ADO A20 für 639€ – E-Bike mit umfassendem Support und Garantie?

Der noch junge E-Bike-Hersteller ADO, den wir schon von anderen Modellen kennen, bringt ein neues Modell auf den europäischen Markt. Das ADO A20 soll vor allem für innerstädtischen Fahrten gedacht sein. Laut ADO (Webseite des Herstellers) ist es bestens gerüstet für „jedes urbane Terrain“.

ADO A20 E Bike Produktbild 1

Wie so oft bei chinesischen E-Bikes gilt auch hier: Das Rad hat keine Straßenzulassung in Deutschland. Erwerb, Besitz und Fahrten auf privatem Gelände sind erlaubt; wo die StVO gilt, darf das A20 aber nicht gefahren werden.

Datenblatt

ModellADO A20
MaterialAluminium
Reifen20 Zoll Luftreifen
Maximale Geschwindigkeit35 km/h; mit Limit 25 km/h
Reichweite80 km als Pedelec; 45 km als Mofa
Bremssystemvorne & hinten mechanische Scheibenbremse
Motorleistung350(250) W
Akku10,4 Ah, 36V
Ladezeit6 Stunden
Gewicht24 kg

E-Bike für die Stadt

„All urban terrains“ ist ein Begriff den der Hersteller gerne und oft benutzt. Um jedes Gelände zu „erobern“, ist das Rad mit einem 350W-Motor (250 Watt in der CE-Version) und einem 36V 10.400 mAh Akku ausgestattet. Damit soll das Rad auf eine Reichweite von bis zu 80 Kilometern kommen, was unter anderem durch eine verbesserte Energierückgewinnung erreicht wird. Der Wert bezieht sich auf den Pedelec-Modus, wenn man alleine mit Motorkraft fährt sollen aber immer noch 45 Kilometer möglich sein.

ADO A20 E Bike faltbar
Das Rad ist – natürlich – faltbar und kann so einfach im Kofferraum verstaut werden.

Sowohl das Vorderrad als auch der Sattel sind gefedert und das Rad soll so auch Offroad-tauglich sein und Hindernisse problemlos überqueren können (auch wenn ich den Einsatz eher in der Stadt sehe). Der Rahmen besteht aus einer Aluminium-Legierung. Das ganze Rad kommt damit auf ein Gewicht von 24 kg. Der Akku kann entnommen werden und kann so – oder auch einfach im Rahmen – geladen werden, was je nach Batteriestand 4 bis 6 Stunden Zeit in Anspruch nehmen soll. Alle Fahrdaten wie Geschwindigkeit und Akkustand werden auf dem integrierten Display angezeigt.

Ein „G-Drive“ genanntes, smartes Kontroll-System soll helfen, Energieverlust beim Fahren zu minimieren und die maximale Laufzeit rauszuholen. Was heute eben so alles in einem Fahrrad steckt, wer hätte das vor 20 Jahren mal gedacht?

ADO A20 E Bike Bremsen
Doppelte Scheibenbremsen sorgen für die nötige Sicherheit.

Kurze Versanddauer und umfassender Support

Nicht unwichtig: ADO verspricht einen umfassenden Support nach dem Kauf in Form einer einjährigen Garantie auf die meisten Teile bzw. 10 Jahre Garantie auf den Rahmen. Die Kosten für Ersatzteile werden übernommen, Reparaturen in einem Reparaturzentrum in Europa (es gibt auch eines in Deutschland) vorgenommen. Lässt sich der Schaden nicht reparieren, wird ein neues Rad bereitgestellt. Klingt zumindest in der Theorie ja alles schon mal ganz schön.

Der Versand soll für Käufer in Deutschland ebenfalls aus einem deutschen Lage erfolgen, mindestens aber aus einem anderen Lager innerhalb der EU. Damit entstehen schon mal definitiv keine zusätzlichen Kosten durch den Zoll. Außerdem bedeutet das natürlich einen schnellen Versand von unter einer Woche.

Einschätzung

Insgesamt klingt das alles so, als sei ADO hier auf einem guten Weg. Gerade der mangelnde Support schreckt bei größeren Käufen in China ja oft ab. Wenn sie die versprochenen Leistungen liefern: Hut ab. Das ändert noch nichts an dem Problem, dass man das Rad offiziell gar nicht auf deutschen Straßen fahren darf; ich zumindest konnte keinen Verweis auf eine Zulassung finden. Dabei sollte es doch nicht unmöglich sein, die zu bekommen?

