Amazfit Helio Core: Kann man sich jetzt eine DIY-Smartwatch bauen?
Stell dir vor Apple würde neben der Apple Watch auch nur die reine Hardware, ohne überteuertes Band, ohne Display und ohne das Design verkaufen. Undenkbar, oder? Zumindest für Apple, nicht aber für Amazfit. Mit dem Amazfit Helio Core bringen diese nun ein einzelnes Tracking-Modul, mit dem man sich theoretisch sein eigenes Wearable bauen kann. Quasi der Raspberry Pi der Smartwatches.
Sind jetzt DIY-Smartwatches möglich?
Mit dem Amazfit Helio Core erweitert der Wearable-Hersteller die Helio-Reihe, die bisher aus dem Helio Ring und dem Helio Strap besteht. Der Helio Strap ist dabei ein Fitness-Armband, ohne Display, genau wie das beliebte Whoop-Band. Es besteht also aus einem Tracking-Modul und einem Armband und mehr oder weniger genau das Tracking-Modul verkauft Amazfit jetzt auch alleine. Das wiegt gerade mal 11,2g, besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff und ist in den Farben Rot, Violett und Neongrün erhältlich. Dass es nicht in schwarz erhältlich ist, ist etwas überraschend. Dafür ist der Core dank ATM 5 Klassifikation gegen Wasser geschützt.
Dreh- und Angelpunkt des Helio Cores ist der eingebaute BioTracker Sensor, der Herzfrequenzmessung, Schlaftracking, Stressmessung und weiteres ermöglicht. Der Sensor kommt zum Beispiel auch in der Amazfit Balance 2 zum Einsatz und hat in unserem Test gute Ergebnisse erzielt. Neben dem Sensor, sind auch noch ein Bewegungssensor, Gyroskop und Temperatursensor verbaut. Da aber ein Display fehlt, ist die Zepp App notwendig, mit der sich der Helio Core per Bluetooth 5.2 verbindet. Über die App kann man dann Aktivitäten starten, Daten einsehen und bekommt weitere Funktionen wie auch Schlaf- oder Kalorien-Tracking.
Man bekommt somit quasi den gleichen Funktionsumfang wie bei dem Helio Strap oder vielen Smartwatches wie der Amazfit Active 2. Nur der Bildschirm fehlt. Dementsprechend ist die Laufzeit mit bis zu 10 Tagen auch ordentlich, Amazfit verbaut hier einen 232 mAh Akku. Sehr merkwürdig ist allerdings, dass anscheinend kein Ladegerät im Lieferumfang des Trackers ist, wenn man nur den Tracker bestellt. Der ist nur im Bundle mit einem Strap Teil des Lieferumfangs oder man bestellt ihn separat als Zubehör.
Amazfit Helio Core kaufen?
Der Amazfit Helio Core ist ein verwirrendes Produkt, oder? Auf der einen Seite scheint jedem Maker/Bastler hier ein Herz aufzugehen, denn ein bisschen erinnert der Core an ein Raspberry Pi. Man kriegt eine perfomante Plattform, kann das Drumherum aber im besten Fall selbst gestalten. Klar, der Helio Core ist an die eine App gebunden, der Vergleich hinkt also etwas. Aber die 3D-Druck Community findet ihr bestimmt passgenaue Optionen für Armbänder, Fußbänder oder sonstiges. Das kann richtig cool sein.
Auf der anderen Seite ist der Helio Core ohne Ladegerät quasi nutzlos. Wenn man also das Paket mit Ladegerät und Armband kauft, hat man quasi das Amazift Helio Strap. Wofür also das ganze? Das wirkt inkonsequent. Hier könnte sich Amazfit einiges von Nothing abschauen, die mit ihren Community Editions die Schwarmkreativität anzapfen – ein Wettbewerb für das coolste Design wäre doch spannend gewesen. Aber was noch nicht ist, kann ja noch kommen.
In den USA startet der Amazfit Helio Core für $69,99, also umgerechnet rund 60€. Im Bundle mit Armband und Ladegerät landet man dann bei etwa 100€, dem Preis von dem Helio Strap. Was haltet ihr von der Idee des Helio Cores?
Quelle:
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