Bear Teigbereiter – Günstiger Küchenhelfer oder unnötige Ausgabe?
Wer gerne Brot oder Pizza backt, weiß: Das Kneten von Hand kann nerven. Da kommt ein spezialisierter Teigbereiter wie der Bear HMJ-A50N1 gerade recht, der für einen günstigen Preis verspricht, uns die schweißtreibende Arbeit abzunehmen. Wir haben uns das Gadget, das man häufig bei Joybuy oder AliExpress findet, einmal genauer angeschaut.
- Bear Teigbereiter
Plastik pur mit einem Hauch Metall
Beim ersten Auspacken wird schnell klar, wo gespart wurde. Das Gerät wirkt insgesamt recht billig verarbeitet und bringt kaum Eigengewicht auf die Waage mit insgesamt 3,5 Kg. Man hat fast Angst, dass es bei einem schweren Teig direkt vom Tisch wandert, es bleibt aber dank Saugnäpfen auf der Unterseite stabil.
Immerhin: Die inneren Werte zählen ja auch. Die Edelstahlschüssel und der Rührer aus Metall sind die klaren Highlights der Konstruktion und wirken deutlich solider als das restliche Kunststoffgehäuse. Insgesamt sind damit 2,5 Kilogramm Teig bearbeitbar, mit einem Fassungsvermögen von 5 Litern.
Performance eher Schlagen statt Kneten?
In der Praxis zeigt sich, dass der „Bär“ ein etwas eigenes Verständnis von Teigverarbeitung hat. Es ist kein wirkliches Kneten, wie man es von einer Profi-Maschine kennt; der Teig wird eher kräftig geschlagen. Überraschenderweise funktioniert das für Hefeteig sogar ganz gut. Wer also nur gelegentlich mal einen Pizzateig ansetzen will, kommt hier durchaus ans Ziel.
Ein praktisches Feature ist die Timer-Möglichkeit, mit der man die Maschine einfach werkeln lassen kann, lässt sich aber auch nicht individuell einstellen. Weniger überzeugend ist dagegen die Gärfunktion: Diese erwärmt die Schüssel lediglich minimal von unten. Das sorgt dafür, dass der Boden des Teigs zwar etwas Temperatur bekommt, der Rest aber leider kalt bleibt – eine gleichmäßige Gärung sieht anders aus.
Wir haben für das kleine Hands-On einen Hefeteig für Zimtschnecken zubereitet, der tatsächlich auch gut geworden ist. Ich glaube ein ähnliches Ergebnis hätte ich auch per Hand hinbekommen können, wenn eine meiner Hände sich noch nach einer OP erholen würde. Und das ist wahrscheinlich einer der wenigen Gründe sich dieses Gerät zu holen, wenn man regelmäßig Nudeln oder kleinere (Hefe-)Teige zubereiten möchte, ohne viel Geld auszugeben.
Lohnt sich der „Bear“?
Für den absoluten Hobbybäcker, der nur ab und zu mal einen einfachen Teig ohne Kraftaufwand vorbereiten will, ist der Bear Teigbereiter für den schmalen Taler vielleicht eine Überlegung wert. Wer jedoch regelmäßig backt oder anspruchsvollere Teige verarbeitet, sollte die 50€ lieber sparen und in eine richtige Knetmaschine investieren – die Langlebigkeit und das Knetergebnis werden es euch danken.
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