News

3DMakerpro Turtle: 3 3D-Scanner inkl. 2K-Tablet zum Preis von einem?

3DMakerpro Turtle-Aufmacher

3D-Scanner leiden in der Regel unter einem physikalischen Dilemma: Entweder erfassen sie winzige Münzen extrem präzise oder sie eignen sich für ausladende Autostoßstangen. Beides zusammen funktioniert mit einer einzigen fest verbauten Optik kaum zufriedenstellend. 3DMakerpro will diese Hürde mit dem neuen 3DMakerpro Turtle überwinden. Statt mehrerer separater Geräte kauft ihr ein autarkes „Rechen-Tablet“, auf das ihr je nach Objektgröße verschiedene Magnet-Objektive aufklickt.

Die Preise zum Launch des 3DMakerpro Turtle

(Hinweis: Einzelne Wechsel-Module kosten jeweils 425€, das Tablet allein liegt bei 959€. Stand: August 2026)

Technisches: Der 3DMakerpro Turtle im Vergleich

Feature3DMakerpro Turtle
Scanner-TypModularer All-in-One-Scanner (PC-unabhängig)
Lichtquelle & SensorStrukturiertes Blaulicht (2,3 MP Sensor, 24-Bit Farbe)
Wechsel-ModuleS (Miniaturen), M (Allrounder), L (Großobjekte)
Genauigkeit (nach Modul)0,01 mm (S) / 0,03 mm (M) / 0,05 mm (L)
Arbeitsbereiche180–280 mm (S) / 200–400 mm (M) / 500–950 mm (L)
Scan-Geschwindigkeit10 fps (autark am Tablet) / bis zu 30 fps (am PC)
Tablet-Hardware6,4 Zoll 2K AMOLED, 8-Kern-CPU (2 GHz), 16 GB RAM, 256 GB SSD
Akku & Laufzeit10.000 mAh Akku (ca. 2 Stunden Betriebszeit)
Export-FormateOBJ, STL, PLY, ASC (via kostenloser JMStudio App)

Ein Tablet, drei Objektive: Das modulare Magnet-Konzept

Die Idee hinter dem Turtle ist einleuchtend: Statt einer fehleranfälligen Kompromiss-Linse trennt 3DMakerpro sozusagen die Rechenwerkstatt von der Optik. An das Handheld-Tablet dockt ihr wahlweise drei magnetische Scan-Module an. Das S-Modul arbeitet im Nahbereich für Objekte mit einer typischen Größe zwischen 10 bis 300 mm mit einer Präzision von bis zu 0,01 Millimetern. Das M-Modul fungiert als klassischer Allrounder für Figuren und Motorteile (bis 1,5 Meter). Das L-Modul scannt Möbel und Karosserieteile bis zu 2 Metern Kantenlänge.

3DMakerpro Turtle Module e1786009560616

Für einen flüssigen Workflow lädt das System automatisch das passende Kalibrierungsprofil, sobald ihr ein neues Modul an den Host klickt. Ein lästiges Hantieren mit gedruckten Kalibrierungsboards entfällt laut Hersteller komplett.

3DMakerpro Turtle 4 1 e1786009597861

PC-freie Zone: 2K-Touchscreen und 16 GB RAM an Bord

Wir persönlich mögen es nicht mit einem Kabel-Scanner und einem unhandlichen Laptop eine Skulptur umrunden zu müssen. Deshalb schätzen wir autarke All-in-One-Geräte. Das Control Pad des Turtle liefert einen 6,4 Zoll großen 2K-AMOLED-Touchscreen, über den ihr die entstehende Punktewolke in Echtzeit begutachtet. Im Inneren arbeiten ein 8-Kern-Prozessor und 16 GB RAM, damit auch große Scandatenmengen direkt am Gerät verarbeitet werden.

3DMakerpro Turtle 9 2

Tablet-Modus vs. PC-Anschluss
Der fest verbaute 10.000 mAh Akku reicht für rund zwei Stunden kabelloses Scannen. Im Tablet-Betrieb erfassen die Kameras mit 10 Bildern pro Sekunde (fps). Braucht ihr maximale Geschwindigkeit, hängt ihr den Turtle klassisch per USB-C an den Rechner. Dann verdreifacht sich die Leistung auf flüssige 30 fps.

Blaulicht & Markerfrei: Wo liegen die physikalischen Grenzen?

Die überarbeiteten 2,3-Megapixel-Sensoren nehmen laut 3DMakerpro 76 Prozent mehr Pixel auf als die Vorgängermodelle, was vor allem sehr feinen Gravuren zugutekommen dürfte. Durch ein KI-gestütztes Tracking entfällt bei Objekten mit klaren Strukturen das nervige Aufkleben von Marker-Punkten. Solltet ihr beim Freihand-Scan verrutschen, erkennt die Software das Bauteil an bereits erfassten Geometrien wieder und setzt den Scan nahtlos fort.

3DMakerpro Turtle Features

Trotz der starken Hardware unterliegt der Turtle den physikalischen Grenzen der optischen Messtechnik: Strukturiertes Blaulicht scheitert an Chrom, Glas und stark spiegelnden Flächen. Zwar verspricht 3DMakerpro hervorragende Ergebnisse bei dunklen, matten Oberflächen, bei Hochglanzteilen benötigt ihr aber weiterhin ein mattierendes 3D-Scanspray.

3DMakerpro Turtle Scanergebnis Beispiel

Uns würde an dieser Stelle interessieren: Habt ihr eigentlich schon Erfahrungen mit den bisherigen Scannern von 3DMakerpro (wie dem Moose, Toucan oder Seal) gemacht? Lasst uns das gerne mal in den Kommentaren diskutieren.

Einschätzung: Schlaues Konzept gegen Spezialisten-Chaos

Im Segment der autarken Handheld-Scanner liefert 3DMakerpro mit dem Turtle einen technisch spannenden Ansatz. Statt euch beim Kauf auf eine fixe Linse festzulegen, deckt das modulare System winzige Ringe und komplette Autotüren ab – natürlich erst einmal in der Theorie. In der Praxis muss sich die „3D-scannende Schildkröte“ erst noch beweisen.

Mit einem Einstiegspreis von 1279 Euro zielt das Gerät klar auf ambitionierte Maker und Werkstätten ab. Wer regelmäßig extreme Größenunterschiede scannen muss, spart gegenüber dem Kauf von drei separaten Spezialgeräten allerdings bares Geld.

Quelle(n):

b830606cd4fe4b6a808893c954e0462b Hier geht's zum Gadget

Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Profilbild von Thommy

Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Diese E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen. Halte dich für ein wertschätzendes Miteinander an unsere Community-Guidelines.