Roborock Saros 20 im Test: Extrem flach, extrem stark – der neue Premium-König?
Mit dem Saros 20 startet die nächste Generation der Saros-Reihe, die vor allem durch ihre extrem flache Bauweise und ein völlig neues Fahrwerk beeindruckt. Aber auch die Hardware-Specs mit einer Saugkraft von 35.000 Pa lassen Staunen. Gleichzeitig ändert man eine grundlegende Philosophie beim Saros-Modell und nutz hier nun rotierende Wischmopps. Ein starker Allrounder im Premium-Bereich?
- Roborock Saros 20 Set (inklusive Satz-Wischmopps und zwei Staubbeuteln)
- Roborock Saros 20X (inklusive Satz-Wischmopps und Reinigungsmittel | MediaMarkt/Saturn exklusiv)
- bei MediaMarkt für 1289€ (kostenloses Zubehörset & Garantieverlängerung bei Vorlage des Einkaufsbeleg und Kontakt mit Roborock | 26.02 bis 11.03 | weitere Infos auf der Produktseite)
Inhalt
Technische Daten des Roborock Saros 20
| Kategorie | Roborock Saros 20 |
| Saugkraft | 35.000 Pa |
| Navigation | StarSight Autonomous System 2.0 (ohne Laserturm) |
| Bauhöhe | 7,98 cm |
| Kletterfähigkeit | AdaptiLift Chassis 3.0 (bis zu 8,5 cm Doppelschwellen, Chassis-Anhebung auf Teppich) |
| Hinderniserkennung | Über 200 Objekttypen, erkennt Objekte ab 2 x 2 cm |
| Wischfunktion | Zwei rotierende Mopps (variabler Anpressdruck 8 N – 13 N) |
| Bürstensystem | Dual Anti-Tangle (DuoDivide Hauptbürste + ausfahrbare FlexiArm Arc Seitenbürste) |
| Kantenreinigung | 100% Abdeckung (0 mm Randabstand durch FlexiArm) |
| Station (RockDock) | Moppwäsche mit 100 °C Heißwasser, Trocknung mit 55 °C Warmluft, Auto-Nachfüllen, Reinigungsmittel-Dosierung, Staubentleerung (ca. alle 65 Tage) |
| Ladezeit | ca. 2,5 Stunden (Schnellladefunktion) |
| App & Smart Home | SmartPlan 3.0 (lernfähig), Matter-Support, Sprachassistent „Rocky“, Video-Check-in |
| Preis (UVP) | 1499€ |
Vor- und Nachteile des Roborock Saros 20
- Extrem flache Bauweise (7,98 cm) dank schneller Navigation ohne Laserturm
- Hervorragende Kletterfähigkeit für Doppelschwellen bis 8,5 cm (AdaptiLift 3.0)
- Enorme Saugkraft (35.000 Pa) mit sehr guten Testergebnissen auf Teppichen
- Station wäscht Mopps mit 100 °C Heißwasser & trocknet mit Warmluft
- Lückenlose Kantenreinigung durch ausfahrbare Seitenbürste & Wischmopp
- Effektive Anti-Haar-Technik mit DuoDivide-Hauptbürste
- Matter-Support direkt zum Start & eigener Sprachassistent „Rocky“
- Seitenbürste lässt sich nicht anheben (Downgrade zum Vorgänger)
- Fehleranfällige KI-Schmutzerkennung (kann zu verschmutztem Saugschacht führen)
- Objekterkennung übersieht sehr flache oder kleine Hindernisse
Wer schreibt diesen Test?
Ich bin Fabian und als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.
StarSight 2.0 macht den Laserturm vergessen
Gesteuert wird der Roborock Saros 20 durch das neue StarSight Autonomous System 2.0, welches den klassischen LiDAR-Turm auf der Oberseite komplett ersetzt. Das ist auch das Geheimnis hinter der extrem flachen Bauform von gerade mal 7,98 cm, womit der Roboter mühelos unter fast jedes Sofa passt. Die erste Generation von StarSight war zwar präzise, aber im Vergleich zu Modellen mit Turm doch spürbar langsamer. Mit der Version 2.0 verspricht Roborock nun eine 21-fach höhere Abtastfrequenz, was den Roboter endlich auf Augenhöhe mit der Laser-Konkurrenz bringen soll. Im Praxis-Test geht das auch auf, denn der Saros 20 bewegt sich zügig und präzise durch unser Büro. Lediglich, wenn wir ihn manuell umgesetzt haben, musste er sich kurz neu orientieren, was aber auch bei Modellen mit Turm ab und an passiert. Damit hat man den Laserturm in Version 2 von StarSight jetzt vollständig beerbt.
