Test

Keine Ahnung von Technik? So baust du dir mit dem UGREEN DH2300 deine eigene private Cloud

Ein NAS für Einsteiger: Das UGREEN DH2300 lockt mit einem günstigen Preis und einfacher Installation und könnte so die perfekte Alternative für den Otto-Normal-User sein, der eine datenschutzfreundliche Alternative zu einer kommerziellen Cloud sucht. Klappt die Einrichtung wirklich so leicht? Und wo sind die Fallstricke? Ein Selbstversuch.

ugreen dh2300 beitragsbild

Technische Daten des UGREEN DH2300

Ugreen NASync DH2300 
Festplatteneinschübe2-Bay
Max. Speicherkapazität60 TB
Prozessor (CPU)Rockchip RK3576 (8-Kern, 2.2 GHz)
Anschlüsse1x USB-C 3.2 Gen. 1, 2x USB-A 3.2 Gen 1,  1x 1 Gbit/s, HDMI mit 4K@60Hz
RAID-ModiJBOD, Basic, RAID 0/1
NFCJa
Docker-SupportNein
KI-Foto-FeaturesJa (Gesichts-, Objekt-, Texterkennung)
Preis (UVP)209,99€

Kurzfazit zum UGREEN DH2300

Der UGREEN DH2300 ist ein NAS für absolute Einsteiger. Zwei Festplatten mit 3,5 Zoll oder 2,5 Zoll passen in das Gerät. Die Einrichtung ist denkbar einfach: Das System leitet schnell und einfach durch die Installation.

Die wichtigsten Apps sind vorhanden – wenn auch mit Einschränkungen. In der Musik-App lassen sich Alben nicht vernünftig sortieren. Bei der Übertragung der Fotos muss man auf die Übernahme der Alben verzichten. Ein Zeitstrahl ist aber vorhanden und auch dank lokaler KI können auch Personen oder Landschaften erkannt werden.

Wer fortgeschrittene Anwendungen nutzen möchte schaut aber in die Röhre oder ist auf komplizierte Workarounds angewiesen. Trotzdem: Für Einsteiger ist das UGREEN DH2300 eine sehr gute Alternative zu einer kommerziellen Cloud.

  • Günstiger Preis
  • Einfache Einrichtung
  • Top-Alternative zu Google Drive und iCloud, amortisiert sich bei 4TB Speicher schon nach unter zwei Jahren
  • Apps im System teilweise nur mit rudimentären Funktionen
  • Keine Docker-Unterstützung
  • Keine Linux-App, Steuerung über Browser

Wer schreibt diesen Test?

fred klein

Hi, ich bin Fred! Alles was mit Uhren und Handys zu tun hat, fällt in mein Revier. Und Gadgets natürlich. Gadgets gehen immer!

Ein NAS für Einsteiger?

Wer unsicher ist, ob seine Daten in einer Cloud noch sicher sind oder einfach nicht mehr abhängig vom Preismodell der jeweiligen Anbieter sein möchte, kann mit einem NAS (Network Attached Storage) seine eigene, private Cloud bauen. Das ist auf Dauer günstiger als die stetig steigenden Kosten der Cloud-Dienste und befreit aus dem Abo-Zwang. Aber: Wie technisch versiert muss man sein um ein eigenes NAS zu installieren?

ugreen dh2300 festplatte
Festplatte in einem der zwei Einschubgehäuse des UGREEN DH2300

Viele lassen sich abschrecken. „Zu technisch“ oder „nur was für Nerds“ habe ich da schon öfter gehört, wenn die Leute überhaupt wussten was ein NAS eigentlich ist. Da geht es nämlich schon los: Viele wissen gar nicht, dass es noch Alternativen zu Google Drive oder iCloud gibt.

Auch ich habe mich noch nie mit dem Thema beschäftigt: Bis jetzt. In diesem Test gehen wir Schritt für Schritt die Einrichtung und die wichtigsten Funktionen durch. Wie viel Technikliebe muss man aufbringen, um sich ein NAS zu installieren? Oder ist die Einrichtung einfacher als gedacht?

