Honor Magic 9 Serie: Bis zu 11.000-mAh-Akku und ARRI-Kamera vorgestellt
Honor hat in China die neue Magic-9-Serie vorgestellt. Auf den ersten Blick bilden die drei Geräte eine gemeinsame Familie, doch bei genauerem Hinsehen verfolgen sie komplett unterschiedliche Ansätze. Das Honor Magic 9 Pro Max übernimmt dabei die Rolle des absoluten Kamera-Flaggschiffs. Daneben richtet sich die Power Edition mit aktiver Kühlung und Riesenakku an Vielnutzer und Gamer, während das reguläre Honor Magic 9 ein kompaktes Format bedient.
Inhalt
Vergleich: Honor Magic 9 Serie
| Kategorie | Honor Magic 9 | Honor Magic 9 Power Edition | Honor Magic 9 Pro Max |
|---|---|---|---|
| Displaygröße & Typ | 6,37 Zoll OLED, 2.664 × 1.236 Pixel (460 PPI) | 6,81 Zoll OLED, 2.788 × 1.280 Pixel (450 PPI) | 6,80 Zoll OLED, 2.868 × 1.320 Pixel (464 PPI) |
| Bildwiederholrate & Helligkeit | Bis 120 Hz, 10.000 nits Spitze (2.000 nits typisch) | Bis 120 Hz, 10.000 nits Spitze (2.000 nits typisch) | 1 bis 120 Hz (LTPO), 10.000 nits Spitze (2.000 nits typisch) |
| Prozessor (SoC) | Snapdragon 8 Elite Gen 5 (max. 4,6 GHz) | Snapdragon 8 Elite Gen 5 (max. 4,6 GHz) | Snapdragon 8 Extreme Gen 6 (2nm, max. 5,01 GHz) |
| Arbeitsspeicher (RAM) | 12 GB / 16 GB LPDDR5X | 12 GB / 16 GB LPDDR5X | 12 GB / 16 GB LPDDR5X |
| Interner Speicher | 256 GB / 512 GB / 1 TB | 256 GB / 512 GB | 256 GB / 512 GB / 1 TB |
| Hauptkamera (Rückseite) | 200 MP (1/1.4″, f/1.9, OIS) | 200 MP (1/1.55″, f/1.9, OIS) | 200 MP (1/1.28″, f/1.57, 3°-Gimbal-OIS, ARRI-Optik) |
| Telekamera | 200 MP (f/2.6, 3,5x optisch, OIS) | 50 MP (f/2.4, 3x optisch, OIS) | 200 MP (1/1.4″, f/2.6, 3,5x optisch, OIS) |
| Ultraweitwinkel | 50 MP (f/2.0) | 12 MP (f/2.2) | 50 MP (f/2.0) |
| Frontkamera | 55 MP (f/2.0, 92°) | 50 MP (f/2.0, 90°) | 55 MP (f/2.0, 1:1 Auslesung) + 3D-Tiefenkamera |
| Akkukapazität | 8.000 mAh | 11.000 mAh | 8.800 mAh |
| Ladeleistung | 80W Kabel, 50W Wireless, 27W Reverse | 80W Kabel, 50W Wireless, 27W Reverse | 100W Kabel, 80W Wireless, 27W Reverse |
| Besonderheiten | Kompaktes Format (0,95 mm Ränder) | Aktive Luftkühlung (Turbolüfter 30.000 U/min) | ARRI LogC3, Richtmikrofon (bis 20m), dedizierte AI-Taste, eSIM Quad-Standby |
| Konnektivität | Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC | Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC | Wi-Fi 8 (802.11bn | per Update), Bluetooth 6.3, NFC |
| Wasserschutz (IP-Rating) | IP68 / IP69 / IP69K | IP68 / IP69 / IP69K | IP68 / IP69 / IP69K |
| Biometrie | Ultraschall-Fingerabdruck | Ultraschall-Fingerabdruck | Ultraschall-Fingerabdruck, 3D-Gesichtserkennung (Dual 3D-Biometrie) |
| Abmessungen (B x H x T) | 72,28 × 151,00 × 8,49 mm | 76,72 × 161,78 × 8,10 mm | 76,98 × 161,64 × 8,59 mm |
| Gewicht | Ca. 209 g | Ca. 227 g | Ca. 233 g |
| Betriebssystem | MagicOS 11 (Android 17) | MagicOS 11 (Android 17) | MagicOS 11 (Android 17) |
| Startpreis (China) | Ab 4.999 Yuan (ca. 654 €) | Ab 4.499 Yuan (ca. 589 €) | Ab 6.499 Yuan (ca. 851 €) |
Honor Magic 9 Pro Max: Kamera-Flaggschiff mit ARRI-Optik
Das Herzstück der Serie ist zweifellos das Magic 9 Pro Max, bei dem Honor den Fokus voll auf professionelle Bild- und Tonaufnahmen legt. In Zusammenarbeit mit dem Kameraspezialisten ARRI kommt ein Dual-200-Megapixel-System zum Einsatz. Die Hauptkamera nutzt einen großen 1/1,28-Zoll-Sensor mit Blende f/1.57 und einer mechanischen 3-Grad-Gimbal-Stabilisierung.
