Anycubic Kobra 4 Combo: Ist der neue Kobra X-Zwillingsbruder die bessere Wahl?
Anycubic flutet den Markt für 3D-Drucker derzeit in rasanter Geschwindigkeit. Wir hatten den brandneuen Kobra X gerade erst im Hands-On. Nun schiebt der Hersteller direkt die Kobra 4 Combo hinterher. Optisch und laut Datenblatt wirken beide Maschinen fast wie eineiige Zwillinge. Wir fragen uns daher ernsthaft: Braucht die Welt diesen Drucker wirklich? Ein kritischer Blick auf das neue Multicolor-Paket.
- Anycubic Kobra 4 Combo (inkl. 1x ACE 2 Pro für 4 Farben):
- bei AliExpress für 299,39€ (Pre-Order)
- bei Anycubic für 379€ (Pre-Order)
Inhalt
Technisches: Anycubic Kobra 4 Combo
| Hersteller | Modell | Anycubic | Kobra 4 Combo |
| Drucktechnologie | FDM (Direct Drive / Portalbauweise) |
| Druckgeschwindigkeit | 600 mm/s (max), 300 mm/s (realistisch) |
| Bauraum | 260 x 260 x 260 mm |
| Druckbett | beheizbar (bis 100 Grad) |
| max. Düsentemperatur | 300 Grad (Gehärteter Stahl) |
| Düsendurchmesser | 0,4 mm (optional 0,25, 0,6, 0,8) |
| Konnektivität | LAN, USB, Dual-Band Wi-Fi (2,4G/5G), Anycubic App |
| Features |
|
| Abmessungen | Gewicht | 455,4 x 445,3 x 461,3 mm | 9,9 kg (Drucker) + 3,7 kg (ACE) |
Anycubic Kobra 4 Combo: Druckkopf als Rückschritt?
Der Elefant im Raum ist das einzige Bauteil, was sich optisch vom Kobra X unterscheidet: Der Druckkopf (300°C-Schnellwechselsystem). Hier scheint Anycubic aus welchen Gründen auch immer wieder zu älteren Kobra-Iterationen zurückzukehren, bei denen der Filamentcutter deutlich weiter von der Düse entfernt ist, als beim Kobra X. Die Folge: Erneut eine vermutlich erhöhte Müllproduktion bei Multcolor-Drucken.
In Sachen Mehrfarbendruck sollte der Kobra X, den mein Kollege Thorben derzeit ausführlich testet, also die Nase vorn haben. Immerhin: Statt des dort verbauten potenziell kopflastigen Multicolorsystems kehrt Anycubic beim Kobra 4 nun wieder zum geschlossenen ACE 2 Pro-System zurück, das den Vorteil einer aktiven Filamenttrocknung inklusive Feuchtigkeitskontrolle mit sich bringt. Zwei dieser Einheiten können am Kobra 4 angeschlossen werden und somit 8 Farben bzw. Materialien bewerkstelligen.
Die Suche nach Upgrades: Perfekte erste Schicht?
Ansonsten betreibt Anycubic beim Kobra 4 vor allem technischen Feinschliff. Der Hersteller will die Wärmeverteilung am Druckbett (max. 100°C) massiv verbessert haben. Außerdem soll die neue Heizmatte zusammen mit dem LeviQ 3.0 Auto-Leveling eine stets perfekte erste Schicht garantieren. All das soll noch leiser als zuvor geschehen: Im Silent-Modus flüstert die Maschine laut Hersteller angeblich mit lediglich 45 Dezibel.
Software-Hilfe: Ein digitaler Hub für Neulinge
Ein weiterer Fokus des neuen Druckers (Bauraum: 260 x 260 x 260 mm) liegt auf der Zugänglichkeit. Der Zusammenbau gelingt in schlappen 15 Minuten. Zudem führt Anycubic einen dedizierten „Beginner Hub“ in der App ein. Dort finden Anfänger kuratierte Modelle und müssen keine Einstellungen mehr vornehmen. Gleichzeitig warnt eine 720p-Kamera per KI vor Fehldrucken.
Einschätzung: Kobra X oder Kobra 4 – welcher ist besser?
Wir machen es an dieser Stelle kurz: Wir finden, dass der Kobra X weiterhin die bessere Wahl ist als der Kobra 4 mit konventionellem Druckkopf. Versteht uns nicht falsch: Die Kobra 4 Combo wird sicherlich hervorragende Drucke out of the box liefern können. Technisch erachten wir das Gerät an sich aber für überflüssig.
Da der Drucker in der Combo-Version bei AliExpress aber bereits unter 300€ zu haben ist, gehen wir davon aus, dass der Hersteller hier allein über den Preis quasi eine günstigere Kobra X-Alternative präsentieren möchte.
Wir würden abschließend dieses Mal gern von euch wissen: Ab wieviel Euro Unterschied würdet ihr den Kobra 4 anstelle des Kobra X kaufen?
Quelle(n):
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