Die Einrichtung des UGREEN DH2300

Für meinen Selbstversuch habe ich mich für das DH2300 von UGREEN entschieden. Das ist ein NAS für absolute Einsteiger, das auf den ersten Blick erstmal ziemlich günstig daherkommt: Unter 200€ werden aktuell für das Gerät fällig. Die Festplatten für eure Datensicherung sind aber nicht inklusive.

Zwei Festplatten finden im Gerät Platz. Bis zu 60 TB. Das klingt erstmal nach viel, wirklich nutzbar davon wäre aber nur die Hälfte. Wieso das so ist, klären wir später. Da ich aber nicht so viel Speicherplatz brauche, habe ich mich für zwei Festplatten mit je 4 TB (erhältlich zB. bei alza.de) entschieden.

Auspacken und Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt erstaunlich schmal aus. Neben dem Gerät, dass hochwertig verarbeitet wirkt, finden sich noch eine Betriebsanleitung, ein Netzwerkkabel und ein Stromkabel. Auch Schrauben und ein Schraubenzieher sind dabei. Eure Festplatten müsst ihr nämlich ins Gehäuse einschrauben. Aber kein Sorge, das klingt schlimmer als es ist.

ugreen dh2300 lieferumfang
Auch Schrauben und Schraubenzieher sind im Lieferumfang des UGREEN DH2300 enthalten

Die Festplatten einbauen

Um die Festplatten einzubauen hebt ihr den magnetischen Deckel des NAS-Geräts ab und zieht die beiden Festplatteneinschübe heraus. Hier könnt ihr jetzt eure gekauften Festplatten einlegen. Wie genau zeigt euch auch ein Bild in der Betriebsanleitung.

ugreen dh2300 magnetische schrauben
Praktisch: Die Schrauben halten magnetisch am Schraubenzieher

Der mitgelieferte Schraubenzieher hält eure Schrauben magnetisch. Das macht die Befestigung der Festplatten im Gehäuse noch mal einfacher. Jede Festplatte wird mit jeweils sechs Schrauben befestigt. Drei auf jeder Seite. Das ist in ein paar Minuten erledigt. Im Anschluss einfach die beiden Einschübe wieder zurück ins Gehäuse schieben. Ihr hört ein befriedigendes „Klack“: Die Festplatten sind eingerastet, jetzt kann es weitergehen.

ugreen dh2300  festplatte im gehaeuse
Die Gehäuse rasten nach dem Einschub hörbar ein.

Das DH2300 anschließen und einrichten

Auch der Anschluss ist keine Herausforderung: Das Netzwerkkabel kommt an einen leeren Port am Router, das Stromkabel in die Steckdose. Dann wird das Gerät eingeschaltet. Wenn ihr wollt, könnt ihr das NAS direkt über euer Handy einrichten. Dafür könnt ihr euch die UGEEN NAS App herunterladen. (Play Store/iOS).

Auf der Vorderseite des NAS befindet sich noch ein NFC-Tag, der euch auch direkt in die App-Stores führt.

ugreen dh2300 nfc tag
Der NFC Tag findet sich an der Oberseite des UGREEN DH2300

Ich habe mich aber für die Einrichtung im Browser entschieden. Dafür geht ihr einfach auf find.ugnas.com. Das Gerät wurde bei mir sofort erkannt. Jetzt müsst ihr zunächst ein Benutzerkonto anlegen und eure Mailadresse verifizieren.

ugreen nas benutzeroberflaeche
Die Benutzeroberfläche des Betriebssystems

Die ersten Schritte: Speicherpool erstellen

Dann geht es an die Einrichtung des UGREEN DH2300. Die Software führt euch Schritt für Schritt durch den Prozess und hilft euch dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zunächst wird ein Speicherpool erstellt. Da ich zwei Festplatten mit je 4 GB im NAS nutze, habe ich mich für einen Raid 1 – Speicherpool entschieden. Den hat mir die Software auch empfohlen. Das bedeutet konkret, dass meine Daten 1:1 gespiegelt werden und auf beiden Festplatten verfügbar sind. ugreen nas speichermanager

