Hardware-Upgrade mit fiesem Haken: Der neue Fire TV Stick HD (2. Gen)
Amazon bringt mit dem Fire TV Stick HD (2. Gen) die neueste Generation seines Einstiegs-Streaming-Players auf den Markt. Für eine UVP von 44,99€ soll der kompakte Stick alten Fernsehern frisches Leben einhauchen. Dabei verspricht man ein flüssiges Erlebnis und spendiert dem Gerät sogar endlich ein zeitgemäßes Detail bei der Stromversorgung. Auf dem Papier klingt das nach einem grundsoliden Upgrade für Full-HD-Geräte, doch ein Detail bei der Software dürfte vielen Nutzern sauer aufstoßen.
- Amazon Fire TV Stick HD (2. Gen)
Inhalt
Technische Daten des Amazon Fire TV Stick HD (2. Gen)
| Kategorie | Amazon Fire TV Stick HD (2. Gen) |
| Ausgabeauflösung | 1080p (Full HD) und 720p bis zu 60 FPS |
| Betriebssystem | VegaOS (Sideloading von Drittanbieter-Apps aus Sicherheitsgründen blockiert) |
| Prozessor (CPU) | Quad-Core, 1,7 GHz |
| Speicherplatz | 8 GB interner Speicher |
| WLAN & Bluetooth | Wi-Fi 6 (Dualband) | Bluetooth 5.3 & Bluetooth Low Energy (BLE) |
| Anschlüsse | 1x HDMI-Ausgang, 1x USB-C (nur zur Stromversorgung) |
| Unterstützte Videoformate | HDR10, HDR10+, HLG, H.265, H.264, VP9, AV1 |
| Audiounterstützung | HDMI-Passthrough für Dolby-codiertes Audio (AC-3, E-AC-3 und E-AC3_JOC) |
| Fernbedienung | Alexa-Sprachfernbedienung (inkl. Infrarot zur Steuerung von TV, Soundbar & AV-Receiver) |
| Maße & Gewicht | 91,5 x 21,1 x 14,5 mm / 35,8 g |
| Preis (UVP) | 44,99 € |
Das bisher kompakteste Design setzt endlich auf USB-C
Mit Abmessungen von 91,5 x 21,1 x 14,5 mm und einem leichten Gewicht von nur 35,8 g verschwindet der kleine Riegel völlig unsichtbar hinter dem Fernseher. Angeschlossen wird er natürlich direkt über den HDMI-Ausgang.
Das eigentliche Highlight versteckt sich aber bei der Stromzufuhr. Hier verabschiedet sich Amazon erfreulicherweise vom veralteten Micro-USB und verbaut endlich einen USB-C-Anschluss. Dieser dient zwar ausschließlich der Stromversorgung, ist aber ein längst überfälliger Schritt.
Solide Technik für flüssiges Full-HD-Streaming
Im Inneren steckt ein Quad-Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1,7 GHz, der für eine flüssige Bedienung im Alltag sorgen soll. Zur Seite stehen ihm 8 GB interner Speicher, was eigentlich der Standard in dieser Preisklasse ist und für die gängigsten Streaming-Apps ausreichen dürfte. Bei der Ausgabeauflösung beschränkt man sich namensgebend auf 1080p und 720p mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Wer einen 4K-Fernseher besitzt, ist hier natürlich falsch, für ältere HD-Geräte ist das aber völlig ausreichend.
Gefunkt wird zeitgemäß über Wi-Fi 6 im Dualband-Betrieb und auch Bluetooth 5.3 sowie Bluetooth Low Energy sind an Bord. So könnt ihr eure kabellosen Kopfhörer koppeln, um abends niemanden zu stören. Bei den Formaten gibt es durchaus ordentliche Unterstützung, wobei HDR10, HDR10+, HLG sowie die Codecs H.265, H.264, VP9 und AV1 verarbeitet werden. Für den Ton bietet der Stick HDMI-Passthrough für Dolby-codiertes Audio. Bedient wird das Ganze wie gewohnt über die mitgelieferte Alexa-Sprachfernbedienung, welche auch über Infrarot zur Gerätesteuerung für euren Fernseher oder die Soundbar verfügt.
Neues Betriebssystem streicht beliebtes Feature
Jetzt kommen wir aber zum eigentlichen Knackpunkt dieses neuen Modells. Beim Betriebssystem geht man wohl den Schritt weg vom klassischen Android und setzt auf das neue VegaOS. Amazon verpasst der Nutzeroberfläche zwar ein modernes Design für eine optimierte Navigation, streicht aber gleichzeitig ein Feature, das für viele Nutzer bisher ein echtes Kaufargument war. Das sogenannte Sideloading von Apps aus unbekannten Quellen wird hier aus Sicherheitsgründen konsequent blockiert.
Ihr seid also strikt an den hauseigenen Fire TV Appstore gebunden. Zwar gibt es dort Tausende Apps wie Prime Video, Netflix, Disney+ oder Joyn, aber wer gerne alternative Anwendungen abseits des offiziellen Stores installiert hat, schaut hier leider in die Röhre. Auch ist der Fire TV Store weniger gefüllt als der Android TV Play Store. Das macht den neuen HD-Stick deutlich unattraktiver als die älteren Android-Versionen. Habt ihr das Sideloading bisher intensiv genutzt? Dann geht dieser Stick halt an euren Bedürfnissen vorbei.
Ein kompaktes Update, das man nur im Sale kaufen sollte
Der Amazon Fire TV Stick HD hinterlässt gemischte Gefühle. Auf der einen Seite liefert Amazon hier ein kompaktes Gerät, das mit Wi-Fi 6 und der USB-C-Stromversorgung durchaus sinnvolle Hardware-Upgrades bietet. Für Besitzer eines reinen HD-Fernsehers ist das eigentlich ein solides Paket.
Dem gegenüber steht jedoch der strikte Riegel, den Amazon beim Thema Sideloading vorschiebt. Das neue VegaOS beschneidet die Freiheit der Nutzer aber spürbar. Ein weiteres Manko ist der Preis. Mit einer UVP von 44,99€ ist der Stick ohne Rabatt halt schlichtweg zu teuer für die gebotene Leistung. Amazon-typisch sollte man hier wohl einfach die Füße stillhalten und auf den nächsten großen Sale warten, da die Geräte dort erfahrungsgemäß signifikant günstiger werden. Wer zwingend auf freie App-Installationen angewiesen ist, muss sich wohl oder übel nach den älteren Modellen umsehen oder auf Alternativen zurückgreifen. Wie seht ihr das, ist das fehlende Sideloading für euch ein No-Go?
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