Test

Sony LinkBuds Clip für 199€ im Test: So bequem, dass man sie glatt im Ohr vergisst

Mit den LinkBuds Clip erweitert Sony sein Portfolio um einen Open-Ear-Kopfhörer, der Musikgenuss und Umgebungswahrnehmung vereinen soll. Das C-förmige Clip-Design erinnert dabei stark an die Konkurrenz von Huawei oder Soundcore und verspricht festen Halt ohne Druck im Gehörgang.

Sony LinkBuds Clip in der Hand

Technische Daten der Sony LinkBuds Clip

KategorieSony LinkBuds Clip
BauweiseOffen (Open-Ear), C-förmiges Clip-Design (inkl. Passformkissen)
Verbindung & CodecsBluetooth 5.3, SBC, AAC (Multipoint, Fast Pair, Swift Pair)
Besondere Hör-ModiVoice-Boost-Modus (hebt Stimmen hervor), Sound Leakage Reduction (reduziert Klang nach außen)
Weitere Audio-FeaturesDSEE-Upscaling, 360 Reality Audio
SteuerungTipp-Steuerung (auf Steg oder unterhalb des Ohrs), App-Profile (inkl. Lautstärke per Mehrfach-Tippen)
App-SupportSony Sound Connect-App (10-Band-Equalizer, „Find Your Own Equalizer“)
Akkulaufzeit (Hörer)Bis zu 9 Stunden (Herstellerangabe) / 7 bis 8 Stunden im Test
Akkulaufzeit (Gesamt)Bis zu 37 Stunden (mit Ladecase)
Schnellladen3 Minuten Laden für 1 Stunde Musik
SchutzklasseIPX4 (gegen Spritzwasser und Schweiß)
Preis199,99 € (UVP)

Vor- und Nachteile der Sony LinkBuds Clip

  • Hoher Tragekomfort & sicherer Halt (inkl. Passformkissen)
  • Starke Akkulaufzeit (real 7-8 Std., bis zu 37 Std. mit Case)
  • Schnellladefunktion (3 Minuten laden für 1 Stunde Musik)
  • Voice-Boost-Modus hebt Stimmen in lauter Umgebung effektiv hervor
  • Umfangreiche App mit „Find Your Own Equalizer“
  • Multipoint-Verbindung (zwei Geräte gleichzeitig)
  • Spritzwasser- und schweißgeschützt (IPX4), ideal für Sport
  • Schnelles Koppeln dank Swift Pair & Fast Pair
  • Klanglich schwächer als die Konkurrenz (besonders im Bassbereich)
  • „Sound Leakage Reduction“ verschlechtert den Klang spürbar
  • Tastenbelegung nur über vorgefertigte Profile anpassbar
  • Hohe UVP (199,99€) im Vergleich zur besser klingenden Konkurrenz

Bequemer Tragekomfort & sicherer Halt

Das Design setzt auf eine offene Bauweise, die nicht in den Gehörgang eindringt, sondern sich C-förmig ums Ohr legt. Im ersten Eindruck und auch beim längeren Tragen ist der Komfort typisch für diese Bauweise extrem hoch, denn man spürt die Hörer im Alltag kaum.

Sony LinkBuds Clip im Ohr

Trotzdem sitzen sie sicher, was aber auch sehr auf die Passform ankommt. Sony legt dafür Passformkissen bei, was für Leute mit kleineren Ohren hilfreich sein dürfte, um den Halt nochmal zu verbessern.

Sony LinkBuds Clip mit Passformkissen

 

Klang solide, bleibt aber hinter der Konkurrenz

Besonders der Klang ist bei Sony normalerweise eigentlich eine der Paradedisziplinen, hier enttäuscht er im Vergleich zur Konkurrenz aber ein wenig. Generell ist das Hörerlebnis bei dieser Art von Kopfhörern eingeschränkt, da sie eben nicht direkt im Ohr sitzen. Besonders im Tiefton geht dann relativ wenig. Dort ist dann sicherlich auch der Schwachpunkt der LinkBuds Clip, im Tiefton geht einfach nicht soviel und auch der Equalizer kann hier leider nicht mehr herausholen. Dennoch kommt hier durchaus noch ein passabler Klang bei herum, den ich als solide beschreiben würde. Man ist halt eben nur anderes von der Marke gewohnt.

Ohne den direkten Vergleich mit der Konkurrenz wäre das auch nicht so gravierend. Hört man die LinkBuds gegen die Huawei FreeClip 2 dann geht der Klangsieg hier an die Huawei-Variante. Der Klang ist allgemein voller und er baut auch eine größere Bühne auf. Im Vergleich mit den AeroClip von Soundcore, fällt auch der schwache Bass der LinkBuds Clip auf.

Sony LinkBuds Clip Klangkugel

Selbstverständlich sind in den LinkBuds Clip auch Mikrofone verbaut. Durch Knochenleitungssensoren soll eure Stimme auch bei Umgebungsgeräuschen herausgefiltert werden. Im Test ist die Qualität dabei auf einem gewohnten Niveau. Man ist verständlich und auch Hintergrundgeräusche werden herausgefiltert.

