News

Cozytime LUMO live auf der IFA: Weltweit erster KI-Infrarotgrill bringt rauchfreies BBQ in die Küche

Update vom 05. September 2026 (Live von der IFA): Wir haben den Messestand von Cozytime in Halle 25 besucht und den LUMO im Live-Betrieb erlebt. Wir konnten vor Ort ein Stück frisch zubereitetes Beef Brisket (Rinderbrust) probieren – das Fleisch war bemerkenswert saftig und besaß ein feines, dezentes Raucharoma. Allerdings zeichnet sich ab, dass das Gerät mit einer regulären Preisempfehlung von 400 bis 500€ (Aktionspreise zwischen 350 und 400 Euro) preislich ziemlich intensiv ausfallen wird und sich direkt gegen den beliebten Ninja Woodfire Connect XL positioniert. Unterstützer der Kickstarter-Kampagne müssen sich zudem etwas gedulden: Wegen Zertifizierungen und Produktionsanpassungen verzögert sich die Auslieferung auf Oktober bis November. Unseren Wunsch nach einem Testmuster haben wir bereits direkt vor Ort hinterlegt.

Echtes Grillvergnügen in den eigenen vier Wänden scheitert meist an zwei Dingen: beißendem Qualm und anspringenden Rauchmeldern. Zur IFA 2026 in Berlin präsentiert das Unternehmen Cozytime eine technologisch ungewöhnliche Lösung für dieses Problem. Der Cozytime LUMO wird als weltweit erster rauchfreier KI-Infrarot-Indoor-Grill beworben, der dank 360-Grad-Infrarothitze und einem speziellen Aromamodul authentischen Barbecue-Geschmack direkt auf die Küchenarbeitsplatte bringen soll. Wir haben uns die Technik vorab notiert und den Grill direkt am IFA-Stand in Halle 25 im laufenden Betrieb begutachtet.

  • Cozytime LUMO Indoor-Grill:
    • bei Cozytime (Vorbestellung / Early Bird demnächst nach erfolgreicher Kickstarter-Kampagne mit 3,4 Millionen US-Dollar Finanzierungssumme)
    • Messe-Präsenz: IFA Berlin (4. bis 8. September 2026, Halle 25, Stand H25_127)

(Hinweis: Nach der erfolgreichen Kickstarter-Kampagne mit über 3,4 Millionen US-Dollar startet der offizielle Verkauf nach Auslieferung der Vorbesteller im Spätherbst. Stand: September 2026)

Technisches: Infrarot statt Umluft

FeatureCozytime LUMO
Heiztechnologie360° Infrarotstrahlung (von den Seiten und oben, nicht von unten)
TemperaturbereichBis zu 250 °C im Standardmodus (bis 400 °C mit Spezial-Einsatz)
RauchkonzeptGeschlossene Rauchkammer (Rauch setzt sich im Gehäuse ab)
Smarte KI-FunktionenAI CookPilot™ (optischer Scanner im Deckel)
Aroma-SystemIntegriertes „Flavor Module“ für Holzpellets (Low & Slow)
Zusatz-SensorikKabelgebundener Fleisch-Kerntemperaturfühler inklusive
ReinigungHerausnehmbare Inneneinheiten sind spülmaschinengeeignet
App-AnbindungLUMO App (Rezeptverwaltung, Temperatur-Alerts, OTA-Updates)

360-Grad-Infrarot: Warum das Fleisch saftiger bleibt

Klassische Kontaktgrills arbeiten meist mit Heizstäben direkt unter der Grillplatte, während gängige Heißluft-Grills auf starke Lüfter setzen. Der Cozytime LUMO wählt einen völlig anderen Weg: Das Grillgut wird nicht direkt von unten, sondern über seitliche, schräg ausgerichtete Infrarotstrahler oben und unten erhitzt.

Cozytime Lumo BBQ geoeffnet
Prototyp: Cozytime Lumo

Auf der Messe wurde im Gespräch schnell klar, worin der Vorteil liegt: Da auf eine permanente Luftumwälzung (wie bei einer Heißluftfritteuse) verzichtet wird, trocknet das Grillgut an der Oberfläche nicht aus. Wir konnten am Stand ein Stück Rinderbrust (Beef Brisket) probieren und waren positiv überrascht: Das Fleisch war zart und saftig.

Herabtropfendes Fett landet in einer kühlen Wanne unter dem Rost und kann gar nicht erst auf glühenden Heizstäben verbrennen. Im Standardbetrieb arbeitet der Grill mit bis zu 250 Grad Celsius, wer scharf anbraten oder dem Steak einen „Touch“ mehr Farbe auf beiden Seiten geben will, kann über das ausziehbare Modul sogar bis zu 400 Grad abrufen.

Low-and-Slow statt Blitz-Aroma: Wie die Rauchkammer funktioniert

Ein oft missverstandenes Detail betrifft das „Flavor Module“ für Holzpellets/ Räucherchips. Wer hofft, ein dünnes Steak in drei Minuten mit kräftigem Rauchgeschmack zu überziehen, wird enttäuscht: In so kurzer Zeit entsteht lediglich eine sehr dezente Rauchnote.

Cozytime Lumo BBQ geschlossen

Seine Stärken spielt das System vor allem beim klassischen „Low and Slow“-Garen aus. Ein großes Brisket, das im traditionellen Smoker gerne 12 bis 16 Stunden braucht, soll im LUMO in rund 6 bis 8 Stunden gelingen.

