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200 Millionen Euro Strafe gegen Temu: Jetzt wird es für den Billig-Marktplatz richtig ungemütlich

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Temu lockt seit Jahren mit absurd günstigen Preisen, Dauer-Rabatten und Produkten, bei denen man sich manchmal ernsthaft fragt, wie sie überhaupt so billig verkauft werden können. Genau das wird für die chinesische Shopping-Plattform jetzt aber zunehmend zum Problem. Die EU-Kommission greift nämlich härter durch und verhängt eine Strafe in Höhe von satten 200 Millionen Euro gegen Temu. Der Vorwurf: Auf der Plattform werden zu viele illegale und potenziell gefährliche Produkte verkauft.

Und das ist keine kleine Verwarnung mehr, sondern ein ziemlich deutliches Signal aus Brüssel. Die EU macht klar: Wer in Europa Geschäfte machen will, muss sich auch an europäische Regeln halten. Gerade bei Produktsicherheit scheint Temu nach Ansicht der Behörden dabei aber massive Probleme zu haben.

Gefährliche Ladegeräte, problematisches Spielzeug und fragwürdige Produkte

Die Vorwürfe der EU-Kommission haben es durchaus in sich. Laut den Ermittlungen wurden auf Temu immer wieder Produkte gefunden, die grundlegende Sicherheitsstandards nicht erfüllen. Besonders kritisch scheint die Situation bei günstiger Elektronik und Babyspielzeug zu sein.

Temu Logo mit Hintergrund

So sollen zahlreiche Ladegeräte und kleine Elektrogeräte wichtige Sicherheitstests nicht bestanden haben. Im schlimmsten Fall kann sowas natürlich brandgefährlich werden. Noch problematischer wird es bei Spielzeug für Kinder. Hier sprechen die Behörden von chemischen Belastungen über den erlaubten Grenzwerten oder von schlecht verarbeiteten Kleinteilen, die sogar ein Erstickungsrisiko darstellen könnten.

Die EU hatte Temu bereits mehrfach gewarnt

Spannend ist vor allem: Die 200-Millionen-Euro-Strafe kommt offenbar nicht aus dem Nichts. Laut EU-Kommission wurde Temu bereits mehrfach aufgefordert, stärker gegen illegale Händler und gefährliche Produkte vorzugehen. Grundlage dafür ist der sogenannte Digital Services Act, also das große EU-Gesetzespaket für digitale Plattformen.

Die Plattform hätte demnach Risiken für Verbraucher besser analysieren und problematische Händler konsequenter sperren müssen. Genau das soll laut Brüssel aber nicht ausreichend passiert sein. Besonders kritisch sieht man dabei offenbar auch die aggressiven Empfehlungsalgorithmen und das Influencer-Marketing rund um Temu.

logo europaeische kommission neu

Die EU wirft dem Unternehmen indirekt vor, dass die Plattform problematische Produkte nicht nur zu wenig kontrolliert, sondern diese durch ihre Mechanismen teilweise sogar noch stärker verbreitet.

Die nächste Baustelle: Werden Temu & Shein bald teurer?

Und als wäre die Millionenstrafe nicht schon genug Druck, plant die EU parallel noch den nächsten möglichen Dämpfer für die Billig-Giganten. Bereits vor einiger Zeit wurde bekannt, dass eine neue „China-Paket-Steuer“ von 3€ ab Juli greift.

Die Idee dahinter: Für extrem günstige Kleinsendungen aus China könnte künftig eine zusätzliche Gebühr fällig werden. Hintergrund ist die gigantische Menge an Billig-Paketen, die täglich in die EU geschwemmt werden. Wie ist eure Meinung dazu? Nehmt an unserer Umfrage teil! 

EU Steuer Temu Shein
Bild: KI

Allein im vergangenen Jahr sollen laut EU-Kommission rund 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert unter 22 Euro importiert worden sein. Der Großteil davon stammt offenbar aus China. Die Behörden argumentieren, dass diese Paketflut enorme Kosten verursacht und gleichzeitig die Kontrolle problematischer Produkte erschwert.

Für Temu, Shein und ähnliche Plattformen könnte das langfristig durchaus ein Problem werden. Denn genau die extrem niedrigen Preise sind aktuell das wichtigste Verkaufsargument. Wenn zusätzliche Gebühren, strengere Kontrollen und härtere Regulierung dazukommen, könnte der Preisvorteil irgendwann deutlich kleiner werden.

