Bambu Lab A2L: Großformat-3D-Drucker unter 400€ offiziell enthüllt!
Ihr wollt größere Objekte drucken, ohne eure 3D-Modelle am PC zerschneiden und nach dem Druck verkleben zu müssen? Dann solltet ihr heute ganz genau hinschauen, denn Bambu Lab hat soeben den neuen Bambu Lab A2L vorgestellt. Der Neuzugang ist nicht nur der deutlich größere Bruder des beliebten A1, sondern bringt als eine Art „H2S Lite“ professionelle Highend-Features in eine weitaus attraktivere Preisklasse.
- Bambu Lab A2L (Standalone):
- bei Bambu Lab für 385,00€ (inkl. 6€ Versand)
- Bambu Lab A2L Combo (inkl. AMS Lite):
- bei Bambu Lab für 495,00€ (inkl. 6€ Versand)
Verkaufsstart am heutigen 1. Juni: Die neuen Drucker sind ab heute, dem 1. Juni 2026 um genau 16:00 Uhr deutscher Zeit, offiziell über die Webseite von Bambu Lab beziehbar.
Inhalt
Technisches: Bambu Lab A2L im Überblick
| Bauraum | 330 × 320 × 325 mm |
| Druckgeschwindigkeit | 500 mm/s, (realistisch: 250 bis 300 mm/s bei max. 10000mm/s² Beschleunigung) |
| Maximale Düsentemperatur | 300 °C (Edelstahldüse ab Werk, für CF-Filamente ist gehärteter Stahl nötig) |
| Maximale Heizbetttemperatur | 80 °C (PEI-Federstahlplatte) |
| Spitzenleistung (Peak Power) | 1.000 Watt bei 220 V |
| Betriebsgeräusch | < 49 dB (Silent Mode) / ca. 52 dB (Standard) |
| Filamente | PLA, PETG, TPU, PVA |
| Farbdruck | Bis zu 19 Farben (kompatibel mit 4 AMS oder 1 AMS Lite) |
| Besonderheiten |
|
| Gewicht & Außenmaße | 12,8 kg / 544 x 529 x 505 mm |
Großzügiger Bauraum mit Heizbett-Bremse
Das auffälligste Merkmal des A2L ist der großzügige Bauraum von 330 × 320 × 325 mm. Folglich bietet er über 105 Prozent mehr Druckvolumen als die bei Bambu Lab oft typischen 256 x 256 x 256 mm (wie beim P1S oder X1C). Beispielsweise größere Cosplay-Komponenten oder Deko-Objekte lassen sich somit in einem einzigen Durchgang fertigen.
Allerdings gibt es beim Heizbett eine wichtige Einschränkung: Die maximale Temperatur ist auf 80 °C gedeckelt. Bambu Lab begründet dies dabei mit der großen Oberfläche des Betts. Ein dauerhaftes Heizen auf über 100 °C würde zu viel Energie verbrauchen und die Gefahr bergen, Haushaltsstromkreise zu überlasten – immerhin zieht der Drucker in der Spitze beim Aufheizen bereits beachtliche 1.000 Watt aus der Steckdose. Wer etwa in einem Altbau wohnt, sollte das im Hinterkopf behalten. Das schränkt die Materialauswahl ein und prädestiniert den A2L vor allem für Standard-Filamente wie PLA, PETG, TPU und PVA.
Die Technik im Druckkopf: Bettschubser auf CoreXY-Niveau?
Obwohl es sich beim A2L mechanisch um einen klassischen „Bed Slinger“ (Bettschubser) handelt, verspricht der Hersteller eine Oberflächenqualität auf stabilem CoreXY-Niveau. Dafür verbaut Bambu Lab erstmals geschlossene PMSM-Servomotoren am Extruder, die den Filamentfluss hochpräzise regeln und Extrusionsfehler aktiv erkennen.
Zudem fängt die Software Resonanzen ab: Ein adaptiver Algorithmus für die Vibrationskompensation kalibriert sich an mehreren Punkten und passt sich dynamisch an das zunehmende Gewicht des Druckobjekts auf dem Heizbett an.
Zwei im Metallrahmen integrierte Resonanzdämpfer schlucken zusätzlich physische Schwingungen. Für die nötige Sicherheit beim unbeaufsichtigten Drucken sorgen Sensoren für Düsenverstopfungen (Air-Printing), Filament-Verknotungen und dicke Materialklumpen an der Nozzle.
Vom 3D-Drucker zum Schneideplotter mit Handy-Ausrichtung
Sehr vielseitig zeigt sich Bambu Lab bei den Erweiterungen. Der A2L besitzt einen dedizierten Montagepunkt für optionale Funktionsmodule. Mit dem separat erhältlichen „Blade Cutting Upgrade Kit“ verwandelt ihr das System in einen Schneideplotter (Arbeitsbereich: 300 x 300 mm) oder Zeichenplotter (300 x 255 mm). Da der Drucker keinen Laserschutz bietet, werden Lasermodule aus Sicherheitsgründen nicht unterstützt.
Im Gegensatz zur professionellen H2-Serie fehlt dem A2L allerdings die integrierte Kamera zur vollautomatischen Ausrichtung. Stattdessen nutzt ihr einfach die Kamera eures Smartphones über die App „Bambu Handy“, um den Plotter manuell auszurichten.
Bambu Lab A2L: Schafft bis zu 19 Farben
Der neue Bambu Lab A2L ist für den Farbdruck hochgradig erweiterbar und unterstützt bis zu 19 Farben über vier klassische AMS-Boxen und eine AMS Lite. Da das klassische AMS einen Puffer-Pfad belegt, fällt bei dieser Kombination ein Slot am AMS Lite weg – so kommt die krumme, aber beachtliche Zahl von 19 Farben zustande. Da die Trocknungsfunktion des AMS jedoch viel Strom benötigt, muss dieses über ein separates Netzkabel extern mit Strom versorgt werden.
Unsere Einschätzung: Für wen sich der A2L lohnt
Bambu Lab liefert mit dem A2L einen höchstwahrscheinlich einmal mehr hervorragenden Spezialisten für alle ab, die große PLA- und PETG-Projekte kostengünstig umsetzen möchten. Die Technik des Druckkopfs in Kombination mit der neuen adaptiven Vibrationskompensation sucht in dieser Preisklasse ihresgleichen.
Wer jedoch technische Filamente wie ABS oder ASA (beispielsweise für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich) drucken will, muss zwingend auf ein geschlossenes System wie den Bambu Lab P2S ausweichen. Wer wiederum fortgeschrittene Dual-Nozzle-Funktionen sucht, wird von Bambu Lab offiziell an das teurere Modell X2D verweisen.
Holt sich jemand von euch den neuen A2L? Schreibt es uns mal fix in die Kommis, danke!
Quelle(n)
- Bambu Lab Pressemitteilung
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