Xiaomi Smart Camera C500: Das Namens-Chaos geht weiter – aber die Technik überzeugt

Manchmal möchte man die Produktmanager bei Xiaomi einfach nur schütteln; denn da blickt einfach keiner mehr durch. In China gab es zuerst eine C500 Pro, dann eine C500 (mit Dual-Objektiv)und nun bringt der Hersteller hierzulande die Xiaomi Smart Camera C500 auf den Markt. Die hat aber weder zwei Linsen, noch ist sie ein Pro-Modell – und trotzdem bietet sie mit 6 Megapixeln (3,5K) eine stattliche Auflösung. Was bietet die Überwachungskamera für 55 Euro?
XiaomiC500 Indoor Cam 1

Technische Daten im Überblick

ModellXiaomi Smart Camera C500
Auflösung3200 x 1800 (6 MP / 3,5K)
Sichtfeld360° horizontal / 116° vertikal
KonnektivitätWi-Fi 6 (2,4 & 5 GHz), Bluetooth 5.0
SpeichermicroSD (bis 256 GB), NAS, Cloud
FeaturesLokale KI (Personen/Tiere), Privacy Shield, IR-Nachtsicht (940nm)
Maße79 x 79 x 119 mm

Mehr Pixel als die Pro-Version?

Das Verwirrende an diesem Launch ist das Datenblatt. Die hierzulande erhältliche C500 Pro löst mit 5 Megapixeln (3K) auf. Die nun vorgestellte „normale“ C500 bietet hingegen einen 6 Megapixel Sensor, der eine Auflösung von 3200 x 1800 Pixeln liefert. Xiaomi nennt das „3,5K“. Damit erhaltet ihr theoretisch ein schärferes Bild als beim teureren Schwestermodell.

XiaomiC500 Features

Für gute Bilder bei Nacht soll eine große f/1.6 Blende sorgen, die viel Licht auf den 1/2,45 Zoll Sensor lässt. Wenn es ganz dunkel wird, schalten sich 940nm Infrarot-LEDs dazu. Diese Wellenlänge ist für das menschliche Auge unsichtbar, was bedeutet, dass die Kamera im Schlafzimmer nicht rot glimmt und den Schlaf stört. Wie üblich hängt diese Art von Cams am Strom, es ist also kein Akku verbaut.

XiaomiC500 IR

Lokale KI und Wi-Fi 6

Unter der Haube werkelt ein Chip, der laut Xiaomi 1 TOPS (Tera Operations Per Second) Rechenleistung für lokale KI-Funktionen bereitstellt. Das ermöglicht eine Personen- und Haustiererkennung direkt auf dem Gerät, ohne dass die Daten zur Analyse erst in eine Cloud geschickt werden müssen. Auch Baby-Schreie oder laute Geräusche sollen erkannt werden.

Xiaomi spendiert der C500 Wi-Fi 6 (Dual-Band 2,4 und 5 GHz). Das sorgt für eine deutlich stabilere Verbindung und weniger Latenz beim Live-Stream, besonders in überfüllten WLAN-Netzwerken in Mehrfamilienhäusern.

XiaomiC500 Haustiererkennung e1769610288524

Privatsphäre und Speicher: NAS-Support

Datenschutz ist bei Innenkameras immer ein heikles Thema. Xiaomi verbaut hier wieder den MJA1-Sicherheitschip, der die Datenübertragung verschlüsseln soll. Wer ganz sichergehen will, nutzt die physische Linsen-Abdeckung. Per App-Befehl fährt das Kameraauge komplett in das Gehäuse, sodass mechanisch sichergestellt ist, dass niemand zuschaut.

XiaomiC500 Privacy Modus e1769610333633

Gespeichert wird flexibel. Neben der Cloud (kostenpflichtig) und einer microSD-Karte (bis 256 GB) unterstützt die Kamera offiziell die Speicherung auf einem NAS (Network Attached Storage). Das ist für alle wichtig, die ihre Datenhoheit behalten wollen und keine Lust auf Abo-Modelle haben.

Xiaomi C500: Der heimliche Preis-Leistungs-Tipp?

Ignoriert man das Namens-Wirrwarr, liefert Xiaomi hier ein sehr starkes Paket ab. Eine 6MP-Kamera mit Wi-Fi 6, lokaler KI und NAS-Support für 55 Euro UVP ist eine Ansage an die Konkurrenz von TP-Link Tapo oder Eufy. Dass sie technisch teils besser ausgestattet ist als die „Pro“-Version, muss man nicht verstehen, aber man kann es als Kunde dankend annehmen. 🙂

Quelle(n):

38ba015a38c6465fa0eec9e15572d609 Hier geht's zum Gadget

Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Profilbild von Thommy

Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Diese E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen. Halte dich für ein wertschätzendes Miteinander an unsere Community-Guidelines.