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CHUWI RZBOX Mini-PC mit leistungsstarkem AMD Ryzen 4900H ab 430€

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Bereits seit einigen Jahren für günstige Mini-PCs und Notebooks bekannt ist CHUWI. Jetzt wagt man sich mit der CHUWI RZBOX an den leistungsfähigen AMD Ryzen 4900H Prozessor mit 8 Kernen und bis zu 4,4 GHz. Stimmt das Gesamtpaket?

CHUWI RZBOX Mini-PC Front

  • CHUWI RZBOX
    • bei CHUWI für 430,18€ (ohne SSD & Arbeitsspeicher | Versand erfolgt Mitte November aus Spanien) | CHUWI für 559,49€ (512 GB SSD & 16 GB Arbeitsspeicher | Versand erfolgt Mitte November aus Spanien)

Technische Daten

ModellCHUWI RZBOX
ProzessorAMD Ryzen 4900H mit 8 Kernen / 16 Threads bei Taktrate von 3,3 bis 4,4 GHz
GrafikkarteAMD Vega 8
Arbeitsspeicherbis zu 16GB DDR4 (erweiterbar auf 2x 32 GB)
Interner Speicherbis zu 512 GB PCIe NVMe SSD / freier M.2 Slot
AnschlüsseWi-Fi 6, Bluetooth 5.2, 2x USB3.0, 4x USB 2.0, 1x HDMI 2.0, DisplayPort, VGA, 2x Gigabit Ethernet, Mikrofon- und Kopfhöreranschluss, Stromstecker
Abmessungen18,8 x 17,8 x 6,1 cm
Gewicht1,34 kg
BetriebssystemWindows 10 Home

Lieferumfang & Verpackung

Beim Verpackungsdesign bleibt sich CHUWI treu und wir haben hier erneut einen gelblichen Karton. Im Inneren befindet sich durch Schaumstoff geschützt die RZBOX und in einem weiteren Karton das Netzteil mit EU-Stecker. Auf weiteres Zubehör oder Zugaben verzichtet man.

Design & Verarbeitung

Die RZBOX, was vermutlich für RyzenBox steht, ist nicht der kleinste PC von CHUWI, aber dennoch kompakt. Mit einer Größe von 18,8 x 17,8 x 6,1 cm ist das Gehäuse der RZBOX deutlich kleiner als gewöhnliche Tower-PCs. Was einem direkt auffällt sind die verwendeten Materialien, wo man hier Aluminium statt Kunststoff als Gehäusematerial nutzt. Das lässt die RZBOX deutlich hochwertiger wirken, bringt aber auch ein gewisses Gewicht mit sich. Mit 1,34 kg ist sie jetzt kein Brocken und weit entfernt von einem Tower PC, aber auch nicht die leichteste Box in dieser Größe.

CHUWI RZBOX Mini-PC Oberseite

Auf der Oberseite haben mehrere Rillen unter denen sich Lüftungsauslässe befinden. An der Unterseite gibt es diese Rillen zwar auch, hier befinden sich aber keine Auslässe. Stehen tut die RZBOX auf rutschfesten Gummifüßen, die einen guten Job erledigen.

CHUWI RZBOX Mini-PC Luftauslass

An der Front um den Startknopf herum befindet sich eine blaue LED, welche bei Betrieb durchgängig leuchtet und im Ruhezustand pulsiert. Im ausgeschalteten Zustand ist sie natürlich aus. An der Seite finden sich Führungen, die man mit etwas Geschick sicherlich auch für eine Halterung umfunktionieren kann. Standardmäßig sind hier aber keine Vorbohrungen für so etwas vorhanden.

Bei den CHUWI-Geräten handelte es sich in der Vergangenheit nicht unbedingt um die am besten verarbeiteten Geräte, jedoch hat ein Wandel stattgefunden und man wird hier immer besser. Dazu gehört auch die CHUWI RZBOX, bei der ich wirklich sehr angetan von der Verarbeitung bin. Würde man mir hier irgendeinen anderen Markennamen mit Prestige aufdrucken, ich würde mich nicht wundern.