Vorteil: Wenn eine Festplatte mal ausfällt, sind meine Daten weiterhin sicher, da sie auf der zweiten Festplatte noch vorhanden sind. Der Nachteil: Ihr nutzt effektiv nicht die 8 GB Speicherplatz, sondern nur die 4 GB der einzelnen Festplatte. Und auch hier müsst ihr noch etwas Platz für die Systemsoftware abziehen. Das sollte euch also vor dem Kauf der Platten bewusst sein. Kauft immer die doppelte Anzahl an GB pro Platte, die ihr braucht. Dann seid ihr auf der sicheren Seite.

ugreen nas speicherverwaltung
Ich habe mich für die RAID 1 Speichervariante entschieden

Nachdem der Speicherpool über die Software erstellt wurde beginnt das System zu initialisieren. Ihr könnt aber direkt weiter machen und müsst nicht auf die Beendigung des Prozesses warten. Das kann nämlich mehrere Stunden dauern und läuft praktischerweise im Hintergrund.

Die Software steht euch auch mit Tipps zur Seite, was ihr als nächstes tun sollt. In unserem Fall: Unseren ersten Ordner erstellen.

ugreen nas tutorial helfer
Der Assistent leidet noch hier und da unter Übersetzungsfehlern

Wir erstellen unseren persönlichen Ordner, quasi unseren Hauptordner in dem wir alle unsere Daten speichern wollen. Außerdem könnt ihr bei Bedarf direkt noch freigegebene Ordner erstellen, auf die auch andere Zugriff haben oder weitere Benutzerordner. Auch hier gibt es wieder ein kleines Tutorial, dass euch zeigt wo man welche Einstellung vornehmen kann.

ugreen nas app dateien
Erstmal müsst ihr euren persönlichen Ordner erstellen

Als nächstes könnt ihr direkt den Remote-Zugriff auf euer NAS aktivieren. Der ist dafür nötig, um auch außerhalb eures Heimnetzwerks von unterwegs auf eure Daten zugreifen zu können. Das ist wichtig, wenn ihr zum Beispiel Musik oder Videos unterwegs streamen wollt oder Dateien öffnen möchtet. Ein Klick: Fertig.

Wie bekomme ich Dateien auf das NAS?

Dateien auf euer NAS zu bekommen, ist ganz einfach. In der Benutzeroberfläche könnt ihr in der Dateien-App direkt Ordner von eurer Festplatte auf das NAS hochladen. Alternativ könnt ihr euch den Client für Windows oder MacOS installieren, der eure Ordner auch direkt synchronisieren kann. Das ging in meinem Fall nicht, da ich das NAS über einen Linux-PC nutze und hier nur die Browseroberfläche für die Steuerung funktioniert.

ugreen nas cloud verbindung
Fans der iCloud schauen hier leider in die Röhre

Wenn ihr schon Daten auf einer externen Cloud habt, könnt ihr diese direkt mit eurem NAS verbinden und die Dateien entweder herunterladen oder synchron halten. In meinem Fall habe ich Dateien aus dem Google Drive heruntergeladen. Nicht alle Anbieter werden aktuell unterstützt (siehe Screenshot). Zur iCloud könnt ihr beispielsweise keine direkte Verbindung herstellen.

Noch ein Tipp für Google: Hier könnt ihr tatsächlich nur Dateien aus Google Drive importieren, NICHT aus Google Fotos. Da muss leider ein komplizierterer Weg gegangen werden. Über Google Takeout könnt ihr einen Downloadlink für eure Daten in Google Fotos anfordern. Die Zip-Dateien könnt ihr dann runterladen und manuell wieder auf das NAS schieben. Hierbei gibt es aber Einschränkungen, doch dazu später mehr.