Zusätzlich spendiert Honor dem Teleobjektiv ebenfalls einen Sensor mit 200 Megapixeln. Dieser fällt mit 1/1,4 Zoll für eine Periskop-Optik groß aus und bietet einen 3,5-fachen optischen Zoom. Dazu steht eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera bereit. Unterstützt wird das Setup durch den hauseigenen Bildprozessor Yuguang H1 im 6-Nanometer-Verfahren. Filmer profitieren zudem von ARRI LogC3, 87 offiziellen Looks und einem integrierten Richtmikrofon, das Stimmen aus bis zu 20 Metern Entfernung gezielt erfassen soll.
Quadratischer Frontsensor, AI-Taste und Wi-Fi 8
Besonders interessant ist die Umsetzung der Frontkamera beim Pro Max. Honor verbaut hier einen 55-Megapixel-Sensor mit nativer 1:1-Auslesung. Dadurch lassen sich Fotos und Videos ohne Bildverlust sowohl im Hoch- als auch im Querformat aufnehmen, während man das Smartphone aufrecht hält. Diese Idee kennt man bereits vom iPhone, doch in der Android-Welt gab es diesen praktischen Ansatz bisher nicht. Daneben sitzt eine 3D-Tiefenkamera, die zusammen mit dem Ultraschallfingerabdrucksensor im Display eine doppelte 3D-Biometrie ermöglicht.
Am Gehäuse fällt zudem eine dedizierte AI-Taste auf. Über diesen physischen Knopf lassen sich Videoszenen mit einem Klick erfassen, transkribieren oder in Live-Fotos umwandeln. Im Inneren arbeitet der Qualcomm Snapdragon 8 Extreme Gen 6 im 2-Nanometer-Design. Dieser treibt unter anderem das 6,8 Zoll große OLED-Display mit bis zu 10.000 Nits Spitzenhelligkeit an.
Ungewöhnlich für den chinesischen Heimatmarkt ist die integrierte eSIM-Unterstützung des Pro Max. Zusammen mit den beiden physischen Nano-SIM-Slots und bis zu zwei speicherbaren eSIM-Profilen ist hier Quad-Standby möglich. Bei den Funkstandards sticht zudem die frühe Unterstützung für Wi-Fi 8 (802.11bn) hervor, die per späterem Software-Update freigeschaltet wird. Der verbaute Akku fasst 8.800 mAh und lädt mit 100 Watt per Kabel sowie mit 80 Watt kabellos.
Honor Magic 9 Power Edition: 11.000-mAh-Akku und aktive Lüftung
Die Magic 9 Power Edition schlägt eine ganz andere Richtung ein und setzt kompromisslos auf Ausdauer. Honor spendiert dem Modell einen massiven Silizium-Akku mit stolzen 11.000 mAh Kapazität. Laut Hersteller erlaubt das über 33 Stunden Videowiedergabe oder mehr als 7,5 Stunden mobiles Gaming. Geladen wird hier mit 80 Watt per Kabel und 50 Watt kabellos.
Um längere Spielesessions zu unterstützen, verfügt das Gerät über eine aktive Luftkühlung. Der integrierte Turbolüfter rotiert mit bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute und transportiert Abwärme über einen direkten Kanal ab.
Dennoch besitzt das 8,1 Millimeter flache Gehäuse Schutz nach IP68, IP69 und IP69K. Allerdings steckt hier nicht der Top-Chip des Pro Max im Gehäuse, sondern der Snapdragon 8 Elite der fünften Generation. Auch bei den Kameras gibt es Abstriche: Das Teleobjektiv löst mit 50 Megapixeln auf, die Ultraweitwinkelkamera mit 12 Megapixeln. Zwar ist der Hauptsensor weiterhin bei 200 MP, mit 1/1.55″ aber deutlich kleiner.
Kompaktes Honor Magic 9: Handliches Format mit Dual-200-MP
Für alle, die keine riesigen Geräte mögen, hat Honor das Standardmodell spürbar handlicher gestaltet. Der Bildschirm misst hier 6,37 Zoll in der Diagonale, kombiniert mit sehr schmalen Displayrändern von 0,95 Millimetern. Das Gewicht bleibt mit rund 209 Gramm angenehm moderat.
