Test

Soundcore Motion 300: Hi-Res Bluetooth-Lautsprecher für Musik-Liebhaber

Der kompakte Soundcore Motion 300 Bluetooth-Lautsprecher bietet im Test für seine Größe einen detailreichen Klang, der gerade in den Höhen beeindruckend hochauflösend ist. Ausgestattet mit LDAC-Codec & Gyrosensor, mit dem sich der Equalizer je nach Ausrichtung automatisch anpasst, ist er ein toller Lautsprecher für Musik-Liebhaber!

Soundcore Motion 300 in Hand

Verpackung & Lieferumfang

Der Soundcore Motion 300 kommt in einem bedrucktem Karton, auf dem der Lautsprecher selbst abgebildet ist. Unten links auf der Vorderseite ist das Hi-Res wireless Audio-Logo und das LDAC-Logo abgebildet. Unten rechts stehen mit 30 Watt Stereo Sound, 13 Stunden Spielzeit und IPX7 (Schutzart vor Wasser) einige technischen Parameter des Lautsprechers, die Soundcore offensichtlich für besonders erwähnenswert sind.

Soundcore Motion 300 Lieferumfang

Im Karton findet sich der Lautsprecher, der in einer Art Papierhülle verpackt ist, so wie wir es mittlerweile auch von einigen Handy-Herstellern kennen – das ganze soll wohl nachhaltiger sein, als gewöhnliche Plastikschutzverpackungen. Einen Quickstart Guide spart man sich auch und druckst stattdessen die wichtigsten Bedienungsinformationen direkt auf die Papierhülle, in der der Motion 300 verpackt ist. Abgedruckt ist auch der QR-Code zur Soundcore-App, in der man die vollständige Bedienungsanleitung digital abrufen kann. Ich finde es gut, dass man sich bei Soundcore offenbar Gedanken macht, wie man Kunststoff und Papier einsparen kann. Lediglich Sicherheitsinformationen bekommt man noch in Form eines kleinen Papierhefts dazu, sowie ein USB-C Ladekabel.

Design & Verarbeitung

Der Soundcore Motion 300 hat die Maße von 20 x 9,25 x 5 cm, hat also eine nur sehr geringe Tiefe und wiegt dabei rund 800 Gramm, was ich für seine Größe schon als ein ordentliches Gewicht erachte. Insgesamt sind drei verschiedene Farbvarianten erhältlich, die schwarze „Standard“-Variante ist eigentlich gar nicht so schwarz, sondern eher dunkelgrau mit einem silbernen Metallgitter auf der Vorderseite. Daneben gibt es den Lautsprecher auch in Hellblau und Olivgrün. In allen drei Varianten sind kleine Farbspritzer in die Kunststoff-Gummierung eingearbeitet. In der schwarzen Version sind sie Blau, in der hellblauen Version in einem noch helleren Blau und in der olivgrünen Version in hellgrün.

Soundcore Motion 300 Farben

An der linken Seite des Lautsprechers ist eine Textilschlaufe mit Druckknopf angebracht. So kann man den Soundcore Motion 300 hochkant beispielsweise an einem Fahrradlenker, einem Ast oder ähnlichem befestigen. Zudem gibt es auf der Unterseite, sowie auf der Rückseite Gummifüße für eine stehende und liegende Ausrichtung des Speakers. Um den IPX7-Wasserschutz zu gewährleisten befindet sich der Anschluss hinter einer Gummikappe auf der rechten Seite.

Das Design des Soundore Motion 300 gefällt mir insgesamt gut. Er ist kompakt, aus einem robusten, wenig Kratzer anfälligem Material und sauber verarbeitet – ich habe hier nichts zu beanstanden.

Klang des Soundcore Motion 300

Hinter dem Lautsprechergitter sitzen zwei 15-Watt-Full-Range-Lautsprecher mit einem Membrandurchmesser von 48 mm, dazu kommen zwei Passivstrahler. Einer sitzt auf der Vorderseite, mittig zwischen den Treibern, der andere auf der Lautsprecher-Rückseite. Den Frequenzbereich gibt Soundcore mit bis zu 40 kHz an, wie weit es in die Tiefe geht, gibt Soundcore nicht an, vermutlich aus dem Grund, dass es weniger beeindruckend klingt.

Soundcore Motion 300  Soundcore Motion

Im Test habe ich den Soundcore Motion 300 mit dem älteren Soundcore Motion+ verglichen, dem ersten Lautsprecher der Motion-Serie, der bereits einige Jahre auf dem Markt ist. Dessen Leistung ist ebenfalls mit 30 Watt beziffert, allerdings hier verteilt auf zwei 10-Watt-Mitteltieftöner und zwei separate 5-Watt-Hochtöner, die sehr weit außen und auch nach außen gerichtet im Gehäuse sitzen.