Anschlüsse & Konnektivität

Am Gehäuse finden wir eine Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten. Auf der Front befindet sich ein separater Mikrofon- und Kopfhöreranschluss, direkt daneben liegt ein USB-C und USB-A 2.0 Anschluss. Ich finde zumindest den USB-C-Anschluss hätte man schneller anbinden können. Mehr Geschwindigkeit gibt es aber auf der Rückseite, dort befinden sich zwei USB-A 3.0, aber auch zwei USB-A 2.0 Anschlüsse. Für die Bildübertragung steht HDMI 2.0, DisplayPort und sogar VGA zur Verfügung. Um sich per Kabel mit dem Internet zu verbinden, sitzen direkt zwei Gigabit Ethernet Anschlüsse auf der Rückseite. Die Stromversorgung kommt über einen runden Hohlstecker.

Aber auch kabellos ist die RZBOX angebunden. Trotz des AMD-Prozessors nutzt man eine Intel AX2000 Netzwerkkarte für die Wi-Fi 6 Verbindung. Auch Bluetooth 5.2 wird von der Netzwerkkarte unterstützt.

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Hardware & Performance

Wie bereits erwähnt kommt der AMD Ryzen 4900H Prozessor im Mini-PC zum Einsatz. Dieser stellt den leistungsfähigsten Mobil-Prozessor von AMD in der 4000er Generation dar. Ausgestattet ist er mit 8 Kernen und 16 Threads, die mit einer Taktrate von 3,3 bis 4,4 GHz betrieben werden. Damit setzt man bei CHUWI den Trend fort auch mal leistungsstärkere Hardware zu nutzen. In Sachen Prozessorleistung  ist man hier definitiv gut aufgestellt und hat auch für Videobearbeitung & Co. genügend Leistung.

Als Grafikkarte nutzt man eine integrierte Vega 8 Grafikkarte, die leider eher moderate Leistung erbringt. In älteren oder E-Sport Spieletiteln kann diese bei einer Auflösung 1920 x 1080 Pixel aber dennoch spielbare Bildwiederholraten erzeugen. So liefen auch Counter Strike Global Offensive oder Rocket League auch auf höheren Einstellungen noch mit fast 60 fps. Damit wird die RZBOX sicherlich nicht zum Gaming-Giganten, aber eignet sich je nach Erwartung dafür.

CHUWI RZBOX Mini-PC Counter Strike

Kühlung

Wir haben von CHUWI ein Vorabmodell bekommen, bei der sie uns darauf hingewiesen haben, dass mittlerweile Temperaturen, Stromverbrauch und Lüfterlautstärke verbessert sind. Das Ganze hier mal als Hinweis im Voraus.

Im Betrieb ist die CHUWI RZBOX durch ein leichtes Lüftergeräusch zu vernehmen. Sitzt man aber nicht direkt daneben, empfinde ich es nicht allzu störend. Interessant dabei ist, dass bei Vollauslastung die Lautstärke dann nicht mehr ansteigt. Positiv für die Geräuschkulisse, aber wie ihr sicherlich schon erahnen könnt, schlecht für die Temperaturen.

CHUWI RZBOX Mini-PC Rueckseite
Hinten wird es am heißesten.

Denn der Ryzen 4900H steigt auf bis zu 100 °C an. Zwar liegt man hier noch unter dem von AMD angegebenen Limit von 105 °C, jedoch optimal bei Dauerbelastung, auch für eventuelle nebenliegende Komponenten, ist es sicherlich nicht. Im Idle-Betrieb schwankt die Temperatur zwischen 30 °C und 41 °C.

Laut CHUWI scheinen die hohen Temperaturen ein Punkt zu sein, den man noch vor der Veröffentlichung angegangen worden ist und hoffentlich sieht es im fertigen Produkt besser aus. Überprüfen können wir es momentan aber leider nicht.

