leistungsstärker) |
| Sensorik | Standard PlantSense | PlantSense 2.0 (Auto-Kalibrierung) |
| Interaktion | Kleiner Knopf, kein Feedback | Haptischer Button, Touch-Fläche |
| Emotionen | 50+ Ausdrücke | 100+ Ausdrücke (SoulFlow 2.0) |
Die Sensoren wurden ebenfalls überarbeitet. Ivy 2 nutzt ein RFID-System zur Topferkennung und soll den Wasserstand automatisch kalibrieren, was das Gießen präziser macht. Auch die Interaktion ist netter gelöst, da der neue Button haptisches Feedback gibt. Aber Vorsicht: Die potenziell höhere Rechenleistung und das hellere Display fordern ihren Tribut. Nutzerberichten zufolge hält der Akku der Gen 2 teils nur rund 8 Stunden durch. Das bedeutet im Klartext, dass ihr den Topf dauerhaft am USB-C-Kabel lassen müsst. Der Akku dient dann eher als Notstromversorgung bei Stromausfall.

Der Haken: Nichts für große Gewächse
Bevor ihr jetzt eure Monstera Deliciosa ausbuddeln wollt, müssen wir über die Größe reden. Der Plantsio Ivy ist winzig. Mit Abmessungen von etwa 11,4 x 10 x 9,6 cm und einem Innendurchmesser von knapp 5,5 cm passt da wirklich nur eine Mini-Pflanze rein. Wir reden hier von kleinen Sukkulenten, einem einzelnen Efeu-Ableger oder vielleicht einem Kaktus. Alles, was schnell wächst oder viel Wurzelraum braucht, wird in diesem Gefäß nicht glücklich. Es ist ein reines „Desktop-Gadget“ für den Schreibtisch, kein Ersatz für echte Blumenkübel.
Features abseits der Botanik
Damit der kleine Roboter auch einen Nutzen hat, wenn die Pflanze gerade wunschlos glücklich ist, haben die Entwickler weitere Funktionen integriert. Das Display kann Wettervorhersagen, die Uhrzeit oder einen Kalender anzeigen. Für das Home-Office besonders nett ist der integrierte Pomodoro-Timer, der euch beim produktiven Arbeiten unterstützt.
Smarter Blumentopf: Teurer Spaß mit hohem Cuteness-Faktor
Objektiv betrachtet ist es „sportlich“, zwischen 50 und 80 Euro für einen winzigen Blumentopf auszugeben, der dauerhaft am Strom hängen muss. Subjektiv betrachtet ist der Plantsio Ivy aber eines der charmantesten Schreibtisch-Gadgets der letzten Jahre. Es motiviert spielerisch zur Pflanzenpflege und sieht dabei einfach knuffig aus. Wer ein Geschenk für einen Tech-Nerd sucht oder selbst beim Arbeiten etwas Gesellschaft von einem digitalen Pflanzenfreund haben möchte, wird hier glücklich. Echte Gärtner investieren das Geld aber lieber in Substrat und Dünger.
Quelle(n):
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