UGREEN DH2300 bestellen »

Die Apps des UGREEN DH2300

In der Systemoberfläche findet ihr ein App-Center, mit praktischer Software für euren Netzwerkspeicher. Die wichtigsten Apps werden euch auch direkt vorgeschlagen. Über „Sync & Backup“ könnt ihr zusätzliche Geräte verbinden; zum Beispiel euren PC oder euer Smartphone. Die Cloud-Drives helfen euch, die Verbindung zu den externen Cloud-Diensten herzustellen. Den Rest schauen wir uns jetzt genauer an.

ugreen nas app center 1
App-Center des UGREEN DH2300

Fotos – Das Backup für eure Schnappschüsse

Für viele bestimmt mit das Wichtigste: Eine ordentliche Fotos-App, die die Cloud-Dienste der großen Player ersetzen kann. UGREEN hat mit seiner hauseigenen Fotos-App hier eine rudimentäre aber praktikable Lösung im Angebot.

Zunächst müsst ihr eure Fotos in den gleich benannten Ordner auf eurem NAS schieben. Diese werden dann vom System indexiert und euch im Anschluss in der App angezeigt. Wichtig: Hier müssen eure Metadaten in den Fotos vorhanden sein. Das kann beim Import von Bildern von anderen Diensten manchmal schwierig sein. In meinem Fall wurden die Orte und Daten der Fotos aber erkannt. Die Alben allerdings nicht. Die muss ich jetzt noch einmal neu anlegen.

ugreen nas photos ki
Die lokale KI analysiert auf Wunsch eure Fotos

Spannend: Ihr müsst hier nicht auf Komfort verzichten. Falls ihr eine Personen- oder Objekterkennung wünscht, kann das NAS die lokale KI dafür benutzen, eure Fotos zu analysieren. Auch Texterkennung ist möglich. Doppelte oder ähnliche Bilder können ebenfalls angezeigt werden. Die KI ist von Haus aus deaktiviert und muss manuell hinzugefügt werden. Das geht mit 1-2 Klicks aber ganz einfach.

Die Ansicht ist hier durchaus ähnlich zu Google Fotos oder Apple Fotos. Ihr könnt euch die Bilder anhand eines Zeitstrahls anzeigen lassen und Alben erstellen.

ugreen nas photos app
Beispiel: Suche nach dem Keyword „Berge“

Auch Live-Photos werden in der Ansicht angezeigt. Insgesamt bin ich hier positiv überrascht. Besonders die lokale KI funktioniert in meinem Fall sehr gut und liefert mir direkt auch viele Duplikate (siehe Screenshot).

Musik-App: Endlich ein eigener Musikstreaming-Dienst? Jein.

Ich habe mich am meisten darauf gefreut mir einen eigenen Musikstreaming-Dienst zu bauen. Von unterwegs Musik und Hörspiele hören, ohne alles lokal auf meinem Smartphone zu speichern und nicht auf einen teuren Streaming-Dienst angewiesen zu sein ist für mich purer Luxus. Hier gibt es aber in der Software leider ein paar Einschränkungen. 

Die Alben werden in der Musik-App zwar erkannt, haben aber einen Nachteil: Trotz der richtigen Benennung der Tracks und aktualisierter Metadaten für die Dateien (über MusicBrainz Picard) werden bei mir die Stücke innerhalb der Alben in der falschen Reihenfolge dargestellt. Das ist insbesondere bei Hörbüchern oder Hörspielen mehr als ärgerlich. Hier ist man auf die richtige Reihenfolge angewiesen.

ugreen nas musik app
Album-Ansicht in der Musik-App

Der Grund: Die App sortiert die Tracks nur alphabetisch nach dem Titel in den Metadaten. Bei meinem Beispiel haben aber alle Tracks der Hörspiele unterschiedliche, vom Hersteller gewollte, Benennungen. Daher ist die Wiedergabe über die Musik App fehlerhaft. Hier hilft hoffentlich ein zukünftiges Update, die Metadaten korrekt auszulesen.

Ich habe mir hier mit einem externen Player (Symfonium, Play Store) beholfen. Dafür muss in den Einstellungen des NAS der SMB-Dienst für externen Zugriff aktiviert werden. Über Symfonium kann ich mich dann mit dem Speicher verbinden. Hier werden auch alle Alben korrekt dargestellt und in der richtigen Reihenfolge wiedergegeben.

