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Amazfit Cheetah 2 Ultra: Neuer Garmin-Gegner mit 1 Monat Akkulaufzeit

Amazfit Cheetah 2 Ultra Smartwatch rugged

Die Running-Szene erlebt gerade einen regelrechten Hype. Arda Saatci läuft 600 km durch die Wüste, Rachel Entrekin gewinnt den Cocodona 250 in Arizona und Sabastian Sawe läuft den London Marathon in unter zwei Stunden. Für solche Höchstleistungen braucht man entsprechende Hardware wie zum Beispiel die neue Amazfit Cheetah 2 Ultra. Die Uhr ist dank einem Monat Akkulaufzeit echte Konkurrenz für Garmin- und Coros-Smartwatches.

Technische Daten der Amazfit Cheetah 2 Ultra

Display1,4 Zoll AMOLED, 480×480 px, 3000 nits
MaterialienTitan-Legierung, Saphirglas
SensorenDual-Band-GPS (L1+L5), Dual-Light-5PD
Speicher32 GB
Akku780 mAh, 60h GPS, 30 Tage Laufzeit
Abmessungen / Gewicht47,4 x 47,4 x 13,3 mm / 52 g
Preis (UVP)599,90 Euro

Ultra-Uhr mit integrierter Taschenlampe

Die Cheetah 2 Ultra macht ihrem „Ultra“-Anspruch alle Ehre, schließlich ist die Uhr im klassisch runden Uhrendesign aus Titan der Güteklasse 5 gefertigt. Sie kommt damit auf eine Dicke von 13,3 mm bei einem Durchmesser von 47,4 mm. Ohne Armband, welches aus Flourelastomer besteht, kommt sie auf ein Gewicht von 52 g, womit sie zum Beispiel noch leichter ist also eine Apple Watch Ultra 3. Sie ist nach mehreren Militärstandards und nach der ATM 5 Klassifikation geschützt, so dass sie grundsätzlich wasserdicht ist. Allerdings ist die Cheetah 2 Ultra im Gegensatz zur Balance 2 des Herstellers nicht zum Tauchen geeignet.

Amazfit Cheetah 2 Ultra Smartwatch Aufmacher

Es dreht sich natürlich alles um das 1,5″ große AMOLED Display mit einer 480 x 480p Auflösung. Gerade für Ultra-Runner ist eine gute Ablesbarkeit in der Sonne wichtig, weswegen die Cheetah 2 Ultra bis zu 3.000 nits Displayhelligkeit bietet. Allerdings unterstützt sie im Winter auch die Nutzung mit Handschuhen. Generell sind aber alternativ auch vier Tasten zur Bedienung verbaut, so dass man beim Laufen nicht auf den Touchscreen angewiesen ist. Der Bildschirm wird dabei von Saphirglas unterstützt, was in der Preisklasse aber auch zu erwarten ist. Etwas überraschend ist dagegen die integrierte LED-Taschenlampe, die weißes Licht, rotes Licht und ein SOS-Signal unterstützt.

Amazfit Cheetah 2 Ultra Smartwatch Taschenlampe

Einen Monat Akkulaufzeit

Das Highlight der Amazfit Cheetah 2 Ultra könnte die extrem gute Akkulaufzeit sein. Der Akku fällt mit 780 mAh groß aus und ist offenbar stark optimiert. In der normalen Nutzung verspricht der Hersteller bis zu 30 Tage Laufzeit, im hochpräzisen GPS-Modus sind dagegen bis zu 60 Stunden am Stück möglich. Das erlaubt selbst anspruchsvolle Ultramarathons mit viel Steigung kontinuierlich präzise zu tracken, da diese gerne bis zu 18 Stunden dauern können.

Amazfit Cheetah 2 Ultra Smartwatch Reihe

Darüber hinaus bietet die Uhr 64 GB Speicher für Offline-Karten oder Audiodateien sowie für zusätzlich installierbare Apps über die eigene Zepp-App. In Europa ist die Cheetah 2 Ultra zudem mit NFC ausgestattet, um per Zepp Pay auch kontaktloses Bezahlen zu ermöglichen.

Spezialisiert auf Trail-Running

Ein echtes Highlight der Cheetah 2 Ultra dürfte für Outdoor-Enthusiasten die überarbeitete Navigationslösung sein. Amazfit löst das hier über topografische Vollfarbkarten, die direkt auf dem internen Speicher der Uhr abgelegt werden und komplett offline funktionieren. Bergläufer und Wanderer erhalten so auch im tiefsten Funkloch präzise Echtzeit-Anweisungen auf dem Display. Dazu gehören essenzielle Daten wie die exakte Restdistanz zum Ziel oder topografische Details zu bevorstehenden Höhenmetern – inklusive des exakten Steigungswinkels, damit man schon vor dem Anstieg weiß, wie weh es gleich in den Waden tun wird.

