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Zeekr 7GT E-Auto tankt in 10 Minuten für 340 km! Start in Deutschland

Nicht nur Xiaomi liefert mit dem SU7 und YU7 starke E-Autos aus China ab, NIO und BYD zeigen der deutschen Automobilindustrie eigentlich schon seit Jahren wohin die Reise geht. Mit der neuen Prämie für E-Autos bekommt das Thema neue Aufmerksamkeit. Zeitlich passend stellt Zeekr den neuen Zeekr 7GT vor, der nicht weniger als eine Laderevolution verspricht.

Zeekr 7GT E Auto

Noch nie gehört? Zeekr gehört zu dem großen, chinesischen Automobil-Konzern Geely, zu dem auch Volvo oder Polestar gehört. 2024 erreichte die Marke Zeekr schon einen Jahresumsatz von über 13 Mrd. €, obwohl sie erst im Jahr 2021 gegründet wurde.

Schneller laden als Kaffee trinken?

Wenn ein Hersteller mit Begriffen wie „revolutionär“ um sich wirft, weiß man eigentlich Bescheid, dass es meist nicht so revolutionär ist. Aber beim 7GT gibt es eine Zahl, die selbst Skeptiker aufhorchen lässt: 480 kW. Das ist die maximale Ladeleistung an einer entsprechenden Gleichstrom-Säule.

Zeekr 7GT E Auto Laden

Zum Vergleich: Viele aktuelle E-Autos dümpeln bei 150 bis 200 kW herum. Zeekr behauptet, dank 800V-Architektur und dem neuen „Golden Brick“-Akku (ja, der heißt wirklich so) in 10 Minuten Strom für 340 km nachzuladen. Das entspricht einer kurzen Kaffeepause.

Die Leistung der Top-Version ist übrigens absurd: 3,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das ist Supersportwagen-Niveau für unter 60.000 Euro. Braucht man das? Nein. Macht es an der Ampel Spaß? Vermutlich ja. Die Höchstgeschwindigkeit liegt übrigens bei 210 km/h. Dazu kommen Assistenzsysteme wie ein Spurwechselassistent, automatische Notbremsung, ein adaptiver Tempomat und eine Ampelerkennung.

Hier ein schneller Überblick über die Varianten, die uns das Datenblatt verrät:

ModellAkku / AntriebReichweite (WLTP)Preis (ab)
Core RWD75 kWh / Heck519 km47.990 €
Long Range RWD100 kWh / Heck655 km52.990 €
Privilege AWD100 kWh / Allrad558 km59.490 €

Ein Smartphone auf Rädern?

Im Inneren zeigt sich der chinesische Background besonders. Wir reden von einem 15-Zoll OLED-Screen in der Mitte und einem Augmented Reality Head-up-Display, das stolze 35,5 Zoll misst. Das bedeutet, Navi-Pfeile werden virtuell direkt auf die Straße projiziert. Dazu kommt noch ein 13″ Fahrerinformationsdisplay, welches in drei Zonen aufgeteilt ist und z.B. Geschwindigkeit, Gang und ein digitales Bild der nahen Verkehrsumgebung anzeigt.

Zeekr 7GT E Auto Display

Ein nettes Gimmick für die Audiophilen: Es gibt Lautsprecher in der Kopfstütze des Fahrers. Damit könnt ihr Navi-Ansagen oder Telefonate hören, ohne dass die Passagiere hinten von „Bitte jetzt rechts abbiegen“ aus dem Schlaf gerissen werden.

Schwedisches Design trifft auf chinesische Power

Der Zeekr 7GT wurde laut Hersteller in Schweden designt. Das sieht man auch: Klare Linien, „Shooting Brake“-Silhouette, rahmenlose Türen. Das Ganze wirkt weniger verspielt als manche Konkurrenz aus Fernost. Mit einer Höhe von 1,46 m ist der Zeekr eher flach, der Xiaomi YU7 kommt zum Beispiel auf 1,60 m Höhe. Hinten gibt es bis zu 456 L Kofferraumvolumen, vorne natürlich auch einen Frunk. Das Auto ist dabei in fünf Farben erhältlich, den Innenraum kann man in Schwarz oder Schwarz-Weiß gestalten.

Zeekr 7GT Rueckseite weiss

Die Fenster sind mit einer Akustik-Doppelverglasung ausgestattet, damit Fahrgeräusche minimiert werden. Apropos Türen: Im teuersten Modell („Privilege“) öffnen die sich elektrisch auf Knopfdruck. Allerdings erhöht sich der Preis dann eben auch um 11.000€.

