Xiaomi Luftpumpe „Mini“ – Kompakte Version des beliebten Kompressors für 40€
Nach mehreren Versionen des recht beliebten Kompressors für Fahrräder und Autoreifen bringt Xiaomi eine angepasste und nochmals kompaktere Variante auf den Markt. In der nun dritten Generation ist die Luftpumpe kleiner und hat anstatt eines flexiblen Schlauchs eine starre Verbindung zum Radventil.
- Xiaomi Luftpumpe Mini („3. Generation“)
- bei Banggood für 38€
Inhalt
Portable Kompressoren sind praktisch für unterwegs
Das Prinzip ist mittlerweile hinreichend bekannt: Der Kompressor erzeugt Druck und befüllt damit den Reifen. Da es sich um ein sehr kompaktes Format handelt, sind solche Geräte ideal für unterwegs, da sie einfach in den Rucksack oder die Fahrradtasche passen. Der offensichtliche Vorteil ist, dass man nicht selbst mit der Luftpumpe Hand anlegen und ins Schwitzen geraten muss. Das Aufpumpen dauert – je nachdem, wie viel Luft fehlt – oft nur wenige Sekunden.
Solche Kompressoren oder „elektrische Luftpumpen“ gibt es nicht nur von Xiaomi. Amazon etwa ist voll davon; hier gibt es sehr günstige Geräte wie dieses Modell für 20€ oder auch solche von namhaften Herstellern wie dieses etwas unhandlichere, aber extrem gut bewertete Modell von Bosch.
Was ist neu?
Neu ist vor allem das Design. Anstatt eines kurzen Schlauches auf der Oberseite, dessen Ende dort ebenfalls eingesteckt wurde und ein „U“ formte, gibt es nun ein Rohr an der Seite des Kompressors. Das ist nicht mehr flexibel, sondern kann rotiert werden. Das Ventil am Ende lässt sich drehen. Die Entscheidung ist definitiv interessant. Das Konzept ist jetzt weniger flexibel und mit dem Rohr an der Seite sieht das Gerät auch nicht mehr ganz so „elegant“ aus.
In der Praxis macht es kaum einen Unterschied. Der „Schlauch“ ist hier genau genommen etwas kürzer, aber bei keinem Reifen hat man damit Probleme, an das Ventil zu gelangen.
Vielleicht war das Design aber nötig, denn die Pumpe ist deutlich kleiner als die bisherigen Modelle. Sie ist nur 9,3 cm hoch und 6 cm breit, während die bisherigen Modelle noch über 12 cm groß waren. Das Design ist sonst größtenteils gleich geblieben. Schwarzes, schlichtes Gehäuse; vier Tasten in Kreisform (wodurch man sich immer etwas an einen alten iPod erinnert fühlt) und ein Display, das den gewünschten und den aktuellen Luftdruck anzeigt.
Das Display scheint nun etwas matter zu sein und die Anzeige ist aus jedem Winkel und selbst bei Lichteinfall gut lesbar. Für den gegenteiligen Fall, wenn man im dunklen Keller oder auf einem unbeleuchteten Radweg mit der Luftpumpe hantiert, gibt es wieder eine integrierte LED, die als Taschenlampe genutzt werden kann.
Über die Bedienung können wir hier wirklich nichts Neues erzählen. Wir haben jede der bisherigen Versionen ausprobiert und können bestätigen: Hier ist alles wie gehabt. Warum aber auch etwas ändern, was von Anfang an gut funktioniert hat?
Es gibt ein paar wählbare Modi für Roller, Fahrräder und Bälle, die schon ungefähr den richtigen Druck eingestellt haben. Man kann zwischen der Anzeige in bar oder PSI wählen und den Druck auch noch manuell anpassen, ehe man die Starttaste drückt und der Kompressor beginnt, zu arbeiten. Das ist ziemlich laut und sorgt für verstörte Blicke, wenn man mitten im Büro mal eben den Kompressor am letzten Test-E-Scooter ausprobieren möchte. Fragt mich nicht, woher ich das weiß. Ist der gewünschte Druck erreicht, stoppt die Pumpe von allein.

Viel Power für Fahrrad- und Autoreifen
Bei der Leistung bleibt alles mehr oder weniger beim Alten. Der Kompressor liefert wieder bis zu 150 PSI, was genug für alle Arten von Fahrrad-, Motorrad- und Autoreifen ist. Meine Fahrradreifen etwa benötigen 40 bis 65 PSI bzw. 2,8 bis 4,5 bar. Rennradreifen werden mit mehr Druck befüllt; hier geht es schon mal in Richtung 100 PSI.
Ein 2000 mAh großer Akku soll 8 Fahrradreifen vollständig aufpumpen können. Das gilt für leere Reifen; will man nur den Druck anpassen, geht das auch öfter mit einer Akkuladung. Es dauert außerdem nur wenige Sekunden, mal eben den Druck anzupassen. Das ist trotzdem einfach und schneller, als es händisch mit der Luftpumpe und Muskelkraft zu machen.
Für größere, aufblasbare Objekte ist die Pumpe nach wie vor nur eingeschränkt zu gebrauchen. Es liegt ein Aufsatz für Ventile an Fuß- oder Basketbällen bei und diese kann man damit aufpumpen oder auch einfach den Druck anpassen. Testhalber habe ich versucht, einen komplett entleerten Gymnastikball damit aufzublasen. Das dauert mehrere Minuten und besonders der Schlauch (weniger das Gerät selbst; immerhin) wird dabei auch sehr warm. Auch für Luftmatratzen und ähnliches nutzt man das Gerät eher nicht.
Warum braucht es ein neues Gerät?
Diese Frage muss schon erlaubt sein. Xiaomi hat die Luftpumpe bereits mehrfach aktualisiert: Nach dem ersten Modell kam eine 1S-Version, später auch eine Version 2 und anschließend 2 Pro. Geändert hat sich in all der Zeit eigentlich nichts. Seit dem 1S-Modell werden auch Autoreifen unterstützt, anschließend wurde geringfügig die Akkukapazität erhöht und das Pumpen soll schneller vonstattengehen. Nutzt man die Pumpe nur, um die Luft in Fahrradreifen immer mal wieder aufzufüllen, ist der Unterschied aber vernachlässigbar.
Hier hat man es nun immerhin geschafft, das Gerät noch kompakter zu halten. Für eine Luftpumpe, die man auf Radtouren ja irgendwie verstauen muss, vielleicht die wichtigste Eigenschaft. Wer bereits eines der anderen Modelle besitzt, muss aber nicht upgraden. Ich selbst habe eines der Geräte zu Hause im Fahrradkeller und nutze es eigentlich nur dort – da machen die drei Zentimeter weniger keinen Unterschied.

Wer aber auf der Suche nach so etwas ist der kann die Augen danach offen halten, dass das Modell mal günstig zu haben ist. Aktuell findet man es hauptsächlich als Import aus China (und auch nur die Version mit chinesischer Gebrauchsanleitung). Solange man dort noch mehr als 40 Euro zahlt, während es andere Modelle auch mit kürzeren Versandwegen für weniger gibt (zB hier das 2er Modell bei Amazon) würde ich mit dem Kauf noch warten, wenn ihr nicht gerade eine exakt 10×6 cm große Tasche habt und genau dort die Luftpumpe unterbringen müsst.
Insgesamt also ein wieder gelungenes Produkt, das aber in Konkurrenz zu seinen Vorgängern steht. Am Ende kann es nur durch einen niedrigeren Preis wirklich überzeugen.
Hier geht's zum GadgetWenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.







Sortierung: Neueste | Älteste
Kommentare (13)