XGIMIs MemoMind: Von der Leinwand ins Gesicht – erste KI-Brille unter neuer Marke
XGIMI, bisher ausschließlich für Projektoren bekannt, steigt in den Markt für KI-Wearables ein. Mit MemoMind kündigt das Unternehmen eine komplett neue Hardware-Marke an und stellt seine erste KI-Brillenserie vor. Der Plan: die eigene Expertise in Optik und Design nutzen, um KI unauffällig in den Alltag zu bringen. Kann dieser Quereinstieg gelingen?
Inhalt
Die Brille als unauffälliger KI-Träger
Bei der MemoMind-Serie handelt es sich um KI-gestützte Brillen, die sich optisch kaum von normalen Sehhilfen unterscheiden sollen. XGIMIs Ziel war es, kein klobiges Tech-Gadget zu entwickeln, sondern KI in einen etablierten Alltagsgegenstand zu integrieren. Apollo Zhong, Gründer von XGIMI, erklärt: „Brillen sind ein etablierter Alltagsgegenstand und erfordern keine neuen Nutzungsgewohnheiten.“ Der Fokus liegt also auf geringem Gewicht, hohem Tragekomfort und einem modularen Aufbau.
Modularität und hybride KI
Das MemoMind-Sortiment startet mit drei angekündigten Linien:
- Memo One: Das Topmodell mit beidäugigem Display und Lautsprechern für visuelle und akustische KI-Interaktionen
- Memo Air Display: Eine dezentere Variante mit monokularem Display für grundlegende Informationen.
- Ein drittes, noch unauffälligeres, Modell ist noch in Entwicklung.
Alle Brillen sind modular aufgebaut und bieten acht verschiedene Fassungen sowie fünf Bügelvarianten. Auch Korrekturgläser werden unterstützt und können in der passenden Stärke eingefügt werden. Die KI-Funktionen wie Übersetzungen, Zusammenfassungen oder Notizen basieren auf einem hybriden System, das je nach Aufgabe auf verschiedene große Sprachmodelle (u.a. von OpenAI und Microsoft Azure) zugreift. Die Informationen werden dabei transparent über sogenannte „Air-Displays“ ins Sichtfeld eingeblendet.
Preis, Akku und das KI-Versprechen
Bei all der vielversprechenden Technik gibt es die üblichen Hürden, die den Markt für KI-Brillen bisher ausbremsen. Der Preis für das Topmodell Memo One liegt bei ambitionierten 599 US-Dollar. Damit konkurriert man direkt mit etablierten Playern wie Meta und Ray-Ban, haben aber auch keine Kamera integriert.

Ein weiterer kritischer Punkt ist der Akku. XGIMI verspricht zwar eine ganztägige Nutzung (das Ladeetui soll eine Woche halten), doch die reale Laufzeit bei aktiver Nutzung bleibt abzuwarten und ist oft die Achillesferse solcher Wearables. Die größte Frage ist aber, wie gut und nahtlos die KI im Alltag wirklich funktioniert. Viele KI-Features klingen auf dem Papier gut, sind in der Praxis aber oft langsam oder unzuverlässig. Wärt ihr interessiert an einer KI-Brille?
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu MemoMind
🤔 Was ist MemoMind?
MemoMind ist eine neue Marke von XGIMI (bekannt für Beamer), die sich auf die Entwicklung von KI-gestützten Brillen und Wearables konzentriert.
👓 Kann ich meine eigenen Gläser mit Sehstärke verwenden?
Ja, die MemoMind-Brillen sind so konzipiert, dass sie Korrekturgläser von Optikern unterstützen.
🔋 Wie lange hält der Akku?
XGIMI gibt eine Akkulaufzeit für einen ganzen Nutzungstag an. Das mitgelieferte Ladeetui soll die Gesamtnutzungsdauer auf bis zu eine Woche verlängern.
💰 Was kostet die Brille und wann ist sie verfügbar?
Das Topmodell Memo One wird rund 599 US-Dollar kosten. Vorbestellungen sollen in Kürze starten, ein genaues Datum für Europa ist aber noch nicht bekannt.
Quellen
- XGIMI / MemoMind Pressemitteilung
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