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Reolink auf der CES 2026: Diese AI Box macht alte Kameras plötzlich schlau (ohne Cloud)!

Wer von euch hat noch eine Reolink-Kamera von 2019 an der Hauswand hängen? Das Bild ist gut, aber bei der KI-Erkennung merkt man das Alter. „Person“ oder „Auto“ klappt vielleicht noch, aber verstehen, was da wirklich passiert? Fehlanzeige. Reolink geht auf der CES 2026 genau dieses Problem an und präsentiert mit der Reolink AI Box eine Lösung, die alte Hardware ins KI-Zeitalter katapultiert – und das komplett lokal ohne Cloud-Zwang. Aber das ist nicht alles: Neben Kameras mit drei Objektiven (OMVI) kommt eine neue solarbetriebene Floodlight-Cam und eine neue Akku-Serie, die dank Qualcomm-Chip fast ewig laufen soll.

Reolink AI Box Aufmacher

Die Reolink AI Box: Das Gehirn zum Nachrüsten

Das spannendste Produkt der Show ist unscheinbar grau. Die Reolink AI Box ist ein lokaler KI-Hub mit einem leistungsstarken Qualcomm Snapdragon Q8 Chip. Die Idee ist genial: Ihr schließt die Box an euer Netzwerk an, und sie übernimmt die Rechenarbeit für eure bestehenden (älteren) Kameras oder NVRs.

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Was bringt das konkret? Plötzlich können auch ältere Modelle Features nutzen, die bisher den teuren Flaggschiffen vorbehalten waren. Besonders beeindruckend ist die prompt-basierte Alarmierung. Ihr könnt in natürlicher Sprache definieren: „Melde mir, wenn der Hund ein Loch gräbt“ oder „Alarm, wenn eine Person hinfällt“. Die KI versteht den Kontext und alarmiert euch nicht, wenn der Hund nur im Gras liegt, sondern erst, wenn er den Rasen zerstört. Zudem gibt es eine KI-Videosuche, mit der ihr nach „Mann mit roter Kappe“ suchen könnt, statt stundenlang Timelines zu scrollen. Das Tolle dabei: Alles passiert lokal (Offline). Eure Daten wandern nicht zur Analyse in eine Cloud. Der Marktstart ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Reolink AI Box back e1767780286450

Reolink OMVI-Serie: Drei Augen sehen mehr

Wer doch neue Hardware braucht, bekommt mit der neuen OMVI-Serie echte Monster vorgesetzt. Das Flaggschiff OMVI X16 PoE hat gleich drei Objektive. Oben sitzt ein 16 MP Dual-Lens-System für eine starre 180° Panorama-Ansicht. Unten arbeitet ein 8 MP PTZ-Objektiv mit 16-fachem optischen Zoom.

Reolink OMVI Serie

Das Geniale ist das „Synchronized Smart Tracking“. Wenn die Panorama-Kamera oben eine Bewegung erkennt, zoomt die untere Kamera automatisch ran und verfolgt das Ziel – und zwar 360 Grad endlos. Selbst wenn die Person aus dem 180°-Bildfeld läuft, dreht sich die untere Kamera weiter mit. Preislich liegt das Modell wohl zwischen 450€ und 550€. Das ist happig. Wer auf den extremen Zoom verzichten kann, greift zur kleineren OMVI 3i (WiFi oder PoE), die für ca. 250€ bis 300€ kommt.

Reolink OMVI Serie Tracking

Power-Efficient Series: Nie wieder Akku laden?

Ein riesiges Thema auf der CES ist die Kooperation mit Qualcomm. Reolink verbaut in seiner neuen „Power-Efficient Series“ den Qualcomm QCC730 Micro-Power Wi-Fi Chip. Das klingt technisch, bedeutet für euch aber: Bis zu 96% längere Akkulaufzeit im Vergleich zu aktuellen Modellen.

Zu dieser Serie gehören neue Video Doorbells und Argus-Kameras (z.B. Argus MagiCam). Das Ziel ist klar: Die Dinger sollen so effizient funken, dass man fast vergisst, dass sie einen Akku haben. Das wäre ein echter Segen für alle, die keine Lust haben, alle paar Wochen auf die Leiter zu steigen.

Reolink Power Efficient Series

Solar-Flutlicht für den Garten

Für den Garten ohne Stromanschluss gibt es die neue Solar Floodlight Cam. Sie kombiniert eine 2K-Kamera mit einem 1.000 Lumen starken Flutlicht, dessen Farbtemperatur (3000K bis 6000K) ihr einstellen könnt – von gemütlichem Warmweiß bis zu abschreckendem Kaltweiß. Ein integriertes 3-Watt-Solarpanel sorgt für Strom, der 7.800 mAh Akku puffert bis zu drei Monate ohne Sonne. Preislich soll sie bei ca. 150€ liegen.

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Einschätzung: Reolink denkt nachhaltig

Die AI Box ist der heimliche Star der Messe. Statt Kunden zu zwingen, funktionierende Kameras wegzuwerfen, bietet Reolink ein Upgrade an. Das ist nachhaltig und kundenfreundlich. Die OMVI-Serie zeigt technisch, was machbar ist, dürfte aber für den normalen Hausgebrauch fast schon (auch preislich) „Overkill“ sein. Und wenn die neuen Qualcomm-Kameras wirklich doppelt so lange durchhalten, wird das der neue Standard für kabellose Sicherheit. Am meisten reizt uns jedenfalls definitiv die AI Box – und euch?

FAQ zu den Reolink Neuheiten

🤔 Funktioniert die AI Box mit JEDER alten Kamera?
Fast. Reolink gibt an, dass die Box mit den meisten IP-Kameras, NVRs und Hubs aus dem Hause Reolink funktioniert, die sich im selben Netzwerk befinden. Eine Ausnahme bilden reine 4G/LTE-Kameras, da diese oft nicht im lokalen Netzwerk hängen.

☁️ Brauche ich ein Cloud-Abo für die KI-Funktionen?
Nein! Das ist der große Vorteil. Die Reolink AI Box verarbeitet alle Daten (Gesichtserkennung, Tiersuche, Beschreibungen) lokal auf dem Gerät. Es fallen keine monatlichen Kosten an und die Daten bleiben bei euch.

📅 Wann kann ich die neuen Sachen kaufen?
Geduld ist gefragt. Die Solar Floodlight Cam und die neue Power-Efficient Series (Doorbells/Argus) sollen im 2. Quartal 2026 kommen. Die OMVI-Kameras folgen im Sommer 2026. Auf die spannende AI Box müssen wir wohl bis zum 3. Quartal 2026 warten.

🔋 Was bringt der neue Qualcomm-Chip in den Kameras?
Der QCC730 Chip optimiert den WLAN-Verbrauch extrem. Reolink spricht von bis zu 96% längerer Laufzeit. Das betrifft speziell die neuen Modelle der „Power-Efficient Series“ (Doorbells und Akku-Kameras), nicht die kabelgebundenen Geräte.

Quelle(n):

  • Reolink Pressemitteilung
  • Pre-Briefing CES 2026
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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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