Nach dem 3-Trommel-Giganten: Xiaomi bringt High-End-Waschtrockner mit „Super-Elektrolyse“
Nach dem gigantischen Xiaomi-Waschtrockner mit drei Trommeln legt Xiaomi nun nach und bringt mit der Mijia Washing Machine Pro (Modell XHQG100MJ206) ein Gerät auf den Markt, das wieder in normale Nischen passt, technisch aber fast noch spannender ist. Statt auf schiere Größe setzt man hier auf Chemie-Physik: Eine neue „Super-Elektrolyse-Technologie“ soll Wäsche desinfizieren und Flecken entfernen, ganz ohne aggressive Spezialreiniger.

| Modell | Xiaomi Mijia Washing Machine Pro (XHQG100MJ206) |
| Kapazität | 10 kg Waschen / 7 kg Trocknen |
| Maße | 598 x 570 x 850 mm |
| Motor | Direct Drive (DD) Inverter |
| Schleudern | max. 1200 U/min |
| Features | Super-Elektrolyse, Auto-Dosierung, App-Steuerung, Fresh-Air-Modus |
Inhalt
Wasch-Chemie mal anders: Sauber durch Strom?
Das Highlight dieses Modells ist nicht die Größe, sondern das, was im Inneren mit dem Wasser passiert. Xiaomi verbaut ein Elektrolyse-Modul. Wer im Chemieunterricht aufgepasst hat, weiß: Hier wird Wasser durch elektrische Spannung aufgespalten. Die Maschine erzeugt dadurch direkt im Wasserfluss reaktive Sauerstoffmoleküle und OH-Radikale.
Was bringt das im Alltag? Laut Xiaomi ersetzt dieser Prozess chemische Zusätze. Die Technologie soll eine Sterilisationsrate von 99,99% erreichen – und zwar im kalten Wasser. Das schont die Fasern und spart Energie, da man nicht mehr auf 60 oder 90 Grad hochheizen muss, um Bakterien zu töten. Zudem verspricht der Hersteller, dass Vergilbungen aus weißen Shirts entfernt werden und Farben besser erhalten bleiben. Selbst hartnäckige Flecken wie Sojasauce oder Blut sollen durch die oxidative Wirkung besser gelöst werden.

Smarte Dosierung & HyperOS
Die Basisdaten lesen sich für den Preis von umgerechnet rund 400 Euro beeindruckend. Ein Direct-Drive-Motor sorgt für leisen Lauf und Langlebigkeit (10 Jahre Garantie auf den Motor). Die Waschwirkung (Washing Ratio) wird mit 1,3 angegeben, was weit über dem chinesischen Standard von 1,03 liegt und auf eine sehr effiziente Mechanik hindeutet.
Wie es sich für ein Pro-Modell gehört, müsst ihr Waschmittel nicht mehr pi mal Daumen in die Schublade kippen. Die Maschine besitzt eine Zwei-Wege-Automatik-Dosierung. Ihr füllt die Tanks einmal im Monat auf, und Sensoren ermitteln anhand des Wäschegewichts exakt die benötigte Menge an Waschmittel und Weichspüler.

Natürlich ist das Gerät im HyperOS Connect Ökosystem angesiedelt. Per App lässt sich der Waschgang starten, überwachen oder planen. Ein spannendes Detail für Vergessliche: Wenn die Wäsche fertig ist und ihr sie nicht sofort rausholt, startet der Xiaomi Waschtrockner automatisch eine „Fresh Air“-Funktion. Sie schüttelt die Wäsche regelmäßig auf und bläst frische Luft durch die Trommel, damit nichts müffelt oder knittert – selbst wenn ihr erst am nächsten Morgen ausräumt.
Xiaomi Waschtrockner: 1200 U/min…reicht das?
Ein Detail dürfte deutsche „Schleuder-Fetischisten“ aber stören: Die maximale Schleuderdrehzahl liegt bei 1200 U/min. In Deutschland sind 1400 oder 1600 U/min Standard, um die Trocknungszeit zu verkürzen. Da es sich hier aber um einen Waschtrockner handelt (10 kg Waschen / 7 kg Trocknen), gleicht das integrierte Trocknungsmodul die Restfeuchte wieder aus. Getrocknet wird übrigens schonend bei 55 bis 65 Grad, gesteuert durch präzise Temperatursensoren, die den Vorgang stoppen, sobald die Wäsche trocken ist („Stoff-Schutz“).

Einschätzung: Innovation, die wir hier bräuchten
Xiaomi zeigt zumindest in China erneut, wie viel Technik man für vergleichsweise wenig Geld in ein Haushaltsgerät packen kann. Eine Waschmaschine mit integriertem Trockner, automatischer Dosierung, App-Anbindung und Elektrolyse-Desinfektion für 405 Euro (3199 Yuan UVP)? Bei Miele, Bosch oder Siemens zahlt man für dieses Feature-Set locker das Dreifache.
Die Elektrolyse-Technik ist besonders für Allergiker oder Eltern kleiner Kinder spannend, da sie Hygiene ohne chemische Keule verspricht. Leider bleibt es dabei: Solange Xiaomi Großgeräte wie den Xiaomi Waschtrockner nicht offiziell nach Europa verschifft, bleibt uns nur der neidische Blick nach Fernost.
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