BOOX Picco: Der E-Reader, der ans Smartphone klickt

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Mit dem Picco schrumpft BOOX den E-Reader auf Kartenformat – und macht die Smartphone-Rückseite zu seinem Parkplatz. Die Idee hat aber einen Haken: Für das kleine Display und die stark eingeschränkte Software muss man den Einsatzzweck schon ziemlich genau kennen.

Technische Daten des BOOX Picco

Display3,97 Zoll, monochromes E-Ink-Display
Auflösung480 × 800 Pixel, 235 ppi
BedienungTouchscreen und physische Blättertasten
FrontlichtEinstellbar, warmes und kaltes Licht
Speicher16-GB-microSD-Karte vorinstalliert
SpeichererweiterungmicroSD-Karten bis 2 TB
KonnektivitätWLAN (2,4 GHz), Bluetooth, USB-C
Akku920 mAh
Abmessungen105,5 × 62 × 5,5 mm
Gewichtca. 58 g
Betriebssystem / AppsKein Android, kein Play Store; vorinstalliert sind Pomodoro, To-do-Liste und Countdown
Unterstützte DokumentformateEPUB, MOBI, AZW3, AZW, AZW5, FB2, TXT, PDB, PRC, RTF, HTML, XHTML, HTM, CHM und weitere
BildformatePNG, JPEG, WEBP, BMP, GIF
DateiübertragungUSB-C, BOOX Tiles App oder Web-Oberfläche
BesonderheitMit spezieller Magnet-Hülle an Qi2-kompatiblen Smartphones befestigbar

Der E-Reader, der immer dabei ist?

Der BOOX Picco misst 105,5 × 62 × 5,5 Millimeter und wiegt laut Hersteller rund 58 Gramm. Sein monochromes E-Ink-Display löst mit 480 × 800 Pixeln beziehungsweise 235 ppi auf. Das ist winzig – deutlich kleiner als klassische 6-Zoll-Reader –, aber genau das ist der Punkt: Picco soll laut Hersteller nicht die Abendlektüre auf dem Sofa ersetzen, sondern immer dabei sein.

boox picco display

Bemerkenswert ist die Befestigungsidee. Mit einer speziellen magnetischen Hülle lässt sich der Picco an Smartphones mit Qi2-Magneten anbringen. Achtet beim Kauf aber darauf, ob die Hülle wirklich dabei ist.

Touch, Tasten und Licht – aber kein Android

Für seine Größe ist der Picco ordentlich ausgestattet: Touchscreen, seitliche Blättertasten und eine Frontbeleuchtung mit einstellbarer warmer oder kalter Lichtfarbe gehören dazu. Verbaut sind außerdem WLAN im 2,4-GHz-Band, Bluetooth, USB-C und ein microSD-Kartenslot.

Eine 16-GB-Karte liegt bei und BOOX nennt eine Erweiterbarkeit bis 2 TB. Der Akku fasst 920 mAh, eine belastbare Laufzeitangabe veröffentlicht der Hersteller aber nicht.

boox picco auf buch

Der entscheidende Unterschied zu vielen anderen BOOX-Modellen: Picco läuft nicht mit Android und bietet keinen Play Store. Kindle-, Kobo- oder andere E-Book-Apps lassen sich also nicht installieren. Bücher und Dokumente müssen als Dateien auf das Gerät gelangen – per USB-C, über die BOOX-Tiles-App oder per Web-Übertragung. Neben dem Reader bringt BOOX nur wenige Zusatzfunktionen mit: Pomodoro-Timer, To-do-Liste und einen Countdown.

boox picco auf tisch

Das ist konsequent, aber nicht bequem für alle. Wer seine Bibliothek an einen Shop oder eine Lese-App gebunden hat, bekommt mit dem Picco keinen universellen Reader.

Einschätzung: Ein spezial gelagerter Sonderfall

Der BOOX Picco ist originell, dürfte aber kein Selbstläufer werden. Sein größtes Problem liegt auf der Hand: Wer ohnehin ein Smartphone dabeihat, kann kurze Texte auch direkt dort lesen – auf einem deutlich größeren, schnelleren und app-freundlicheren Display. Für News, Artikel und spontane Lesehäppchen ist das Telefon meist die bequemere Wahl.

boox picco accesoires

Picco hat trotzdem ein Argument: E-Ink ist bei Sonne angenehmer, das Frontlicht weniger aufdringlich als ein leuchtendes OLED-Display, und die bewusst eingeschränkte Software hält Ablenkungen fern (wenn nicht gerade das Handy vibriert, an dem der Picco angebracht ist). Doch dafür verlangt BOOX rund 110 Euro, einen zusätzlichen Ladevorgang und die Bereitschaft für die kleinen Lesepausen ein zusätzliches Gerät mitzunehmen. Interessant für euch?

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Fred

Ganz schön smart: Alles was mit Uhren und Handys zu tun hat, fällt in mein Revier. Und Gadgets natürlich. Gadgets gehen immer!

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