Tecno klaut die beste Idee von Nothing – und baut einen 8.000-mAh-Akku dazu
Das Smartphone-Rad wird 2026 nicht gerade neu erfunden. Umso spannender wird es, wenn ein Hersteller plötzlich ein Feature übernimmt, das bisher fast ausschließlich mit Nothing verbunden wurde. Genau das macht Tecno jetzt mit dem neuen Pova 8 5G. Auf der Rückseite sitzt ein kleines Dot-Matrix-Display, das verdächtig stark an die Glyph Matrix aktueller Nothing-Smartphones erinnert. Doch während das Mini-Display für die Schlagzeilen sorgt, könnte ein ganz anderes Detail zum eigentlichen Kaufargument werden: Der Akku wächst auf gewaltige 8.000 mAh an.
Inhalt
Technische Daten des Tecno Pova 8 5G
| Display | 6,76 Zoll IPS-LCD, 2344 x 1080 Pixel, 144 Hz, ca. 381 ppi |
| Prozessor | MediaTek Dimensity 7100 (6 nm) |
| Grafikchip | Mali-G610 MC2 |
| RAM | 6 GB / 8 GB |
| Interner Speicher | 128 / 256 GB UFS 2.2 |
| Kamera | 50 MP Hauptkamera (Sony LYT-600, ƒ/1.8, PDAF) Zusätzlicher Hilfssensor |
| Frontkamera | 13 MP mit ƒ/2.2 |
| Akku | 8000 mAh mit 45W Schnellladen und 10W Reverse Charging |
| Konnektivität | 5G, WiFi 5, Bluetooth 5.4, NFC, Dual-SIM, USB-C |
| Features | Alive Matrix Dot-Matrix-Display auf der Rückseite, IP64, Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos, Fingerabdrucksensor, MIL-STD-810H |
| Betriebssystem | Android 16 mit HIOS 16 |
| Maße / Gewicht | 165,7 x 78,5 x 8,8 mm / 225 g |
| Farben | Arc White, Echo Green |
| Preis | ab ca. 270 € (6/128 GB) bzw. ca. 290 € (8/128 GB) |
Tecnos Antwort auf die Glyph Matrix?
Tecno nennt das neue Rückseiten-Display „Alive Matrix“. Dabei handelt es sich um ein kleines Dot-Matrix-Panel, das direkt in das Kameramodul integriert wurde und Informationen, Benachrichtigungen sowie Animationen darstellen kann. Wer dabei sofort an die Glyph Matrix des Nothing Phone (3) oder Nothing Phone (4a) Pro denkt, liegt nicht ganz falsch. Das Grundprinzip ist ähnlich: Statt einer simplen Benachrichtigungs-LED bekommt das Smartphone eine kleine Anzeige auf der Rückseite spendiert, die im Alltag zusätzliche Informationen liefern kann.
Natürlich erfindet Tecno das Konzept damit nicht neu. Dennoch zeigt das Pova 8 5G, dass die Idee offenbar gut genug ist, um auch andere Hersteller zu inspirieren. Gerade in einem Markt, in dem sich viele Smartphones optisch immer ähnlicher werden, sorgt das Zweitdisplay auf der Rückseite zumindest für einen gewissen Wiedererkennungswert.
Der eigentliche Star steckt im Inneren
Fast noch interessanter als das neue Rückseiten-Display ist allerdings der Akku. Tecno verbaut im Pova 8 5G einen Energiespeicher mit satten 8.000 mAh. Während viele aktuelle Smartphones zwischen 5.000 und 6.000 mAh bieten, geht Tecno hier einen deutlich anderen Weg und stellt maximale Laufzeit in den Mittelpunkt.
Offizielle Angaben zur Akkulaufzeit gibt es derzeit zwar noch nicht, doch allein die Kapazität lässt auf eine überdurchschnittliche Ausdauer hoffen. Geladen wird mit bis zu 45 Watt per Kabel. Darüber hinaus unterstützt das Smartphone auch Reverse Charging mit bis zu 10 Watt, sodass sich beispielsweise Kopfhörer oder andere mobile Geräte unterwegs direkt über das Pova 8 5G aufladen lassen.
144 Hz, Android 16 und ein überraschender Rückschritt
Auf der Vorderseite setzt Tecno auf ein 6,76 Zoll großes IPS-LCD mit einer Auflösung von 2.344 x 1.080 Pixeln und einer Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz. Gerade beim Scrollen durch Apps oder sozialen Netzwerken dürfte sich das positiv bemerkbar machen. AMOLED-Fans werden allerdings enttäuscht sein, denn trotz des auffälligen Designs kommt weiterhin ein LCD-Panel zum Einsatz. Hier wird also gespart.
Unter der Haube arbeitet der MediaTek Dimensity 7100, dem je nach Variante 6 oder 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Dazu kommen 128 oder 256 GB interner Speicher. Kurios ist allerdings die Wahl des Prozessors. Während der Vorgänger noch mit dem leistungsstärkeren Dimensity 7300 Ultimate ausgestattet war, setzt Tecno nun auf den schwächeren Dimensity 7100. Das dürfte nicht jedem gefallen und ist definitiv ein Schritt in die falsche Richtung.
Kamera eher Randnotiz
Auch bei der Kamera verfolgt Tecno einen eher ungewöhnlichen Ansatz. Statt eines aufwendigen Kamera-Setups konzentriert sich das Unternehmen auf eine einzelne 50-Megapixel-Hauptkamera mit Sony-LYTIA-600-Sensor. Diese unterstützt Autofokus sowie einen zweifachen Zoom und wird von einem zusätzlichen Hilfssensor begleitet.
Für Selfies steht eine 13-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite zur Verfügung. Damit richtet sich das Pova 8 5G klar an Nutzer, die vor allem eine solide Alltagskamera suchen und weniger Wert auf Ultraweitwinkel- oder Teleobjektive legen. Das ist definitiv etwas mager.
Einschätzung: Ein bisschen Nothing, aber vor allem viel Akku
Auf den ersten Blick wirkt das Tecno Pova 8 5G wie eine Mischung aus Nothing Phone und Gaming-Smartphone. Das neue Dot-Matrix-Display erinnert unverkennbar an die Glyph Matrix der Konkurrenz. Der eigentliche Star des Geräts ist jedoch der riesige 8.000-mAh-Akku. Immer mehr chinesische Hersteller beschreiten einen ähnlichen Weg: Der Akku muss immer größer werden, dafür wird an anderen Features gespart.
Schade ist, dass Tecno beim Prozessor gegenüber dem Vorgänger sogar einen Schritt zurückgeht und weiterhin auf ein IPS-Panel statt auf AMOLED setzt. Auch die Kamera kann nicht wirklich überzeugen.
Das Tecno Pova 8 5G startet zunächst in Indien und wird dort ab umgerechnet rund 270 Euro angeboten. Für diesen Preis erhalten Käufer die Variante mit 6 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Speicherplatz. Die Version mit 8 GB RAM kostet umgerechnet etwa 290 Euro. Der reguläre Verkaufsstart ist für den 18. Juni vorgesehen. Ob und wann das Gerät nach Deutschland kommt, steht derzeit noch in den Sternen.
Quellen:
Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.






Sortierung: Neueste | Älteste
Kommentare (3)