Zeekr 7GT E Auto Tuer

Wo ist der Haken?

Auf dem Papier sieht das alles fast zu gut aus. 10 Jahre Garantie (5+5, wenn man brav zum Service geht) klingen sehr selbstbewusst. Aber: Wie gut ist die Software wirklich? Wie fühlt sich das Fahrwerk an, das als „Fahrerauto“ beworben wird? Das können wir ohne Testfahrt nicht sagen.

Der Zeekr Core RWD mit bis zu 519 km Reichweite und 5,3 s 0-100 Beschleunigung startet bei 47.990€. Die Long Range Edition davon mit bis zu 655 km Reichweite kostet 52.990€ und die Privilege AWD Launch Edition startet für 59.490€, bietet dann aber die 3,3 s 0-100 Beschleunigung, einen Doppelmotor und eine aktive Luftfederung. Wäre das grundsätzlich ein interessantes Modell für euch?

Willst du hier mehr über E-Autos lesen?

Und: Wollt ihr hier auf CG öfter über chinesische E-Autos lesen? Sollen wir über neue Modelle berichten?

Quelle:

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Profilbild von Thorben

Thorben

Mir haben es die China-Smartphones von Xiaomi, Huawei & Co angetan. Wenn ich kein Handy teste, pflege ich unseren Instagram-Kanal.

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Kommentare (20)

  • Profilbild von Geoldoc
    # 22.01.26 um 21:58

    Geoldoc

    Die Leasingraten bei den Deutschen sind aber oft nur auf dem Papier günstiger. Wenn man mit der Konfiguration durch ist, sieht das ganz anders aus. Bei den Chinesen kann man noch 15 Euro für die Farbe drauflegen und das war's. Bei VW fängst man erstmal mit 35 Euro für die Wärmepumpe an und ist da noch lange nicht fertig.

    Leapmotor und MG machen teilweise schon sehr attraktive Preise.

  • Profilbild von poppulus
    # 22.01.26 um 18:53

    poppulus

    Schade nur, dass bei den Chinesen die Leasingraten meist zu hoch sind. Kaufen würde ich aktuell kein E-Auto, bei der rasanten technischen Entwicklung

  • Profilbild von Humorist
    # 22.01.26 um 18:03

    Humorist

    "Nicht nur Xiaomi liefert mit dem SU7 und YU7 starke E-Autos aus China ab"
    naja wen interessiert schon Xiaomi? die anderen Marken wie BYD, NIO und Kia sind da deutlich kompetenter und viel länger schon am Markt…

  • Profilbild von Andreas
    # 22.01.26 um 17:17

    Andreas

    Wie alle Autos in Deutschland… viel zu teuer! Keine Familie kann sich sowas noch wirklich leisten

  • Profilbild von Gast aus HAJ
    # 22.01.26 um 14:40

    Gast aus HAJ

    Irgendwie verstehe ich nicht was dieses Auto, diese Marke mit Gadgets und CG zu tun haben soll. Bei Xiaomi kann ich es ja noch halbwegs nachvollziehen, passt zwar auch nicht wirklich, aber immerhin ist es Xiaomi.
    Bleibt lieber bei euren Gadgets und für Automobile gibt es genug andere Magazine mit Fachwissen. Denke da habt ihr eure Informationen auch gefunden.

    • Profilbild von Humorist
      # 22.01.26 um 17:59

      Humorist

      naja "immerhin ist es Xiaomi" macht aber auch keinen Sinn. Warum soll Xiaomi immer bevorzugt behandelt werden? versteh ich hier sowieso nie

    • Profilbild von Thorben
      # 22.01.26 um 14:50

      Thorben CG-Team

      @Gast aus HAJ: Ja, genau danach frage ich ja auch am Ende 🙂 Also ich glaube wir sind uns alle einig, dass E-Autos grundsätzlich spannend sind und dass wir bei Xiaomi drüber berichten, macht natürlich Sinn. Aber der Blog hat es sich ja damals grundsätzlich zur Aufgabe gemacht, coole Technik primär aus China zu zeigen und deswegen würden China E-Autos in meinen Augen schon Sinn machen. Die Infos haben wir wie im Artikel angegeben von der Website des Herstellers 😉

      • Profilbild von GMB
        # 22.01.26 um 16:30

        GMB

        Ich sehe es wie der Vorredner: Schuster, bleib bei deinem Leisten! Reine Werbeartikel will ich hier nicht lesen. Wenn ein neues Technik-Gadget auf den Markt kommt, von dem ihr berichtet, gibt es von euch auch immer eine Einordnung. Da ihr nicht die Expertise von (E-)Auto-Experten bzw. -Fachmagazinen bieten könnt und werdet, rate ich euch dringend davon ab, irgendwelche Produktpräsentationen diesbezüglich aufzugreifen und – so liest es sich – nachzuplappern.