Ziemlich clever gelöst: Selbst für die akustischen Abbiegehinweise oder Warnungen vor steilen Abfahrten ist kein Byte Datenvolumen notwendig. Die Uhr generiert die Sprachansagen komplett autark und gibt sie über die integrierten Lautsprecher aus. Das sorgt im anspruchsvollen Gelände nicht nur für ein Komfort-Plus, sondern ist schlicht ein Sicherheitsfaktor, da der Blick auf dem Trail bleiben kann und nicht permanent am Handgelenk kleben muss.

Amazfit Cheetah 2 Ultra Smartwatch

Trailrunner können stolze 80 von insgesamt 84 Parametern in Echtzeit direkt auf der Uhr überwachen. Neben den Klassikern gehören dazu vor allem trailspezifische Werte wie die steigungskorrigierte Distanz und Pace, der aktuelle Steigungsgrad sowie Höhenmeter und sogar die eigene Körpertemperatur. Zudem gibt Live-Countdowns bis zum Sonnenuntergang sowie eine barometrische Luftdruckanzeige.

Abseits vom Trail Running bietet die Cheetah 2 Ultra auch 180 weiteren Sportmodi und ist auch mit Drittanbieter-Apps kompatibel, darunter Strava, TrainingPeaks, Runna und intervals.

Eine Alternative zu Garmin & Coros?

Die Amazfit Cheetah 2 Ultra richtet sich schon spezifisch an Trail Runner, während die Cheetah 2 Pro noch eher auf Halbmarathon- und Marathon-Läufer abzielt. Trotzdem ist sie natürlich auch für alle Outdoor-Begeisterten interessant, da sie über ein Dual-GPS-System, eine lange Laufzeit und ein helles Display verfügt. Mit einem Startpreis von 599€ ist sie aber auch nicht viel günstiger als zum Beispiel die Coros Vertix 2S, die eine noch bessere Laufzeit bietet. Den Preisvorteil hat Amazfit hier also noch nicht ganz auf der Seite, verbaut dafür aber teils die bessere Hardware wie beim Display.

Wäre die Cheetah 2 Ultra eine interessante Smartwatch für euch?

Quellen:

  • Amazfit Pressemitteilung
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Thorben

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Kommentare (9)

  • Profilbild von mcvillain
    0 # 13.05.26 um 13:21

    mcvillain

    Meine Garmin Fenix läuft komplett autark, d.h. ganz ohne Aktivierung über app's etc., brauche auch sonst keine Connection zum Phone. Datensparsam und funktionell.
    Das ist das Minumum, was eine moderne Sportuhr heute leisten sollte.
    Wie sieht das bei dieser aus? Man will ja nicht beim Laufen doch wieder das Telefon mitschleppen müssen…

    • Profilbild von Thorben
      0 # 13.05.26 um 13:33

      Thorben CG-Team

      @mcvillian: Also erfahrungsgemäß brauchst du bei Amazfit immer die App zum aktivieren und einrichten.

  • Profilbild von Hansi Mustermann
    0 # 13.05.26 um 19:22

    Hansi Mustermann

    Bei meiner Balance 2, die übrigens 20 Tage schafft (getestet) ist nach der Aktivierung kein Mobilfon nötig. Telefonieren fällt dann flach. Karten (von Komoot überspielt) gehen unabhängig davon, GPS sowieso. Also perfekt zum Laufen oder Wandern. Es verbindet sich auch mit BT-Ohrhörern, die 32GB (Cheetah 64GB) fassen meine komplette MP3 Musiksammlung, der zurückgelegte Weg wird auch auf der Uhr gespeichert und kann auf dem Fon genauer angesehen werden. Dank Karten und Kompass kann auch frei gewandert werden. Es wurde der stromsparende Prozessor (von Apple Watch Besitzern) kritisiert. Davon merkt man nichts, außer bei GPS. Zum Wandern und Laufen aber schnell genug, Radfahren ist grenzwertig (geht aber).

  • Profilbild von Tobias1
    0 # 13.05.26 um 20:13

    Tobias1

    teuer, aber immernoch günstiger als die fenix… allerdings kommt sie allein aufgrund der Größe nicht in Frage, die Fenix gibts zumindest noch in 43mm. Ansonsten eine schicke Uhr und wenn die Messdaten was taugen vielleicht eine Alternative für manch einen.

  • Profilbild von Runner
    0 # 13.05.26 um 22:18

    Runner

    Hat Amazfit üblichen Verbindungsprobleme beseitigt? Software verbessert? Da fehlt noch einiges zu Garmin

  • Profilbild von Volker_I.
    0 # 14.05.26 um 08:52

    Volker_I.

