Homey Portal auf der IFA 2026: Macht dieser Touch-Drehknopf euer Smart Home perfekt?
Nachdem wir uns erst kürzlich das Aqara Dial V1 mit physischem Drehrad angesehen haben, bestätigt die IFA 2026 in Berlin einen kleinen Trend: Touchscreens an der Wand sind nett, aber im Alltag wollen viele Nutzer wieder echte, haptische Drehregler. Genau hier klinkt sich der niederländische Smart-Home-Spezialist Athom ein und enthüllt das Homey Portal. Die neue Steuerzentrale kombiniert einen 2,8-Zoll-Touchscreen mit einem schicken Edelstahl-Drehring für den Schreibtisch oder die Wand. Das lässt man sich aber auch etwas kosten.
- Homey Portal (Vorbestellung / Erste Charge):
- bei Homey für 249€ (UVP danach: 299€)
(Hinweis: Vorbestellungen werden ab sofort entgegengenommen. Die ersten Auslieferungen sollen im Dezember 2026 erfolgen. Stand: September 2026)
Technische Daten: Das Homey Portal im Detail
| Feature | Homey Portal |
| Display | 2,8 Zoll Touchscreen |
| Bedienelemente | Touch-Display & rotierender Edelstahl-Drehring |
| Montage & Platzierung | Tischaufsteller & Wandhalterung (beides im Lieferumfang) |
| Kompatibilität | Homey Pro (2023–2026), Pro mini, Self-Hosted Server, Homey Cloud |
| Konnektivität | WLAN & Bluetooth LE (Kopplung an ein Homey-System) |
| Zonen-Steuerung | Automatische Steuerung des zugewiesenen Raums (inkl. Unterbereiche) |
| Smarte Funktionen | Lichtsteuerung, Thermostate, Lautstärke, Flows, Moods, Energiemonitoring |
| Besonderheiten | Eingeschränkter Gäste-Modus, kostenlose 3D-Druck-Vorlagen für Halterungen |
Haptik-Trend: Wie der Edelstahl-Ring euer Zimmer steuert
Das Bedienkonzept des Homey Portal setzt auf eine intuitive Zweiteilung. Der rotierende Edelstahl-Ring übernimmt alle analogen Stellwerte: Licht dimmen, Lautstärke der Musik anpassen oder die Soll-Temperatur der Heizung hochdrehen. Der integrierte 2,8-Zoll-Touchscreen kümmert sich um den Rest – vom Überspringen von Musiktiteln über das Umschalten von Lichtfarben bis hin zum Starten von komplexen Flows oder vordefinierten „Moods“.
Flows? Moods? Äh was? Wenn ihr euch mit Homey noch nicht auskennen solltet, dann lest doch gerne einmal unseren Ratgeber zu Homey an sich oder den Test des Homey Pro Hubs.
Besonders elegant gelöst ist die automatische Zuweisung. Weist ihr das Portal einem bestimmten Bereich (z.B. dem Wohnzimmer) zu, erkennt es automatisch alle dort vorhandenen Geräte und bindet sie ohne langes Konfigurieren ein. Wer Geräte aus anderen Räumen steuern möchte, legt sich dafür einfach individuelle Shortcuts auf den Startbildschirm.
Smarter Gäste-Modus & kein Thermostat-Ersatz
Zwei wichtige technische Details solltet ihr vor dem Kauf wissen:
1. Kein Heizungs-Relais: Das Homey Portal ersetzt kein klassisches Wandthermostat mit Klemmen für den Heizkessel. Es ist ein reiner Controller, der bestehende, mit Homey kompatible Thermostate oder Klimaanlagen ansteuert.
2. Gäste-Schutz: Wer das Gerät im Wohnzimmer platziert, kann die Oberfläche sperren. Gäste und Kinder können dann nur freigegebene Shortcuts bedienen, ohne versehentlich Automatisierungen oder Geräteeinstellungen in der Homey-App zu verändern.
Das Homey-Ökosystem: Warum Einfachheit ihren Preis hat
In unserem Test zum Homey Pro hat uns die Plattform bereits begeistert: Die unkomplizierte Einrichtung und die „Flows“ machen die Hausautomation selbst für Laien zum Kinderspiel. Diese intuitive Einfachheit lässt sich der Hersteller, der zu LG gehört, jedoch seit jeher teils fürstlich bezahlen.
Das spiegelt sich auch beim Homey Portal wider. Mit einem Einführungspreis von 249€ (später regulär 299 Euro) ist der Controller ein reines Premium-Produkt. Er setzt zudem zwingend ein bestehendes Homey-Setup voraus: Ihr könnt das Portal mit einem Homey Pro, dem Pro mini, dem Self-Hosted Server oder der Homey Cloud (kostenlos bis 5 Geräte, danach im Abo) betreiben. Wer mehrere Etagen oder Räume mit physischen Drehreglern ausstatten möchte, landet schnell im vierstelligen Eurobereich.
Einschätzung: Luxus-Gadget für Homey-Fans
Wer auf der IFA durch Halle 18 schlendert, kann das Homey Portal am LG-Pavillon bereits live ausprobieren. Die Verarbeitung mit dem Edelstahlring und die nahtlose Einbindung in das Homey-System machen optisch sicherlich einen guten ersten Eindruck. Es löst das alltägliche Problem, für einfache Aktionen wie das Dimmen der Stehlampe erst das Smartphone aus der Tasche kramen zu müssen.
Dennoch bleibt das Gerät eine kostspielige Investition für Enthusiasten, die ihr bestehendes Homey-Ökosystem um ein haptisches Schmuckstück auf dem Couchtisch oder an der Wand erweitern wollen.
Wie gefällt euch das Homey Portal? Setzt ihr im Alltag auf physische Schalter und Drehräder im Raum, oder steuert ihr eure smarten Geräte ohnehin nur per Sprachbefehl und Smartphone? Schreibt es uns in die Kommentare!
Quelle(n):
- Homey Offizielle Produktseite
- Homey Pressemitteilung (IFA 2026)
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