Theater: Videos in einer schicken Oberfläche

Wer auch Filme oder Serien auf seinem NAS speichert, kann über die App Theater sein eigenes Netflix bauen. In einer grafischen Oberfläche werden die Dateien von Serien beispielsweise direkt passend in Staffeln sortiert. Außerdem zieht sich die App (wenn verfügbar) auch noch zusätzliche Infos aus dem Internet. Darsteller, Crew, Inhalt etc. Das konnte ich aber nicht testen, da ich keine Filme und Serien auf meinem NAS gespeichert habe.

Alternative Programme hierfür sind die bekannten Plattformen Jellyfin und Plex. Diese können aber NICHT auf dem UGREEN DH2300 installiert werden, da das Gerät offiziell keine Docker-Umgebung erlaubt, die für den Betrieb dieser Programme nötig ist. Das geht erst bei den höherpreisigen Modellen. Der Grund: Hardware-Einschränkungen.

Smartphone App: Zugriff von unterwegs

Von unterwegs könnt ihr über die UGREEN App auf euer NAS zugreifen. Auch Fotos können hier automatisch gesichert werden, so dass ihr euch keine Sorgen mehr um einen Datenverlust machen müsst.

Die App bietet quasi sämtliche Einstellungsmöglichkeiten und Zugriffsoptionen, die ihr auch über die Browseransicht am PC bekommt. Mir ist hier zumindest nichts aufgefallen, was ich vermisst habe. Alles wirkt sehr nutzerfreundlich und übersichtlich. Hier hat UGREEN wirklich gute Arbeit geleistet.

Fazit: Bye bye Cloud-Abo!

Kommen wir zur Eingangsfrage zurück: Ist das UGREEN DH2300 die perfekte Alternative für den „Otto-Normal-User“, der Google Drive und iCloud den Rücken kehren will? Die Antwort ist ein vorsichtiges, aber deutliches „Ja“ – wenn man weiß, worauf man sich einlässt.

Das größte Versprechen löst UGREEN definitiv ein: Die Einrichtung ist tatsächlich kinderleicht. Wer einen Schraubenzieher halten und eine Website öffnen kann, bekommt dieses NAS zum Laufen. Die Hardware wirkt für den Preis von unter 200 Euro überraschend hochwertig und durchdacht. Hier wird die Hürde „Technik-Angst“ erfolgreich abgebaut.

Bei der Software zeigt sich jedoch ein zweigeteiltes Bild. Die Foto-App ist das Highlight: Mit lokaler KI, Gesichterkennung und Zeitstrahl bietet sie fast den Komfort der großen Cloud-Anbieter, ohne dass die Daten das eigene Haus verlassen. Dafür muss man beim Umzug dann allerdings auf seine alte Alben-Struktur verzichten.

Die Musik-App patzt bei so simplen Dingen wie der Titel-Sortierung, was Hörbuch-Fans zur Verzweiflung bringen kann, und der fehlende Docker-Support schließt beliebte Anwendungen wie Plex oder Jellyfin kategorisch aus. (Es sei denn, ihr kennt da einen Trick? Bin offen für Vorschläge!) Das DH2300 ist kein Bastel-Server für Nerds, sondern ein „Plug-and-Play“-Datenspeicher.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer ein günstiges, schickes und einfach zu bedienendes Gerät sucht, um seine Handy-Fotos automatisch zu sichern und von überall auf seine Dateien zuzugreifen, macht mit dem UGREEN DH2300 nichts falsch. Das Preis-Leistungs-Verhältnis für diesen Zweck ist ungeschlagen. Bei den immer teurer werdenden Cloud-Preisen habt ihr die Kosten für das Gerät schnell wieder drin. (In meinem Bespiel schon nach knapp zwei Jahren). Wer jedoch plant, ein komplexes Heimkino-System aufzusetzen oder tief in die Server-Verwaltung einzutauchen, sollte lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen und zu den teureren Modellen greifen.

FAQ: Die häufigsten Fragen zum UGREEN DH2300 beantwortet

💰 1. Was kostet das komplette Setup und wann lohnt es sich?