ADO A20 E Bike Produktbild 2

So bleibt hier ein vielversprechendes Rad zu einem durchaus guten Preis von jetzt knapp 630€. Dass es ohne Zulassung nicht gefahren werden darf, scheint zumindest viele Käufer nicht abzuschrecken und hindert den Hersteller auch nicht daran, es ausdrücklich für den deutschen Markt anzubieten.

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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Kommentare (26)

  • Profilbild von capspauldin
    # 08.05.21 um 07:53

    capspauldin

    Maximal belastbar bis wie viel kg?

  • Profilbild von neffest
  • Profilbild von Gast
    # 08.05.21 um 14:10

    Anonymous

    "Auf dem europäischen Markt erschienen" und "nicht für den Straßenverkehr in Deutschland zugelassen". Finde den Fehler…

  • Profilbild von Gast
    # 08.05.21 um 14:42

    Anonymous

    Gutscheincode: BGADOA20

  • Profilbild von Christian
    # 08.05.21 um 16:27

    Christian

    Wieso bitte werden immer wieder die User hier dazu verführt, sich illegal im Straßenverkehr zu bewegen?

  • Profilbild von Baldurs
    # 08.05.21 um 16:43

    Baldurs

    Gibt auch eine Schaltung dazu?

  • Profilbild von Ballistah
    # 08.05.21 um 17:01

    Ballistah

    Kann man damit irgendwie legal fahren? Falls nicht, warum wird sowas überhaupt vorgestellt? Glaube nicht, dass jemand 600€ ausgibt um auf seinem Grundstück lustig vor und zurückzufahren

  • Profilbild von Mike Paul
    # 08.05.21 um 17:51

    Mike Paul

    Wieso ist es eigentlich nicht möglich so ein Bike mit DEUTSCHER Strassenzulassung auf den Markt zu bringen ?? Und zwar zu einem vernüftigen Preis und nicht gleich wieder Ü1500 € ?

  • Profilbild von okadererste
    # 08.05.21 um 20:18

    okadererste

    Ich verstehe das gemotze nicht. Was ist daran schlimm wenn eine Redaktion über ein Produkt berichtet das nicht legal zu benutzen ist. Es ist eher positiv wenn es erwähnt wird. Sonnst kauft man was und erfährt erst danach das man es nicht benutzen darf.
    Ich kann ja auch Jagd und Hund als Zeitschrift kaufen und alle vorgestellten Waffen darf ich nicht benutzen.

  • Profilbild von Max Mustermann
    # 08.05.21 um 21:45

    Max Mustermann

    Ist es schlimm, wenn es offiziell nicht erlaubt ist? Steht es denn fett drauf, oder wie will man es erkennen?
    Hauptsache zwei Räder, ein starker Motor und ne Bremse.
    Zu Not kann man Klingel, Reflektoren und ein Schutzblech nachrüsten. Dann darf man auch auf der Straße damit fahren.

    • Profilbild von Soks
      # 09.05.21 um 13:30

      Soks

      Naja, bis du halt auf einen Polizisten mit Sachkenntnis und ohne Humor triffst. Theoretisch begehst du

      – Fahren ohne Versicherungsschutz (Geld- oder theoretisch Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr)
      – Evtl. Fahren ohne Führerschein > 25 km/h wäre Klasse AM, denke ich??, also nicht im normalen Autoführerschein?? ( 2-3 Punkte in Flensburg, Bußgeld, theoretisch sogar Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr)
      – Fahren ohne Betriebserlaubnis (Ordnungswidrigkeit, 70€ plus 1 Punkt)
      – Keine Versicherung im Unfallsfall (kann sehr teuer werden, auch bei Teilschuld)

      Freilich wird dich keiner in den Knast stecken, weil du mit einem 35-km-schnellen Fahrrad durch die Stadt fährst. Aber unangenehm kann es schon werden. Besonders natürlich wenn du einen Unfall hast…

  • Profilbild von Serkan
    # 09.05.21 um 03:02

    Serkan

    Bis zu welcher Körpergröße sind solche 20 Zoll Räder geeignet ? Irgendwie sehe ich bei China E-Bikes immer 20 Zoll. Normale 20er Fahrräder haben doch Kindergröße. Ist das bei E-Bikes anders gerechnet ?

