Redmi 17C 5G: Riesiger Akku, aber für die Ausstattung viel zu teuer
Xiaomi bringt mit dem Redmi 17C 5G ein neues Smartphone für das Einsteigersortiment auf den Markt. Das Gerät setzt auf einen sehr ausdauernden Akku, allerdings trüben ein knapper Arbeitsspeicher und ein beachtlicher Preisanstieg das Gesamtbild.
- Redmi 17C 5G
Inhalt
Technische Daten des Redmi 17C 5G
| Modell | Xiaomi Redmi 17C 5G |
| Display & Auflösung | 6,9 Zoll IPS-Display, HD+ (1.600 x 720 Pixel), Kontrast 1.200:1 |
| Bildwiederholrate & Helligkeit | Bis zu 120 Hz, Touch-Abtastrate bis zu 240 Hz, 660 cd/m² (typisch), 810 cd/m² (Spitzenhelligkeit) |
| Prozessor (SoC) & GPU | MediaTek Dimensity 6300 (6nm Octa-Core: Cortex-A76 + Cortex-A55 bis zu 2,4 GHz), GPU: Mali-G57 MC2 |
| Arbeitsspeicher (RAM) | 4 GB LPDDR4X |
| Interner Speicher | 128 GB UFS 2.2 (erweiterbar via microSD-Karte um bis zu 1 TB) |
| Hauptkamera (Rückseite) | 50 MP Hauptkamera (5P-Objektiv, f/1.8, HDR, Nachtmodus, Porträt) Video: 1080p / 720p @ 30fps |
| Frontkamera | 8 MP Selfie-Kamera (f/2.0, weiches Ringlicht, Porträt, HDR) Video: 1080p / 720p @ 30fps |
| Akku & Laden | 6.000 mAh Akku, unterstützt 33W Schnellladen via USB Typ-C (Netzteil nicht im Lieferumfang enthalten) |
| Konnektivität & Funk | 5G (Dual-SIM + microSD-Slot), Wi-Fi Dual-Band (2,4 GHz / 5 GHz), Bluetooth 5.4, NFC, UKW-Radio (über Kopfhörer) |
| Anschlüsse & Audio | USB Typ-C, 3,5-mm-Kopfhörerbuchse |
| Wasserschutz (IP-Rating) | IP64 (Schutz vor Staub und Spritzwasser) |
| Biometrie & Sensoren | Seitlicher Fingerabdrucksensor, Face Unlock, virtueller Näherungssensor, Umgebungslichtsensor, Beschleunigungsmesser, E-Kompass |
| Navigation & Ortung | GPS, Glonass, Galileo, Beidou |
| Betriebssystem | Xiaomi HyperOS 3 (basierend auf Android 16) |
| Abmessungen & Gewicht | 171,56 × 79,47 × 8,05 mm / 211 g |
| Gehäusefarben | Schwarz, Braun, Violett |
| Preis (UVP) | 239,90€ |
Großes 120-Hz-Display mit einfacher HD-Auflösung
Das Smartphone besitzt einen 6,9 Zoll großen IPS-Bildschirm. Dieser löst lediglich mit 1.600 mal 720 Pixeln in einfacher HD-Qualität auf. Allerdings überzeugt die Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz, die für flüssige Animationen sorgt. Das Panel erreicht typischerweise 660 cd/m² sowie eine Spitzenhelligkeit von 810 cd/m².
Das Gehäuse misst 171,56 x 79,47 x 8,05 mm bei einem Gewicht von 211 Gramm. Die leicht angepassten Abmessungen zum Vorgänger bei gleicher Displaygröße lassen dabei auf etwas schlankere Displayränder schließen. Außerdem bietet das Redmi 17C 5G einen Schutz vor Staub und Spritzwasser nach dem IP64-Standard. Als Farben stehen Schwarz, Braun und Violett zur Auswahl.
Solider 6-nm-Prozessor, aber grenzwertiger Arbeitsspeicher
Als Antrieb dient der MediaTek Dimensity 6300, der im 6-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Der Achtkern-Chip ähnelt dem bekannten MediaTek Helio G99 und liefert vergleichbare Resultate in gängigen Benchmarks. Für einfache Alltagsaufgaben reicht die Leistung somit aus, besonders leistungsfähig ist das Gerät aber nicht.
Problematisch sehe ich jedoch den Arbeitsspeicher. Xiaomi verbaut hier lediglich magere 4 GB RAM, was heutzutage mehr als grenzwertig ist. Man sollte sich keineswegs von der beworbenen Speichererweiterung auf bis zu 8 GB täuschen lassen. Dabei lagert das System Daten auf den internen UFS-2.2-Speicher aus. Dieser Speicher arbeitet um Längen langsamer als echter Arbeitsspeicher und kann ihn nicht vollwertig ersetzen. Immerhin fasst der interne Speicher 128 GB und lässt sich über eine microSD-Karte um bis zu 1 TB erweitern.
6.000-mAh-Akku und willkommene Anschlüsse
Auf der Habenseite steht ganz klar die Energieversorgung. Der verbaute Akku fasst beachtliche 6.000 mAh. Nach Angaben von Xiaomi reicht eine Ladung bei moderater Nutzung für knapp über zwei Tage. Das Smartphone unterstützt Schnellladen mit bis zu 33 Watt. Allerdings liegt dem Lieferumfang kein passendes Netzteil bei, sondern lediglich ein USB-C-Kabel.
Erfreulicherweise hält Xiaomi an klassischen Tugenden fest. Am Gehäuse sitzt weiterhin eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse, über die sich auch UKW-Radio empfangen lässt. Für Sicherheit sorgt ein seitlicher Fingerabdrucksensor im Rahmen. Alternativ steht eine einfache Gesichtserkennung bereit.
Kamerasystem, Funkstandards und HyperOS 3
Auf der Rückseite verbaut der Hersteller eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit einer f/1,8-Blende. Laut Datenblatt gibt es zudem ein Zusatzobjektiv, womit wohl wirklich einfach das Dekoelement gemeint ist?! Videos zeichnet die Kamera in 1080p mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Für Selbstporträts ist auf der Vorderseite eine 8-Megapixel-Kamera eingelassen.
Das Smartphone unterstützt 5G im Dual-SIM-Betrieb. Der Speicherkarteneinschub lässt sich parallel zu zwei SIM-Karten nutzen. Darüber hinaus sind Wi-Fi mit 2,4 und 5 GHz, Bluetooth 5.4 sowie NFC für kontaktloses Bezahlen an Bord. Als Betriebssystem kommt Xiaomi HyperOS 3 auf Basis von Android 16 zum Einsatz.
Zu teuer für das Gebotene
Abgesehen von der frischeren Software und leichten Korrekturen an den Gehäusemaßen ist das Datenblatt nahezu identisch zum Vorjahresmodell. Die unverbindliche Preisempfehlung von 239,90 Euro fällt für das Gebotene schlichtweg viel zu hoch aus. Im Handel taucht das Smartphone zwar bereits für unter 200 Euro auf. Dennoch halte ich auch das für keinen guten Deal.
Noch vor ein bis zwei Jahren wäre ein solches Gerät bei der 100-Euro-Grenze gelandet. Gerade im Budgetsegment treffen die Preiserhöhungen der Bauteile die Käufer besonders hart. Angesichts der mageren Speicherausstattung rate ich bei diesem Preis eher zu Restbeständen von leistungsfähigeren Vorjahresmodellen oder zu einem gepflegten Gebrauchtgerät.
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