Er erkennt dabei über 200 Hindernistypen und soll Objekte ab einer Größe von 2 x 2 cm zuverlässig umfahren. Wir haben ihm unsere üblichen Hindernisse im Test in den Weg gelegt und solange das Objekt groß genug ist, erkennt er diese und reinigt auch drumherum. Weiterhin benötigen die Objekte aber eine gewisse Höhe, denn unsere kleine LED-Fernbedienung und ein Blatt Papier erkennt er noch nicht.
AdaptiLift Chassis 3.0 knackt jede Hürde
Ein echtes Highlight ist das neue AdaptiLift Chassis 3.0, welches den Saros 20 zum absoluten Kletterkünstler macht. Durch anhebbare Haupt- und Zusatzräder sowie einen speziellen Kletterarm überwindet er Doppelschwellen von bis zu 8,5 cm (4,5 + 4 cm).
Damit ist er nun endlich ebenbürtig mit den Top-Modellen von Mova oder Dreame, bleibt aber eben deutlich flacher als diese. Wie auch bei den anderen Modellen ist das Hochklettern nicht besonders elegant, aber funktional.
Reinigungspower mit 100 °C Heißwasser-Wäsche
Die reine Saugkraft liegt bei brachialen 35.000 Pa, was selbst tiefsitzenden Dreck aus Fugen und Teppichen holen sollte. Schon beim Vorgänger war die Reinigungsleistung erstklassig. Daher verwunderte es uns nicht, dass auch der Saros 20 in unserem Härtetest 89 g von 100 g des Tierstreus und Sand aus dem Teppich holte. Natürlich ist auch auf Hartböden die Reinigung sehr gut. Auf Teppichen mit bis zu 3 cm Florhöhe hebt er zudem sein gesamtes Chassis an, um die Saugleistung zu optimieren.
Damit sich Haare nicht um die Bürsten wickeln, kommt das Dual Anti-Tangle System zum Einsatz, welches aus der DuoDivide Hauptbürste und der ausfahrbaren FlexiArm Arc Seitenbürste besteht. Letztere sorgt für eine 100-prozentige Abdeckung in Ecken, da sie den Randabstand auf 0 mm reduziert. Wie auch schon bei den Vorgängern funktioniert das System ohne Probleme.
Gewischt wird mit zwei rotierenden Mopps, deren Anpressdruck je nach Verschmutzung zwischen 8 N und 13 N variiert. Um die Wischfunktion an ihre Grenzen zu bringen, führen wir einen Härtetest durch. Dafür tragen wir Kakao- und Kaffeeflecken auf und lassen diese antrocknen. Die positive Nachricht ist auf jeden Fall, nach mehreren Vorgängen, wovon der Saugroboter auch zwei zusätzliche automatisch angestoßen hat, ist der Boden sauber. Der Weg dahin ist aber nicht ganz optimal. Wie für die Wischmethode üblich verschmiert er teils die Flecken auf dem Boden und braucht dann die zusätzlichen Vorgänge nach der Moppreinigung, um wirklich sauber zu machen.
In dem eingefügten Video fehlt am Ende auch noch ein weiterer Durchgang, den er selbstständig gestartet hat, um den Boden nochmal mit frischen Wischmopps zu reinigen. Einen weiteren Fehler begeht er bei der automatischen Erkennung von Flüssigkeiten. Zwar erkennt er die Restflüssigkeit beim Kaffee korrekt und fährt den Saugschacht hoch, beim noch restfeuchten Kakao erkennt er aber eine trockene Verschmutzung und überschreibt dadurch auch die Reinigung im nur Wischen-Modus. Ergebnis: Ein verschmutzter Saugschacht und Seitenbürste. Wie auch schon beim Test des Curv 2 Flow, sollte man die Funktion wohl eher noch deaktivieren.
Was aber dann schon sehr überrascht, selbst bei korrekter Erkennung wäre die Seitenbürste nicht verschont geblieben. Der Saros 20 hat nämlich tatsächlich keine anhebbare Seitenbürste, obwohl Saros 10 und 10R das konnten. Weiterhin vorhanden ist aber der ausfahrbare Seitenarm samt Wischmopp, wodurch auch an Kanten und Co. gewischt wird.