    • Profilbild von steffend
      # 09.05.21 um 23:44

      steffend

      Die Größe der Räder spielt eigentlich überhaupt keine große Rolle. Wichtiger ist die Rahmenhöhe. Das hat nichts mit Ebikes zu tun. Normale Klappräder haben auch kleinere Laufräder.

  • Profilbild von Bluepuma
    # 09.05.21 um 08:49

    Bluepuma

    Spannend wäre einfach mal die Meldung über ein China E-Bike MIT Strassenzulassung als immer nur E-Bikes OHNE Zulassung.

  • Profilbild von Walters
    # 09.05.21 um 23:20

    Walters

    Ich bin hier in Österreich, hier sind solche Bikes legal. Hab auch ein Fiido, von dem ich hier gelesen habe. Bin dankbar für solche Artikel, bitte damit nicht aufhören! Der deutsche Sprachraum hört schließlich nicht an den Grenzen von Deutschland auf 😉

  • Profilbild von Helmut Niemeyer
    # 10.05.21 um 11:39

    Helmut Niemeyer

    Warum bieten die Chinesenn nicht kastrierte Versionen ihrer Räder an, die in Dtl. dann nicht mehr den Füherschein und Versicherungsschutz gefährden!? Deutschland ist immer noch der größte Einzelmarkt in der EU. Schliesse mich hier ausdrücklich Bluepuma an. Btw: Ist das neuere QiCYCLE (TDP02Z) wie der kaum noch erhältliche Vorgänger (https://www.china-gadgets.de/xiaomi-mi-home-qicycle-elektrofahrrad/) in Deuschland zugelassen? M.E. erfüllt es die Vorgaben.

    • Profilbild von Serkan
      # 10.05.21 um 19:20

      Serkan

      Weil es immer noch nur ein Einzelmarkt ist. Wieso extra Produktionsaufwand wenn es sich auch so verkauft ?

  • Profilbild von rudi dall
    # 14.05.21 um 09:24

    rudi dall

    Na nuicht zu vergessen, dass es eine Deutschland oder Europa Fahhrad lobby gibt die sich mit allerlei
    Argumentation und Zöllen gegen die Fahrradflut aus China abschottet .
    Bei Mobiltelefonen wäre das lächerlich und undenkbar .

    Die komponenten der Fahrräder sind ja meist von den massenherstellern für Schaltung, Bremsen etc.
    Der stshl für den Rahmen und die Schweissnähte dürften auch nicht aus Butter sein ( stahlwerke in Deutschland ( ach ja da gibt es ja noch ein oder 2 ,-) grins …

    Die STVO erlicht unter anderem auch weil diese Fahrräder eine elktriche Hupe statt einer klingel haben .
    eventuell fehlt auf der wahnsinnig wichtigen Beleuctung auch ein E -Mark –
    Naja was soll ma nda fachsimpeln
    Die anderen komponente wie elektrischer Antrieb, Batterie;Controller etc .. werden ja sowieso auch von den so unheimlich gestztes treuen und hochwissenschaftlich zertifizierten Europa Fahrrad herstellern in China geordert .

    Also was für ein armseeliges lächerliches Spile und Gelaber um Gestzliches und Vorschfriten etc

  • Profilbild von Volker Eschweiler
    # 20.05.21 um 23:23

    Volker Eschweiler

    Naja, nachdem die China-E-Bikes über 3 Betriebsmodi verfügen sieht das doch so aus:
    Modus 1: Fahrrad-Pedaltretmodus = Fahrrad (Geschw. bis 20 km/h möglich oder gar noch mehr mit kräftigen Waden ?)
    Modus 2: Pedelec = Tretmodus mit E-Motor-Unterstützung (meistens bis 25 km/h)
    Modus 3: Rein Elektrisch = alleiniger E-Motor-Betrieb (meistens auch bis 25 km/h) (ADO kann nach Eingriff auch mehr)

    Und jetzt die Vorschriften (BRD):
    Motorleistung maximal 250 Watt. Geschwindigkeit mit Motorunterstützung maximal
    25 Kilometer pro Stunde. Anfahr- und Schiebehilfe ohne Treten bis maximal 6 Kilometer pro Stunde (§ 63a StVZO)06.05.2019

    E-Bikes gelten rechtlich nicht als Fahrräder, da sie auch ohne Trittleistung fahren können. Für Pedelecs wiederum, die nur beim Treten unterstützen, ist bei einem Antrieb bis maximal 25 km/h kein Führerschein erforderlich.