    Ich habe nach 14 Jahren Garmin Fenix (von F (1) bis F8 PmicroLed) mal zu einer Balance 2 für €239 gegriffen. Ich bin von der Hard- und Software beeindruckt und das zu dem günstigen Preis. Die Zepp App wird auch besser, jetzt kann man mit ihr schon Strecken erstellen und an die Uhr senden. Für die Balance 2 sind auch bisher regelmäßig Softwareupdates gekommen. Mit MP3 finde ich nicht mehr so ganz zeitgemäß (Deezer/Spotify Support wäre wünschenswert). Die Cheetah 2 Ultra ist jetzt ja für Amazfit etwas höherpreisiger, aber immer noch deutlich günstiger als z. B. die Garmin F8/Pro Serie. Amazfit entwickelt sich immer mehr zu einem ernsthaften Konkurrenten für Garmin, die werden es bald wohl auch mal merken. Ich warte jetzt erst einmal ab, ob demnächst eine Balance 3 herauskommt, sonst kann ich mir gut vorstellen, auf eine Cheetah 2 Ultra zu wechseln. Von der Balance 2 bin ich echt begeistert, hätte ich vorher selbst nicht erwartet. Sie ist z. Zt. meine 24/7- vermisse nichts (außer der Taschenlampe- die andere Amazfit Modelle ja jetzt auch schon haben).

    • Profilbild von Thorben
      0 # 15.05.26 um 10:57

      Thorben CG-Team

      @Volker_I.: Ich find auch, dass sich Amazfit echt macht. Gerade die Balance 2 fand ich hammer, das Strap hat mir auch gut gefallen. Ob noch die Active Max rumliegen, bin ich noch gar nicht zu gekommen.

  • Profilbild von Volker_I.
    0 # 18.05.26 um 07:16

    Volker_I.

    Verglichen zur ebenfalls neuen Cheetah 2 Pro, die mit 449€ schon deutlich hochpreisiger als Active Max (€ 169 ) und Balance 2 ( 299€ ) sind wobei die Balance 2 ja 10ATM/Dive hat), packt Amazfit da bei der Cheetah 2 Ultra ja preislich noch deutlich einen drauf: 599€. Nicht mal Garmin bietet m. K. n. bisher Uhren mit einem 64gb Speicher an, ich frage mich allerdings, wozu man den konkret brauchen soll? Aber vielleicht liefert Amazfit da durch Sw-Updates ja noch eine genauere Erklärung für. Im Bereich von z. B. der Navigation, dem Import von Wegepunkten und vielleicht mal endlich Deezer/Spotifi Offline Support auf den Uhren, Überarbeitung von Übersetzungen, Abbiegehinweisen/Sprachanweisungen während der Aktivität auch auf Deutsch, mehr auswählbare/konfigurierbare Datenfelder gibt es aber noch viel Luft nach oben. Wenn Amazfit sich hier dauerhaft als ernstzunehmender Konkurent von Garmin etablieren will, müssten sie das mal eher kurz- als langfristig angehen. Ich habe da schon mehrfach dem Amazfit Support angeschrieben, aber bisher nie ein Feedback bekommen- auch daran müssen sie arbeiten.

  • Profilbild von Volker_I.
    0 # 20.05.26 um 12:37

    Volker_I.

    Da fällt mir noch ein: wo Amazfit generell mal softwaremäßig nachbessern müsste (hier mal auf die Balance 2 bezogen, ich nehme aber an, dass das bei der Cheetah 2 und anderen Uhren auch nicht anders ist):

    – einige Übersetzung in den Menüs sind in Deutsch doch etwas seltsam und sollten überarbeitet werden
    – Sprachanweisungen z. B. zu Turns in den Aktivitäten auch in Deutsch anbieten
    – mehr auswählbare/konfigurierbare Datenfelder – nutzt man die Uhr zum Wandern etc. wäre z. B. ein Datenfeld mit den Koordinaten (z. B. zum Abgleich mit einer Papierkarte) und dann gleich auch für verschiedenen Koordinatensysteme sehr hilfreich
    – überträgt man mit der Zepp App Karten auf das Gerät, werden sie nur auf dem Gerät in den drei auswählbaren Kategorien (Basis, Contour und Ski) angeboten (einmal steht da dann auch Karte, einmal Map). Man kann die Karten aber nicht individuell benennen und fügt man eine zweite etc. Karte hinzu, wird diese nur in einer Datei abgespeichert. So weiß man nachher u. U. gar nicht mehr, welche Karten man auf der Uhr hat. Auch kann man Kartenkategorien anscheinend nur gesamt löschen und muss dann benötigte Karten wieder neu übertragen.
    – Importieren von Wegepunkten ermöglichen

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