Drei Modi für jede Situation

Technisch bietet Sony hier auch DSEE-Upscaling sowie Support für 360 Reality Audio. Verbunden werden die Kopfhörer über Bluetooth 5.3 und SBC/AAC. Im ersten Moment fragt man sich dann schon, Sony und kein LDAC? Denkt man mehr darüber nach, ergibt das Ganze schon Sinn. Denn der höhere Energieverbrauch durch den leistungsfähigeren Codec, wäre hier verschwendet. Die Details, die einem LDAC und Co. ermöglichen, gehen bei einem Open-Ear verloren. Dann kann man aber durchaus die Frage nach LE Audio mit LC3-Codec stellen, den es hier auch nicht gibt. Zur schnellen Verbindung mit Windows- und Androigeräten gibt es Swift Pair und Fast Pair, die euch ein Popup auf den jeweiligen Geräten beim Koppeln anzeigen.

Sony LinkBuds Clip App Startseite

Interessant wirkten die drei neuen Hör-Modi, zwischen denen man per Antippen wechselt. Neben dem Standard-Modus gibt es einen Voice-Boost-Modus, der in lauten Umgebungen wie am Bahnhof Stimmen in den Inhalten hervorheben soll. Umgekehrt soll die „Sound Leakage Reduction“ in ruhigen Räumen verhindern, dass ihr eure Sitznachbarn beschallt.

Der Voice-Boost-Modus macht dann auch genau das, was er soll und Stimmen werden signifikant lauter. Dadurch lassen sich Podcasts und Hörbücher auch in lauten Umgebungen hören. Man muss aber auch sagen, dass der Klang dadurch verschlechtert wird. Im Voice-Boost-Modus ist das aber unserer Ansicht noch in Ordnung. Bei der „Sound Leakage Reduction“ ist der Unterschied aber deutlicher. Zwar erfüllt er seinen Zweck, man geht unserer Ansicht aber einen zu großen Kompromiss ein. Da ist es schon eher eine Lösung die Lautstärke einfach zu verringern.

Sony LinkBuds Clip Farben
Vier Farben gibt es von den Sony LinkBuds Clip.

App-Spielereien und Sound-Anpassung

Wer den Klang anpassen will, kann die Sony Sound Connect-App für Android und iOS nutzen. Hier gibt es nicht nur einen klassischen 10-Band-Equalizer für Bastler, sondern auch das Feature „Find Your Own Equalizer“. Das ist ziemlich praktisch, da man sich hier durch direkten Vergleich den optimalen Sound zusammenklicken kann, ohne sich davor viel damit befasst zu haben. Auch Multipoint-Verbindung für den nahtlosen Wechsel zwischen zwei Geräten ist mit an Bord, was heutzutage aber auch eigentlich Standard sein sollte.

Zur Steuerung der Kopfhörer tippt man wahlweise auf den Steg oder unterhalb des Ohrs. Das direkte Tippen auf die Kopfhörer ist dabei im Test zuverlässiger. Man kann in der App zwischen verschiedenen Steuerungsoptionen wechseln, sodass man z. B. Gemini direkt über die Kopfhörer aktivieren kann. Es handelt sich aber immer um festgelegte Profile, man kann also nicht selbstständig anpassen, wie oft man tippen muss oder z. B. Song pausieren und die Hör-Modi gleichzeitig festlegen.

Sony LinkBuds Clip App Steuerung

Unabhängig davon gibt es auch noch eine Lautstärkeanpassung, die funktional ist, aber auch etwas eigenartig. So müsst ihr wiederholt links oder rechts Tippen um die Lautstärke zu senken oder zu erhöhen. Ab dem vierten Tippen beginnt dann die Lautstärke sich anzupassen, bis ihr eben aufhört. Gewöhnt man sich dann auch dran, eleganter wäre aber sicherlich eine Streichgeste.

Starke Akkulaufzeit für den langen Tag

Beim Akku macht Sony auf dem Papier eine gute Figur. Die Hörer selbst halten laut Sony bis zu 9 Stunden durch, wir konnten im Test 7 bis 8 Stunden erreichen. Zusammen mit dem Ladecase kommt man auf insgesamt 37 Stunden Laufzeit.

Sony LinkBuds Clip im Case

Das ist schon ein ordentlicher Wert, mit dem man locker durch den Tag oder sogar ein Wochenende kommt. Sollte der Saft doch mal alle sein, gibt es eine Schnellladefunktion, die nach drei Minuten wieder eine Stunde Musik liefert. Dank IPX4-Zertifizierung sind die LinkBuds Clip zudem gegen Spritzwasser und Schweiß geschützt, was sie durchaus auch für den Sport qualifiziert.