Besonders hygienisch wird es in der RockDock Station, denn dort werden die Mopps mit bis zu 100 °C heißem Wasser gereinigt. Das löst Fett und Schmutz deutlich effektiver als kaltes Wasser. Die Mopps werden dabei vor, während und nach der Reinigung gewaschen.
Im Anschluss sorgt eine 55 °C Warmlufttrocknung für Wischmopps und Staubbeutel dafür, dass keine unangenehmen Gerüche entstehen. Die Station erledigt zudem das Nachfüllen von Wasser und die automatische Reinigungsmittel-Dosierung, während der Staubbeutel der automatischen Absaugstation nur etwa alle 65 Tage gewechselt werden muss.
Dank der Schnellladefunktion ist der Roboter zudem nach nur 2,5 Stunden wieder bereit für den nächsten Einsatz. Auch die Akkulaufzeit ist sehr gut, innerhalb einer Stunde automatischer Reinigung mit Saugen, Wischen und viel Einsatz des ausfahrbaren Wischmopps benötigte er ca. 30% Akkuleistung. Damit sind auch in anspruchsvolleren Modi und größere Wohnflächen mit über zwei Stunden Akkulaufzeit möglich.
SmartPlan 3.0 lernt deine Gewohnheiten
In der Roborock App steht der SmartPlan 3.0 im Fokus. Das System lernt mit der Zeit eure Raumtypen und individuellen Nutzungsgewohnheiten kennen, um die Reinigungsroutinen vollautomatisch anzupassen. Falls der Roboter zum Beispiel merkt, dass ein Bereich besonders stark verschmutzt ist, wird dort die Saugleistung erhöht oder die Mopps werden im Anschluss häufiger gewaschen. Natürlich gibt es aber auch weiterhin die manuelle Reinigungsplanung inklusive Zeitpläne, Raumreinigung und Co. Zudem könnt ihr mehrere Karten erstellen und diese mithilfe der App anpassen.
Der Matter-Support sorgt für eine nahtlose Integration in das moderne Smart-Home. Dieser ist auch direkt zum Marktstart verfügbar. Egal ob Alexa, Siri oder Google Home, die Steuerung klappt reibungslos. Ebenso gibt es wieder den eigenen Sprachassistenten Rocky. Wer möchte, kann über die Kamera sogar Foto- und Video-Check-ins vornehmen, was gerade für Tierbesitzer ein nettes Gimmick ist, um mal eben nach dem Rechten zu sehen.
Schwachstellen des Saros 10 gelöst
Der Saros 20 ist eine konsequente Weiterführung des Vorgängers. Wobei man eigentlich sagen muss, dass es sich hier eher um den Nachfolger vom 10R als vom 10 handelt. Der Saros 10 war das Modell mit Vibrationswischpad, welches jetzt als Saros 20 Sonic weitergeführt wurde. Hier orientiert man sich eher am Trend, die rotierenden Wischmopps im Hauptmodell zu nutzen. Eine Wischwalze, wie sie immer öfter zum Einsatz kommt, verwendet man in der Saros-Reihe aber noch nicht. Hier hat sich Roborock jetzt erstmal beim günstigeren Qrevo Curv 2 Flow erstmalig versucht. Mit der höheren Schwellenüberquerung muss man sich jetzt auch nicht mehr von der Konkurrenz geschlagen geben. Sehr gut gefällt uns, dass StarSight in der zweiten Version jetzt ebenbürtig mit der vorherigen Turm-Navigation ist.
Bei der Objekterkennung ist Roborock aber etwas hinter die Konkurrenz von DJI und Dreame gefallen, die noch kleinere Objekte erkennen und umfahren. Bei der Reinigungsleistung ist Roborock weiter an der Spitze, sowohl das Saugen auf Teppichen und Hartböden, als auch beim Wischen. Beim letzteren sind die KI-Erkennung für Verschmutzungsarten aber noch nicht ganz fehlerlos. Dafür erkennt er richtig, wenn er weitere Wischvorgänge durchführen muss, um den Boden gründlich zu reinigen. Etwas verwirrend ist die Entscheidung die anhebbare Seitenbürste wegzulassen, das führt zu manueller Wartungsarbeit für den Nutzer. Die App liefert weiter einen umfangreichen Funktionsumfang und erlaubt euch die Integration mit Matter und externen Sprachassistenten.
