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Geely E2 startet in Deutschland: E-Auto für 19.990€ – mit Haken beim 99€-Leasing?

geely-e2-Aufmacher

Elektromobilität scheint endlich bezahlbar zu werden. Neuestes Beispiel dafür ist der Geely E2, der nun bei uns in Deutschland startet. Der kompakte Stromer (in China übrigens ein absoluter Bestseller unter dem Namen Galaxy Xingyuan) startet ab sofort unverbindlich in die Reservierungsphase. Mit einem Kaufpreis ab knapp 20000€ oder einer Leasingrate von schlanken 99€ zielt er genau auf die preisbewusste Käuferschaft ab. Doch wie viel E-Auto bekommt man für dieses Geld wirklich, und warum sollte man beim extrem günstigen Leasing-Angebot ganz genau nachrechnen?

Preisübersicht: Geely E2

  • Geely E2 Pro (35,35 kWh): ab 19.990€
  • Geely E2 Max (47,14 kWh): ab 23.990€
  • Geely E2 Ultra (47,14 kWh): ab 26.990€

(Hinweis: Reservierungsphase läuft, Auslieferungen sind bis Ende September geplant. Stand: August 2026)

Technisches: Der Geely E2 im Detail

FeatureGeely E2 (Max / Ultra)
Akku-Kapazitätbis zu 47,14 kWh (LFP)
Reichweite (WLTP)bis zu 345 km
AntriebHeckantrieb (85 kW / 116 PS)
Ladezeit DC (10-80%)ca. 26 Minuten (max. 80 kW)
Höchstgeschwindigkeit130 km/h (abgeregelt)
Kofferraum375 Liter (+ 70 Liter Frunk)
Cockpit14,6 Zoll Touchscreen, 8,8 Zoll Instrumente
HighlightsV2L-Funktion, Apple CarPlay, Android Auto

Geely E2 Front

Kompaktes Raumwunder mit LFP-Technik

Mit einer Länge von 4,13 Metern platziert sich der Geely E2 in der klassischen Kleinwagen-Klasse, verspricht durch den langen Radstand von 2,64 Metern aber ordentlich Platz im Innenraum. Geely setzt hier auf die neue „Global Smart New Energy Architecture“ (GEA). Besonders lobenswert in dieser Preisklasse: Egal ob beim kleinen „Pro“-Modell oder den teureren Varianten, der Hersteller verbaut durchgehend LFP-Akkus (Lithium-Eisenphosphat). Diese Zellchemie ist robust, langlebig und verzeiht es problemlos, wenn ihr das Auto im Alltag regelmäßig auf 100 Prozent aufladet.

Geely E2

Ein weiteres Highlight für die Alltagsnutzung ist die serienmäßige V2L-Funktion (Vehicle-to-Load). Ihr könnt den Geely E2 also als riesige Powerstation nutzen, um externe 230V-Geräte wie einen Elektrogrill am Badesee oder schweres Werkzeug direkt über den Fahrzeug-Akku zu betreiben.

Geely E2 Heckleuchten

99€-Leasing: Das solltet ihr wissen
Mit 99€ pro Monat zu werben, ist ein klassischer Marketing-Schachzug. Das Kleingedruckte offenbart jedoch eine Art „Wette“, die Geely hier eingeht: Das Angebot setzt eine „Sonderzahlung von 6000€“ voraus. Der Hersteller spekuliert hierbei auf die seit Mai 2026 neu aufgelegte staatliche E-Auto-Förderung, die maximal 6000€ erstattet.

Aber: Die neue Förderung ist streng sozial gestaffelt. Den vollen Satz bekommt vom BAFA nur zurück, wer ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von unter 45000 € hat UND mindestens zwei Kinder nachweisen kann. Ein kinderloser Single mit 65000€ Einkommen erhält nur die Basisförderung von 3000€ – er bleibt auf der Hälfte der Anzahlung sitzen, womit seine reale Leasingrate auf rund 161€ klettert. Wer gar keine Förderkriterien erfüllt, zahlt (inklusive Überführungskosten) am Ende eine echte Monatsrate von 240 bis 249€.

Geely e2 Interieur

Geely E2: Versteckter Flaschenhals beim AC-Laden?