Billig bleibt oft nicht ohne Risiko

Natürlich wird Temu trotz der Strafe nicht plötzlich verschwinden. Die Plattform ist riesig, extrem populär und gerade bei jüngeren Käufern mittlerweile fest etabliert. Aber die aktuellen Entwicklungen zeigen ziemlich deutlich, dass das bisherige Geschäftsmodell zunehmend unter Druck gerät.

Und ehrlich gesagt ist das Thema Produktsicherheit auch kein Bereich, bei dem man einfach wegschauen sollte. Gerade bei Netzteilen, Akkus, Spielzeug oder anderen sensiblen Produkten kann „extrem billig“ am Ende eben auch bedeuten, dass irgendwo massiv gespart wurde.

Die 200-Millionen-Euro-Strafe ist deshalb vermutlich erst der Anfang und kein Einzelfall. Die EU scheint fest entschlossen zu sein, Plattformen wie Temu und Shein künftig deutlich stärker in die Verantwortung zu nehmen. Für Verbraucher könnte das langfristig tatsächlich zu sichereren Produkten führen. Gleichzeitig dürften die goldenen Zeiten der absurden Dumpingpreise langsam etwas schwieriger werden.

Was meint ihr? Richtige Entscheidung der EU oder übertriebener Eingriff gegen günstige Shopping-Plattformen?

Quelle:

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Fred

Ganz schön smart: Alles was mit Uhren und Handys zu tun hat, fällt in mein Revier. Und Gadgets natürlich. Gadgets gehen immer!

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Kommentare (20)

  • Profilbild von fatzo
    0 # 28.05.26 um 13:09

    fatzo

    Das hätte schon längst passieren müssen, obwohl temu das überhaupt bezahlen wird ist fraglich.

  • Profilbild von botze
    0 # 28.05.26 um 13:42

    botze

    Ich habe da schon oft bestellt, aber ich bin trotzdem für diese Regelung! Wenn man das sieht, wie viel Ware pro Tag in die EU gespült wird – Wahnsinn 😳🤨😉

  • Profilbild von Pommeshülle
    0 # 28.05.26 um 13:45

    Pommeshülle

    richtig so

  • Profilbild von stefanSo
    0 # 28.05.26 um 13:57

    stefanSo

    200 Millionen. Gut, man wird sich hoffentlich schon über die Höhe der Strafzahlung Gedanken gemacht haben. Auch kenne ich keine Umsatzzahlen von Temu für Europa. Ich schätze jedoch, dass dies lediglich ein kurzes Schulterzucken verursachen wird.

  • Profilbild von Joe83
    0 # 28.05.26 um 13:58

    Joe83

    Und was ist mit Amazon Haul. Dann müsste man die genau so bestrafen, oder?

    • Profilbild von MadeMan
      0 # 03.06.26 um 15:41

      MadeMan

      Die müssten allein schon verboten werden weil der Name selten dämlich ist, klingt wie "aufs Maul hauen" in einem Wort…. (wie bin ich nur in diese behinderte Zeitlinie gerutscht?)

  • Profilbild von Pommes Mayo
    0 # 28.05.26 um 13:59

    Pommes Mayo

    wer bitte bestellt für unter 22 Euro? okay manche Sachen sind Mist oder waren es, aber das Geld gab es zumindest bei mir immer ohne Abzug zurück. wobei ich sagen muß, dass eine chemische Belastung, die ja keiner mal so eben selbst überprüfen kann, schon wirklich arg daneben sind und sich nicht gehört.

    • Profilbild von WD
      0 # 28.05.26 um 16:24

      WD

      Ich bin zufriedener Kunde. Man bestellt halt nicht das Billigste und beschwert sich dann. Und, wenn die Ware einmal nicht OK sein sollte, erstattet TEMU das Geld. Mit der Elektronik hatte ich nie Probleme.

      • Profilbild von Peter Schneider
        0 # 29.05.26 um 00:27

        Peter Schneider

        Die Probleme hat wahrscheinlich der Nachbar, der plötzlich kein Internet oder Fernseh-Empfang hat, wenn du dein Handy mit dem Temu Ladegerät lädst. Meistens funktioniert die Elektronik von Temu auf den ersten Anschein einwandfrei, erzeugt aber zu viele Störungen, hat keine Erdung oder ähnliches, was nur im Fehlerfall auffällt oder enthält blei etc…

  • Profilbild von ubiks
    0 # 28.05.26 um 16:41

    ubiks

    Dann kaufe ich das identische Produkt bei Amazon für den 5fachen Preis und alles ist wieder in Ordnung. Danke EU.

