2 Handys gleichzeitig? Das kann Xiaomis neues 80€-Band
Zur Veröffentlichung der Xiaomi 17T Serie hat Xiaomi auch die Pro-Version des Xiaomi Smart Band 10 vorgestellt. Diese Ausführung punktet mit massiven Verbesserungen bei der Displayhelligkeit, einem spürbar schlankeren Gehäuse und einem durchaus praktischen Feature für Nutzer, die mit zwei Smartphones gleichzeitig hantieren.
- Xiaomi Smart Band 10 Pro
Inhalt
Schlankeres Design und helleres Display
Im Kern bleibt das Xiaomi Smart Band 10 Pro der bekannten Designsprache treu, speckt an den entscheidenden Stellen jedoch merklich ab. Mit Gehäuseabmessungen von 46,18 x 33,35 x 9,7 mm ist das Band im Vergleich zum Vorgänger (10,8 mm) ein ganzes Stück flacher geworden. Auch das Gewicht fällt mit 21,6g (ohne Armband) angenehm leicht aus. Neben dem Standardrahmen aus hochfestem Aluminium, der in drei verschiedenen Farben erhältlich ist, spendiert Xiaomi dem Gerät diesmal auch eine edle Ceramic Edition für all jene, die sich etwas mehr optische Wertigkeit am Handgelenk wünschen.
Der 1,74 Zoll große AMOLED-Bildschirm löst weiterhin mit 480 x 336 Pixeln auf und bietet eine flüssige Bildwiederholrate von bis zu 60 Hz. Drastisch nachgebessert hat Xiaomi allerdings bei der Helligkeit: Das Panel erreicht nun eine Spitzenhelligkeit von stolzen 2000 Nits (sowie 1500 Nits im High Brightness Mode). Zum Vergleich: Der Vorgänger schaffte unter besten Bedingungen maximal 1200 Nits. Damit dürfte das Ablesen unter direkter Sonneneinstrahlung kein Problem mehr darstellen. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt aber: Auch in dieser Generation gibt es keine physische Taste, was die Bedienung komplett auf den Touchscreen beschränkt.
Gleicher Akku, besseres Tracking & GPS
Beim Akku verzichtet Xiaomi auf riskante Experimente und verbaut erneut eine Kapazität von 350 mAh. Unter den Bedingungen leichter Benutzung wird eine Laufzeit von bis zu 21 Tagen versprochen. In der Realität mit aktivierten Messungen wird dieser Wert natürlich sinken, die Ausdauer dürfte sich aber weiterhin auf einem sehr soliden Niveau bewegen. Geladen wird gewohnt unkompliziert über ein magnetisches Ladekabel.
Sportler können auf ein integriertes, unabhängiges Fünf-Satelliten-GNSS zurückgreifen, wodurch Laufrunden präzise und ganz ohne Smartphone-Begleitung aufgezeichnet werden sollen. Beim Xiaomi Band 8 Pro hat das damals im Test überraschend gut funktioniert. Das Band unterstützt über 150 Sportmodi, darunter einen speziellen Track-Modus für Laufrunden sowie einen Radfahrmodus, der das Smartphone in ein Live-Dashboard verwandelt.
Auch die Sensorik wurde verfeinert: Ein überarbeitetes PPG-Modul soll die Genauigkeit der Herzfrequenzmessung auf 98,2 % anheben. Das Schlaftracking liefert nun zudem detaillierte Berichte zur Herzfrequenzvariabilität (HRV). Für das Zyklustracking kooperiert Xiaomi diesmal mit dem bekannten Anbieter Clue. Dafür legen sie dem Band eine dreimonatige, kostenlose „Clue Plus“-Mitgliedschaft bei. Eine Wasserdichtigkeit bis 5 ATM ist ebenfalls wieder gegeben.
Konnektivität: Zwei Smartphones gleichzeitig koppeln
Das installierte Betriebssystem basiert auf Xiaomis HyperOS. Neben den üblichen Anwendungen wie Mediensteuerung, Wecker oder Taschenrechner sticht eine Neuerung besonders hervor: Der sogenannte Dual-Device Message Sync.
Dieses Feature ermöglicht es, das Smart Band zeitgleich mit zwei Telefonen zu verbinden – beispielsweise einem Xiaomi-Smartphone (mit HyperOS 3.0 oder höher) und einem iPhone (ab iOS 14). Anrufe, Nachrichten und Benachrichtigungen beider Geräte laufen somit auf einem einzigen Display zusammen. Das ist insbesondere für Nutzer mit einem privaten und einem geschäftlichen Smartphone ein echter Gewinn. Ein verbesserter linearer Vibrationsmotor soll zudem für präzisere Vibrationen sorgen, die sich je nach Benachrichtigungstyp unterscheiden lassen. Verwaltet wird das Gerät wie gewohnt über die Mi Fitness App.
Xiaomi Smart Band 10 Pro kaufen?
Das Xiaomi Smart Band 10 Pro vollzieht keine radikale Revolution, verbessert sich aber an genau den richtigen Punkten. Das flachere Gehäuse trägt im Alltag deutlich weniger auf und das extrem helle Display ist ein echter Gewinn für den Außeneinsatz. Das Highlight dürfte für viele jedoch die Kopplungsmöglichkeit von zwei Telefonen gleichzeitig sein. Wer den Schritt von einem herkömmlichen Fitness-Tracker wagen möchte, ohne direkt das klobige Format einer vollwertigen Smartwatch am Handgelenk tragen zu wollen, erhält hier ein durchdachtes Gesamtpaket.
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