TCL X11L: Das neue Mini-LED-Monster mit absurder Helligkeit – Aber zu welchem Preis?
TCL ist ja bekanntlich einer der Vorreiter, wenn es um Mini-LED geht, schließlich fertigen sie die Panels mit ihrer Untersparte auch selbst. Mit der neuen X11L-Serie haut der Hersteller jetzt aber mal so richtig auf den Tisch und verspricht absurde Helligkeitswerte und tausende Dimming-Zonen für das ultimative Heimkino. Auf dem Papier ein absolutes Traum-Setup, doch der Blick auf das Preisschild lässt einen dann doch zunächst schlucken.
Inhalt
Technische Daten der TCL X11L Serie
| Kategorie | TCL X11L Serie (75″, 85″, 98″) |
| Display-Technologie | SQD-Mini LED (Super Quantum Dots), WHVA 2.0 Ultra Panel |
| Auflösung | 4K UHD (3840 x 2160 Pixel) |
| Helligkeit | Bis zu 10.000 Nits (Spitzenhelligkeit) |
| Dimming-Zonen | Bis zu 20.000 (Precise Dimming Series) |
| Bildwiederholrate | 144 Hz Nativ (bis zu 288 Hz via Game Accelerator) |
| Gaming-Features | AMD FreeSync Premium Pro, VRR, ALLM, Game Bar, 144Hz VRR |
| HDR-Formate | Dolby Vision IQ, HDR10, HDR10+, HLG, IMAX Enhanced |
| Audio | Audio by Bang & Olufsen, Dolby Atmos, DTS:X |
| Prozessor | TCL AIPQ Processor (TSR AI) |
| Betriebssystem | Google TV (inkl. Chromecast, AirPlay 2, Hands-Free Voice Control) |
| Anschlüsse | 4x HDMI 2.1 (4K@144Hz), 1x USB 3.0, 2x USB 2.0, Ethernet, Optischer Ausgang |
| Konnektivität | Wi-Fi 6, Bluetooth 5.4 |
| Design | UltraThin Depth (ca. 2 cm / 0,8 Zoll Tiefe ohne Standfuß) |
| Preis (USA UVP) | 75″: 6.999 $ | 85″: 7.999 $ | 98″: 9.999 $ |
10.000 nits und 20.000 Dimming Zonen: Ein Helligkeits-Monster
Das Highlight ist hier ganz klar die Helligkeit. Der Hersteller gibt an, dass der Fernseher bis zu 10.000 nits in der Spitze erreichen soll, was für HDR-Inhalte wirklich brachial hell ist. Damit das Bild aber nicht einfach nur grau und ausgewaschen wirkt, verbaut man bis zu 20.000 Dimming Zonen. Das sorgt für Kontraste, die extrem fein abgestuft sind und Blooming-Effekte minimieren sollten.
Dazu setzen sie auf SQD-Mini LED (Super Quantum Dots), was eine verbesserte Farbdarstellung ermöglichen soll. TCL spricht hier vom Deep Color System, welches den BT.2020 Farbraum voll abdeckt.
Starkes Gaming-Paket mit 144 Hz und VRR
Auch für Gamer ist der X11L extrem spannend aufgestellt, da TCL hier eigentlich fast alles verbaut, was gerade möglich ist. Das Panel liefert nativ eine Bildwiederholrate von 144 Hz, was für aktuelle Konsolen und PC-Gaming absolut top ist und flüssige Bewegungen garantiert. Wer noch mehr Frames braucht, kann über den Game Accelerator sogar bis zu 288 Hz VRR (Variable Refresh Rate) rausholen, wobei hier vermutlich die Auflösung angepasst wird.
Wichtige Features wie ALLM (Auto Low Latency Mode) und AMD FreeSync Premium Pro sind natürlich auch an Bord, um Tearing und Eingabeverzögerungen zu verhindern. Das ist schon ein ziemlich rundes Paket für Zocker, die keine Kompromisse eingehen wollen.
Ultradünnes Design und Bang & Olufsen Sound
Was mich beim Design überrascht, ist die Tiefe des Geräts. Trotz der aufwendigen Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung ist der Fernseher mit 0,8 Zoll (ca. 2 cm) extrem flach, was TCL als UltraThin Depth bezeichnet. Das sieht an der Wand sicher richtig schick aus, da er kaum aufträgt.
Beim Sound holt man sich Unterstützung von den Experten von Bang & Olufsen, was für eine gewisse Audio-Qualität sprechen sollte. Allerdings sind wir bei so einem flachen Gehäuse immer etwas skeptisch, ob da wirklich genug Volumen für satten Klang vorhanden ist, auch wenn B&O draufsteht. Als Betriebssystem kommt das bewährte Google TV zum Einsatz, was meiner Meinung nach wegen der riesigen App-Auswahl und der einfachen Bedienung die beste Wahl ist.
Highend-Technik hat ihren Preis
Technisch ist der TCL X11L ohne Frage ein absolutes Flagship. Die Kombination aus 10.000 nits und der schieren Anzahl an Dimming Zonen ist beeindruckend und dürfte für ein fantastisches Bild sorgen. Doch das Ganze hat einen gewaltigen Haken: Der Preis ist wirklich happig.
In den USA startet das 75-Zoll-Modell bei stolzen 6.999 USD und für 98 Zoll werden knapp 10.000 USD fällig. Zwar bekommt man hier echtes Highend, aber das ist schon eine Summe, die man erstmal rechtfertigen muss. Die genaue Verfügbarkeit und die Preise für Deutschland sind noch nicht bekannt, aber da es die Vorgängermodelle auch hier gab, stehen die Chancen wohl gut. Für Technik-Enthusiasten sicher ein Traum, für den Normalnutzer bleibt es bei diesem Preisschild wohl erst einmal genau das – ein Traum.
Quelle:
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