Roborock Saros 20 Sonic: Der Widerstand gegen den Rotationstrend?
Roborock schwimmt auf der CES 2026 mal wieder etwas gegen den Strom. Während die Konkurrenz und sogar das Schwestermodell Saros 20 fast komplett auf rotierende Wischmopps oder Wischwalzen setzen, hält man hier tapfer an der vibrierenden Wischplatte fest, bohrt diese aber technisch ordentlich auf. Mit 35.000 pa Saugkraft und dem extremen Kletter-Fahrwerk liest sich das Datenblatt des Saros 20 Sonic beeindruckend und zielgerichtet. Stellt sich am Ende nur die Frage: Kann die Vibrationsplatte mit den modernen Rotations-Systemen überhaupt noch mithalten oder ist sie ein Relikt?
Inhalt
Technische Daten des Roborock Saros 20 Sonic
| Kategorie | Roborock Saros 20 Sonic |
| Saugkraft | 35.000 Pa |
| Wischsystem | VibraRise 5.0 (Vibrationsplatte, 4.000 Vibrationen/min, 14 N Druck, seitlich ausfahrbar) |
| Navigation | RetractSense (versenkbarer LiDAR-Turm) & Reactive AI 3.0 (RGB-Kamera + Strukturlicht) |
| Bauhöhe | 7,98 cm (bei versenktem Turm) |
| Kletterfähigkeit | AdaptiLift Chassis 3.0 (bis 4,5 cm einfache / 8,5 cm Doppelschwellen) |
| Bürstensystem | Dual Anti-Tangle (DuoDivide Hauptbürste + FlexiArm Seitenbürste) |
| Station (RockDock) | Moppwäsche mit 100 °C Heißwasser, Trocknung mit 55 °C Warmluft, Auto-Dosierung, Staubentleerung (65 Tage) |
| App & Smart Home | SmartPlan 3.0, Matter-Support, Sprachassistent „Hello Rocky“ |
| Verfügbarkeit | 2. Quartal |
| Preis | Noch unbekannt (Premium-Segment erwartet) |
VibraRise 5.0 bringt Kantenreinigung für die Rüttelplatte
Roborock fährt hier weiterhin zweigleisig. Während der normale Saros 20 auf rotierende Wischmopps setzt, bekommt der Sonic das VibraRise 5.0 Wischsystem. Das ist ein massives Upgrade zum Vorgänger. Endlich fährt auch hier der Mopp seitlich aus, um die Kanten zu reinigen. Man spart sich also den kleinen Zusatzmopp, den man sonst für Ecken und Kanten brauchte.
Mit einem enormen Anpressdruck von 14 Newton und 4.000 Vibrationen pro Minute drückt das Pad ordentlich auf den Boden, was gerade bei eingetrockneten Flecken helfen dürfte. Zudem wurde die Vibrationsfläche um 27 % vergrößert, was die Effizienz steigern soll. Wer also Fan dieser Wischmethode ist, bekommt hier wohl einiges geboten, ohne auf Gimmicks wie den Zusatzmopp zu setzen.
RetractSense Navigation sorgt für flache Bauweise
Hier setzt man wohl auf Bewährtes. Wie schon beim Saros 10 kommt das RetractSense System zum Einsatz, bei dem der LiDAR-Turm im Gehäuse versinkt, wenn es eng wird. Damit erreicht der Roboter eine extrem niedrige Bauhöhe von nur 7,98 cm. Das ist praktisch für alle mit flachen Sofas, unter die normale Türme nicht passen. Bei der Hinderniserkennung vertraut man weiterhin auf die Reactive AI 3.0 mit RGB-Kamera und Strukturlicht.
Hier scheint es laut Datenblatt keine großen Sprünge zum Vorjahr zu geben, was aber auch kein Beinbruch ist, da das System bisher solide funktionierte. Spannend wird der Vergleich zum normalen Saros 20, der die neue Starsight Navigation 2.0 nutzt – ich bin gespannt, ob der Turm beim Sonic in Sachen Geschwindigkeit immer noch die Nase vorn hat, da die kamerabasierten Systeme oft etwas langsamer waren.
AdaptiLift Chassis 3.0 macht den Roboter zum Kletterkünstler
Wo Roborock aber richtig Muskeln spielen lässt, ist beim Fahrwerk und der Leistung. Der HyperForce Digitalmotor liefert wahnwitzige 35.000 pa Saugkraft. Damit eingesaugte Haare sich nicht verwickeln, gibt es das Dual Anti-Tangle System mit der DuoDivide Hauptbürste und der FlexiArm Seitenbürste.
Das eigentliche Highlight ist aber das AdaptiLift Chassis 3.0. Der Roboter kann sich anheben, um Türschwellen von bis zu 4,5 cm bei einfachen oder sogar 8,5 cm bei komplexen Doppelschwellen zu überwinden. Zudem hebt er sich auf Teppichen an, um den Flor besser zu bearbeiten. Das ist für Altbauwohnungen mit hohen Schwellen natürlich ein echter Gamechanger und löst ein echtes Problem.
Neues RockDock wäscht mit 100 Grad heißem Wasser
Die Station lässt eigentlich keine Wünsche offen und wurde konsequent weiterentwickelt. Das neue RockDock wäscht den Mopp nun mit bis zu 100 °C heißem Wasser, was Fett löst und Bakterien den Kampf ansagt. Danach wird mit 55 °C warmer Luft getrocknet, damit nichts müffelt. Eine automatische Reinigungsmitteldosierung und die Staubentleerung für bis zu 65 Tage sind natürlich auch an Bord. Gesteuert wird das Ganze über die App mit SmartPlan 3.0, wobei der Roboter dank Matter-Support auch zukunftssicher im Smart Home eingebunden werden kann. Wer nicht tippen will, nutzt einfach den Sprachassistenten „Hello Rocky“.
Eine starke Alternative zum Mainstream
Der Roborock Saros 20 Sonic ist der Roboter für alle, die sich mit den rotierenden Wischmopps einfach nicht anfreunden können. Man bekommt hier die volle Packung High-End-Features wie das beeindruckende AdaptiLift Chassis und die 35.000 pa Saugkraft, muss aber nicht auf die bewährte Rüttelplatte verzichten. Dass diese jetzt auch ausfahren kann und mit deutlich mehr Druck arbeitet, macht das Paket durchaus rund. Wer also diese Wischmethode bevorzugt, bekommt hier wohl das aktuell beste Modell serviert und muss keine Kompromisse bei der Navigation eingehen. Der Marktstart ist für das zweite Quartal (Q2) geplant. Preise fehlen noch, dürften aber Roborock-typisch sicher kein Schnäppchen werden.
Quelle:
- Roborock Pressemitteilung
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