Überraschenderweise liefert der Soundcore Motion 300 im Tiefton einen volleren Klang und auch die unteren Mitteltöne klingen für mich wuchtiger beziehungsweise voller. Damit habe ich bei der geringen Gehäusetiefe des Motion 300 nicht gerechnet. In den Hochton-Frequenzen ist der Soundcore Motion 300 etwas verwaschener, man hört dem Motion+ die separaten Hochtöner an. Zwar ist auch der Motion 300 im Test überraschend präzise in den Höhen, mit klaren Frequenzspitzen, die Bühne des Motion+ ist aber im Hochton deutlich voller.

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Im Umkehrschluss ist der Soundcore Motion+ im Vergleichstest im Tiefton zurückhaltender, liefert mit den vier verbauten Lautsprechern und gerade aufgrund der etwas nach außen gerichteten Hochtöner den räumlicheren Klang und gerade im Stimm- und Orchester-Bereich den Hörbar definierten Klang.

So würde ich den Soundcore Motion 300 als den besseren und kompakteren Allrounder betiteln, der bei „Mainstream-Musik“ mehr Spaß macht, aufgrund des volleren Klangs im Tiefton. Der Soundcore Motion+ hat hingegen speziellere Stärken im Hochton, dafür Defizite im Tiefton, für Livealben und klassische Musik macht er dafür eindeutig die bessere Figur.

Bedienung & App

Der Soundcore Motion 300 hat insgesamt sechs Bedienknöpfe auf der Oberseite und sind teils mit doppelten Funktionen belegt.

Soundcore Motion 300 Bedienknoepfe

Funktionen der Knöpfe:

Knopf:1x drücken2x drücken3x drücken2 Sek. drücken
Power-KnopfEinschaltenAusschalten
Bluetooth-KnopfBluetooth-Pairing aktivierenBluetooth/TWS Pairing deaktivieren
Bass-Up-KnopfBass-Boost EQ aktivieren/deaktivieren
„-“ KnopfLautstärke verringern
Play/Pause-KnopfPlay/Pause; Anruf annehmen/beendennächster Titelvorheriger TitelSprachassistent starten/Anruf ablehnen
„+“ KnopfLautstärke erhöhen

Die Symbole der Knöpfe auf dem Lautsprecher weiß beleuchtet, abgesehen vom Bluetooth-Knopf, dieser leuchtet blau. Die Helligkeit der Knöpfe kann in der Soundcore App (Android/iOS) verändert oder auch ganz abgeschaltet werden – praktisch, wenn man den Motion 300 während des Einschlafens verwenden möchte und lichtempfindlich ist. Darüber hinaus ist ein Timer konfigurierbar, der den Lautsprecher nach einer Zeitspanne automatisch ausschaltet und natürlich können auch Firmware-Updates installiert werden.

Die Hauptfunktion der App ist aber die Voreinstellung der Equalizers, für die verschiedenen Positionen. Wie eingangs erwähnt ist der Soundcore Motion 300 mit einem Gyro-Sensor ausgestattet, der, wenn er in der App aktiviert ist, erkennt, ob sich der Bluetooth-Lautsprecher in stehender, liegender oder hängender Position befindet. Für alle drei Positionen ist ein individuelles Klangbild voreinstellbar. Die adaptive Anpassung der Position via Sensor funktioniert dabei im Test zuverlässig.

Bluetooth & Laufzeit

Der Soundcore Motion 300 ist mit einem aktuellen Bluetooth 5.3 Chip ausgestattet, der neben dem SBC- und AAC-Standard-Codec auch den hochauflösenden LDAC-Codec unterstützt und Hi-Res wireless zertifiziert ist. Der Codec, der nur von Android-Geräten, nicht aber von iOS-Handys unterstützt wird, muss in der Soundcore-App aktiviert werden. Die Verbindung zwischen Lautsprecher und Handy ist im Test auf freier Fläche auf eine Reichweite von über 20 Metern stabil. Während der Soundcore Motion+ noch mit einem AUX-Anschluss, für die kabelgebundene Nutzung ausgestattet ist, hat der Soundcore Motion 300 nur einen USB-C Ladeanschluss, der keine Musikwiedergabe unterstützt.

Soundcore Motion 300 USB C Anschluss

Der Akku hat eine Kapazität von 3350 mAh und soll laut Hersteller für eine Laufzeit von bis zu 13 Stunden ausreichen. Dieser Wert wurde von Soundcore unter Laborbedingungen gemessen, bei einer gleichbleibenden Lautstärke von 50% unter Verwendung des AAC-Codecs. Im Test mit einer gemischten Lautstärke konnte ich mit dem LDAC-Codec durchschnittlich eine Laufzeit von etwa 9-11 Stunden erreichen.

Fazit: Kompakter Lautsprecher mit gutem Klang

Der Soundcore Motion 300 ist, wie auch die anderen Lautsprecher der Motion-Serie ein Bluetooth Speaker der einen höheren Wert auf einen detailreichen Klang legt, statt auf einen maximal lauten, basslastigen Klang. Preislich ist er ähnlich angesiedelt wie die JBL Flip Serie, ist aber aus meiner Sicht und für meine Ansprüche der deutlich bessere Lautsprecher.

