Roborock RockMow X1 & RockNeo Q1: Mächtige Next-Gen-Mähroboter mit Haken?
Das Versteckspiel hat ein Ende. Nachdem Roborock auf der IFA 2025 den „Roborock Z1“ enthüllt hat, macht der Saugroboter-Gigant auf der CES 2026 endlich reinen Tisch. Der Z1 heißt offiziell RockMow X1, bekommt einen kleinen Bruder namens RockNeo Q1 zur Seite gestellt und greift die Oberklasse an. Doch während Konkurrenten wie Terramow mittlerweile komplett auf Antennen verzichten, geht Roborock einen technologischen Mittelweg – und versteckt ein wichtiges Feature in der Aufpreisliste.

Inhalt
RockMow X1: Das Offroad-Biest (ehemals Z1)
Schauen wir uns das Flaggschiff an. Der RockMow X1 ist eindeutig das Gerät, das wir bisher als Z1 kannten. Die technischen Daten sind identisch und beeindruckend: Dank Allradantrieb (4WD) und einer speziellen aktiven Lenkung bewältigt der Roboter Steigungen von bis zu 80 Prozent. Das sind fast 39 Grad – damit fährt er quasi die Kellertreppe hoch. Hindernisse wie Wurzeln oder Kanten bügelt das dynamische Federungssystem bis zu einer Höhe von 8 Zentimetern einfach weg.

Bei der Navigation setzt Roborock auf Sicherheit. Während der Trend klar zu Kameras und LiDAR ohne Antennen geht, nutzt der X1 ein Hybridsystem aus RTK-GPS und VSLAM. Das bedeutet: Er hat zwar noch die präzise Satelliten-Technik an Bord, verlässt sich aber dank vier Kameras (Quad-Vision) nicht mehr blind darauf. Wenn unter Bäumen das GPS-Signal abreißt, übernehmen die Augen. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zur LiDAR-Variante des X1, die auch bei absoluter Dunkelheit den Durchblick behält.

RockNeo Q1: Vision-Navigation für „Normalsterbliche“
Nicht jeder besitzt einen Weinberg oder alpines Gelände. Für die typischen Gärten bis max. 1.000 Quadratmeter schickt Roborock den RockNeo Q1 ins Rennen. Auch den kennen wir schon von der IFA 2025. Er ist kompakter, verzichtet auf den Allradantrieb, schafft aber immer noch sehr respektable 45 Prozent Steigung.

Spannend ist hier die Navigation durch Engstellen. Dank der Stereo-Kameras in der Front und der „Sentisphere“-Technologie soll sich der Q1 auch durch Passagen schlängeln, die nur 70 Zentimeter breit sind. Das ist ein Wert, an dem viele klassische RTK-Mäher scheitern, weil die Signalstreuung zu groß ist. Roborock verspricht hier eine stabile Führung auch ohne perfektes Satellitenbild.

Der Haken: Das „PreciEdge“-Modul
Jetzt müssen wir aber mal auf das Kleingedruckte schauen. In der Pressemitteilung schwärmt Roborock von einem „branchenführenden Kantenschnitt“ mit nur 3 Zentimetern Abstand zur Mauer. Das klingt fantastisch, hat aber einen Haken: Dieses Feature gibt es nur mit dem PreciEdge-Schneidmodul.
Und dieses Modul ist optional und separat erhältlich. Das gilt sowohl für das Flaggschiff X1 als auch für den kleineren Q1. Wer also wirklich (halbwegs) randlos glücklich werden will, muss zum Kaufpreis des Roboters noch die Kosten für das Zusatz-Mähwerk addieren. Das ist eine Strategie, die wir bei Premium-Geräten eigentlich ungern sehen.
Ein weiterer Haken: Roborock schweigt sich nach wie vor zu den Preisen aus. Das ist schade. Auch wenn die X1-Reihe für Nordamerika angekündigt ist. Ein grober Dollar-Richtwert wäre hier schön gewesen. Eines sollte dabei klar sein: Ein Schnäppchen werden beide Geräteserien sicherlich nicht.
Einschätzung: Starke Technik, strittige Preispolitik
Technisch ist der RockMow X1 (aka Z1) ein Monster, das auch Mammotion alt aussehen lässt. Die Entscheidung, RTK nicht komplett über Bord zu werfen, sondern mit Kameras zu stützen, dürfte für maximale Zuverlässigkeit sorgen. Wir sind allerdings keine Fans der GPS-Antenne im Garten. Dass man für den perfekten Kantenschnitt extra zur Kasse gebeten wird, trübt den ersten Eindruck genau wie die bisher allgemein intransparente Preispolitik.
Ist euch die hybride Navigation (GPS + Kamera) lieber als reine Vision-Systeme oder wollt ihr die Antenne endlich loswerden?
Quelle(n):
- Roborock Pressemitteilungen (CES 2026)
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