Das NAS-Gehäuse selbst kostet aktuell knapp 180€. Da keine Festplatten enthalten sind, musst du für zwei 4 TB Platten noch einmal ca. 330€ einplanen (Gesamt ca. 500€). Im Vergleich zu einem 4-5 TB Cloud-Abo hast du diese Kosten nach etwa 18 bis 20 Monaten wieder drin.

🛠️ 2. Brauche ich IT-Wissen für die Einrichtung?

Nein, das DH2300 richtet sich an absolute Einsteiger. Ein passender Schraubenzieher (magnetisch) liegt bei, der Einbau der Festplatten dauert nur Minuten. Die Software führt dich Schritt für Schritt durch die Installation.

💾 3. Wie viel Speicherplatz habe ich wirklich zur Verfügung?

Das hängt von deiner Konfiguration ab. Für die Datensicherheit empfiehlt das System RAID 1 (Spiegelung). Das bedeutet: Wenn du zwei 4 TB Festplatten kaufst, hast du effektiv nur 4 TB nutzbaren Speicher, da die Daten 1:1 auf der zweiten Platte zur Sicherung kopiert werden.

📸 4. Kann die Foto-App Google Fotos oder iCloud ersetzen?

Größtenteils ja. Die App bietet eine Zeitstrahl-Ansicht und eine lokale KI, die Gesichter und Objekte erkennt (ohne Datenweitergabe). Ein Nachteil: Bestehende Alben-Strukturen von anderen Diensten werden beim Import leider nicht übernommen.

☁️ 5. Kann ich meine Daten direkt aus der Cloud umziehen?

Das kommt auf den Anbieter an. Dateien aus Google Drive lassen sich direkt importieren. Bei Google Fotos und der iCloud ist der direkte Weg versperrt – hier musst du die Daten erst herunterladen und dann manuell auf das NAS schieben.

🚫 6. Kann ich Apps wie Plex oder Jellyfin nutzen?

Nein, das ist der größte Haken für Heimkino-Fans. Das UGREEN DH2300 unterstützt aufgrund der Hardware kein Docker. Damit können beliebte Server-Anwendungen wie Plex oder Jellyfin nicht installiert werden. Dafür müsste man zu einem teureren Modell greifen.

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Fred

Ganz schön smart: Alles was mit Uhren und Handys zu tun hat, fällt in mein Revier. Und Gadgets natürlich. Gadgets gehen immer!

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Kommentare (20)

  • Profilbild von philfry
    # 14.01.26 um 21:48

    philfry

    für welche die was ganz eigenes wollen gibt's auch nextcloud, das läuft super mit Linux auf einem rasperry

  • Profilbild von oellknn
    # 14.01.26 um 20:30

    oellknn

    Ich habe das vergleichbare System Mycloud Home Duo von Western Digital. Die App ist absolut unterirdisch.

  • Profilbild von lordofessen
    # 14.01.26 um 19:50

    lordofessen

    Du hast mehrmals 4GB und 8GB drinstehen… Ich denke mal, du meinst TB?

  • Profilbild von Thommy
    # 26.11.25 um 11:21

    Thommy CG-Team

    Du kannst die Daten über RAID 1 spiegeln, ja. Bedanke dabei, dass du dann von den zwei Festplatten eben nur die Hälfte ihrer Gesamtkapazität nutzen kannst.

    Best

    Thommy

    • Profilbild von jensen
      # 14.01.26 um 22:00

      jensen

      Und somit verschleißen auch beide Platten und verbrauchen Strom. Dann lieber Fotos auf die Eine und Videos auf die andere.

  • Profilbild von akitohokai
    # 25.11.25 um 03:05

    akitohokai

    Ich möchte meine Daten (Fotos, Dokumente) darauf speichern und dies gespiegelt, falls mal eine Platte ausfällt. Kann ich dies damit umsetzen?

    Danke euch 😊

  • Profilbild von Martin
    # 21.10.25 um 14:17

    Martin

    Leider funktioniert der Rabattcode für Amazon nicht. Gibt es da noch einen anderen?