Wie zu erwarten, positioniert Roborock den Saros 20 im Premium-Preisbereich. Man ruft eine UVP von 1499€ auf, startet aber direkt mit einem Angebot von 1289€ mit einigen Zubehörteilen in den Markt. Von der direkten Konkurrenz sind die neuen Top-Modelle noch nicht auf dem Markt, weswegen hier aktuell nur ein Vergleich mit den Modellen aus dem letzten Jahr möglich ist. Von Mova gibt es den Z60 Ultra Complete mit Wischwalze, mit ebenbürtiger Reinigungsleistung, anhebbarer Seitenbürste und Navigation, für aktuell ~300€ weniger. Kompromisse geht man bei Materialqualität, fehlender Matter-Unterstützung und höherer Bauweise ein. Auch das anhebbare Chassis vom Saros 20 könnte bei Langflorteppichen den Unterschied machen. Weitere Alternativen mit rotierenden Wischmopps wären der Mova V5o Ultra Complete und Dreame X50 Ultra Complete. So kommt es hier wie in letztem Jahr wieder drauf an, ob einem der Aufpreis bei Roborock die einzelnen Stärken wert sind. Einen leistungsfähigen Top-Saugroboter bekommt man auf jeden Fall.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Roborock Saros 20
Warum hat der Roborock Saros 20 keinen Laserturm?
Der Roboter nutzt das „StarSight Autonomous System 2.0“. Dieses System ersetzt den klassischen LiDAR-Turm auf der Oberseite durch Sensoren im Gehäuse. Dadurch erreicht der Saros 20 eine extrem flache Bauhöhe von nur 7,98 cm, womit er problemlos unter die meisten Möbel passt. Die Version 2.0 ist dabei im Test genauso schnell und präzise wie Modelle mit herkömmlichem Turm.
Wie hoch sind die Türschwellen, die der Roborock Saros 20 überwinden kann?
Dank des „AdaptiLift Chassis 3.0“ ist der Roboter ein echter Kletterkünstler. Er kann Haupt- und Zusatzräder anheben und nutzt einen speziellen Kletterarm, um Doppelschwellen von bis zu 8,5 cm (z. B. 4,5 cm + 4 cm) zu überwinden.
Nutzt der Roborock Saros 20 Wischmopps oder eine Walze?
Im Gegensatz zum neuen Qrevo Curv 2 Flow setzt Roborock beim Saros 20 auf zwei rotierende Wischmopps. Der Anpressdruck auf den Boden variiert dabei je nach erkannter Verschmutzung intelligent zwischen 8 N und 13 N.
Wie schützt der Roborock Saros 20 Teppiche beim Wischen?
Auf Teppichen mit bis zu 3 cm Florhöhe hebt der Roboter sein gesamtes Chassis an, um zu verhindern, dass die nassen Mopps den Teppich berühren, und um die Saugleistung zu optimieren. Alternativ können die Wischmopps auch in der Station verbleiben.
Hat der Roborock Saros 20 eine anhebbare Seitenbürste?
Nein. Obwohl Vorgängermodelle (wie der Saros 10 und 10R) dies konnten, hat Roborock beim Saros 20 auf eine anhebbare Seitenbürste verzichtet. Dies kann bei feuchten Verschmutzungen dazu führen, dass die Seitenbürste dreckig wird, selbst wenn der Roboter die Art des Schmutzes korrekt erkennt.
Wie gut ist die Kantenreinigung des Roborock Saros 20?
Sehr gut. Der Roboter verfügt über das „Dual Anti-Tangle System“ mit der ausfahrbaren „FlexiArm Arc“ Seitenbürste. Diese reduziert den Randabstand auf 0 mm und sorgt für eine 100-prozentige Abdeckung in Ecken. Auch einer der Wischmopps kann an Kanten ausgefahren werden.
Wie reinigt die Station des Roborock Saros 20 die Wischmopps?
In der „RockDock“ Station werden die Mopps vor, während und nach der Reinigung mit bis zu 100 °C heißem Wasser gewaschen. Dies löst Fett und Schmutz sehr effektiv. Anschließend werden die Mopps (und der Staubbeutel) mit 55 °C warmer Luft getrocknet, um Geruchsbildung zu vermeiden.
Ist der Roborock Saros 20 mit Smart-Home-Systemen (Matter) kompatibel?
Ja, der Saros 20 unterstützt den Smart-Home-Standard Matter direkt zum Marktstart. Zudem ist er kompatibel mit Amazon Alexa, Apple Siri, Google Home und verfügt über den eigenen, integrierten Sprachassistenten „Rocky“.
Quellen:
- Testergebnisse
- Roborock Produktseite
Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
















Sortierung: Neueste | Älteste
Kommentare (2)