Am DC-Schnelllader bringt es der große Akku auf maximal 80 kW Ladeleistung, was für einen kompakten Stadtflitzer absolut in Ordnung geht (30 auf 80 Prozent in ca. 19 Minuten). Spannend wird es jedoch, wenn wir uns die Zeiten für das AC-Laden (Wechselstrom an der heimischen Wallbox) ansehen.

Geely E2 Frunk

Geely gibt für eine volle Ladung (10 bis 100 Prozent) beim großen Akku rund 7,1 Stunden an. Ein schneller Blick auf den Taschenrechner verrät: Der E2 lädt hier maximal mit knapp 6,6 kW. Das bedeutet physikalisch, dass nur ein einphasiger Onboard-Lader verbaut ist. Und hier kommt die deutsche Schieflastverordnung ins Spiel: Einphasiges Laden ist hierzulande im privaten Stromnetz auf 20 Ampere begrenzt. Ihr ladet an eurer heimischen 11-kW-Wallbox also effektiv nur mit 4,6 kW. Wer das Auto über Nacht ohnehin 12 Stunden parkt, den wird das wenig stören. Wer aber nur kurz für zwei Stunden zum Nachladen zuhause vorbeischaut, bekommt kaum Reichweite in den Akku gepumpt. Das sollte man zumindest im Hinterkopf behalten, finden wir.

Geely E2 Kofferraum

Gratis-Strom von EnBW: Bonus statt Flatrate

Um den Verkaufsstart anzukurbeln, legt Geely Käufern der ersten Stunde einen Ladegutschein von EnBW im Wert von 621€ ins Handschuhfach. Der Hersteller bewirbt das als „bis zu ein Jahr kostenlos laden“. Wichtig zur Einordnung: Das ist keine Lade-Flatrate für Vielfahrer, sondern schlicht ein fixes Prepaid-Guthaben. Es wurde anhand von 10.000 Kilometern Jahresfahrleistung und einem Verbrauch von 15,9 kWh/100 km ausgerechnet. Ein netter Bonus ist das zum Start aber allemal.

Geely E2 ENBW Ladegutschein

Einschätzung: Harter Konkurrent im Einstiegs-Segment

Für einen Basispreis von 19990€ schnürt Geely mit dem E2 ein verdammt attraktives Paket. Der langlebige LFP-Akku, das moderne Infotainment-System mit Android Auto und Apple CarPlay, die V2L-Funktion und der praktische Frunk unter der vorderen Haube sind starke Argumente im Kleinwagen-Segment.

Wer den E2 ins Auge fasst, sollte sich jedoch nicht zu sehr von der 99-€-Leasingrate blenden lassen und den einphasigen AC-Lader bei der Nutzung der heimischen Wallbox im Hinterkopf behalten. Wer diese Aspekte kennt und akzeptiert, bekommt hier viel modernes E-Auto fürs Geld.

Wäre der Geely E2 für knapp 20000€ eine Option für euren Alltag, oder stört euch das langsame Laden an der heimischen Wallbox zu sehr? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Quellen:

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Profilbild von Thommy

Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (17)

  • Profilbild von hatori
    0 # 10.08.26 um 17:11

    hatori

    sieht identisch wie ein e smart aus

  • Profilbild von Kaufrausch
    0 # 10.08.26 um 17:20

    Kaufrausch

    er macht es an einigen Stellen besser als der leapmotor t03. Der nur knapp unter dem Preis liegt. Den t03 konnte ich bei Einführung jedoch für 12,95€ Leasen ( 4500 Anzahlung und 10.000km im Jahr für 36 Monate ) Da müssen sie aber noch an der Preisschrauben drehen.

  • Profilbild von Anton 1234
    0 # 10.08.26 um 17:21

    Anton 1234

    Bei einer ECHTEN Leasingrate von 99€ für alle, wäre das langsam wirklich eine Alternative.

  • Profilbild von Secu
    0 # 10.08.26 um 19:17

    Secu

    es wird immer noch propagiert, dass E-Autos Zukunft haben. Unfassbar!

    • Profilbild von Jens
      0 # 11.08.26 um 09:11

      Jens CG-Team

      Genau wie dieses Internet. Das benutzt doch niemand. Oder ein Telefon in der Hosentasche. Komplett absurd.

