Full HD Endoskop für ~20€: Durchblick überall da, wo man sonst nicht hinkommt!

Wir machen einmal mehr einen Ausflug in die Welt der Werkzeug-Gadgets und stellen euch ein Endoskop vor. Nicht für euren Magen-Darm-Trakt, sondern als Inspektionswerkzeug. Was kann es und für was braucht man das eigentlich?

Endoskop Aufmacher

1080P-Auflösung für ~20€

Was bei einer Inspektionskamera im Endoskopformat besonders zählt, ist die Bildqualität. Also kommen wir ohne Umschweife zur 0,31 Zoll großen Kamerasonde, welche einen Durchmesser von 8 mm aufweist und mit IP 68 Schutzklasse (staub- und wasserdicht) zertifiziert ist.

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Damit soll eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (Full HD) bei 30 fps und großem Betrachtungswinkel von 178° gewährleistet sein. Vier Spotlight-LEDs mit einer Farbtemperatur von 5500 bis 6500K sorgen für Durchblick in dunklen Umgebungen.

Einsatzzweck: Überall da, wo man nicht hinkommt

Kompakte Kamera im Endoskopformat? Das kann nicht nur für Mediziner bei der Arbeit sinnvoll sein. Tatsächlich gibt es bei genauerer Überlegung viele Anwendungsszenarien.

Endoskop Lieferumfang

Nutzen kann man so ein Gerät etwa am Auto unter der Motorhaube, bei der DIY-Reparatur des Kaffeevollautomaten bis hin zur Inspektion von Bohrlöchern. Auch wenn ihr wissen wollt, wie es hinter eurer Rigipswand aussieht, ist so ein Gadget eine hilfreiche Wahl.

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Einsatzszenario: Kaffeemaschine

Überall da, wo ihr mit euren Patschepfoten nicht weiterkommt, macht so ein Gadget Sinn: bei Lüftungsrohren, Klimaanlagen, Badewannenrohren, Toiletten oder aber Sofaecken.

Kompakt mit integriertem Bildschirm

Das Endoskop bzw. die Inspektionskamera kommt wahlweise mit 5 m oder 10 m Kabel, an dessen Ende sich ein Handgriff befindet. Leider ist das Kabel nicht abnehmbar. Im Griff findet ein 2600 mAh großer Li-Ionen Akku seinen Platz, der 2 Stunden Betrieb ermöglicht und via USB-C Slot und mitgeliefertem USB-C Kabel ebenso in 2 Stunden wieder voll aufgeladen ist.

Endoskop IPS Display

Über dem Griff befindet sich das 2,4 Zoll große IPS-Display. Darunter finden sich 5 Bedienknöpfe für das An- und Ausschalten des Gerätes und der LEDs sowie für das Hinein- und Herauszoomen.

Endoskop Bedienung

Extra-Kniff: Multifunktions-Aufsätze

Die Kamerasonde kommt mit drei praktischen Aufsätzen: einem Haken, um Fremdkörper beispielsweise aus Rohren zu angeln, einem Tool, das statt eines Hakens auf Magnetkraft setzt und schließlich einer kleinen Spiegelvorrichtung um „um die Ecke“ schauen zu können. Gerade Haken und Magnet wirken hier allerdings all zu filigran.

Endoskop Multifunktionsaufsaetze

Speicherung via MicroSD

Löblich: Die Aufnahmen sollen mit dem platzsparenden H.265 Codec komprimiert werden. Eine Speicherung erfolgt seitlich über die Aufnahme für eine Micro-SD Karte.

Endoskop Akku

Einschätzung: Standalone-Gerät zu gutem Preis

Wer lieber ein Standalone-Gerät mit integriertem Bildschirm möchte, statt ein derartiges Endoskop per USB-C an seinem Smartphone zu betreiben, kann zu einem Preis um die 20€ hier sicherlich zufrieden sein, wenn er kein High-End Gerät für den Industrieeinsatz erwartet.

Dafür bekommt man ein akkubetriebenes Gerät mit guter Auflösung und einer platzsparenden Aufnahmespeicherung via microSD. Für den gelegentlichen Einsatz aus der Hobby-Werkstatt heraus ist das sicherlich ausreichend. Habt ihr so ein Endoskop im Einsatz? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen und Empfehlungen in diesem Bereich.

fcbdc67b54404103a4b3e28ead0ae991 Hier geht's zum Gadget

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (3)

  • Profilbild von M-A-X
    # 07.07.24 um 20:42

    M-A-X

    Problem ist Erfahrungsgemäß, dass man bei diesen Endoskopen nicht über zum Beispiel ein Rad die Richtung wechseln kann. Das Kabel ist oft sehr flexibel und wenn man in einem Hohlraum gegen eine Kante stößt kommt man nicht weiter.

  • Profilbild von Olaf
    # 07.07.24 um 22:49

    Olaf

    Ich habe ein älteres, aber vom grundsätzlichen Aufbau her gleiches Gerät seit einigen Jahren.

    Das größte Manko bei meinen ist die für fast nichts ausreichende Lichtstärke der LEDs.
    Man sieht vielleicht 20 cm weit, mehr schlecht als recht, das war's dann auch.

    Ich hatte im Laufe der Jahre so einige theoretische Einsatzszenarien, aber hab's nach den ersten Tests vielleicht noch zwei oder drei mal ausprobiert. Schlichtweg nicht brauchbar.

    Wenn hier jemand Erfahrungen mit dem angepriesenen Modell bzw. dessen Lichtstärke hat, dann bitte berichten.

  • Profilbild von HaJo
    # 08.07.24 um 16:46

    HaJo

    Die Version mit 10 m Kabel halte ich für überflüssig. Bei 5 Metern ist es schon schwierig genug solche ein Kabel vorzuschieben. Problematisch ist bei vielen dieser Endoskope der notwendige Mindestabstand, um ein Objekt noch scharf darzustellen und den beschränkten Öffnungswinkel. Bei den Aufsätzen habe ich immer Angst, dass sie sich verhaken und man das Endoskop nicht wieder hinausbekommt.

    Für die wenigen Einsatzfälle (Zwischenraum Trommel-Bottich einer Waschmaschine oder im Schacht verlegte Leitungen) hat mir die USB-Version an Smartphone oder Tablet ausgereicht.

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