Trotz der kompakteren Abmessungen setzt das Basismodell auf eine beachtliche Ausstattung. So verbaut Honor auch hier zwei 200-Megapixel-Kameras für Haupt- und Teleobjektiv. Die Sensorgrößen fallen mit 1/1,4 Zoll und 1/1,56 Zoll jedoch etwas kleiner aus als beim Pro Max. Als Antrieb dient wie in der Power Edition die fünfte Generation des Snapdragon 8 Elite. Der Akku bietet mit 8.000 mAh für ein kompaktes Smartphone eine enorme Kapazität und lässt sich per Kabel mit 80 Watt sowie kabellos mit 50 Watt laden.
MagicOS 11 mit Android 17 und starker Vernetzung
Alle drei Modelle werden ab Werk mit MagicOS 11 auf Basis von Android 17 ausgeliefert. Die Software bringt zahlreiche KI-Funktionen mit, die sich über den Sprachassistenten YOYO und die AI-Taste steuern lassen. Dazu zählen automatische Video-Highlights, Übersetzungen und smarte Terminassistenten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf der markenübergreifenden Konnektivität. Honor ermöglicht eine direkte Synchronisation von Anrufen, Cloud-Fotos und Benachrichtigungen mit Apple-Geräten wie iPhone, iPad, Mac oder der Apple Watch. Über die Nahfeldkommunikation lassen sich Dateien zudem per simpler Berührung mit Geräten von OPPO, vivo, Xiaomi sowie Insta360-Kameras austauschen. Der verbaute C3-Funkchip soll gleichzeitig für stabilen Empfang sorgen.
Optische Telekonverter für noch mehr Reichweite
Um die fotografischen Möglichkeiten weiter auszubauen, bietet Honor optionales Kamerazubehör in Form von externen Telekonvertern an. Das Modell G200 wiegt lediglich 88 Gramm bei einer Baulänge von 81 Millimetern. Es lässt sich sowohl auf das Magic 9 als auch auf das Pro Max aufstecken und erzielt in Kombination mit dem 85-Millimeter-Objektiv des Pro Max eine kleinbildäquivalente Brennweite von 200 Millimetern.

Exklusiv für das Spitzenmodell gibt es außerdem den größeren Konverter G500. Dieser erweitert das Teleobjektiv optisch auf eine beeindruckende Brennweite von äquivalent 500 Millimetern. Für ambitionierte Videoproduktionen hat Honor zudem gemeinsam mit SmallRig einen speziellen Kamera-Käfig entwickelt. Sowohl die Konverter als auch das Video-Rig sind separat erhältlich und unterstreichen den professionellen Anspruch des Kamera-Setups.
Preise und Veröffentlichung in Deutschland
In China startet das Magic 9 Pro Max ab 6.499 Yuan, was umgerechnet rund 851€ entspricht. Damit ist es das günstigste Pro-Max-Modell unter den aktuellen Neuveröffentlichungen der Mitbewerber Vivo, Xiaomi und Oppo. Das Standardmodell startet bei 4.999 Yuan (ca. 654€), während die Power Edition ab 4.499 Yuan (ca. 589€) erhältlich ist.
Ziemlich sicher wird es mindestens eines der Geräte auch nach Deutschland schaffen. Auf der deutschen Honor-Webseite existiert bereits eine entsprechende Teaser-Seite, auf der man das Pro Max erkennen kann. Vielleicht schafft es neben dem Flaggschiff auch das normale Magic 9 zu uns. Bei der Power Edition bin ich dagegen eher skeptisch, ob Honor dieses Nischenmodell hierzulande veröffentlichen wird.
Spannende Geräte mit interessantem Konzept
Honor packt mit der ARRI-Kooperation, der neuartigen Frontkamera, MagicOS 11 auf Android-17-Basis, Wi-Fi 8 und den massiven Akkus moderne Technik in die Modelle. Vor allem das Honor Magic 9 Pro Max liefert auf dem Papier ein extrem starkes Gesamtpaket und könnte mit dem günstigsten Einstiegspreis punkten. Interessant finde ich die Entscheidung bei den weiteren Modellen zur 5. Generation der Qualcomm-Prozessoren zu greifen. Ähnliches haben wir zwar auch bei den Mitbewerbern gesehen, bei Xiaomi gibt es im normalen Pro aber immerhin einen 8 Elite Gen 6. Das Magic 9 ist aber eben auch kein Pro und hat eben trotzdem noch den sehr leistungsfähigen Elite Gen 5. Zudem kann Honor auch dort so den Preis unterbieten. Ob und wann die Serie hierzulande aufschlägt, bleibt eine Frage für die kommenden Wochen.
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