  • Profilbild von Lutz
    # 18.10.25 um 14:17

    Lutz

    ich habe mir letztens das DH4300 Plus geholt und muss wirklich sagen, dass ich begeistert bin, einfach zu handhaben und einzurichten.
    Toller Funktionsumfang, "nimmt" alle Festplatten.
    Werde mir die 2 Bay Variante dann wohl auch gönnen 👌🏼

    • Profilbild von Thommy
      # 27.10.25 um 09:37

      Thommy CG-Team

      Hey, super, berichte uns gern über deine Erfahrungen.

      Best

      Thommy

  • Profilbild von Rudi Ratlos
    # 16.10.25 um 08:38

    Rudi Ratlos

    Ich sehe den Sinn von diesem NAS hier leider irgendwie garnicht, ausgehend vom eigenen ugreen Lineup aktuell.

    Die haben bereits das 4 Bay DH4300, was in meinen Augen durch 4* HDDs / 8GB RAM und 2.5GB Ethernet irgendwie Sinn machen kann(man könnte auf Raid setzen) jedoch zu hoch eingepreist ist.

    Wer soviel nicht ausgeben möchte, greift zum hausinternen Konkurrent (DXP2800) denn dieses hat für geringen Aufpreis folgende Vorteile:

    – hat zusätzlich 2* NVME SSD Slots
    – diese nicht zwangsweise als Cache am laufen haben, sondern auch als JBOD Volume für PROD genutzt
    – somit könnten dort OS+VMs+sämtliche Backups rauflaufen und man hat HDDs im deep sleep
    – von dort aus Wöchentlich auf HDD sichern, die dann nur 1* Spinup/down haben pro Woche
    – x86 Architektur (Intel), man kann VMs laufen lassen
    – man ist Unabhängig vom UGOS und könnte irgend ein OS installieren
    – es hat Aufrüstbaren RAM wo offiziell 1*16GB DDR5 gehen, inoffiziell wohl 32GB
    – es hat 2.5GB Ethernet

    • Profilbild von Thommy
      # 27.10.25 um 09:39

      Thommy CG-Team

      Für Technik-Fans ist das sicherlich so, Rudi. Aber wie schon angemerkt wurde: Wenn es um jeden Euro geht und es ein absolutes einfaches Basisgerät sein soll, dann macht das DH2300 Sinn. Denn schließlich scheint es eben doch Bedarf an einer Art "Low-End-NAS" zu geben.

    • Profilbild von M.ark
      # 16.10.25 um 18:28

      M.ark

      Es macht Sinn für Leute die einfach nur ein sicheres Backup ihrer Daten machen wollen.
      Die streamen nichts immer ihr Netzwerk oder brauchen Zugriff immer und jederzeit.
      Otto Normalo Reihe es, wenn er seine Fotos übers Netz zu Hause gucken kann und vielleicht Mal ein Video.

  • Profilbild von MongerX
    # 15.10.25 um 16:33

    MongerX

    Nass-Neuling hier. Reicht das Teil für Plex oder zu schwach ?

    • Profilbild von Shadow
      # 18.11.25 um 23:09

      Shadow

      Ja aber ugreen hat ihre eigene „Theater“ App die mindestens genau so gut ist Wie plex aber 1000 mal leichter einzurichten

    • Profilbild von Alsaya
      # 16.10.25 um 16:56

      Alsaya

      Sonic Analysis benötigt AMD oder Intel, sonst geht es

    • Profilbild von Preacher
      # 15.10.25 um 17:18

      Preacher

      locker, habe, außer Betrieb, ein Asustor AS1002T mit Marvell dual-core und 512MB RAM, Plex läuft darauf super performant, Docker schnauft die Kiste aber kaum.
      Habe aktuell ein AS5304T, aufgerüstet auf 32GB RAM, das macht viel mehr Freude mit Docker, für Medienserver und Netzwerkfreigabe reicht ein ARM-NAS aber völlig

  • Profilbild von Max Mustermann
    # 15.10.25 um 16:17

    Max Mustermann

    ARM+1Gbit+OS nur vom Hersteller finde ich nach langer Synology Knechtschaft nicht wirklich gut.

    Das AOOSTAR R1 2 Bay ist das flexibler was Software angeht, hat 2x 2.5GB und eine N150 CPU. Preis: 179 USD + xx für den Ram

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