Waveshare 7-Zoll Display: Ist dieses Smart Home Display wirklich ein rundes Ding?

Runde Displays liegen im Trend. Spätestens seit dem Google Nest Thermostat wollen viele Smart-Home-Bastler weg vom langweiligen Rechteck. Waveshare bedient diesen Wunsch nun mit einem neuen 7-Zoll Touch-Display, das mit seiner kreisrunden Form und hohen Auflösung definitiv ein Hingucker ist. Doch bevor ihr den Bestell-Button drückt: Dieses Gadget hat Tücken, die man kennen muss. Es ist kein eigenständiges Gerät, sondern „nur“ ein Monitor – und das bringt Probleme mit sich, die den Traum vom cleanen Wand-Panel schnell zerstören könnten.

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Hardware: Top-Werte, aber…

Rein technisch liefert Waveshare ab. Das IPS-Panel löst mit 1080 x 1080 Pixeln auf, was bei 7 Zoll Durchmesser extrem scharf ist. Die Helligkeit von 800 Nits sorgt dafür, dass man auch bei Tageslicht etwas erkennt. Ein kapazitiver 10-Punkt-Touch und eine Front aus gehärtetem Glas runden das Paket ab.

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Auf der Rückseite finden sich Abstandshalter, um einen Raspberry Pi oder Jetson-Board direkt aufzuschrauben. Angeschlossen wird dieser per HDMI (Bild) und USB-C (Touch/Strom). Und genau hier wird’s ästhetisch „unschön“.

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Kein All-in-One Gerät

Viele suchen nach einem Display, das man flach an die Wand hängt, Strom dran, fertig – wie ein Tablet. Das Waveshare-Display ist aber nur ein „dummer“ Monitor. Ihr müsst zwingend einen Zuspieler (Raspi, Jetson-Orion, Mini-PC) dahinterklemmen.

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Dadurch wird die Konstruktion dick und klobig. Eine Ausnahme mag hier, der ebenfalls unterstütze Raspberry Pi Zero 2 W sein. Und dennoch: Ein flacher „Nest-Look“ an der Wand ist so kaum möglich, es sei denn, man stemmt ein Loch in den Putz, um die Technik zu versenken. Zudem müsst ihr euch um die Verkabelung und Stromversorgung kümmern, was bei DIY-Lösungen oft in unschönen Kabeln endet. Tablets sind hier, trotz der Akku-Problematik bei Dauerstrom, oft die elegantere und flachere Lösung.

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Software-Frust: Ecken ab!

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Waveshare-Runddisplay: Für Bastelprojekte sicherlich besser geeignet als für Smart Home

Ein weiteres Problem ist die Software. Euer Raspberry Pi oder Windows-PC gibt standardmäßig ein rechteckiges Bild aus. Das Display ist aber rund. Die Folge: Windows-Startmenüs, Taskleisten oder Buttons in den Ecken werden einfach abgeschnitten. Ihr braucht zwingend eine speziell angepasste Benutzeroberfläche (UI), die kreisförmig angeordnet ist.

Waveshare stellt zwar zukünftig einen Wiki-Eintrag dafür bereit, aber eine fertige „Plug & Play“-Lösung z.B. für Home Assistant gibt es (noch) nicht. Wer hier nicht selbst programmieren oder CSS anpassen kann, wird mit abgeschnittenen Menüs leben müssen.

Einschätzung: Teurer Bastel-Spaß

Mit rund 150 bis 170 Euro ist das Display teuer – wohlgemerkt ohne den benötigten Raspberry Pi. Für das Geld bekommt man schon ein gutes Android-Tablet, das flacher ist, WLAN und Akku integriert hat und out-of-the-box funktioniert.

Das Waveshare-Display ist ein cooles Bauteil für sehr spezifische Projekte (z.B. als Tacho-Ersatz im Auto-Simulator oder für eine selbstgebaute Jukebox), aber als generelles Smart-Home-Dashboard für die Masse ist es zu teuer, mit Anbauten zu dick und zu aufwendig in der Einrichtung.

Quelle(n):

2d3f5e27b6fa484390384109330aa19a Hier geht's zum Gadget

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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