  • Profilbild von Kim
    # 22.01.26 um 14:16

    Kim

    Da China versenkbare Griffe ab 2027 verboten hat, wird es wohl in einem Jahr eine Neuauflage von dem Auto geben.
    Vom Design gefällt mir die Karre, aber mehr Knöpfe und ein HUD auf der Windschutzscheibe wären deutlich angenehmer als das dämliche Display in der Mitte der Konsole. Dazu noch Level 4 beim Fahrassistent und es wäre eine realistische Kaufoption für mich.

  • Profilbild von Chong Peng
    # 22.01.26 um 13:52

    Chong Peng

    Wenn schon Schweden dann Volvo Dieselpower. Ein Spielzeugauto mit Akku, egal welcher Marke, kommt mir nicht auf den Hof.

    • Profilbild von Peter Peter Peter
      # 22.01.26 um 19:06

      Peter Peter Peter

      Okay, Boomer.

    • Profilbild von Geoldoc
      # 22.01.26 um 16:01

      Geoldoc

      Dann musst Du einen Gebrauchten kaufen oder zuerst in eine Zeitmaschine investieren. Denn seit 2024 stellt Volvo keine Diesel mehr her.

    • Profilbild von ArnePetry
      # 22.01.26 um 15:29

      ArnePetry

      🙄

    • Profilbild von Inventor78
      # 22.01.26 um 13:59

      Inventor78

      vielleicht mal weniger am Benzin oder Diesel schnüffeln, dann klappt's auch wieder mit dem Denken du 🤡

  • Profilbild von ArnePetry
    # 22.01.26 um 13:48

    ArnePetry

    Ach so: Die Geely Fahrzeuge (zu denen neben Volvo und Smart eben auch Zeekr gehört) sind nicht gerade für Effizienz bekannt – 30kWh/100km Realverbrauch kommen da schonmal vor…

  • Profilbild von ArnePetry
    # 22.01.26 um 13:45

    ArnePetry

    Dieser Marketing Unsinn geht mir auf den S*#*.
    Wieviel kWh sind denn "340 km Reichweite?" welche verraucht wird dafür angenommen? bei welchem SOC? bei 0% ist das einfacher als bei 30%.
    Außerdem viel Glück dabei eine Ladesäule zu finden, die über 400kW kann – da braucht man hervorragende Netzanbindung und geht bei 500A schon ziemlich nah an die 1000V Limit ran, die die 800V Technik theoretisch kann.
    In Summe ist das keine fundierte technische Information, sondern pures Marketing.

    • Profilbild von ChrisBuder
      # 22.01.26 um 14:45

      ChrisBuder

      Du bist der erste hier der es sachlich und fundiert auf den Punkt bringt….. und mal ehrlich: 558 km bei ner 100kwh Batterie???? oh Gott nein danke denn dann stehe ich am Ende kürzer aber eben auch öfter an der Säule. was ein Unsinn!

      • Profilbild von Geoldoc
        # 22.01.26 um 15:55

        Geoldoc

        10 auf 80 schaffen die 100 kwh Akkus in 16 Minuten.

        Aber klar, die 480 kW bringen die aktuelle Ladeinfrastruktur an ihre Grenzen. Ob das zwingend ein Grund für niedrigere Ladeleistung in einem Neuwagen ist, der ja noch ein paar Jahre hergestellt und danach genutzt wird, sei Mal dahingestellt.

        Die wenigsten Allrad-Autos.mit fast 650 PS werden hauptsächlich wegen Effizienz und Reichweite gekauft, aber es ist schon so, dass effizientere Autos (Tesla M3) die geringere Ladeleistung durch weniger Verbrauch relativieren.

        Trotzdem finde ich es beeindruckend, was elektrisch inzwischen für 60.000 Euro so geht.
        Zum Vergleich: Ein Passat TDI 4Motion mit 193 PS ohne ein Extra kostet auch 62.000 Euro.

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