Wichtig für die Wohnung: Der Grill besitzt kein aufwendiges aktives Abluftfiltersystem. Der eher dezente Rauch wird stattdessen bewusst in der geschlossenen Garkammer gefangen gehalten und setzt sich mit der Zeit auf dem Fleisch und den Innenwänden ab.

Cozytime Lump Smoke Free

Wer den Deckel während eines Räuchervorgangs unbedacht aufreißt, entlässt hier aber sicherlich eine kleine Rauchwolke in die Küche. Ein kurzes Abwarten vor dem Öffnen ist also Pflicht.

KI-Kamera ohne Abo-Zwang & spülmaschinenfeste Teile

Um auch unerfahrenen Köchen perfekte Ergebnisse zu garantieren, scannt die Kamera des AI CookPilot das aufgelegte Fleisch bei geöffnetem Deckel automatisch und bestimmt Dicke sowie Zuschnitt.

Cozytime Lump BBQ Features

Da die Kamera nur bei geöffnetem Deckel aktiv wird, bleibt die Linse während des eigentlichen Grillvorgangs vor Fettspritzern und Qualm geschützt. Ergänzt wird die Optik durch einen kabelgebundenen Kerntemperaturfühler, der exakte Werte an die App meldet.

Cozytime Lumo BBQ Kamera

Sehr erfreulich: Auf Nachfrage bestätigte das Team am Stand, dass für die KI-Funktionen kein kostenpflichtiges Abonnement geplant ist. Die Nutzung soll für alle Käufer dauerhaft kostenlos bleiben. Auch die anschließende Reinigung wirkt durchdacht: Die inneren Einsätze lassen sich entnehmen und direkt in die Spülmaschine stecken.

Einordnung: Vielversprechend, aber noch mit Prototypen-Schwächen

Die Live-Eindrücke von der IFA bestätigen das Potenzial des Cozytime LUMO. Die Kombination aus seitlicher Infrarothitze, Verzicht auf austrocknende Umluft und echter Räucherkammer macht Laune auf mehr – das probierte Brisket hat zudem geschmacklich überzeugt.

Allerdings wurde vor Ort auch deutlich, dass es sich beim Vorführgerät noch um einen Prototypen handelte. Bei der Verarbeitungsqualität gibt es bis zum Serienstart definitiv noch Optimierungsbedarf: Das Kunststoff-Frontcover oberhalb des Griffes sprang während der Demo immer mal wieder aus seiner linken Halterung. Bis zum Auslieferungsstart im Spätherbst muss Cozytime bei den Spaltmaßen und Klickverbindungen also noch nachbessern.

Mit einem anvisierten Marktpreis von 400 bis 500 Euro tritt das Gerät in Konkurrenz zum Ninja Woodfire Connect XL. Wir haben unseren Wunsch nach einem Testmuster jedenfalls bereits direkt am Stand hinterlegt.

Was haltet ihr von dem Konzept: Würdet ihr euch für rund 400 Euro einen echten Smoker mit Infrarottechnik in die Küche stellen, oder bleibt Barbecue für euch eine reine Outdoor-Angelegenheit? Schreibt es uns in die Kommentare!

Quellen:

e9c215e7b6804578a49bb4e85309d518 Hier geht's zum Gadget

Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Profilbild von Thommy

Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

Sortierung: Neueste | Älteste

Kommentare (8)

  • Profilbild von Brauni 1961
    1 # 04.09.26 um 14:05

    Brauni 1961 Gadget-Nerd

    Ich wäre schon sehr interessiert.

  • Profilbild von Christian Longklang
    0 # 04.09.26 um 17:56

    Christian Longklang

    Sehr gerne würden meine Familie und ich das Gerät ausführlich testen.
    Danke

  • Profilbild von Frank Melüh
    0 # 04.09.26 um 21:07

    Frank Melüh

    Ich habe den Tefal Kontaktgrill sowie den Ninja Woodfire pro XL Connect und bin damit sehr zufrieden aber dieser Infrarotgrill macht mich so richtig neugierig. Also ich währe bereit Ihn zu testen .

  • Profilbild von Frankie
    0 # 04.09.26 um 21:09

    Frankie

    darüber würde ich mich sehr freuen. danke

  • Profilbild von Max Mustermann
    0 # 05.09.26 um 08:32

    Max Mustermann Gadget-Nerd

    Als Kind dachte ich, wir hätten fliegende Autos in der Zukunft, stattdessen haben wir Steakgriller mit OTA Updates 😀

  • Profilbild von Thommy
    0 # 05.09.26 um 14:18

    Thommy CG-Team

    Hey,

    super cool, dass der Infrarot-Indoor-Grill bei euch so auf Interesse stößt. Vielleicht haben wir uns aber missverständlich ausgedrückt: WIR würden den testen (und haben auf der IFA schon ein Sample angefragt) und euch dann hier berichten 🙂
    Falls wir aber mal wieder Leser-Tests einführen sollten, wäre so ein Grill aber anscheinend erste Wahl bei euch dafür 🙂

    Liebe Grüße

    Thommy

  • Profilbild von Maxm
    0 # 05.09.26 um 14:59

    Maxm

    Wieviel Strom zieht so ein Gerät denn?

  • Profilbild von Meyermüller
    0 # 07.09.26 um 15:37

    Meyermüller

    kann mir nicht vorstellen dass dieser Grill vom Aroma her an Gas oder kohlegrill rankommt

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Diese E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen. Halte dich für ein wertschätzendes Miteinander an unsere Community-Guidelines.