Im Vergleich zum älteren Soundcore Motion+, den man mittlerweile oftmals zu einem ähnlichen Preis bekommt, ist der Motion 300 eher ein Allrounder, während der Fokus des Motion+ (noch) mehr auf einer detailreichen Bühne liegt, das für nischige Musikgenres besser ist, aber nicht unbedingt für den Mainstream.

  • kompaktes Design
  • wuchtiger Klang für Größe
  • Automatische Equalizer für verschiedene Ausrichtung
  • Kein AUX-Anschluss
  • relativ Schwer

Die Soundcore App bietet mal wieder individuelle und nützliche Funktionen, auch wenn es in der Summe nicht viele sind. So halte ich Sleep-Timer und Beleuchtungsabschaltung für nützliche Funktionen. Besonders hervorzuheben ist natürlich die Equalizer-Anpassung für jede Ausrichtung des Speakers, die via Gyrosensor auch automatisch erfolgen kann.

So ist der Soundcore Motion 300 ein toller, kompakter Bluetooth-Lautsprecher, mit dem man aus meiner Sicht definitiv nichts falsch macht. Sicherlicht bekommt man zu diesem Preis auch schon einen Soundcore Motion Boom, aber der Ansatz ist hier (kompakt, detailreich vs. groß und basslastig) eben ein völlig anderer.

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Tim

Gadget-Nerd bei China-Gadgets seit 2015 und immer auf der Suche nach günstigen, hochwertigen Audio-Alternativen.

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Kommentare (5)

  • Profilbild von Fionn
    # 17.01.24 um 22:36

    Fionn

    Der Motion+ ist und bleibt mein absoluter Sound-Geheimtipp.

    Besonders im Stereoverbund ist er sogar dreimal teureren Lautsprechern von Bose (Revolve Plus) überlegen und viermal teureren Bang und Olufsen A1 klanglich ebenbürtig sowie technisch überlegen (besserer EQ, bessere TWS-Funktionalität und aptX).
    Ich hab sie alle (und noch ein paar) selber gekauft, ausführlich live verglichen und die teuren Edelgeräte zurückgeschickt.

    Amazon hat den Motion+ übrigens auch als "refurbished" Version mit voller Garantie separat im Sortiment, da ist er regelmäßig unter 60€ zu haben; das Stereo-Paar also unter 120!.

    • Profilbild von Tim
      # 21.02.24 um 07:55

      Tim CG-Team

      Hi Fionn, danke für deinen Erfahrungsbericht, ja mit dem Motion+ hat Soundcore echt ein Brett raus geschlagen!

  • Profilbild von hypeurope _volt
    # 18.01.24 um 16:35

    hypeurope _volt

    Nutze den Motion+ auch schon seit mehreren Jahren. Hab vor einem Jahr noch einen Tragegurt mit Silikonhülle dazugeholt, was den Lautsprecher für mich als bewegungsaffinen Menschen nochmals enorm aufgewertet hat. Jetzt seit 1 Woche haben wir noch einen Bose Flex Soundlink gebraucht geschossen, dem der Soundcore Motion 300 designtechnisch sehr eindeutig als Vorlage dient.
    Ich habe keinen eindeutigen Favoriten. Der Bose Flex ist im Vergleich ein Leichtgewicht, bietet gefühlt aber etwas weniger Bass. Was mich am Bose stört: 1. die Gummifüße sind zu flach – der Lautsprecher fällt auf weichem Untergrund (Sofalehne, Matratze) gerne direkt um!
    2. Kein Equalizer! Beim Motion+ habe ich das preset von oluvs_gadgets kopiert und nie etwas anderes eingestellt, super zufrieden. Bose bietet von Haus aus keine Equalizer in der App! Die Flex hört sich trotzdem super an, aber gerade am Bass hätte ich gerne etwas rumgefummelt. Probiere es jetzt mal mit Wavelet aus dem Playstore.
    3. Die Schlaufe! ist ja nett, dass es sie gibt! kann man an dem Karabiner festmachen aber das hat der Soundcore Motion 300 verbesserkopiert mit dem Druckknopf!
    Also erstmal wird der Motion+ nicht in die Rente geschickt, ich schaue aber mal nach dem Tragegurt für die Bose Flex und was da noch mit Drittanbieter-Equalizer geht. Am meisten nervt wie gesagt, dass er nicht so stabil steht auf weichem Untergrund – vielleicht schafft hier irgendeine Hülle ja noch Abhilfe..

    Kommentarbild von hypeurope _volt
    • Profilbild von frank l.
      # 25.01.24 um 06:00

      frank l.

      wo finde ich denn was zu diesen von dir genannten presets? den channel hab’ ich gefunden, aber was konkret meinst du? danke im voraus.

    • Profilbild von Tim
      # 21.02.24 um 07:58

      Tim CG-Team

      Wow! Danke für deine ausführliche Beschreibung, auch wenn ich sie gerade etwas spät sehe. Bose ist halt okay, aber müsste für den Preis einfach noch deutlich besser sein, das sehe ich ähnlich. Aber das man dort auch für den Namen bezahlt ist ja nichts Neues 😀

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