Sony LinkBuds Clip bleiben etwas hinter den Erwartungen zurück

Die Sony LinkBuds Clip wirken auf den ersten Blick wie ein durchdachtes Produkt. Gerade der hohe Tragekomfort und die lange Akkulaufzeit machen sie zu einem starken Begleiter für den Alltag. Die Hör-Modi klingen in der Theorie spannend. In der Praxis überzeugt nur der Voice-Boost, da die „Sound Leakage Protection“ den Klang zu stark verändert. Auch sind sie in ihrem Preisbereich leider nicht die am besten klingenden Open-Ear-Kopfhörer. Mit 199,99 € steigt Sony auch ziemlich hoch ein und die Kopfhörer kosten genauso viel wie die besser klingenden FreeClip 2 von Huawei. Daher müsste der Kopfhörer für eine Empfehlung noch günstiger werden.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu den Sony LinkBuds Clip

Was ist das Besondere am Design der Sony LinkBuds Clip?
Die Kopfhörer nutzen ein offenes, C-förmiges Clip-Design. Sie dringen nicht in den Gehörgang ein, sondern klemmen sich an die Ohrmuschel. Das sorgt für einen extrem hohen Tragekomfort, da man sie im Alltag kaum spürt, und ermöglicht es, die Umgebung weiterhin uneingeschränkt wahrzunehmen. Für den perfekten Halt bei kleineren Ohren liegen spezielle Passformkissen bei.

Wie ist die Klangqualität der Sony LinkBuds Clip?
Der Klang ist solide, bleibt aber bauartbedingt besonders im Tieftonbereich (Bass) schwach. Auch der Equalizer kann hier nur bedingt nachhelfen. Im direkten Vergleich mit Konkurrenzmodellen (wie den Huawei FreeClip 2 oder Soundcore AeroClip) klingen die Sony LinkBuds Clip weniger voll und bauen eine kleinere Bühne auf.

Unterstützen die Sony LinkBuds Clip hochauflösende Audio-Codecs wie LDAC?
Nein, die Kopfhörer setzen auf Bluetooth 5.3 und unterstützen lediglich die Codecs SBC und AAC. Der Verzicht auf hochauflösende Codecs wie LDAC ergibt bei der offenen Bauweise jedoch Sinn, da die feinen klanglichen Details durch die Umgebungsgeräusche ohnehin verloren gehen würden. Unterstützt werden hingegen DSEE-Upscaling und 360 Reality Audio.

Welche speziellen Hör-Modi bieten die Sony LinkBuds Clip?
Neben dem Standard-Modus gibt es den „Voice-Boost-Modus“, der Stimmen (z. B. bei Podcasts) in lauten Umgebungen wie an Bahnhöfen deutlich hervorhebt. Zudem gibt es die „Sound Leakage Reduction“, die in leisen Räumen verhindern soll, dass Sitznachbarn die Musik mithören. Beide Modi verschlechtern den eigentlichen Klang leicht, wobei der Kompromiss bei der Leakage Reduction deutlich größer ausfällt.

Wie lassen sich die Sony LinkBuds Clip bedienen und anpassen?
Die Anpassung erfolgt über die Sony Sound Connect-App (für Android und iOS). Dort lässt sich der Klang über einen 10-Band-Equalizer oder die intuitive „Find Your Own Equalizer“-Funktion einstellen. Gesteuert werden die Kopfhörer durch Tippen auf den Steg oder unterhalb des Ohrs. Die Tastenbelegung erfolgt über vorgefertigte Profile, eine komplett freie Zuweisung einzelner Funktionen ist leider nicht möglich.

Wie funktioniert die Lautstärkeregelung bei den Sony LinkBuds Clip?
Die Lautstärke wird durch wiederholtes Tippen angepasst. Ab dem vierten aufeinanderfolgenden Tippen (links für leiser, rechts für lauter) beginnt die Lautstärke sich kontinuierlich zu verändern, bis man aufhört zu tippen.

Wie lange hält der Akku der Sony LinkBuds Clip?
Die Kopfhörer selbst bieten eine starke Laufzeit von bis zu 9 Stunden (in der Praxis etwa 7 bis 8 Stunden). Zusammen mit dem Ladecase kommt man auf insgesamt bis zu 37 Stunden. Dank einer Schnellladefunktion reichen bereits drei Minuten Ladezeit für eine weitere Stunde Musikwiedergabe aus.

Eignen sich die Sony LinkBuds Clip für den Sport?
Ja, die Kopfhörer sind nach IPX4-Standard zertifiziert. Damit sind sie gegen Spritzwasser und Schweiß geschützt und können problemlos beim Training getragen werden.

Können die Sony LinkBuds Clip mit mehreren Geräten gleichzeitig verbunden werden?
Ja, die Kopfhörer unterstützen Multipoint-Verbindungen. Dadurch ist ein nahtloser Wechsel zwischen zwei Geräten (beispielsweise Smartphone und Laptop) möglich.

3661f66ee6b24a2d9a7dac76ca91e728 Hier geht's zum Gadget

Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Profilbild von Fabian

Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

Sortierung: Neueste | Älteste

Kommentare (1)

  • Profilbild von Jürgen
    # 22.01.26 um 08:47

    Jürgen

    Bei dem Preis würde bei mir auch Haptik und Optik eine Rolle spielen. Meinen Geschmack trifft das Plastik Design nicht.

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Diese E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen. Halte dich für ein wertschätzendes Miteinander an unsere Community-Guidelines.