    Die schnellen Elektrofahrräder „S-Pedelecs“ mit einer motorunterstützen Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h gelten als Kleinkrafträder. Fahrende benötigen mindestens eine Fahrerlaubnis der Klasse AM.

    Das E-Bike mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h gilt als Leichtmofa. Der Motor darf höchstens eine Leistung von 500 Watt haben. Für die Nutzung dieses E-Bikes sind ein Mindestalter von 15 Jahren sowie eine Mofaprüfschein und ein Versicherungskennzeichen vorgeschrieben. Bei diesem E-Bike besteht keine Helmpflicht. Auch die Pflicht einen Radweg zu benutzen entfällt.
    Bei dem E-Bike mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 25 km/h handelt es sich schon um ein Mofa. Auch hier muss der Fahrer für die Nutzung mindestens 15 Jahre alt sein, einen Mofaprüfschein besitzen und ein Versicherungskennzeichen anbringen. Des Weiteren besteht hier nun eine Helmpflicht.
    Zu guter Letzt kann sich der E-Bike-Interessierte für die Variante bis zu 45 km/h entscheiden. Die Fahrer müssen hier mindestens 16 Jahre alt sein und einen Führerschein der Klasse M besitzen. Helmpflicht und Versicherungspflicht bestehen auch hier. Radwege dürfen nur benutzt werden, wenn diese für Mofas freigegeben sind.

    Jetzt kann man sich was aussuchen, jedenfalls kann fehlendes, in Deutschland vorgeschriebenes Utensil wie batteriebetriebenes Rücklicht und Reflektoren in den Rädern nachgerüstet werden.
    Wieso dann A20 nix Straßenzulassung?

    • Profilbild von Jens
      # 21.05.21 um 09:40

      Jens CG-Team

      Das Rad ist ja nicht durch zu hohe Leistung, Geschwindigkeit oder sonst was per se illegal.

      Das Modell braucht als Kraftfahrzeug aber eine Betriebserlaubnis (ABE), und die hat es nicht. Zumindest finde ich dazu keine Informationen. Und ohne ABE gibt's kein Versicherungskennzeichen.

      • Profilbild von Edgar H
        # 24.07.21 um 20:36

        Edgar H

        @Jens: Das Rad ist ja nicht durch zu hohe Leistung, Geschwindigkeit oder sonst was per se illegal.

        Das Modell braucht als Kraftfahrzeug aber eine Betriebserlaubnis (ABE), und die hat es nicht. Zumindest finde ich dazu keine Informationen. Und ohne ABE gibt's kein Versicherungskennzeichen.

        Wenn man die Fahr Modi 2 und 3 per Software Update abschalten könnte permanent , dann bräuchte es auch keine ABE AFAIK. Der Aufwand wäre für den Hersteller sehr überschaubar

  • Profilbild von Thomas Treder
    # 02.06.21 um 19:23

    Thomas Treder

    So jetzt mal Butter bei der Fische. Habe 2 Fahrräder bestellt. Sind auch angekommen. Allerdings geht bei einem der Motor nicht. Und beim anderen knackt es beim Fahren. Aber trotz knacken fährt es gut. Kommunikation über Banggood ist kompliziert. Fahrräder sind jetzt seid 2 Wochen bei mir und noch keine Lösung in Sicht. Trotz gefühlten 1000 Fotos und Videos.
    In dem Sinne. Nicht mit 35 km/h den Stadtsheriff überholen

    • Profilbild von Erhan
      # 25.09.21 um 16:10

      Erhan

      Hi grüß dich Thomas ,hab mir auch von Banggood ein ado 20 bestellt und der Motor geht bei mir auch nicht an …denke Akku ist kaputt … kannst du mir die Support Adresse bitte geben

  • Profilbild von Joao
    # 31.07.21 um 12:21

    Joao

    Es gibt ein Dokument mit CE-Zertifikat auf dem ADO A20, solange wir die Standardsoftware nicht blockieren, besteht das maximale Problem darin, den Beschleuniger zu deaktivieren…

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