      • Profilbild von Thommy
        0 # 11.08.26 um 09:50

        Thommy CG-Team

        Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung.

    • Profilbild von MPC561
      2 # 11.08.26 um 12:33

      MPC561

      @Secu: es wird immer noch propagiert, dass E-Autos Zukunft haben. Unfassbar!

      Ich habe viele Jahre Dieselmotsteuerungen entwickelt. War unter anderem an der Entwicklung des Partikelfilters in unserem Hause beteiligt und habe später einige der SW-Grundlagen der Ansteuerung von elektrischen Maschinen etc. entwickelt die noch heute in meiner Firma eingesetzt werden (einer der grössten Automobilzuliefer Konzerne).

      Der E-Motor ist dem Verbrenner haushoch überlegen. Er ist sogar eine ältere Technik als der Verbrenner. Alleine die komplexe Sensorik und Aktuatorik des Verbrenners die man nicht mehr braucht… PCV/VCV/AGR, Turbonansteurungen mit Feedback, Sensorik im Abgaspfad, FUP Sensor, dutzende Temperatursensoren. Al das sind "teure" Teile die noch dazu Fehler haben können (hier ziele ich mehr auf die Aktuatorik ab). Hat man bei der Ansteuerung einer elektrischen Maschine alles nicht. Man hat natürlich andere Sensorik die aber, schwer zu erklären, in der Fahrzeugarchitektur, besser zu erreichen sind, sozusagen nicht dutzende Sensoren einzeln im Fahrzeug verstreut, sondern eher ein paar Stellen mit "geballter" Sensorik. All das erleichtert Wartung, Reparierbarkeit etc.

      Einzig wirkliches Problem sind oder waren die Akkuzellen, speziell dabei die Qualität und die Energiedichte.
      Und genau da hat sich in den letzten 10 Jahren intensiv was getan. Die Energiedichte hat sich gut verdoppelt.

      So und um Dir mal zu antworten. Wer ist ernsthaft so naiv zu glauben die hätten keine Zukunft, alleine schon der strategische Vorteil der geringeren Abhängigkeit von Follsilen Brennstoffen, die wir nicht wirklich in Deutschland haben. Die "Dezentralität" mit eigener Photovoltaik und Wallbox.

      Übrigens, genau das was Du sagst wurde auch bei der Einführung der Verbrenner von den Pferdebesitzern propagiert. Geschichte wiederholt sich.

      Ich bin übrigens keiner der sagt: "E-Autos um jeden Preis so schnell wie möglich". Die werden auch alleine kommen, startend als Zweitwagen. Hoffentlich bald mal ein vernünftiger E-Wagen mit gutem REX.

  • Profilbild von Bobo
    1 # 10.08.26 um 21:41

    Bobo

    Was für ein hässlicher Hobel! Aber der Michel wird das, vom chinesischen Staat, subventioniertes Auto dennoch kaufen / leasen und somit die europäische Fahrzeug Produktion weiter zerstören! Hauptsache billig!

    • Profilbild von Tarinos
      0 # 11.08.26 um 09:45

      Tarinos Hobby-Bastler

      Wer zwingt die europäischen Hersteller solche Wucherpreise zu verlangen und mit Abos in den Autos die Kundschaft zu verjagen? Natürlich ist der Preis ein wichtiges Argument für einen Kunden, du denkst doch nicht wirklich, dass jemand an den "armen" europäischen Hersteller denken sollte, wenn er bei unseren europäischen Steuersätzen 5 Jahre auf ein europäisches Auto sparen muss?

  • Profilbild von Chuwi
    0 # 10.08.26 um 22:36

    Chuwi Gadget-Nerd

    Beinhalten die 20000 nun schon die Förderung oder nicht?

    • Profilbild von Thommy
      0 # 11.08.26 um 09:56

      Thommy CG-Team

      Hey,

      du zahlst erstmal die 20k, dann – sofern du alle Voraussetzungen erfüllst – kannst du dir im Nachgang 6K vom BAFA auf dein Konto überweisen lassen. Effektiv bist du also dann bei 14K fürs Auto.

      Das selbe Prinzip mit den 6K vom Staat gilt auch, wenn du least und alle Bedingungen erfüllst.