Speicher

Dazu gibt es je nach Auswahl bis zu 16 GB DDR4 Arbeitsspeicher mit einer Taktrate von bis zu 3200 MHz. Die zwei SODIMM Slots können aber auch selber mit bis zu 32 GB bestückt werden. Ebenfalls ist eine PCIe NVMe SSD mit bis zu 512 GB verbaut, die ebenfalls ausgetauscht werden kann. Zusätzlich befindet sich auch noch ein freier M.2 SSD Anschluss am Motherboard, wo ihr bis zu 5TB große SSDs einlegen könnt.

CHUWI RZBOX Mini-PC Crystaldisk

Zur Erweiterung und Wartung müsst ihr acht Schrauben auf der Unterseite lösen und könnt dann den Gehäuseboden abnehmen. Dort findet man dann eine Kunststoffabdeckung mit Aussparungen für die Arbeitsspeicherslots und die Anschlüsse für die M.2 SSDs. Somit ist in der Hinsicht die Wartung und Erweiterung der CHUWI RZBOX recht einfach. In unsere RZBOX sind sowohl SSD als auch Arbeitsspeicher von Netac.

Betriebssystem & Software

Mitgeliefert und vorinstalliert ist Windows 10 als Betriebssystem. Auch ist die RZBOX bereit für Windows 11 und lässt sich bei Bedarf darauf upgraden. Wer jedoch lieber Linux nutzt, kann dies auch nutzen. CHUWI gibt hier als Beispiel Ubuntu an.

CHUWI RZBOX Mini-PC Windows 11

Über Bloatware oder andere Software müsst ihr euch auf der CHUWI RZBOX keine Gedanken machen. Der Hersteller liefert ein komplett unangetastetes Windows Betriebssystem und falls ihr euch für die Barebone-Variante entscheidet, installiert ihr ja eh selbst das Betriebssystem.

Fazit

Mit der CHUWI RZBOX bekommt man einen kompakten Mini-PC, mit durchaus moderner Hardware. Der AMD Ryzen 4900H bietet trotz seines Ursprungs aus dem Mobile-Bereich einiges an Leistung. So eignet er sich für eine Vielzahl an Aufgaben. Auch stimmt die Verarbeitung und der eigene Einbau von Arbeitsspeicher und SSD ist sehr leicht. Wie immer bei solchen kompakten Geräten muss man für diese auch den Einsatzzweck haben, denn mit einem größeren PC kann man natürlich nochmal perfomantere Hardware verbauen. Den kann man dann aber nicht in das TV-Board stellen oder im Rucksack mit sich herumtragen. Hier fände ich es mal interessant zu hören, wofür ihr die CHUWI RZBOX nutzen würdet.

Zum aktuellen Preis von 430€ ohne SSD und Arbeitsspeicher und 559€ mit 16 Arbeitsspeicher und 512 GB SSD bekommt man hier auf jeden Fall einen recht guten Mini-PC. Richtig gut ist er wirklich erst, wenn man auch wirklich das Problem mit der Kühlung angegangen ist.

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Fabian

Besonders interessieren mich Kopfhörer, aber auch alles rund um Computer & Laptops kann mich begeistern.

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Kommentare (16)

  • Profilbild von Stephan W.
    # 07.09.21 um 19:07

    Stephan W.

    was läuft denn auf so einem Gerät? als Desktop PC wäre der der ja bestimmt nicht ausgelastet.

    • Profilbild von Gast
      # 01.11.21 um 13:35

      Anonymous

      Cyberpunk z.B. in Low auf 720p mit geringster Menschenmenge wohl gerade so, dass es nicht ständig ruckelt.

  • Profilbild von michaelPotsdam
    # 07.09.21 um 19:07

    michaelPotsdam

    Cooler Beitrag…👍🏽gibt's es solch Boxen bzw Mini PCs auch mit kompetenter Grafikkarte bzw ist es eigentlich möglich die vorhandene auszutauschen gegen eine gute Grafikkarte aus einen normalen PC ? LG . Danke für eure Coolen Videos und Artikel ! 👍🏽👍🏽👍🏽🤙🏼

    • Profilbild von Rebeil
      # 07.09.21 um 19:28

      Rebeil

      Die vorhandene GPU lässt dich nur austauschen wenn man die CPU tauscht da diese in die CPU integriert wird.
      Durch fehlende Anschlüsse und mangelnden Platz lässt sich keine Desktop Grafikkarte einbauen.