    • Profilbild von Tiber88
      0 # 28.05.26 um 18:37

      Tiber88

      Na, Du hast es ja verstanden ! Billichwillich iss landlaüfig sauteuer .

    • Profilbild von Lälkabäbbl
      0 # 03.06.26 um 22:22

      Lälkabäbbl

      @ubiks: Dann kaufe ich das identische Produkt bei Amazon für den 5fachen Preis und alles ist wieder in Ordnung. Danke EU.

      So siehts aus.
      Hatte mir mal gewürzgläser aus Glas bestellt.
      48 Stück, für 24€.
      Die gleichen gab es dann 5wochen später bei Lidl und Amazon. Bei Amazon war jedoch der Preis deutlich teurer. 12 Stück für 36€.
      Das meiste von Amazon ist doch mittlerweile eh aus China.

  • Profilbild von Peter2
    0 # 28.05.26 um 16:43

    Peter2

    find ich gut

  • Profilbild von Steve2096
    0 # 28.05.26 um 22:57

    Steve2096

    Vieles von temu ist wirklich Mist. Was es da alles gibt, auf die Idee bei manchen Artikeln muss man erst mal kommen.

    Ich will Nix mehr bei temu bestellen, finde aber immer was….lol.

    3€ Paketsteuer machen gar nix aus, denke ich.

    Deutscher Einzelhandel gehen bald die Lichter aus…..Kutscher gibt es auch schon lange nicht mehr.
    Alles wandelt sich. Mache als Hobby Musik mit KI. So gut, da braucht es keine Sänger mehr.

    Denke auf YouTube sind eh schon viele Songs KI. Off topic. Greetz

  • Profilbild von Dr Picasso
    0 # 29.05.26 um 08:55

    Dr Picasso

    TEMU Jahresumsatz in EU 12000000000 € 12 Milliarden Euro

    • Profilbild von Tobias1
      0 # 29.05.26 um 10:17

      Tobias1

      Der Umsatz ist aber eigentlich nicht so interessant. Spannender ist der Gewinn, da habe ich leider keine aktuellen Zahlen gefunden, 2023 sollen es vor Steuern ~120 Millionen gewesen sein. Das wird 2025 wesentlich mehr gewesen sein, aber eben auch keine 12. Milliarden.

  • Profilbild von Franz Peter
    0 # 29.05.26 um 09:42

    Franz Peter

    Als ob Temu diese Strafe tatsächlich zahlen wird… Da kommt ein Widerspruch und dann wird die Strafe auf 2 Mio reduziert.

  • Profilbild von GET
    0 # 29.05.26 um 23:05

    GET

    Wer nicht weiß was er kaufen möchte, soll halt zum Händler um die Ecke gehen. Hier geht es nur um Lobbyismus. Ohne die Artikel von Temu und Co verkaufen halt europäische Händler mehr von den Artikeln und das bringt steuerlich mehr ein. Ich habe wirklich schon viel hochwertigste Technik gekauft, die es eben nicht in Europa gibt. Das hat nichts mit Schrott zu tun. Hier schwindet eben auch der Ideenreichtum und der Erfindergeist. Aber als Hersteller oder Händler auf hohem Niveau jammern, das nichts in D wird.
    Kann ja nicht sein, das alle in China produzieren lassen oder als Großhändler dort einkaufen um es dann in Deutschland ans dumme Volk fürs Vielfache verkaufen wollen. Die meisten angeblich „deutschen Artikeln“ sind es auch nicht wert.
    Also nicht jammern, einfach mal machen!

    • Profilbild von Peter2
      0 # 30.05.26 um 12:18

      Peter2

      wie lautet deine Lösung um unsere Wirtschaft anzukurbeln und die Abhängigkeit von China zu verringern???

      • Profilbild von MadeMan
        0 # 03.06.26 um 15:43

        MadeMan

        Gibt keine.
        Der Eumel ("EU") geht unter, Verliererkontinent wie er ist.
        Strafen verhängen, weil andere Länder diesen Witz von einem Staatenbund abgehängt haben und es besser können, genau…

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