      Best,

      Thommy

  • Profilbild von TomWest
    0 # 11.08.26 um 07:24

    TomWest

    Die mangelhafte AC Ladung ist für mich ein KO Kriterium. Warum man hier nicht auf 3phasig mit 11/22kW setzt, verstehe ich nicht. Wer hat denn zu Hause ein DC Ladesystem?

    • Profilbild von Nico6425
      0 # 11.08.26 um 19:23

      Nico6425

      @TomWest: Die mangelhafte AC Ladung ist für mich ein KO Kriterium. Warum man hier nicht auf 3phasig mit 11/22kW setzt, verstehe ich nicht. Wer hat denn zu Hause ein DC Ladesystem?

      Warum?
      Ich hatte den ID4 mit 77KWH Batterie. Zuhause mit real 7,4 KW netto geladen.
      zu 99% steht das Auto jeden Tag mehr als 8 Stunden zuhause rum während du schläfst
      Selbst wenn du mit 1% am Abend heim kommst, am nächsten morgen ist es bei 80%, was für reale 250km selbst im Winter genügt. (ca. 330KM real im Sommer)

  • Profilbild von Axel Schulz
    0 # 11.08.26 um 22:14

    Axel Schulz

    130 km/h (abgeregelt) ??? Funktioniert sicher in den meisten Ländern der Erde, aber nicht in Deutschland – solange kein einheitliches Tempolimit existiert. Damit kann man auf der Autobahn ja de facto nie vernünftig überholen.

    • Profilbild von B-e-r-n-d
      0 # 12.08.26 um 13:49

      B-e-r-n-d Hobby-Bastler

      Ich denke, du stufst dieses Auto falsch ein.
      Die Konkurrenz sind hier keine Autos mit über 150-Verbrenner-PS, sondern eher alles mit weniger als 85PS.
      Wir haben als Zweitwagen einen VW UP mit 75 PS und alles über 130 km/h wir hier auch schon schwierig & abenteuerlich. Von daher passen die max 130 schon.
      Willst du Sportlich schnell überholen, kaufst du dir dieses Auto auch nicht.

  • Profilbild von Axel Schulz
    0 # 13.08.26 um 11:46

    Axel Schulz

    Ja klar… und unser Trabbi hatte 1987 auch 26PS und fuhr auch nur 120. 😉

    Spaß bei Seite: Der E2 ist gut einen halben Meter länger als ein UP und eher in der Größe eines VW Polo oder Skoda Fabia. Selbst die kleinsten klassichen Benziner schaffen locker 160. So schnell muss auch keiner wirklich fahren. Wenn man aber auf der Autobahn jemanden bei 110/120 überholen möchte und dann bei 130 Schluss ist, wird man schnell zu einem Hinderniss auf der linken Spur. Ich bin mir sicher, dass das Fahrzeig mehr als 130 schafft und es keinen Grund gibt, da abzuregeln.

    Das Gesagte gilt natürlich nur für Deutschland. In allen anderen Ländern der Erde fährt niemand (legal) schneller als 130. Ergo spielt das auch keine große Rolle. 😉

  • Profilbild von Hubert Brunner
    0 # 27.08.26 um 18:44

    Hubert Brunner

    Da es immer mehr von diesen Autos geben wird wird die linke Spur ohnehin zunehmend ausgebremst wenn die einen LKW überholen. Ich fahre einen Dongfeng Nammi Box (absoluter Exot) mit ähnlichen Leistungsdaten wie der Geely E2 und habe noch nie Probleme auf der Autobahn gehabt. Zwischen 110 und 120 schwimmt man locker mit. der Verbrauch liegt dann bei etwa 18 kWh. Nach 2,5 Stunden wollen Frau und Kinder ohnehin aufs Klo. Wir sind schon 1000 km am Stück gefahren mit dem Nammi und mussten eben 4 mal laden. Da ist muss man eben 2 bis 3 Stunden mehr einkalkulieren. Aber wer es im Urlaub derart eilig hat, dem ist ohnehin nicht zu helfen. Wir werden uns den Geely als Zweitwagen holen. Allein das gesparte Benzin für unseren alten Zweitwagen (Renault Megane) deckt schon die halbe Leasingrate ab. THG und Steuerfreiheit kommen da noch dazu. Wartung ist bei einem solchen Auto sowieso kein Thema.

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