    • Profilbild von Gast
      # 08.09.21 um 21:00

      Anonymous

      gerne mal bei youtube ETA Prime eingeben. Der Kerl testet alle Mini PC's aus der ganzen Welt die sehr Leistungsstark sind.

      Aber hier gilt immer die Regel. Desktop Pc kommt weitaus billiger oder man bekommt fuer den selben Preis deutlich mehr Leistung. Nur was wenn man wirklich auf die Abmessungen angewiesen ist.

    • Profilbild von Vikinker
      # 09.09.21 um 14:35

      Vikinker

      wenn pcie vorhanden wäre ja ist es möglich meist ist Netzteil und Gehäuse dann das Problem .Bei dem PC im Artikel handelt es sich um ein Mainboard mit verlöteter CPU.

      Peace

  • Profilbild von Butcher
    # 07.09.21 um 19:39

    Butcher

    Mehr von solchen "Entdeckungen" posten bitte

  • Profilbild von Rabauke
    # 07.09.21 um 20:45

    Rabauke

    Als HTPC mit der Möglichkeit selbst BluRays zu rippen und zu codieren, somit wäre er eine nette Sache…. aber bei den Komponenten am bei der Größe wird der Preis nicht klein sein

    • Profilbild von morph
      # 08.09.21 um 00:55

      morph

      Ich schätze der Preis wird sich wie immer auf 400-500 Euro belaufen. Wenn nicht sogar mehr wenn man viel Ram und SSD nachrüsten möchte. Lieber einen Asrock DeskMini X300. Da kann man bis zu Ryzen 5000er einbauen und auch 2 SSDs. Billiger wird es dadurch nicht. Aber so kann man die Komponenten selbst aussuchen. Hab so einen mit AMD Ryzen 7 Pro 4750G und 32GB Ram. Noctua Kühler rein und los. Ich nenne ihn THE BEAST. Workstation für die "Hosentasche"

  • Profilbild von sivas
    # 01.11.21 um 00:17

    sivas

    Suche ein geräuschloses Mini PC. kann da jemand eins empfehlen?

  • Profilbild von Ricochet
    # 01.11.21 um 09:30

    Ricochet

    Als Passiv-PC super. Aber ich habe das Design-Sahnestück Cirrus Incus bereits im Einsatz. Mein dritter Silent-PC, das schont die Nerven!

  • Profilbild von Sahi.Maleikum
    # 01.11.21 um 16:09

    Sahi.Maleikum

    einfach alten Laptop vom Display trennen und hinter dem TV kleben, schon haste PC im TV. mit Funk Maus und Tastatur perfekt….

  • Profilbild von Gast
    # 02.11.21 um 14:32

    Anonymous

    Interessant wäre noch zu wissen, wie stark sich AMD FidelityFX Super Resolution auf die Leistung des Vega 8 auswirken kann, dann wären auch modernere Spiele in 1080p möglich.

  • Profilbild von francisk
    # 25.12.21 um 11:30

    francisk

    Ich habe das Gerät seit letzter Woche am Laufen und bin überwiegend zufrieden…der Lüfter springt bei einfachen Officearbeiten manchmal sprungartig kurz an und macht kurz WOW: Vielleicht muss da nur an den Lüfter-Einstellungen noch getüftelt werden.
    Ansonsten läuft das Gerät (windows 10 home x64) sehr ruhig und unproblematisch bis auf:
    1. der per HDMI angeschlossene Monitor flackerte mit Farbfehlern. Beim Anschluss am Displayport ist alles OK (4k-Auflösung 60Hz)
    2. ein Wechsel der mitgelieferten Kingston SSD auf Samsung 970evo+ scheiterte, im CHUWI-Forum wird dieser Fehler mehrfach besprochen, nur manche SSDs scheinen einwandfrei zu laufen: Samsung-SSDs werden explizit als nicht-kompatibel-verdächtig diskutiert: Alsi ACHTUNG beim Barebone-Kauf!

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